Gérard Georges Eines Morgens auf dem Land

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Inhaltsangabe zu „Eines Morgens auf dem Land“ von Gérard Georges

Zwei stadtmüde Aussteiger, die von einem Bed & Breakfast in der Auvergne träumen, ein schießwütiger alter Bauer, acht Charolaisrinder und ein aufgewecktes kleines Mädchen - könnte das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein? Warmherzig, skurril und mit einem kleinen Augenzwinkern erzählt Gérard Georges vom Leben auf dem Land und davon, dass es nie zu spät ist für das Glück.

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  • Es ist nie zu spät, um das Glück zu finden

    Eines Morgens auf dem Land

    TheRedRidingHood

    27. March 2016 um 16:00

    In Eines Morgens auf dem Land geht es um den schon älteren, einsamen Bauern Ferdinand Pélissier. Der alteingesessene Junggeselle lebt alleine auf seinem Hof und wird dort täglich von kraftraubenden Erinnerungen aus seinem bewegten Leben heimgesucht. Geschehnisse innerhalb der Familie und vor allem der Krieg haben aus ihm einen Außenseiter gemacht. Ferdinand hat mit der Welt und seinen Menschen abgeschlossen.Eines Tages zieht ein britisches Ehepaar auf den Nachbarhof, um dort ein Bed & Breakfast zu eröffnen. Mit dabei ist die kleine Tochter Peggy, die nicht auf den Mund gefallen ist. Plötzlich scheint Ferdinands Leben eine Wendung zu nehmen.Eines Morgens auf dem Land ist ein sehr emotionales Buch mit vielen Anregungen zum Nachdenken. Das Buch hatte mir gut gefallen, was auch am Schreibstil des Autors lag. Es wurde viel Wert auf Beschreibungen der Umgebung gelegt und ich fand es gut gelungen, wie zwischen Vergangenheit und Gegenwart gewechselt worden ist. Einen älteren Menschen durch den Alltag zu begleiten und dabei zu sehen, wie sehr er nach so vielen Jahren immer noch unter dem Krieg leidet, den er damals mitkämpfen musste ist sehr aufwühlend und schockierend. Hinzu kommen diverse Vorkommnisse innerhalb der Familie, die Ferdinand sehr zusetzten. Er ist ein ziemlich trauriger Charakter, der nur dann Lebensfreude empfindet, wenn er mit seiner treuen Hündin reden kann. Viele Rückblenden aus seinem Leben sind sehr dramatisch und ließen mich oft nachdenklich zurück.Mit dem Zuzug der Familie aus England started einen große Veränderung in Ferdinands Leben und man wird als Leser des Öfteren aufgrund unerwarteter Wendungen aus der Bahn geworfen. Trotzdem bekommt man aber auch schöne und lustige Momente, die dieses traurige Thema etwas auflockern und aufwärmen.Insgesamt hatte mir das Buch gut gefallen. Vor allem gefühlsmäßig hatte die Geschichte so einiges in mir rühren können.Leider gibt es aber trotzdem zwei Sterne Abzug. Zum Einen gab es des Öfteren Stellen bei denen der Autor mir etwas zu ausfällig wurde. Ich für meinen Teil fand dies im Zusammenhang mit der Hauptthematik des Buches nicht angebracht und dadurch büßte der Autor Ernsthaftigkeit ein. Mein zweiter Kritikpunkt betrifft ein paar "zähe" Stellen. Ich hatte das Gefühl, dass man hier die Geschichte strecken wollte und das störte mich etwas im Lesefluss.Trotz alledem haben wir hier ein gutes Buch mit einer wichtigen Thematik, die auch heute noch in unserer Gesellschaft präsent ist. Man sollte sich mit dieser Geschichte einfach der Erfahrung wegen mal auseinandergesetzt haben.Mir hat der Autor auf jeden Fall noch etwas beigebracht und deswegen bin ich froh, sein Buch gelesen zu haben.

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  • Anrührend, humorvoll - ein tolles Buch!

    Eines Morgens auf dem Land

    DarkReader

    13. June 2014 um 21:51

    Mich interessierte das Buch, nachdem ich die Inhaltsangabe gelesen hatte. Frankreich auf dem Land muss schön sein, dachte ich und die Beschreibung des alten Griesgrams, der mit seinem Hund, Federvieh und ein paar Kühen auf einem uralten Bauernhof lebt, in dessen Haus es nicht mal eine Toilette gibt, versprach lustige Lesestunden. Die gab es durchaus, doch die Erinnerungen des alten Mannes waren alles andere als lustig. Ein schweres Leben hatte er und viel Einsamkeit. Doch dann ziehen neue Nachbarn ein - ausgerechnet Engländer!! - und das bei einem nationalistischen Franzosen. Aus dieser Ausgangslage heraus wird die Geschichte gesponnen und ich muss sagen, sie gefiel mir ausnehmend gut. Der Alte war mir sofort ans Herz gewachsen und auch die Engländer mochte ich auf Anhieb. Die Hauptakteure sind so liebevoll beschrieben, dass man sie sofort mögen muss. Der Autor versteht es, einem die Landschaft, das Gehöft und die Nebendarsteller auf eine sympathische Weise nahezubringen, das man auch sie sofort mag. Bei diesem Buch stimmt einfach alles, denn auch das Cover sprach mich sofort an. 5 Sterne für ein stimmiges und sehr gefühlvolles Buch, bei dem auch der Humor nicht zu kurz kommt.

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  • Wunderschön

    Eines Morgens auf dem Land

    Kartoffelschaf

    31. March 2014 um 07:55

    Ich bin absolut begeistert! "Eines Morgens auf dem Land" ist eine leise, nachdenkliche Geschichte über alte und neue Generationen, Traditionen, die Liebe und das Alter. Einfach wunderschön und absolut empfehlenswert. Wir treffen hier auf einen kleinen Ort in Frankreich, in dem das Leben noch so ist, wie es damals war - arbeitsreich und anspruchslos. Hier lebt Ferdinand, ein kauziger alter Mann, der zusammen mit seinen Kühen, einigen Hühnern, Enten, Gänsen, Kaninchen und seinem Hund auf einem kleinen Hof lebt. Ferdinand ist noch ein Herr alter Schule und lebt seit einigen Jahren allein und relativ abgeschottet. Mit dem Einzug einer kleinen englischen Familie in den Nachbarhof beginnt eine wunderbare Geschichte um die Freundschaft eines verschrobenen alten Mannes mit eines kleinen, liebevollen Mädchens. Der Schreibstil ist blumig, alle Charaktere werden unheimlich glaubwürdig beschrieben, die Geschichte einfach nur schön. Ein bisschen was fürs Herz und einige Denkanstöße machen dieses Buch so besonders. Ein absolut tolles Werk, dass den kleinen Funken des Besonderen in sich trägt!

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  • Der Herbst eines Lebens in der Auvergne

    Eines Morgens auf dem Land

    Ulenflucht

    01. February 2014 um 16:45

    Das Rezept klingt gut: Die Auvergne, eine vernachlässigte Region der Literatur, ein alter Bauer und englische Einwanderer, die eine Pension eröffnen möchten. Das Menü, das Gérard Georges daraus aber zaubert, hält das Versprechen aber nicht ein. Dabei ist es nicht leicht herauszufinden, weshalb mich dieses Buch eher ein bisschen enttäuscht zurückgelassen hat. Es beginnt interessant: Es ist Oktober in der rauen Auvergne und man begleitet den alten Bauern und Jungesellen Ferdinand in seinem Alltag mit Kühen, der Hündin Gamine und dem alten Haus ohne Badezimmer. Ferdinand als knorriger Bauer wird auch keineswegs idealisiert dargestellt, er sieht nicht aus wie ein netter alter Mann und ist auch nicht besonders aktiv. Aber was passiert dann? Die Kellys kommen mit der achtjährigen Peggy, die den Bauern verzaubert. Doch er wird gleich dreimal krank und so spielt das Buch über weite Strecken im Krankenhaus und gibt einem zwar ein gutes Bild davon, wie das Alter leider sein kann und der Verfall, nimmt der Geschichte und der Beziehung zwischen Ferdinand und den Kellys aber den Raum, sich glaubwürdig zu entfalten. Stattdessen wirkt es ein bisschen "wie aus dem Nichts", diese ungewöhnliche Freundschaft, die im Mittelpunkt stehen soll. Gut gelungen sind aber so einige Szenen; das Buch lebt von den Bildern: Ferdinand als junger Hinterwäldler, der mit seinem Moped bis nach Bourges fährt und dort in einer Welt landet, die ihn verschreckt. Oder Ferdinand bei seinen Kühen oder Ferdinand und Yvette, seine Jugendliebe beim Tanzen. Er ist ein einfacher Bauer, der eine Geschichte hat wie viele in der Region und seiner Generation: Der Krieg in Algerien, die Strenge der Eltern, die Einsamkeit. "Es ist nie zu spät für das Glück" steht hinten auf dem Deckel und das ist auch die Botschaft. Dass das Glück hier in Form von Ausländern kommt, die frischen Wind in einen leblosen Weiler bringen, könnte auch eine Botschaft haben, wenn man bedenkt, dass soetwas in Frankreichs ländlichen Regionen negativ wahrgenommen wird. Der Fokus des Buches liegt aber nicht auf diesem gesellschaftskritischen Thema und greift auch nicht etwa die Landflucht auf, was auch spanned gewesen wäre. Es ist aber nicht schlimm, dass es einzig um Ferdinand geht, im Gegenteil! Aber was das Buch verpasst, ist die Kraft der Sprache, wenn es darum geht, Charaktere und ihre Geschichte darzustellen. Mir fehlten hier die Tiefe und die Spannung, die sich dadurch erzeugen lassen. Ich hatte gehofft, ein kleines Juwel über das Alter, das Glück und die Provinz zu finden, aber es bleibt leider nur eine nette kleine Geschichte, aus der man wenig mitnimmt.

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  • Kolumne: Belletristik ist tot, es lebe die Belletristik

    muchobooklove

    Roman-Kolumne August 2013 von Mareike: Genreliteratur, das sind die Hamburger unter den Büchern Liebe Leser, Was ist eigentlich Belletristik Le belle et le triste – das Schöne und das Traurige – hierin liegt der französische Ursprung des Wortes Belletristik, das heute nicht viel mehr als ein Mysterium zu sein scheint. Dabei umfasst es so viele Aspekte, ohne die Literatur gar nicht zu denken wäre. Werte, Emotionen und die Ästhetik der Sprache sind für mich die wichtigsten Parameter dessen. Natürlich kann man auch etwas unprätentiöser an die Sache herangehen und einfach von „Romanen“ im Allgemeinen sprechen, wie auch der Titel der Kategorie hier auf Lovelybooks lautet. Doch dann geraten wir gleich ein bisschen in die Bredouille, denn Krimis sind ja auch Romane sowie Fantasy-Bücher und Chick-Lit ebenfalls. Von Kriminalromanen, Thrillern, Fantasy, Young Adult Fiction, Chick-Lit und Romantasy Naja, das sind ja eigentlich alles eher Genres, werdet ihr jetzt im Stillen und ganz zu Recht denken. Aber was sind denn überhaupt Genres? Der Versuch, Bücher in Kategorien zu pressen einerseits, eine Strategie des Buchmarktes andererseits, so scheint es mir. Denn was ist das Schreiben für ein bestimmtes Genre eigentlich anderes als der Versuch, seine Zielgruppe besonders im Blick zu haben. Mit bösen Zungen gesprochen ist das die Garantie dafür, beim Veröffentlichungsprozess bereits einschätzen zu können, wer das Buch am Ende kaufen wird. Darum wird auch immer schnell ein neues Genre entworfen, wenn gerade eine innovative Art des Schreibens mit Erfolg belohnt wurde. Eine kleine Geschichte: Ich sitze mit zwei Freunden von mir, nennen wir sie Justus und Gabi, an einem sonnigen Tag wie diesem in einer Eisdiele. Justus ist gerade dabei, sich eine Karriere im Verlagswesen aufzubauen, Gabi hat Journalismus studiert und steht kurz vor dem Mutterschutz. Justus erzählt uns von einem neuen Projekt, von dem er gehört hat und das sich im Bereich „Romantasy“ bewegt. Darauf Gabi: „Romantasy, nie gehört“ Justus: „Das ist ein neues Genre, das sich irgendwo zwischen Romantic Fiction und Fantasy bewegt, so Vampire und so“ wir nicken einstimmig, denn nun ist uns allen klar, dass hier die Nachfolgen von Stephenie Meyers „Twilight“-Saga spürbar werden. Wieder einmal wird ein Markt bedient. Man möchte so schnell wie möglich dabei sein, bevor er übersättigt ist und ein neues Genre gefunden werden muss. Ich seh' den Wald vor lauter Bäumen nicht Damit wird nicht nur die gesamte Belletristik oder alle Romane in logische Kategorien unterteilt, sondern diese werden wieder unterteilt, bis die gesamte Kriminalliteratur in Detektivromane à la Sherlock Holmes, Polizeiromane wie Mankels Wallander, Thriller der Dan Browns dieser Erde und Splatter im Stile von Karin Slaughter zerfällt, und die Fantasy-Literatur in High Fantasy à la Tolkien, Romantasy wie "Twilight", Dark Fantasy der Stephen Kings und Konsorten, Dark Romance im Stile von Edgar Allen Poe und historisch anmutende Fantasy, z.B. von George R.R. Martin. Und bei all diesen spezifischen Genres frag' ich mich wieder, wo denn nun die Belletristik abgeblieben ist? Denn wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich gar nicht immer Genreliteratur lesen. Manchmal erscheint sie mir zu sehr auf ihr Publikum zugeschrieben. Manchmal sehe ich die Zutatenliste, die Autoren und Verlagen im Kopf herumgeschwirrt haben mag, zu deutlich vor mir. Aha, denke ich, hier ist ein bisschen Detektivroman mit den Zutaten verschrobener Ermittler aus zerrütteten Familienverhältnissen, hochintelligenter Täter, der eigentlich nur mit dem Ermittler spielen will, Frau oder wahlweise Kinder oder beides des Detektivs, die plötzlich in den Fall hineingezogen werden, gemischt worden, das Ganze wurde mit einem Hauch arktischer Kälte und einem leichten Hang zur Alkoholabhängigkeit garniert und schon war der skandinavische Kriminalroman in Anlehnung an Henning Mankell, Jo Nesbø oder Arnaldur Indridason fertig. Ich weiß ja, dass die meisten Schriftsteller mit viel Herzblut an ihr Werk herangehen, aber ich frage mich dennoch, woher dieser Hang zum an Fast-Food erinnerndem Literatur-Rezept kommen mag. Möchte denn niemand heute mehr eigene Gourmet-Kreationen entwerfen? Ist die Angst vor dem Scheitern so groß? Mehr Belletristik braucht das Land Ich sag es ganz offen – Ich mag Fastfood. Ein schöner Burger ab und zu ist ein herrliches Vergnügen, ebenso wie ein Krimi mit den oben von mir erwähnten Zutaten wunderbar sein kann. Aber irgendwie wünsche ich mir trotzdem öfter, mit Gourmet-Kreationen verwöhnt zu werden. Ich möchte Schriftsteller haben, die schreiben, weil sie damit das Schöne und das Traurige ausdrücken wollen, weil sie das Gute und das Böse im Menschen zeigen wollen und zwar ohne sich vorher zu überlegen, ob es dafür ein Publikum geben mag. Autoren, die der Wahrheit auf den Grund gehen mögen und mich damit überraschen, wie zum Beispiel Column McCann dies vor einigen Jahren mit „Der Tänzer“ getan hat oder Romane, die einen mit ernsten Themen zum Lachen bringen können wie Matt Ruff mit „Ich und die anderen“, Bücher, die unvergessen bleiben, weil sie anders sind, so wie auch Aravind Adigas „weißer Tiger“ oder Hermann Kochs „angerichtet“, um mal zwei jüngere Beispiele der Literatur zu nennen. Und wenn ihr es euch doch lieber überlegen und kein Risiko eingehen wollt, so rufe ich euch hiermit zu, liebe Autoren, liebe Verleger: Es gibt uns noch, uns Leser, die gerne einmal bis zum Äußersten getrieben werden möchten, die lachen und weinen wollen, die beim Lesen nicht mit Genrestrategien überrascht werden wollen, sondern mit richtig guten Geschichten, mit richtigen 5 Sterne Menüs, wie sie eben nur die immer weniger zu findende Belletristik für uns bereithält! Ja, das rufe ich laut und hinter vorgehaltener Hand wende ich mich fast gleichzeitig zu euch Lesern da draußen und frage euch leiser: Es gibt uns doch noch, die Belletristik-Leser, oder?

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  • Wanderbuch: "Eines Morgens auf dem Land" von Gérard Georges

    Eines Morgens auf dem Land

    Starlet

    Wie versprochen schicke ich nun die Bücher als Wanderbücher los, die ich beim tollen lovelybooks Adventskalender gewonnen habe. Ich kann die Bücher erst im Laufe der nächsten Woche losschicken, aber ich sammle ab heute die Teilnehmer :) Wenn Ihr teilnehmen wollt meldet Euch bitte hier. Das Buch sollte innerhalb von 2 Wochen gelesen und dann an den nächsten verschickt werden. Bei Verlust teilen sich Sender und Empfänger die Kosten für ein Ersatzbuch. TEILNEHMER: Cellissima - fertig - milasun - fertig- Queenelyza - fertig - fabulanta -fertig - Federchen- fertig- Marakkaram -fertig- melanie_reichert -fertig- koeniginvonsaba - fertig- ... zurück zu Starlet: es ist wieder in einem tollen Zustand bei mir angekommen! Danke. Inhalt: Garachou, ein Weiler im Herzen der Auvergne, hat nur noch einen Einwohner: Ferdinand Pélissier. Der griesgrämige Alte, zu dem das Leben nicht sehr freundlich gewesen ist, lebt mit acht Charolais-Kühen und seinem treuen Hund Gamine ganz allein auf dem Hof. Eltern und Bruder sind gestorben, und Yvette, seine einzige große Liebe, hat Ferdinand damals auch nicht bekommen. Ferdinands einziges Vergnügen ist es, den Postboten zu ärgern oder mit seinem Moped über die Landstraßen zu tuckern, um zu Beerdigungen zu fahren. Dann läßt er keinen vorbei - schließlich gehört die Straße nicht nur den Autofahrern, was? Ansonsten will der bärbeißige Bauer, den die Erinnerungen nachts manchmal nicht schlafen lassen, nur noch seine Ruhe. Als eines schönen Morgens ein englisches Ehepaar den Nachbarhof kauft, um daraus ein Bed & Breakfast zu machen, ist Ferdinand entsetzt. Engländer, ausgerechnet! Haben die nicht auch Jeanne d'Arc auf dem Gewissen? Mit schlechtem Benehmen und angelegtem Gewehr ist der Alte wild entschlossen, die »Roastbeefs« zu vertreiben. Doch abgesehen von ihrem Kauderwelsch sind Mrs und Mr Kelly gar nicht so schrecklich. Und für Peggy, ihre kleine Tochter, öffnet der alte Ferdinand noch einmal sein Herz ...

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  • Rezension zu "Eines Morgens auf dem Land" von Gèrard Georges

    Eines Morgens auf dem Land

    Federchen

    18. July 2012 um 20:14

    Tout est bien qui finit bien… …eines Morgens auf dem Land, sieht Ferdinand zwei Männer auf sein Haus zugehen. Ferdinand ist alt, aber nicht auf den Mund gefallen und schon gar nicht wehrlos. Mit einer Schrottflinte bewaffnet, verscheucht er die Eindringlinge. Nichts ahnend, dass einer der beiden sein neuer Nachbar werden wird. Als er erfährt, dass seine Nachbarn auch noch Engländer sind, wird dem französischen Bauern mulmig. Schließlich haben solche Roastbeefs Jeanne d’Arc auf dem Gewissen… Gérard Georges hat einen fast malerischen Schreibstil. Die Liebe zu seinem Frankreich wird bei dem Roman „Eines Morgens auf dem Land“ leserlich sichtbar. Seine kauzig liebenswerte Hauptfigur nimmt für mich die Gestalt von Louis de Funès mit weißem Zottelbart an. Ferdinand ist schlagfertig und für sein Alter sehr mobil. Das Leben auf dem Land könnte man sich nicht schöner vorstellen. Die Macht der Freundschaft ist das späte Glück des allein lebenden Greises.

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  • Rezension zu "Eines Morgens auf dem Land" von Gèrard Georges

    Eines Morgens auf dem Land

    schokoloko29

    Inhalt des Buches: Der griesgrämige Ferdinand lebt in Frankreich in einem Dorf, welches sich aus seinem Bauernhof und einem weiteren Bauernhof bildet. Seine Bruder ist vor zwei Jahren gestorben und er lebt, außer seinem Hund, sehr zurückgezogen. Doch da verändert sich sein Leben: Engländer haben das Nachbargrundstück gekauft, um es zu renovieren und daraus ein Bed and Breakfast zu machen. Als sich die Engländer bei ihm vorstellen wollen, verjagt Ferdinand sie mit Hilfe einer Schrotflinte. Mit der Zeit nähern sich die Engländer und Ferdinand an und es entsteht eine Freundschaft.... Eigene Meinung: Mir hat das Buch sehr gefallen. Ferdinand wird als richtiges Scheusal beschrieben. Mit der Bekanntschaft der Engländer verändert er sein Verhalten und seine Einstellung zu den Menschen. Auch gefällt mir der Inhalt des Buches. Für bestimmte Dinge und Themen ist es nie zu spät, wie Freundschaft, Zugehörigkeit, Nähe etc.. Fazit: Ein sehr schönes Buch, welches wirklich sich lohnt zu lesen!!

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  • Rezension zu "Eines Morgens auf dem Land" von Gèrard Georges

    Eines Morgens auf dem Land

    Fantasie_und_Träumerei

    04. February 2012 um 14:26

    KLAPPENTEXT: Zwei stadtmüde Aussteiger (die von einem Bed & Breakfest in der Auvergne träumen), ein schießwütiger alter Bauer, acht Charolais Kühe und ein aufgewecktes kleines Mädchen. Könnte das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein? ZUM AUTOR: (Quelle: Thiele Verlag) Gérard Georges, selbst im ländlichen Montbrison im Department Loire aufgewachsen, war Rundfunkjournalist und arbeitete an der Universität und als Direktor einer Schule, bevor er sich entschloss nur noch zu schreiben. Die Liebe zum Land (mit all seinen Vor- und Nachteilen) hat den Autor von mehr als zwanzig Büchern nie verlassen. Was der vorliegende Roman aufs Schönste beweist. EIGENE MEINUNG: Ferdinand, 71 Jahr alt, lebt gemeinsam mit seinen acht Kühen, seiner Hündin Gamine, Hühnern und Hasen auf seinem Bauernhof in der Auvergne. Damit ist er eigentlich ganz zufrieden. Aufgewachsen ist er in einer Großfamilie, in der es nichts wichtigeres gab als der Hof und die Landwirtschaft. Damals war sein Leben erfüllt von Arbeit und der Aufgabe, seiner Mutter und seinem älteren Bruder alles recht zu machen. Doch auch damit war er eigentlich recht zufrieden. Doch manchmal merkt man ja erst durch Veränderungen, was einem wirklich fehlt. Als Ferdinand die englische Familie Kelly zum ersten Mal sieht, ist er ihnen gegenüber sehr skeptisch. So wie allem Neuen und Unbekannten, denn Ferdinand hat nun mal schon seit Jahren jeden Tag den gleichen Tagesablauf. Routine und Gleichmaß sind ihm sehr wichtig. Doch die Kellys nehmen darauf keine Rücksicht und gehen sofort auf ihn zu, als wäre er ein alter Bekannter. Die hübsche Madame hat er ja gern in seiner Nähe, aber der Mann spricht ja noch nicht mal richtig seine Sprache. Ein wenig spöttisch nennt er sie für sich „Die Roastbeefs“. Doch dann lernt er ihre 8-jährige Tochter Peggy kennen, die ihn „Indianer“ nennt und sein Herz im Sturm erobert. Ferdinand ist ein etwas verschrobener alter Mann, dem man die vielen Jahre der Einsamkeit deutlich anmerkt. Er kann sich nur schlecht auf Neues einstellen und ist unerfahren im Umgang mit Anderen. Vor allem mit so einen Wildfang, wie der kleinen Peggy, hatte er noch nie etwas zu tun. Dadurch ist er etwas ungeübt, nimmt aber schnell die Rolle eines netten Großvaters ein. Das ist etwas besonderes für Peggy, die zwar in der Schule viele gleichaltrige Freunde hat, aber keinen Opa. Und auch für Ferdinand, dem das Herz aufgeht, wenn Peggy ganz vorsichtig die alte Noiresse melkt und ihn mit ihren roten Wangen anstrahlt. Durch sie denkt er immer weniger an die Zeit zurück, in der er Kriegsdienst ableisten musste, und viel an den Groll, den er gegen die Mutter hegt. Nach und nach beginnt er seine Vergangenheit zu verarbeiten. Obwohl Pat Kelly, die nicht nur charmant, sondern auch sehr taff und selbstbewusst ist, und auch ihr Mann John, der etwas verrückte Banker, sehr nette und sympathische Charaktere sind, ist mir doch niemand so sehr ans Herz gewachsen wie der gute Ferdinand, der auf seine alten Tage sogar noch ein paar Worte Englisch lernt. Er ist einfach herzensgut und entdeckt nach und nach, welcher weiche Kern doch hinter seiner rauen Fassade steckt. Dies wird ausgelöst durch den Sonnenschein der Geschichte: die kleine Peggy, die das Herz auf der Zunge trägt und auch mich mit ihrer offen Art und Liebe zu den Tieren um den Finger gewickelt hat. Sie löst bei Ferdinand Großvatergefühle aus, wie er sie nie zuvor gekannt hat, obwohl eine seiner Schwestern auch Kinder hat, ihm eigene aber leider verwehrt blieben. Die Tatsache, dass Ferdinand so liebevoll mit der kleinen Peggy umgeht, selbst aber leider nie Kinder gehabt hat, hat mich einerseits ein wenig traurig gemacht, anderseits war es aber auch wunderschön zu lesen, wie die Kleine der „Roastbeefs“ den alten Grummel aus seinem Schneckenhaus gelockt hat. Oftmals hat Ferdinands Sicht der Dinge ein Schmunzeln bei mir ausgelöst und der frische Wind, den nicht nur Peggy, sondern auch Pat und John in Ferdinands Leben bringen, war aus dem Buch heraus spürbar. Gérard Georges Schreibe ist so lebendig, so kraftvoll und farbenfroh, dass er mich damit von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat. Er zaubert Bilder und Gefühle, die den Leser bewegen und sehr viel Freude bereiten. Ich habe „Eines Morgens auf dem Land“ so gern gelesen, dass ich es kaum erwarten kann, weitere Bücher von Gérard Georges in die Hand zu bekommen. „Eines Morgens auf dem Land“ steckt so voller Herzlichkeit, dass mir jede Seite, jedes Wort, wirklich ganz nah gegangen sind. Ich habe mit gelacht, mit geweint und mit gehofft und bin nun ganz traurig, dass ich schon wieder aus dem Leben Ferdinands und seiner liebenswerten Nachbarn verschwinden muss. FAZIT: „Eines Morgens auf dem Land“ ist ein ganz besonderes Buch mit ganz besonderen Charakteren. Ein Buch, dass seinen Lesern das Herz öffnet und ganz viel Sonne hinein bringt. Lesen!! Lesen!! Lesen!!

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  • Rezension zu "Eines Morgens auf dem Land" von Gèrard Georges

    Eines Morgens auf dem Land

    lovely_85books

    31. August 2011 um 17:24

    Garachou, ein Weiler im Herzen der Auvergne, hat nur noch einen Einwohner: Ferdinand Pélissier. Der griesgrämige Alte, zu dem das Leben nicht sehr freundlich gewesen ist, lebt mit acht Charolais-Kühen und seinem treuen Hund Gamine ganz allein auf dem Hof. Eltern und Bruder sind gestorben, und Yvette, seine einzige große Liebe, hat Ferdinand damals auch nicht bekommen. Ferdinands einziges Vergnügen ist es, den Postboten zu ärgern oder mit seinem Moped über die Landstraßen zu tuckern, um zu Beerdigungen zu fahren. Dann läßt er keinen vorbei - schließlich gehört die Straße nicht nur den Autofahrern, was? Ansonsten will der bärbeißige Bauer, den die Erinnerungen nachts manchmal nicht schlafen lassen, nur noch seine Ruhe. Als eines schönen Morgens ein englisches Ehepaar den Nachbarhof kauft, um daraus ein Bed & Breakfast zu machen, ist Ferdinand entsetzt. Engländer, ausgerechnet! Haben die nicht auch Jeanne d'Arc auf dem Gewissen? Mit schlechtem Benehmen und angelegtem Gewehr ist der Alte wild entschlossen, die »Roastbeefs« zu vertreiben. Doch abgesehen von ihrem Kauderwelsch sind Mrs und Mr Kelly gar nicht so schrecklich. Und für Peggy, ihre kleine Tochter, öffnet der alte Ferdinand noch einmal sein Herz ... Der Autor Gérard Georges erzählt eine wunderbare Geschichte über einen alten, kautzigen und griesgrämigen Bauern in der Auvergne (Mittelfrankreich) und einem kleinen Mädchen. Der Autor beschreibt die Charaktere und so schön, dass man sich als Leser gut in die Menschen und Szenen hineinfühlen kann. Es ist eine ganz tolle Geschichte über das Glück des Lebens im späteren Lebensalter. Das Buch ist absolut zu empfehlen.

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  • Rezension zu "Eines Morgens auf dem Land" von Gèrard Georges

    Eines Morgens auf dem Land

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. August 2011 um 13:21

    Ferdinand ist ein alter, verbitterter Kauz in der Auvergne. Doch eines Tages zieht die Familie der kleinen Peggy in seine Nachbarschaft und aus dem alten Kauz wird ein fürsorglicher Opa.
    Ein warmherziger Roman über Generationenkonflikte, das Älter werden und Abschied nehmen.

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