Fritz Maywald Der Weg

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Inhaltsangabe zu „Der Weg“ von Fritz Maywald

Über dieses Buch 2005 habe ich nach einigen wenigen Hinweisen in lokalen Heimatbüchern die ersten Teile dieses Weges gefunden – ohne ihn zu suchen. Im Jahr 2006 habe ich ihn systematisch erforscht, mit Hilfe der einzigen umfassenden Veröffentlichung des Penker Volksschuldirektors J0hann Danzer (+) von 1965 und einigen Hinweisen aus der Umgebung. Ich wohne übrigens ziemlich genau im Verlauf des Entweges, etwa 30 Höhenmeter oberhalb von Göttschach, es ist also wirklich „mein Weg“. Der Teil des Entweges, der vom Schwarzatal ins Pittental verläuft, geht völlig eben mit gerade einmal +/- 50 Höhenmetern Differenz über eine Strecke von etwa 23 km verteilt dahin. Beim Pittental ist er keineswegs zu Ende, denn er führt von Kirchau ins Haßbachtal hinein und auf der gegenüberliegenden Seite wieder hinaus, um den Kulmriegel herum und endet schließlich im Feistritztal. Der von mir begangene Teil ist also gerade einmal etwas mehr als 1/3 des Gesamtweges. Der Entweg wird ein einziges Mal urkundlich erwähnt: 1144 im Kodex des Klosters Formbach – die Formbacher waren die Gründer das Klosters Gloggnitz. Dort wird er bereits als „antiskenwek“, also als alter Weg, erwähnt, muss also wohl über 1000 Jahre alt sein. Wer ihn gebaut hat, wann er gebaut wurde und zu welchem Zweck, liegt im Dunkel der Geschichte. Die Vermutung, es seien die Römer gewesen, ist nicht belegbar, so bleibt ein Jahrtausend Spielraum – von den Kelten bis zu den Babenbergern. Man muss sich vor Augen halten: Das Tal der Schwarza von Neukirchen bis Gloggnitz war zu dieser Zeit dichter Urwald mit wenigen verstreuten Siedlern. Hier gab es weder befestigte Städte, noch militärische Einrichtungen oder bedeutende Bodenschätze. Und all jene, die sich hier angesiedelten hatten – Kelten, Römer, Awaren, Slawen, Bayern, Franken – hatten Angst, nicht vor irgendeinem Herrscher, sondern vor dem Nachbarn – und vor dem Wald, denn hier herrschten Räuber, hierher hatten sich Verfemte und Vogelfreie zurückgezogen. Ich bin wohl insgesamt in vielen Etappen an die 40 bis 50 Stunden den Weg entlanggegangen, habe ihn immer wieder verloren, mehr oder weniger mühsam wiedergefunden, stundenlang durch menschenleere Wälder und Gräben streifend – da kommen eine Menge Gedanken und setzen sich fest. Es lag also nahe, zusätzlich zu meinem heimatkundlich / historischen Buch „Vergessene Wege – Der Schwarzataler Entweg“, erschienen bei Edition Zaunreiter 2007, auch dieses Nachdenkbuch zu schreiben. Alle Fotos dieses Buches stammen Schwarzataler Entweg, von dessen 23 Kilometern zwischen Gloggnitz und Thann bei Kirchau noch große Teile deutlich erkennbar und problemlos zu begehen sind. Mehr darüber in dem oben erwähnten Buch, in dem Sie auch eine Menge Hintergrundmaterial aus historischen Quellen finden. Ein Nachdenkbuch mit vielen Bildern eines uralten Weges Gedanken über das Weg-gehen und An-kommen, das Suchen und das Finden, den Anfang und das Ende, das Leben und den Tod, den Nutzen der Hindernisse, die Anstrengung und die Leichtigkeit, die Bäche und die Quellen, die Veränderung und den Stillstand … Er begann den Weg zu suchen, als er ihn bereits gefunden hatte. Einfach so, ohne Absicht, ohne Anstrengung, ohne Vorbereitung, ohne irgendeinem anderen Weg zu folgen, einfach quer durch den Wald. Als er ihn fand, war er schon auf ihm, schmal und grün zwischen den Bäumen, eben durch den Wald führend, scheinbar mühe­los. Gedanken über den Weg. Ein Nachdenkbuch - Gedanken über den Weg als Metapher für Suchen und Finden, für Leben und Tod, über Ziele, über die Leichtigkeit. Basis für dieses Buch war die Auseinandersetzung des Autors mit einem über 1000 Jahre alten Weg im niederösterreichischen Schwarzatal, von dem auch die 50 Fotos stammen.
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