Gábor Vaszary , Marianne Hunziker Mit 17 beginnt das Leben

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Inhaltsangabe zu „Mit 17 beginnt das Leben“ von Gábor Vaszary

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  • Rezension zu "Mit 17 beginnt das Leben" von Gábor Vaszary

    Mit 17 beginnt das Leben
    Beagle

    Beagle

    27. April 2010 um 17:12

    Gábor von Vaszarys Roman "Mit 17 beginnt das Leben" liest sich größtenteils so, als würde man sich einen Film aus dieser Zeit ansehen. Das Buch erschien 1955. Doch diese scheinbare schöne Welt, wird immer wieder mit hintergründigen Philosophien durchbrochen. Mad ist 14 als sie einem Dorfpfarrer beichtet, niemand würde sie lieben. Aus Hass zertrample sie Käfer und Schmetterlinge. Dabei will sie doch nur eines, weg aus dem verhassten Internat, heim zu ihrer Mutter Aline. Diese ist zu dieser Zeit Gast bei einer alten Freundin an der Cote d´Azur, Clarisse möchte die junge Witwe dort an einen Mann aus der Gesellschaft verheiraten. Doch Aline ist nicht recht angetan von dieser Idee, aber der Maler Raymonde, gerade dieser Mann, der schon halb Frankreich in seinem Bett hatte, gefällt auch ihr. Das Schicksal will es allerdings, dass Aline stirbt, und Raymonde ihr auf dem Sterbebett noch die Heirat verspricht. Auch sagt er ihr zu, sich um Mad zu kümmern, ihr die schreckliche Nachricht vom Tod ihrer Mutter erst nach dem Sommer zu übermitteln, sodass das Kind noch einen unbeschwerten Urlaub verbringen kann. Als Mad 16 ist, heiratet sie Raymonde, der 31 Jahre älter ist. Der Maler, der stets darauf aus war, die Frauen zu verführen, ist nun selbst der Verführte und auch sein Leben ändert sich mit einem Schlag. Hier scheint alles harmonisch zu sein, wie ich schon erwähnte, wie in einem alten Film. Doch der Autor streut immer wieder klare Psychische Probleme mit ein, die uns die Gedanken von Mad und Raymonde nahebringen. Es ist eine Liebe, die auf wenig soliden Grundlagen gebaut ist, immer wieder droht sie, an Raymondes Eifersucht oder Mads kindlichen Einstellungen anderen Männern, die ihr den Hof machen, gegenüber, zu zerfallen. Die Frauen kommen in diesem Buch sehr weinerlich und grundsätzlich unterlegen zur Geltung, eine Sache, die ich dem Autor ankreiden muss, aber ansonsten ist es ein herrlich zu lesender Roman.

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