Fritz Stiegler

 4.3 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Valentina und Wie dähamm.

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Valentina

Valentina

 (8)
Erschienen am 06.02.2013
Wie dähamm

Wie dähamm

 (0)
Erschienen am 18.09.2011

Neue Rezensionen zu Fritz Stiegler

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Rezension zu "Valentina" von Fritz Stiegler

Interessanter Roman über eine junge Frau während des zweiten Weltkrieges
Buchbloggerinvor 2 Jahren

Romane, deren Handlungen sich in der Zeit des zweiten Weltkrieges abspielen, lese ich besonders gerne, auch wenn einem darin meist grausame und schreckliche Tatsachen offenbart werden, von denen man vorher nicht die geringste Ahnung gehabt hat. Zu solchen Romane lässt sich auch Valentina von Fritz Stiegler sehr gut zuordnen. Hier erfährt man sehr viel darüber, wie es den damaligen Zwangsarbeitern ergangen ist und Einiges mehr.

Inhalt: Nächstenliebe und Zivilcourage während des zweiten Weltkrieges Valentina, die junge ukrainische Zwangsarbeiterin, kommt 1943 ins Arbeitslager Langenzenn bei Nürnberg. Sie leidet Hunger und bekommt als Frau alle Arten von Demütigungen zu spüren, bis ihr während eines Ernteeinsatzes die Flucht gelingt. Eine beherzte Bauernfamilie gewährt der Verängstigten Unterschlupf. Valentina wird als neue Magd Irmgard ausgegeben und bleibt – trotz vieler kritischer Situationen – unentdeckt, bis die Amerikaner einrücken.
Fritz Stiegler beschreibt in seinem Buch den Alltag der einfachen Leute auf dem Land in den letzten Kriegsjahren. So verschieden sie in ihrer Haltung zum Staat auch sind, die Sorge um Angehörige, der Kampf ums Überleben schweißt sie zusammen. Vor allem Marie, die Bäuerin, widersetzt sich als überzeugte Christin der Nazipropaganda und tut alles, um Valentina zu schützen.

Meinung: Was mich an diesem Roman von Anfang an angesprochen hat, war, dass die Handlung auf einer wahren Begebenheit beruht. Viele schreckliche Erlebnisse der Protagonistin Valentina/Irmgard, meist die, die sie im Arbeitslager erlebt hat, haben einem vor Augen geführt, wie sehr es damals schlimm war. Umso deutlicher wird, dass das, was damals geschehen ist, nicht noch einmal passieren soll, weswegen so etwas nicht vergessen werden darf.

Interessant beim Lesen war, dass der gesamte Roman nicht in hochdeutscher, sondern in der fränkischen ähnlichen Sprache geschrieben wurde. Anfangs war dies etwas schwierig für mich, denn ich bin diese Sprache nicht gewohnt, doch mit der Zeit habe ich mich einlesen können und es war kaum noch problematisch für mich. Diese Tatsache machte die ganze Handlung in gewisser Weise noch realer.

Es hat mir gefallen, dass die Kapitel immer zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit gewechselt haben.So war man einerseits immer auf dem aktuellen Stand, während man auch Informationen über die Vergangenheit erhalten hat. Ich hätte jedoch gerne gewusst, wie es weiter mit Valentina gegangen ist, nach dem Krieg, das Ende des Romans kam etwas zu abrupt.

Die Bauernfamilie, die Valentina aufgenommen und versteckt hat, wurde sehr realistisch dargestellt. Man konnte sich leicht vorstellen, was für ein Leben sie geführt haben und vergleichen, welche Unterschiede es zur heutigen Zeit gibt.
Sehr deutlich wurde auch die Herrschaft der Nationalsozialisten. Schnell konnte man sehen, dass nicht nur Juden und andere unter ihnen gelitten haben, sondern auch die Deutschen selbst.

Die letzten Seiten bestanden aus Anmerkungen des Autors, in denen er kurz darauf hinwies, was genau an dem Roman der Wahrheit entspricht und was fiktiv ist. Diese einige Seiten waren für mich sehr hilfreich für das Verständnis der Handlung.

Fazit: Ich finde, dieser Roman vermittelt einen ,,guten“ Eindruck von einem schrecklichen Teil der Grausamkeiten, die in der Zeit des zweiten Weltkrieges stattgefunden haben – ,,gut“ im Sinne davon, dass man ein klares Bild davon bekommt. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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MelEs avatar

Rezension zu "Valentina" von Fritz Stiegler

Zwangsarbeiterin in Nazideutschland
MelEvor 5 Jahren

"Valentina" erzählt die Geschichte der ukrainischen Zwangsarbeiterin Valentina, die 1943 nach Deutschland verschleppt wurde. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Valentina in all ihrer Grausamkeit des Naziregimes. Valentina nimmt kein Blatt vor den Mund und erzählt uns ihre Eindrücke und ihr Erleben in all ihren furchtbaren Facetten. Niemand hat das Recht Menschen wie Vieh zu behandeln und dennoch ist es ebenso in der Vergangenheit geschehen. Dennoch hat diese Geschichte einen guten Ausgang, denn Valentina kehrt aus der Ukraine zurück um ihre Geschichte zu erzählen. Wir werden Zeitzeugen ihres Erlebens und manchmal dreht sich mir wirklich der Magen um, wenn ich erlebe, wenn auch nur im gelesenen Wort wie Menschen gezüchtigt werden, wie Vieh behandelt und sich letztendlich zu Tode schuften. Danach werden sie auf große Haufen gelegt um verbrannt zu werden. Menschen werden aufgehangen, wenn sie des Verrats bezichtigt werden, Frauen werden regelmäßig vergewaltigt, damit sich Männer ihrem Trieb hingeben können. Es ist nichts, was wir nicht schon lange wussten, aber es erneut zu lesen tut mir in der Seele weh. Valentina ist stark und bekommt die nötige Hilfe die sie braucht von Marie. Marie, die Nächstenliebe wirklich auslebt. Gerade das hat mir gefallen und macht das Buch um einiges authentischer. Schlimm hätte ich empfunden, wenn nur Gewalt und Grausamkeit vorgeherrscht hätte. Valentina ist eine Lebensgeschichte und nicht unbedingt ein christliches Buch, auch wenn es im Brunnen Verlag erschienen ist, wer dieses also erwartet wird sicherlich ein klein wenig enttäuscht sein. Mir hat das Buch dennoch sehr gefallen, denn es zeigt, das es auch Menschen gibt die sich für die Schwachen einsetzen, auch wenn hohe Strafen drohen. Marie ist eine Frau die nicht weg sieht, sondern die Not des Nächsten sieht und sich auch gegen ihren Mann durchzusetzen vermag. Wären wir alle ein klein wenig wie Marie gäbe es vielleicht ein klein wenig mehr Liebe und weniger Gewalt in unserer Welt. "Valentina" macht auf der einen Seite traurig, erweckt aber auf der anderen Seite auch meinen Beschützerinstinkt. Das Buch ist nach einer wahren Begebenheit geschrieben, auch wenn hier und da noch Dinge hinzugefügt wurden, wie der Autor am Ende hin erwähnt. Eine runde Geschichte, die zum Nachdenken anregt und mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung wert ist.

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mecedoras avatar

Rezension zu "Valentina" von Fritz Stiegler

Rezension zu "Valentina" von Fritz Stiegler
mecedoravor 6 Jahren

"Eine banale Bemerkung, eine harmlose Feststellung reichten aus, um aufzufallen. Das war gefährlich, erst die Masse schaffte ein wenig Sicherheit, genau wie ein Fisch im Schwarm, ein Vogel unter vielen Vögeln oder ein einzelnes Schaf in der Herde sich verstecken konnte. Das zu schnelle, das zu langsame, das schwarze, das blökende Schaf jedoch ragte heraus und wird angreifbar. Überleben im Lager hieß: nicht auffallen." (145) Doch Valentina fällt auf in der Masse, sie ist zu jung, zu hübsch, zu begabt, zu willensstark, um in der grauen Herde unsichtbar zu werden. Valentina wird zum Individuum in der schrecklichen Masse, die der Krieg und seine Gräuel aus den Menschen machten.

Und um sie, um Valentina, geht es in diesem Buch, das der fränkische Mundartautor Fritz Stiegler auf einer wahren Geschichte basierend geschrieben hat, um ein Stück der deutschen Geschichte zu beleuchten, das in all der Dokumentation der NS-Zeit nur wenig beachtet wird: die Geschichte der Zwangsarbeiter aus dem Osten, in Lagern zusammengepfercht und "durch die Arbeit kaputt gemacht und durch langsames Verhungern. Sie gehen ein wie Blumen in der Vase, langsam, aber sicher. Haben ihre Wurzeln draußen gelassen." (128)

Fritz Stiegler erzählt von Valentina, einer jungen Ukrainerin, die nach Deutschland verschleppt wurde und 1944 im Arbeitslager in Langenzenn, in der Nähe von Nürnberg, gefangen gehalten und zum Arbeitseinsatz gezwungen wird.
In eine Rahmenhandlung eingebettet, die einen Besuch der gealterten Valentina im Jahr 2010 an den Schauplätzen der Kriegsgräuel in Franken erzählt, wird das Leben im Arbeitslager und vor allem das bei einer mutigen und standhaften Bauernfamilie in Gonnersdorf beschrieben, die Valentina nach deren Flucht beim Ernteeinsatz aus gottgefälliger Nächstenliebe aufnimmt und in den letzten Kriegsmonaten vor dem Zugriff und der Bestrafung durch die NS-Schergen beschützt.

Sehr dokumentarisch berichtet Fritz Stiegler vom Leben und Erleben der jungen Frau und eröffnet dem Leser einen Bereich der Zeitgeschichte, der in der Literatur nicht gar so präsent ist. Sein Stil ist angenehm zu lesen, gut umgesetzt finde ich die sprachliche Annäherung an die bäuerliche Sprache der fränkischen Landbevölkerung. Was mir ein wenig fehlt, das ist der emotionale Zugang zu den Figuren und Geschehnissen. Zumindest mir fiel es bei der distanzierten und dokumentarischen Erzählweise schwer, ein emotionales Mit(er)leben oder ein Eintauchen bei der Lektüre verspüren.
Das, die in meinen Augen unnötige und nicht gänzlich ausgearbeitete Liebesgeschichte, die in die Geschehnisse eingebettet wird, und der in meinen Augen nicht ganz abgerundete Schluss - gerne hätte ich erfahren, wie Valentina nach Kriegsende in ihre ukrainische Heimat zurückkehren konnte und wie sich wieder Fuß gefasst hat - all das lässt mich am Ende der Lektüre einen Stern für "Valentina" abziehen. Ein gutes Buch, ein interessantes Thema - nicht optimal umgesetzt, aber auf alle Fälle lesenswert. Vier Sterne für "Valentina".

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Gespräche aus der Community

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Arwen10s avatar

Heute möchte ich euch zusammen mit dem Brunnen Verlag zu folgender Leserunde einladen:

Valentina von Fritz Stiegler






Zum Inhalt:

Nächstenliebe und Zivilcourage während des zweiten Weltkrieges

Valentina, die junge ukrainische Zwangsarbeiterin, kommt 1943 ins Arbeitslager Langenzenn bei Nürnberg. Sie leidet Hunger und bekommt als Frau alle Arten von Demütigungen zu spüren, bis ihr während eines Ernteeinsatzes die Flucht gelingt. Eine beherzte Bauernfamilie gewährt der Verängstigten Unterschlupf. Valentina wird als neue Magd Irmgard ausgegeben und bleibt – trotz vieler kritischer Situationen – unentdeckt, bis die Amerikaner einrücken.

Fritz Stiegler beschreibt in seinem Buch den Alltag der einfachen Leute auf dem Land in den letzten Kriegsjahren. So verschieden sie in ihrer Haltung zum Staat auch sind, die Sorge um Angehörige, der Kampf ums Überleben schweißt sie zusammen. Vor allem Marie, die Bäuerin, widersetzt sich als überzeugte Christin der Nazipropaganda und tut alles, um Valentina zu schützen.

Das Buch beruht auf einer wahren Geschichte.




Ich suche 3 Testleser, die das Buch innerhalb dieser Leserunde lesen und rezensieren. Ganz wichtig, sendet mir nach dem Lesen und Rezensieren eure Rezension und Links, damit ich diese an den Verlag weiterleiten kann. Auch bitte ich darum, die Rezension möglichst auf amazon und/oder  anderen Verkaufsplattformen einzustellen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an den Brunnen Verlag, der uns für diese Leserunde 3 Bücher zur Verfügung gestellt hat !

Bewerbt euch bitte bis zum 2.Juli 12 Uhr, danach gebe ich die Gewinner bekannt. Start der Leserunde: Wenn alle ihr Buch haben.

Heute möchte ich von euch wissen, welches Buch aus dieser Zeit um den 2.Weltkrieg herum ihr schon gelesen habt  ? Und was euch vielleicht besonders beeindruckt hat ?


Start der Leserunde ca. 12 Juli
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Letzter Beitrag von  mecedoravor 6 Jahren
Auch meine Rezension ist nun fertig und hier bei Lovelybooks zu lesen: http://www.lovelybooks.de/autor/Fritz-Stiegler/Valentina-957564106-w/rezension-965545000/ Ich habe die Rezension auch bei amazon eingestellt, sie ist aber noch nicht freigeschaltet. Vielen Dank, dass ich mitlesen durfte!
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