Fritz Peters Eine Kindheit mit Gurdjieff

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Inhaltsangabe zu „Eine Kindheit mit Gurdjieff“ von Fritz Peters

George Gurdjieff war eine der schillerndsten und rätselhaftesten Figuren der spirituellen Szene des beginnenden 20. Jahrhunderts. Aus der Perspektive eines elfjährigen amerikanischen Jungen, der 1924 durch seine Eltern, die Schüler Gurdjieffs waren, in Gurdjieffs Schule landet, erleben wir den Alltag in der berühmten „Prieuré“. Sobald man in die ersten Seiten dieses Buches hineinschnuppert, ist man verzaubert. Man versteht sofort, dass es sich hier nicht um die üblichen Kindheitserinnerungen handelt. Hier begegnen sich zwei wirkliche Charaktere. Der junge Fritz traf ohne Vorbereitung auf die „Aufgabe Gurdjieff“, aber er war wach genug, um zu verstehen, dass er in den Händen eines ungewöhnlichen Menschen war, eines Mannes, den man Guru, Meister, Lehrer nannte, der aber alles andere als ein Heiliger war. Peters präzise Erinnerung an diese Zeit ist so erstaunlich wie seine Intuition. Er zitiert Gurdjieff, wie er in gebrochenem Englisch redet. In einigen Momenten erleben wir ihn als den großen Weisen, an anderer Stelle als Gesandten des Teufels. Er konnte zärtlich, grimmig, strikt, lasterhaft, weise, witzig und ungemein ernst zugleich sein. Gerade diese Widersprüchlichkeit macht das Buch so spannend. Es kann auch die faszinieren, die nie etwas von Gurdjieff gehört haben. Es steckt voller Weisheit - Weisheit über das Leben. „Wie kein anderer Erwachsener, den ich je gekannt hatte, war alles, was er tat und wie er war, sinnvoll. Er hatte mich nicht nach meiner Meinung gefragt, mich nicht gezwungen, Entscheidungen zu treffen, zu denen ich völlig unfähig war. Ich begann mich nach jemandem zu sehnen, der etwas so Einfaches tun würde, wie mir den „Befehl“ geben, den Rasen zu mähen - das heißt, der mir etwas abverlangen würde, ganz gleich wie unverständlich seine Beweggründe wären (alle Erwachsenen waren schließlich „unverständlich“), ich sehnte mich nach einer Forderung. Ich fing an, ihn für den einzigen logischen, erwachsenen Menschen zu halten, den ich je kennen gelernt hatte.“  

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