Tödlicher Halbmond

von Géza Gárdonyi 
3,5 Sterne bei2 Bewertungen
Tödlicher Halbmond
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Irgendwie wiederholt sich immer wieder alles und Gergely ist einer jener unglaublichen Charakteren, die einfach alles können.

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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B0000BR4A4
Sprache:
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:526 Seiten
Verlag:Prisma-Verl.

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    Jaris avatar
    Jarivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Irgendwie wiederholt sich immer wieder alles und Gergely ist einer jener unglaublichen Charakteren, die einfach alles können.
    Géza Gárdonyi - Tödlicher Halbmond

    In Ungarn traf ich dieses Buch überall an. Wirklich in jeder Buchhandlung war es stapelweise vorhanden. Der Originaltitel lautet "Egri Csillagok", was soviel heisst wie "Die Sterne von Eger". Wie ihr bereits gemerkt habt, ist es eine der wichtigsten literarischen Werke Ungarns und deshalb auch auf der Liste von "Every Countrys Favourite Book".
    Ich liebe Ungarn - wieso habe ich das Buch dennoch abgebrochen? Aus dem simplen Grund, dass die Übersetzung nicht funktioniert. Aus jedem Satz sickert das Ungarische durch, was eigentlich gut ist, behält dies doch den Grundton der Erzählung aufrecht. Aber Ungarisch ist nun einmal Ungarisch und das so "eingedeutscht" zu hören, das tut mir weh. Hätte ich die Möglichkeit, ich würde es sofort auf Ungarisch noch einmal versuchen, wenn...
    ... mich die Geschichte gepackt hätte. Was sie leider nicht tat. Aber auch das könnte natürlich an der Übersetzung liegen, die unterdessen 50 Jahre auf dem Buckel hat. Damals hat man Kinderbücher noch anders übersetzt, vielleicht täte dem Buch eine moderne Überarbeitung ganz gut?
    "Tödlicher Halbmond" ist ein Buch, das dem Leser die Geschichte Ungarns näher bringt (sowas kommt dort immer sehr gut an) und über eine wichtige Epoche berichtet: diejenige der türkischen Besatzung. Grundsätzlich ein spannendes Thema, über das ich schon einiges gelesen habe.
    Wahrscheinlich weiss ich schon genug, um mich von der Handlung noch wirklich packen lassen zu können. Aber irgendwie wiederholt sich immer wieder alles und Gergely ist einer jener unglaublichen Charakteren, die einfach alles können. Dazu kommen immer wieder Zeitsprünge, viel zu viele Figuren und vor allem: ein grundsätzliches Ziel fehlt mir. Die Geschichte funktioniert mehr nach dem "Und dann, und dann"-Prinzip, das bei mir leider nicht funkioniert.
    Als ich irgendwann in der Mitte feststellte, dass mich der Fortgang der Handlung wirklich kein bisschen interessierte, habe ich es sein lassen. Ich sehe keinen Grund darin, Bücher zu lesen, die mich nicht interessieren. Über Ungarn wurde noch anderes publiziert, das ich lesen kann.
    Dennoch gab es einige witzige Szenen und gut gemachte Abschnitte, sodass ich mir ernsthaft überlege, das Buch im Original zu lesen. Da kann es auch "ungarlen" wie es will :)

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