Götz Aly

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Warum die Deutschen? Warum die Juden?

Warum die Deutschen? Warum die Juden?

 (8)
Erschienen am 12.08.2011
Hitlers Volksstaat

Hitlers Volksstaat

 (9)
Erschienen am 01.08.2006
Unser Kampf

Unser Kampf

 (8)
Erschienen am 01.08.2009
Eine von so vielen

Eine von so vielen

 (5)
Erschienen am 06.10.2011
Volkes Stimme

Volkes Stimme

 (4)
Erschienen am 01.11.2006
Die Belasteten

Die Belasteten

 (3)
Erschienen am 26.06.2014
'Endlösung'

'Endlösung'

 (2)
Erschienen am 23.02.2017
Europa gegen die Juden

Europa gegen die Juden

 (2)
Erschienen am 23.02.2017

Neue Rezensionen zu Götz Aly

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Rezension zu "Europa gegen die Juden" von Götz Aly

Kollektiver Antisemitismus
michael_lehmann-papevor 2 Jahren

Kollektiver Antisemitismus

Der Holocaust, die Pogrome, die Judenfeindlichkeit und – Verfolgung von Beginn an, schon lange vor der Machtergreifung, den „Sündenbock Jude“ und das „Ausmerzen“ desselben zum Parteiprogramm, persönlichen Feldzug und Aufgabe einer ganzen Nation erklären, diese so ziemlich dunkelsten Momente der Weltgeschichte blieb vordergründig Deutschland, seinem „Führer“ und dem vermeintlich „1000jährigen“ Reich vorbehalten.

Doch nicht monolithisch steht der Antisemitismus Hitlers und seiner Schergen im Raum, die Weltgeschichte ist immer und immer wieder durchtränkt von Judenfeindlichkeit und dies gilt in besonderem Maße eben auch für das europäische Denken für den Zeitraum., den Aly besonders betrachtet, von 1880 bis 1945. Und hier greifen nicht nur Ereignisse wie die „Affäre Dreyfus“, sondern eine kollektive Haltung spürt Aly durchaus überzeugend auf, die nicht ausnahmslos aber doch überwiegend die Haltung der Europäer Juden gegenüber kennzeichnet.

Soweit, dass Aly steil formulieren kann, dass der Holocaust eben doch eine Art kollektiven Handels voraussetzt und ohne die geistige Haltung bis hin zur aktiven Unterstützung des destruktiven „deutschen Weges“.

Was im Übrigen ja nicht völlig neu und unbekannt ist. Zumindest was den Osten Europas angeht, vornehmlich die Sowjetunion und Polen, war der Antisemitismus letztlich nicht minder fanatisch als geistige Haltung ausgeprägt, wie er in Deutschland durch die Nationalsozialisten zur „Religion“ erhoben worden ist,

Was Aly sehr, sehr eindrücklich, nicht zuletzt anhand konkreter Lebensbeispiele, im Kapitel „Die Rückkehr der Unerwünschten“ dezidiert dem Leser vor Augen führt.

Es war bei Weitem nicht so, dass breites, europäisches Mitleid mit den Juden herrschte, auch nicht, nachdem mehr und mehr bekannt wurde, welcher Volksvernichtung diese in den Kriegsjahren und zuvor ausgesetzt waren. Man denke nur an das Ende von „Schindlers Liste“, den guten Rat des einsamen Befreiers an die geretteten Juden, sich weit weg zu machen, denn viel Besseres sei nun nach dem Sieg an der Ostfront von den „Befreiern“ auch nicht zu erwarten.

„Nichts wie weg aus Europa“, auf diesem Hintergrund der kollektiven Ablehnung ist es noch einmal und noch anders zu versgehen, wie dringlich und zentral die Gründung des Staates Israel gerade für die europäischen Juden wurde und war.

Wie es dazu kam, wie sich in Mittel- und Osteuropa vor allem Schritt für Schritt ein spürbarer, echter Hass entfaltete, wie Pogrome schon weit vor der Reichskristallnacht stattfanden, eine zunehmende ganz handfeste Verfolgung einsetzte. Und das an durchaus unterschiedlichen Orten und in durchaus unterschiedlich geprägten und lebenden Gesellschaften.

So wundert es nicht, auch wenn es heute nicht mehr gerne gehört wird, dass zum Beispiel in Frankreich die „Säuberungen“ aktiv und bereitwillig unterstützt wurden, die nach der Besetzung durch die Wehrmacht umgehend begannen. Kaum Kritik, wohl aber ruhige Zustimmung bis zur großen Begeisterung löste die „harte Hand“ der NSDAP europaweit aus, wie Aly Schritt für Schritt vorlegt und resümiert.

Ein nachdenklich stimmendes Buch, in dem Aly Verbindungen zwischen nicht unbekannten Fakten zieht, die so ein doch neues Gesamtbild ergeben und die auch für die Gegenwart des Staates Israel bedenkenswerte Impulse geben.

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CorinaPfs avatar

Rezension zu "Im Tunnel" von Götz Aly

Sehr gute Recherche
CorinaPfvor 2 Jahren

Inhalt:

Götz Aly soll  den Marion Samuel Preis bekommen, doch wer war Marion Samuel. Man weiß nur dass sie zwischen 1931-1943 lebte in Deutschland als jüdisches Mädchen und in Auschwitz vergast wurde. Götz Aly macht sich auf die Suche um mehr über das Mädchen und dessen Familie heraus zu finden. Seine Entdeckungen und einige Unterhaltungen von Verwandten und Freunde von Marion Samuel sowie Bilder sind in diesem Buch .

Ein echt tolles Buch obwohl ich mir eine Geschichte über das Mädchen vorgestellt und nicht eine Recherche. Es sind einige Vermutungen als Fakten in dem Buch angegeben, und ich bin echt schwer rein gekommen mit den verschieden Namen deshalb nur vier Stern.


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Sokratess avatar

Rezension zu "Unser Kampf" von Götz Aly

Thesenstarke Rückschau
Sokratesvor 4 Jahren

Noch bevor ich Götz Aly's Buch "Unser Kampf" zu lesen begann, interessierte ich mich für die hierzu erschienenen wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen Rezensionen. Insbesondere bei Amazon wurde in den Rezensionen kontrovers diskutiert; auch der zu Götz Aly bestehende Wikipedia-Artikel lässt das vorliegende Werk nicht außer Acht. Hierbei fällt auf, dass Aly so einige Kritik seitens namhafter Historiker "gefangen" hat, so insbesondere von Norbert Frei. Genereller Hauptvorwurf sei sein ungelungener und nicht substantiierter Vorwurf, die 68er Generation habe Ähnlichkeiten mit der 33er-Generation. Zunächst war auch ich bei dieser These abwartend, ob dessen, was Aly hierzu schreiben würde. In der Zusammenschau seiner Argumente muss ich jedoch feststellen, dass sich gewisse grundlegende Ähnlichkeiten in den Strukturen erkennen lassen. Dass der Autor hierfür so viel scharfe Kritik eingefangen hat, befremdet, denn m.E. tritt das Buch nicht als "wissenschaftliche Analyse", denn als Anstoß einer Debatte an, die mitnichten liebevoll geführt werden soll. Aly ist Zeitzeuge, selbst ehemaliger 68er, welcher sich auch engagiert hat. Er blickt heute zurück, resümiert und ist hierbei auch nicht ohne Selbstkritik, wenn er feststellt, dass sich die 68er in vielerlei Hinsicht sehr radikal und dogmatisch verhielten - in eben ähnlicher Weise, mit ähnlichen Ansinnen und Motivationen wie die 33er-Generation. Sein Buch erscheint als mir als Essay; provokant geschrieben und sich mit Schriftquellen auseinandersetzend, die bislang so noch nicht verarbeitet wurden. Ich habe es als sehr anregend, als gute Lektüre für eine kritisch-reflektierende Auseinandersetzung mit der 68er-Generation verstanden und halte es daher für durchaus lesenswert.

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