Gérard Georges Das Glück wohnt auf dem Land

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Inhaltsangabe zu „Das Glück wohnt auf dem Land“ von Gérard Georges

Seit seiner Jugend, als er die Schule schwänzte und sich in den Gassen von Croissardon herumtrieb, um dann irgendwann im Ausland zu verschwinden, hat sich Francis Lafarge nicht mehr in seinem Heimatdorf blicken lassen, nicht mal beim Tod seines Vaters. Warum also jetzt, nach so vielen Jahren? Das unerwartete Auftauchen des Geschäftsmannes versetzt die Bewohner des verschlafenen Dörfchens in der Auvergne in Erstaunen und Aufregung. Vor allem Tante Lucette ist nicht begeistert, als ihr Neffe ins Haus spaziert und verkündet, er wohne nun hier. Seit Jahren lebt sie in der Gesellschaft eines Kapuzineräffchens in der alten Villa, die einst Francis Eltern gehörte. Nun befürchtet sie, dass ihr Neffe sie in ein Heim abschieben wird. Unfreundlich genug ist er ja.§Das ändert sich, als Francis die Lehrerin Marylise kennenlernt, eine junge engagierte Frau, die immer wieder den Zorn des Bürgermeisters auf sich zieht, weil sie hartnäckig die Renovierung der Dorfschule fordert. Marylise verliebt sich in Francis allem Gerede der misstrauischen Dorfbewohner zum Trotz. Doch als kurze Zeit später ein schwarzer Mercedes durch den Ort fährt, dessen Fahrer offensichtlich nichts Gutes im Schilde führen, gesteht Francis der schönen Marylise den wahren Grund für seine Rückkehr§nach Croissardon und erfährt, was wahre Dorfgemeinschaft bedeutet.

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  • In einer französischen Provinz...

    Das Glück wohnt auf dem Land
    Federchen

    Federchen

    10. September 2014 um 21:28

    Francis Laforge kehrt nach mehreren Jahren in den Ort seiner Kindheit und Jugend zurück. In Coissardon, einer französischen Provinz, hat er sich als Kind keinen guten Namen bei den Nachbarn und Bewohnern gemacht und so ist es nicht verwunderlich, dass ihn hier niemand mit offenen Armen empfängt. Selbst seine Tante, die sich häuslich in dem Anwesen, welches eigentlich Francis gehört, nieder gelassen hat, fragt sich, was er wieder hier will. Aus Angst, er könne sie, eine von Krankheit gezeichnete alte Dame, vor die Tür setzen, nimmt sie ihn auf und hinterfragt so wenig wie möglich sein Verhalten. Die Bewohner des Städtchens allerdings halten sich nicht mit wilden Spekulationen zurück. Allen voran der Bürgermeister möchte Francis am liebsten so schnell wie möglich wieder in der weiten Welt wissen. Nur die Lehrerin Marylise kommt Francis nahe, so nahe, dass selbst Francis sich fragt, ob er je die Liebe so sehr gespürt hat, wie mit dieser Frau. Zweimal war er verheiratet, hat drei Kinder und doch fühlte er sich nie so geborgen und verstanden, wie bei Marylise. Doch die Vergangenheit holt ihn ein und er muss sich fragen, ob ihre Liebe stark genug ist, um zu verstehen und zu verzeihen. "Das Glück wohnt auf dem Land" ist bereits der zweite Roman von Gérard Georges, der im Thiele Verlag auf deutsch erschienen ist. Auch wenn er an den Erfolg des ersten Romanes "Eines Morgens auf dem Land" nicht anschließen kann, so ist er doch lesenswert. Besonders weil Gérard Georges Liebe zu seiner Region in der er lebt, wieder einmal ersichtlich wird. Seine Landschaftsbeschreibungen sind dabei genauso vielfältig, wie die Menschen, die in der Region leben. Die handelnden Personen des Romans sind gutmütig, skurril, manchmal schrullig, ab und zu abgeklärt und trotzdem sind sie alle in gewisser Weise liebenswert. Keiner der Charaktere der Dorfgemeinschaft scheint dem Leser wirklich unsympathisch, mögen die Handlungen dazu manchmal verleiten. Gérard Georges hat einen eher schnörkellosen, einfachen Schreibstil, der das Wesentliche versucht auf den Punkt zu bringen. Gefühlvoll beschreibt er das Dorfleben und den Zusammenhalt der Menschen. Sicher sollte man die ein oder andere Szenerie mit einem Augenzwinkern lesen, doch Gérard Georges schafft es über die ganze Länge des Plots die Spannung aufrecht zu erhalten, obwohl manche Handlungen eher profan anmuten. Dabei muss er nicht viele stilistische Mittel einsetzen, allein die Frage warum sein Protagonist so kurzfristig wieder in seiner Heimat auftaucht und vor allem warum er bleiben will, führt beim Leser zum Umblättern der Seiten. Mit seinen 252 Seiten und 17 Kapiteln ist das Buch eher kurzweilig und gut auch als Urlaubslektüre zu lesen.

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  • Rezension zu "Das Glück wohnt auf dem Land" von Gérard Georges

    Das Glück wohnt auf dem Land
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    21. February 2013 um 10:37

    Sein ebenfalls bei Thiele schon 2011 erschienener Roman „Eines Morgens auf dem Lande“ begeisterte viele Leserinnen und Leser mit seiner berührende Liebesgeschichte und seiner großen Liebe zu der Gegend, in der er selbst wohnt, der Auvergne in Frankreich. So konnte man sehr gespannt auf sein zweites Buch sein. Auch hier in „Das Glück wohnt auf dem Land“ verbindet der Schriftsteller und ehemalige Direktor einer Schule, Gerard Georges, eine berührende Liebesgeschichte auf dem Hintergrund einer spannenden Handlung mit wunderbaren Beschreibungen des von ihm so geliebten Lebens auf dem Land mit seinen Traditionen, dem Zusammenhalt der Dörfer und dem ganz besonderen Wesen seiner Einwohner. Er erzählt die Geschichte von Francis Lafarge. Er, der in seiner Jugend sich in den Gassen von Coissardon herumtrieb und als Schulschwänzer bekannt war, ist seit dieser Zeit, als er plötzlich verschwand, nicht mehr in seinem Heimatdorf gewesen. Selbst als sein Vater starb, glänzte er durch Abwesenheit, was niemand im Dorf verstehen konnte. Insbesondere nicht seine alte Tante Lucette, die seit langem in der Villa wohnt, die Francis` Eltern gehörte. Sie ist es auch, die mit großer Angst reagiert, als der unfreundliche und unwirsche Francis eines Tages ohne Ankündigung in seinem Dorf auftaucht. Mittlerweile ein Geschäftsmann, sind bald auch die anderen Einwohner des Dorfes in großer Aufregung. Was will er? Will er sie in ein Heim abschieben? Georges gelingt es, mit einer einfachen Sprache auch seinen Leser in den Bann zu ziehen mit der Frage, was wohl der Hintergrund des undurchsichtigen Handelns des lange Abwesenden ist. Es bleibt, das sei hier verraten, bis kurz vor dem überraschenden Ende unklar und macht einen Teil der Spannung des Buches aus. Man ruht trotz der einen oder anderen eher flachen Passage nicht, bis man weiß, warum Francis zurückgekommen ist. Auch die Lehrerin Marylise, die als Leiterin der örtlichen Schule seit langem den Bürgermeister nervt mit ihren Renovierungswünschen, erfährt von Francis zunächst nichts, als der sich schon bald in sie verliebt. Sie spürt nur, wie die Bewohner des Dorfes sehr misstrauisch werden. Als kurze Zeit später ein schwarzer Mercedes durch den Ort fährt, es alle mitbekommen und auch gleich aus Erfahrung wissen, dass dessen Insassen wohl nichts Gutes im Sinne haben, da öffnet sich Francis seiner Geliebten und die Hintergründe werden langsam offenbar. Doch der ehedem mürrische und unfreundliche Francis und die mit dem Bürgermeister im Dauerclinch liegende Marylise hätten nie gedacht, was dann geschehen würde, als auch den anderen Dorfbewohner klar wird, um was es hier eigentlich geht. Sie stehen zusammen und geben ein Beispiel für die These von Gerard Georges „Das Glück wohnt auf dem Land“. Eine leichte unterhaltsame Lektüre, deren wenige Längen wettgemacht werden durch die Spannung, die bis kurz vor dem Ende aufrecht erhalten werden kann.

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