Fritz Stiegler Valentina

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Inhaltsangabe zu „Valentina“ von Fritz Stiegler

Valentina, die junge ukrainische Zwangsarbeiterin, kommt 1943 ins Arbeitslager Langenzenn bei Nürnberg. Sie leidet Hunger und bekommt als Frau alle Arten von Demütigungen zu spüren, bis ihr während eines Ernteeinsatzes die Flucht gelingt. Eine beherzte Bauernfamilie gewährt der Verängstigten Unterschlupf. Valentina wird als neue Magd Irmgard ausgegeben und bleibt – trotz vieler kritischer Situationen – unentdeckt, bis die Amerikaner einrücken. Fritz Stiegler beschreibt in seinem Buch den Alltag der einfachen Leute auf dem Land in den letzten Kriegsjahren. So verschieden sie in ihrer Haltung zum Staat auch sind, die Sorge um Angehörige, der Kampf ums Überleben schweißt sie zusammen. Vor allem Marie, die Bäuerin, widersetzt sich als überzeugte Christin der Nazipropaganda und tut alles, um Valentina zu schützen.

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  • Interessanter Roman über eine junge Frau während des zweiten Weltkrieges

    Valentina

    Buchbloggerin

    21. June 2016 um 18:18

    Romane, deren Handlungen sich in der Zeit des zweiten Weltkrieges abspielen, lese ich besonders gerne, auch wenn einem darin meist grausame und schreckliche Tatsachen offenbart werden, von denen man vorher nicht die geringste Ahnung gehabt hat. Zu solchen Romane lässt sich auch Valentina von Fritz Stiegler sehr gut zuordnen. Hier erfährt man sehr viel darüber, wie es den damaligen Zwangsarbeitern ergangen ist und Einiges mehr. Inhalt: Nächstenliebe und Zivilcourage während des zweiten Weltkrieges Valentina, die junge ukrainische Zwangsarbeiterin, kommt 1943 ins Arbeitslager Langenzenn bei Nürnberg. Sie leidet Hunger und bekommt als Frau alle Arten von Demütigungen zu spüren, bis ihr während eines Ernteeinsatzes die Flucht gelingt. Eine beherzte Bauernfamilie gewährt der Verängstigten Unterschlupf. Valentina wird als neue Magd Irmgard ausgegeben und bleibt – trotz vieler kritischer Situationen – unentdeckt, bis die Amerikaner einrücken. Fritz Stiegler beschreibt in seinem Buch den Alltag der einfachen Leute auf dem Land in den letzten Kriegsjahren. So verschieden sie in ihrer Haltung zum Staat auch sind, die Sorge um Angehörige, der Kampf ums Überleben schweißt sie zusammen. Vor allem Marie, die Bäuerin, widersetzt sich als überzeugte Christin der Nazipropaganda und tut alles, um Valentina zu schützen. Meinung: Was mich an diesem Roman von Anfang an angesprochen hat, war, dass die Handlung auf einer wahren Begebenheit beruht. Viele schreckliche Erlebnisse der Protagonistin Valentina/Irmgard, meist die, die sie im Arbeitslager erlebt hat, haben einem vor Augen geführt, wie sehr es damals schlimm war. Umso deutlicher wird, dass das, was damals geschehen ist, nicht noch einmal passieren soll, weswegen so etwas nicht vergessen werden darf. Interessant beim Lesen war, dass der gesamte Roman nicht in hochdeutscher, sondern in der fränkischen ähnlichen Sprache geschrieben wurde. Anfangs war dies etwas schwierig für mich, denn ich bin diese Sprache nicht gewohnt, doch mit der Zeit habe ich mich einlesen können und es war kaum noch problematisch für mich. Diese Tatsache machte die ganze Handlung in gewisser Weise noch realer. Es hat mir gefallen, dass die Kapitel immer zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit gewechselt haben.So war man einerseits immer auf dem aktuellen Stand, während man auch Informationen über die Vergangenheit erhalten hat. Ich hätte jedoch gerne gewusst, wie es weiter mit Valentina gegangen ist, nach dem Krieg, das Ende des Romans kam etwas zu abrupt. Die Bauernfamilie, die Valentina aufgenommen und versteckt hat, wurde sehr realistisch dargestellt. Man konnte sich leicht vorstellen, was für ein Leben sie geführt haben und vergleichen, welche Unterschiede es zur heutigen Zeit gibt. Sehr deutlich wurde auch die Herrschaft der Nationalsozialisten. Schnell konnte man sehen, dass nicht nur Juden und andere unter ihnen gelitten haben, sondern auch die Deutschen selbst. Die letzten Seiten bestanden aus Anmerkungen des Autors, in denen er kurz darauf hinwies, was genau an dem Roman der Wahrheit entspricht und was fiktiv ist. Diese einige Seiten waren für mich sehr hilfreich für das Verständnis der Handlung. Fazit: Ich finde, dieser Roman vermittelt einen ,,guten“ Eindruck von einem schrecklichen Teil der Grausamkeiten, die in der Zeit des zweiten Weltkrieges stattgefunden haben – ,,gut“ im Sinne davon, dass man ein klares Bild davon bekommt. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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  • Zwangsarbeiterin in Nazideutschland

    Valentina

    MelE

    27. January 2014 um 17:18

    "Valentina" erzählt die Geschichte der ukrainischen Zwangsarbeiterin Valentina, die 1943 nach Deutschland verschleppt wurde. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Valentina in all ihrer Grausamkeit des Naziregimes. Valentina nimmt kein Blatt vor den Mund und erzählt uns ihre Eindrücke und ihr Erleben in all ihren furchtbaren Facetten. Niemand hat das Recht Menschen wie Vieh zu behandeln und dennoch ist es ebenso in der Vergangenheit geschehen. Dennoch hat diese Geschichte einen guten Ausgang, denn Valentina kehrt aus der Ukraine zurück um ihre Geschichte zu erzählen. Wir werden Zeitzeugen ihres Erlebens und manchmal dreht sich mir wirklich der Magen um, wenn ich erlebe, wenn auch nur im gelesenen Wort wie Menschen gezüchtigt werden, wie Vieh behandelt und sich letztendlich zu Tode schuften. Danach werden sie auf große Haufen gelegt um verbrannt zu werden. Menschen werden aufgehangen, wenn sie des Verrats bezichtigt werden, Frauen werden regelmäßig vergewaltigt, damit sich Männer ihrem Trieb hingeben können. Es ist nichts, was wir nicht schon lange wussten, aber es erneut zu lesen tut mir in der Seele weh. Valentina ist stark und bekommt die nötige Hilfe die sie braucht von Marie. Marie, die Nächstenliebe wirklich auslebt. Gerade das hat mir gefallen und macht das Buch um einiges authentischer. Schlimm hätte ich empfunden, wenn nur Gewalt und Grausamkeit vorgeherrscht hätte. Valentina ist eine Lebensgeschichte und nicht unbedingt ein christliches Buch, auch wenn es im Brunnen Verlag erschienen ist, wer dieses also erwartet wird sicherlich ein klein wenig enttäuscht sein. Mir hat das Buch dennoch sehr gefallen, denn es zeigt, das es auch Menschen gibt die sich für die Schwachen einsetzen, auch wenn hohe Strafen drohen. Marie ist eine Frau die nicht weg sieht, sondern die Not des Nächsten sieht und sich auch gegen ihren Mann durchzusetzen vermag. Wären wir alle ein klein wenig wie Marie gäbe es vielleicht ein klein wenig mehr Liebe und weniger Gewalt in unserer Welt. "Valentina" macht auf der einen Seite traurig, erweckt aber auf der anderen Seite auch meinen Beschützerinstinkt. Das Buch ist nach einer wahren Begebenheit geschrieben, auch wenn hier und da noch Dinge hinzugefügt wurden, wie der Autor am Ende hin erwähnt. Eine runde Geschichte, die zum Nachdenken anregt und mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung wert ist.

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  • Leserunde zu "Valentina" von Fritz Stiegler

    Valentina

    Arwen10

    Heute möchte ich euch zusammen mit dem Brunnen Verlag zu folgender Leserunde einladen: Valentina von Fritz Stiegler Zum Inhalt: Nächstenliebe und Zivilcourage während des zweiten Weltkrieges Valentina, die junge ukrainische Zwangsarbeiterin, kommt 1943 ins Arbeitslager Langenzenn bei Nürnberg. Sie leidet Hunger und bekommt als Frau alle Arten von Demütigungen zu spüren, bis ihr während eines Ernteeinsatzes die Flucht gelingt. Eine beherzte Bauernfamilie gewährt der Verängstigten Unterschlupf. Valentina wird als neue Magd Irmgard ausgegeben und bleibt – trotz vieler kritischer Situationen – unentdeckt, bis die Amerikaner einrücken. Fritz Stiegler beschreibt in seinem Buch den Alltag der einfachen Leute auf dem Land in den letzten Kriegsjahren. So verschieden sie in ihrer Haltung zum Staat auch sind, die Sorge um Angehörige, der Kampf ums Überleben schweißt sie zusammen. Vor allem Marie, die Bäuerin, widersetzt sich als überzeugte Christin der Nazipropaganda und tut alles, um Valentina zu schützen. Das Buch beruht auf einer wahren Geschichte. Ich suche 3 Testleser, die das Buch innerhalb dieser Leserunde lesen und rezensieren. Ganz wichtig, sendet mir nach dem Lesen und Rezensieren eure Rezension und Links, damit ich diese an den Verlag weiterleiten kann. Auch bitte ich darum, die Rezension möglichst auf amazon und/oder  anderen Verkaufsplattformen einzustellen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an den Brunnen Verlag, der uns für diese Leserunde 3 Bücher zur Verfügung gestellt hat ! Bewerbt euch bitte bis zum 2.Juli 12 Uhr, danach gebe ich die Gewinner bekannt. Start der Leserunde: Wenn alle ihr Buch haben. Heute möchte ich von euch wissen, welches Buch aus dieser Zeit um den 2.Weltkrieg herum ihr schon gelesen habt  ? Und was euch vielleicht besonders beeindruckt hat ? Start der Leserunde ca. 12 Juli

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  • Rezension zu "Valentina" von Fritz Stiegler

    Valentina

    mecedora

    22. July 2012 um 10:43

    "Eine banale Bemerkung, eine harmlose Feststellung reichten aus, um aufzufallen. Das war gefährlich, erst die Masse schaffte ein wenig Sicherheit, genau wie ein Fisch im Schwarm, ein Vogel unter vielen Vögeln oder ein einzelnes Schaf in der Herde sich verstecken konnte. Das zu schnelle, das zu langsame, das schwarze, das blökende Schaf jedoch ragte heraus und wird angreifbar. Überleben im Lager hieß: nicht auffallen." (145) Doch Valentina fällt auf in der Masse, sie ist zu jung, zu hübsch, zu begabt, zu willensstark, um in der grauen Herde unsichtbar zu werden. Valentina wird zum Individuum in der schrecklichen Masse, die der Krieg und seine Gräuel aus den Menschen machten. Und um sie, um Valentina, geht es in diesem Buch, das der fränkische Mundartautor Fritz Stiegler auf einer wahren Geschichte basierend geschrieben hat, um ein Stück der deutschen Geschichte zu beleuchten, das in all der Dokumentation der NS-Zeit nur wenig beachtet wird: die Geschichte der Zwangsarbeiter aus dem Osten, in Lagern zusammengepfercht und "durch die Arbeit kaputt gemacht und durch langsames Verhungern. Sie gehen ein wie Blumen in der Vase, langsam, aber sicher. Haben ihre Wurzeln draußen gelassen." (128) Fritz Stiegler erzählt von Valentina, einer jungen Ukrainerin, die nach Deutschland verschleppt wurde und 1944 im Arbeitslager in Langenzenn, in der Nähe von Nürnberg, gefangen gehalten und zum Arbeitseinsatz gezwungen wird. In eine Rahmenhandlung eingebettet, die einen Besuch der gealterten Valentina im Jahr 2010 an den Schauplätzen der Kriegsgräuel in Franken erzählt, wird das Leben im Arbeitslager und vor allem das bei einer mutigen und standhaften Bauernfamilie in Gonnersdorf beschrieben, die Valentina nach deren Flucht beim Ernteeinsatz aus gottgefälliger Nächstenliebe aufnimmt und in den letzten Kriegsmonaten vor dem Zugriff und der Bestrafung durch die NS-Schergen beschützt. Sehr dokumentarisch berichtet Fritz Stiegler vom Leben und Erleben der jungen Frau und eröffnet dem Leser einen Bereich der Zeitgeschichte, der in der Literatur nicht gar so präsent ist. Sein Stil ist angenehm zu lesen, gut umgesetzt finde ich die sprachliche Annäherung an die bäuerliche Sprache der fränkischen Landbevölkerung. Was mir ein wenig fehlt, das ist der emotionale Zugang zu den Figuren und Geschehnissen. Zumindest mir fiel es bei der distanzierten und dokumentarischen Erzählweise schwer, ein emotionales Mit(er)leben oder ein Eintauchen bei der Lektüre verspüren. Das, die in meinen Augen unnötige und nicht gänzlich ausgearbeitete Liebesgeschichte, die in die Geschehnisse eingebettet wird, und der in meinen Augen nicht ganz abgerundete Schluss - gerne hätte ich erfahren, wie Valentina nach Kriegsende in ihre ukrainische Heimat zurückkehren konnte und wie sich wieder Fuß gefasst hat - all das lässt mich am Ende der Lektüre einen Stern für "Valentina" abziehen. Ein gutes Buch, ein interessantes Thema - nicht optimal umgesetzt, aber auf alle Fälle lesenswert. Vier Sterne für "Valentina".

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  • Rezension zu "Valentina" von Fritz Stiegler

    Valentina

    mabuerele

    21. July 2012 um 18:38

    Im Jahre 2010 will ein Arbeitskreis die Geschehnisse im Arbeitserziehungslager Langenzenn aufarbeiten. Man erwartet eine Zeitzeugin. Valentina war als junges Mädchen im Sommer 1943 mit einem Viehtransport aus der Ukraine nach Deutschland verschleppt worden. Sie landete in Nürnberg. Zuerst wurde sie einer Schuhmacherfamilie zugeteilt, danach kam sie ins Lager Langenzenn. Von dort gelang es ihr zu fliehen. Bei einer Großbauernfamilie in Gonnersdorf fand sie Unterschlupf. Das Buch verknüpft das tatsächliche Geschehen mit einer fiktiven Handlung. Erzählt wird das Leben von Valentina in der Bauernfamilie. Immer wieder gibt es Rückblenden in die Vergangenheit. Die Verknüpfung der zwei Erzählstränge fand ich sehr gelungen. Der Autor beschreibt das Leben auf dem Dorf während des Krieges. Die Männer waren zum großen Teil im Krieg, die ganze Arbeit auf dem Feld und mit dem Vieh lag in den Händen der Frauen. Dadurch waren Fremdarbeiter als Hilfskräfte willkommen. Doch es gehörte viel Mut dazu, sie ausreichend zu verpflegen. Normalerweise hieß es, dass die Arbeiter im Lager ernährt werden. Zynischer ging es nicht, denn außer Wassersuppe gab es kaum etwas. Der Teil, der im Lager spielt, macht betroffen. Menschen wurden wie Vieh behandelt. Der Lagerkommandant und seine Begleiter lebten ihre sadistische Ader aus. Obwohl es nicht das erste Buch ist, das ich zu diesem Thema gelesen habe, bleibt es unverständlich, wie sich Menschen so verhalten können. Die Zeit bei der Schuhmacherfamilie war für Valentina eine Zeit des Lernens. Sie lernte das Handwerk und die Sprache. Doch auch hier wurde deutlich, wie tief der Krieg die Seelen der Menschen getroffen hatte. Sie warteten auf Nachricht vom einzigen Sohn. Als man ihnen dann noch Valentina nahm, waren sie wie versteinert. Fast ein Jahr lebte Valentina auf dem Bauernhof. Marie, die Bäuerin mit großem Herzen und festen Glauben, hatte eine Möglichkeit gefunden, dass sich Valentina nicht verstecken musste. Ihr verdankt Valentina das Leben. Martin, der mittlere Sohn der Familie, unterhielt sich oft mit Valentina. Er hatte es auch nicht einfach, da es sein Fähnleinführer auf ihn abgesehen hatte. Das Buch ist zum Andenken an diejenigen geschrieben worden, die im Lager umkamen. Es setzt aber auch all denen ein Denkmal, die nicht weggesehen haben. Selbst bei den Aufsehern im Lager gab es Unterschiede. Das Buch ist ein Plädoyer für Mitmenschlichkeit in schlimmer Zeit. Du sollst Gott mehr gehorchen als den Menschen – diese Worte hat Marie in praktisches Handeln umgesetzt. Sie hat die Nächstenliebe über die Angst gestellt. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Die Zeitverhältnisse werden authentisch beschrieben, die allgegenwärtige Angst ist spürbar und nachfühlbar. Der Roman ist emotional tief bewegend. Alle Personen werden ausreichend charakterisiert. Dadurch wird ihr Handeln verständlich. Ich wünsche dem Buch viele Leser. Es darf nie vergessen werden, zu welchen Grausamkeiten Menschen fähig sind. Gleichzeitig verdienen all diejenigen unseren Respekt, die durch scheinbar so kleine Handlungen, wie ein Essen am Wegesrand, die Angst besiegt und ein Zeichen gegeben haben. Gut gefallen hat mir, dass der Autor im Nachwort auf die Entstehung des Romans und den Bezug zu lebenden Personen eingegangen ist. Schade finde ich nur, dass wir über das weitere Leben von Valentina nichts erfahren.

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  • Rezension zu "Valentina" von Fritz Stiegler

    Valentina

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. July 2012 um 16:17

    Marie und ihr Mann arbeiten gerade auf ihrem Feld, um das zu nass eingebrachte Heu wieder los zu werden. Als plötzlich eine zerlumpte junge Frau vor den beiden steht und sie flehend ansieht. Marie erfasst die Situation als Erste. Vor ihnen steht eine junge Frau, die vermutlich irgendwie aus dem Arbeitslager in Langenzenn entkommen sein musste. Die Bäuerin überlegt nicht lange und schiebt die Frau auf den Heuwagen. Obwohl ihr Mann sofort gegen dieses Vorhaben protestiert und sowohl sich als auch seine Familie schon alle in Dauchau sitzen sieht, unterstützt er seine Frau. Das Ehepaar versteckt die junge Frau zunächst bei sich in der Scheune. Es stellt sich heraus, dass die Zwangsarbeiterin, Valentina, ursprünglich aus einer Stadt in der Ukraine kommt und von dort aus von den Nazis verschleppt wurde. Sie landet im Arbeitserziehungslager Langenzenn bei Nürnberg, wo sie viel erdulden bzw. erleiden musste. Eines Tages gelingt Valentina die Flucht und findet bei der Bauernfamilie Unterschlupf. Doch auch hier lebt sie weiter in Angst vor einer drohenden Entdeckung! Fazit: Fritz Stiegler gelingt es mit einem mitreißendenden, aber auch anrührenden Erzählstil den Leser mit in die damalige Szenerie der Kriegsjahre zu nehmen. Man erfährt nicht nur etwas über die furchtbaren Zustände der Betroffenen im Arbeitslager, sondern auch etwas über die Situation der Bevölkerung, die versuchen musste sich und ihre Familien durch diese Zeit zu bringen. Teilweise ging mir das Buch derart "nah", dass ich manche Textstellen überlesen musste. Die Geschichte am Ende wird durch die Rubrik "Was ist Wirklichkeit? Was ist Fiktion?" abgerundet. Herr Stiegler schafft es die bewegenden Erinnerungen der Zeitzeugen festzuhalten ohne dabei die Dinge sentimental wirken zu lassen. Der Autor trug dazu bei, die Erlebnisse der Betroffenen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Vielen Dank dafür!

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  • Rezension zu "Valentina" von Fritz Stiegler

    Valentina

    kira35

    17. July 2012 um 16:33

    Die junge Valentina wird aus ihrem Heimatdorf in der Ukrainie verschleppt und findet zuerst als Zwangsarbeiterin bei einer Schuhmacherfamilie Unterkunft und Arbeit. Durch widrige Umstände kommt sie ins Arbeitslager Langenzenn, dort beginnt für sie die Zeit der Gewalt, der Demütigung und Entbehrung. Während eines Ernteeinsatzes gelingt es ihr zu fliehen. Sie wird von einer nächstenliebenden Bauernfamilie aufgenommen und versteckt. Obwohl ihr Name geändert wird bleibt die ständige Angst vor Entdeckung..... Dieser Roman beruht auf einer wahren Geschichte Durch den flüssigen und bildhaften Schreibstil des Autors wähnt man sich mitten im Geschehen. Die Zustände im Arbeitslager, das Leben im Dorf und in den Familien wird durchaus real dargestellt. Man erfährt, dass nicht alle Nazi`s gleich "schlecht" waren. Einige hatten durchaus Mitgefühl für die Gefangenen, trauten sich aber nicht es offen zu zeigen. Auch in der Bevölkerung gab es Menschen, denen das Leid der Strafgefangenen nicht gleichgültig war. Sie versuchten die Not mit Nahrung während der Arbeitseinsätze etwas zu lindern. Glaubhaft hat er diesen Zeitabschnitt des NS-Regimes in dem Roman dargestellt. Hilfreich sind auch die Seiten am Ende des Buches: Was ist Wirklichkeit?Was ist Fiktion? So erfährt der Leser welche Personen real sind und was schriftstellerische Freiheit ist Dieses Buch zu lesen kann ich nur empfehlen, mich hat es emotional sehr berührt..

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