Bist du Jude?

von Gábor Németh 
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Bist du Jude?
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Inhaltsangabe zu "Bist du Jude?"

„Die gefragte Person ist der Erzähler, der nicht recht weiß, wer oder was er selbst ist. Die kommunistische Assimilation der am Leben gebliebenen Juden war nach dem Zweiten Weltkrieg nicht weniger ungeschickt und falsch als die christlich-nationale Assimilation vor dem Krieg. Das Erwachen aus Letzterer war tödlich, aus der anderen ironisch. Viele der in den Fünfzigerjahren geborenen ungarischen Juden wussten (teils weil die Eltern Mitglieder der kommunistischen Partei waren, teils weil diese ihre Kinder vor der Heimsuchung der Diskriminierung schützen wollten) bis ins jugendliche Alter nicht, dass sie selbst Juden waren. Sie spürten nur, dass sie und auch die Welt um sie herum irgendwie merkwürdig waren und dass hinter dem Wort Jude ein beängstigendes Geheimnis steckt. Gábor Németh erinnert sich in reichen Bildern an die ärmliche, gegenständliche Welt der Zeit, an ihre vorzüglichen Torheiten, und führt diese dichterische Entdeckungsreise, der ich mit dankbarer Neugier-de gefolgt bin, mit hervorragendem Humor durch.“ (György Konrád)

Die Originalfassung von Bist du Jude? – Zsidó vagy? – erschien 2004 im Verlag Kalligram, der auch die slowakische Übersetzung herausgebracht hat. Der Roman hat bis heute drei Auflagen erreicht; 2005 erhielt Gábor Németh dafür den Márai-Sándor-Preis.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783902498526
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:180 Seiten
Verlag:Edition Atelier
Erscheinungsdatum:01.01.2012

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    „In seinem autobiographischen Roman nennt er die Dinge nun allerdings ganz offen bei ihren Namen. Krankheitsbedingt war er jahrelang als Schüler vom Sport ‚befreit‛ gewesen. In dieser Zeit, die er allein im Klassenzimmer absitzen musste, hat er gelernt, sich die Dinge sehr genau anzuschauen und darüber nachzudenken. Die ‚Sehschärfe‛, die er dabei entwickelte, kommt ihm jetzt als Autor zugute. Er legt auf alle Dinge den Zeigefinger und erzählt uns, was dahinter steckt. Mit größter Genauigkeit findet Terézia Mora diesen trockenen Ton, der den Witz scharf anschneidet, in ihrer Übersetzung.
    Für die Tabuisierung brennender Themen büßt die Gesellschaft heute mit wieder aufkeimendem Rassismus. Gábor Németh sagte in einem Interview: ‚Jude ist eine genaue Metapher für Erniedrigte und Beleidigte ….‛
    – Beatrice Simonsen, Buchkultur

    „Eine Geschichte der Traumata, kindlicher Leiden in und an einer unverständlichen, unverständigen Erwachsenenwelt ist dieses von der Literatin Terézia Mora wundervoll einfühlsam übersetzte Buch, das sich Roman nennt, aber wohl eine Autobiografie ist. Auch wenn der Autor im Gespräch selbst versichert, gar kein Jude zu sein. ‚Jude‘, das sei für ihn eine Metapher für ‚ein Gefühl des Andersseins, für Einsamkeit, für Erniedrigte und Beleidigte‘.“
    – Anita Pollak, wina – das jüdische Stadtmagazin

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