Götz Aly Eine von so vielen

(5)

Lovelybooks Bewertung

  • 5 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(3)
(0)
(2)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Eine von so vielen“ von Götz Aly

Berlin, 1943: Marion Samuel war 11 Jahre alt, als sie deportiert und ermordet wurde. Lange war sie nur ein weiterer von Hunderttausenden von Namen. Doch der Historiker Götz Aly zeigt in seiner bewegenden Spurensuche, dass es auch möglich ist, die Geschichte von scheinbar gesichtslosen Opfern des Holocaust zu erzählen. Ein Buch für das Erinnern und gegen das Vergessen.

Stöbern in Sachbuch

Die Stadt des Affengottes

Aufregender Trip in den Urwald von Honduras. An manchen Stellen etwas zu trocken, aber insgesamt ein interessante Erfahrung.

AberRush

Nur wenn du allein kommst

Volle Leseempfehlung. Sehr beeindruckende Geschichte.

Sikal

LeFloid: Wie geht eigentlich Demokratie? #FragFloid

Großartiges Buch für Jung und Alt zur Erklärung unserer Politik in verständlichen und interessant verpackten Worten!

SmettgirlSimi

Vegetarisch mit Liebe

Jeanine Donofrio beweist mit diesem Kochbuch, dass ein gutes Gericht nicht tausend Zutaten bedarf, um unglaublich lecker zu sein!

buecherherzrausch

Hygge! Das neue Wohnglück

Dank hometours taucht man ein in fremde Wohnungen und erhält tolle Inspirationen um eigene "hyggelige" Wohnmomente" zu schaffen.

sommerlese

Was das Herz begehrt

Ein anspruchsvolles Buch, bei dem sich alles um unser wichtigstes Organ dreht. Umfassend, verständlich und humorvoll.

MelaKafer

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Eine von so vielen" von Götz Aly

    Eine von so vielen
    Traenenherz

    Traenenherz

    01. December 2012 um 12:59

    Klappentext: "Ein Buch das sich so leicht und schnell liest wie es schwer wiegt und langsam nachwirkt. Marion wird dem Leser/der Leserin unvergesslich bleiben." Ruth Klüger Berlin, 1943: Marion Samuel war 11 Jahre alt, als sie deportiert und ermordet wurde. Lange war sie nur ein weiterer von Hunderttausenden von Namen. Doch der Historiker Götz Aly zeigt in seiner bewegenden Spurensuche, dass es auch möglich ist, die Geschichte von scheinbar gesichtslosen Opfern des Holocaust zu erzählen. Ein Buch für das Erinnern und gegen das Vergessen. "Aus solchen Individualgeschichten setzt sich ein Denkmal für die ermordeten Juden Europas zusammen." Harald Loch, Jüdische Allgemeine Inhalt: Götz Aly begibt sich auf die Spuren eines kleinen jüdischen Mädchen, welches 1943 in Ausschitz ermordet wurde mit gerade ein mal 11 Jahren. Er versucht den Weg ihrer engeren Familie zu erforschen, und kann sogar einiges zusammen tragen. Er zeichnet ihren Lebensweg, und bedient sich dabei mehrfach der Öffentlichkeit. Der Grund weshalb er darauf kommt überhaupt auf diesen Weg zu begeben, ist, es gibt einen Preis, der "Marion Samuel Preis", welcher seit 1999 vergeben wird, und 2003 an ihn gehen sollte. Anfang: Carl Samuel, geboren am 17.11.1868 in Werben/ Kreis Pyritz, als Sohn des Kaufmanns Wolf Abraham Samuel und dessen Frau Henriette geb. Wilizek. Leseprobe: Leider noch nicht vorhanden. Zitate: - Schreibstil, Perspektiven, Aufbau: Ich finde den Schreibstil ganz und gar nicht einfach. Zwischendurch wo Texte aus einem Tagebuch mit integriert sind lässt sich das Buch wirklich gut lesen, aber all die vielen Daten und Fakten verwirren ziemlich. Es sind die wenigen noch vorhandenen Bilder der Marion Samuel mit im Buch abgebildet, Anträge, und so weiter. Viel wird erklärt, allerdings erst am Ende des Buches, was mich im Lesefluss gestört hat. Covergestaltung: Das Buch ist in Beigetönen gehalten. Das Bild der Marion Samuel ist abgedruckt. Das Mädchen mit der großen Schleife in den Haaren. Mir gefällt es sehr gut. Zum Autor: Götz Aly, 1947 in Heidelberg geboren, studierte politische Wissenschaften und Geschichte. Meine Meinung: Dieses Buch, dieses Thema berührt mich unglaublich, und ich glaube, das allein macht schon meine Punkte aus. Man merkt allerdings, dass der Herr Aly aus der Wissenschaft kommt, eben so schwierig finde ich teilweise das Buch geschrieben. Trotz das das Buch sehr dünn ist habe ich 4 Tage gebraucht. Ich hab mich schon ein wenig durchgekämpft, und ich fand es in der Jugendbuchabteilung. Entweder die Art zu schreiben ist einfach nichts für mich, oder ich bin schon zu alt dafür. Der Inhalt macht wahnsinnig betroffen. Fazit: Trotz der Negativpunkte möchte ich das Buch weiter empfehlen, und gerade auch für Jugendliche ist es gut sich dem Buchthema zu widmen, so dass es nie wieder dazu kommt, das Menschen sowas angetan wird. Trotzdem nur 3 Herzchen von mir.

    Mehr
  • Rezension zu "Eine von so vielen" von Götz Aly

    Eine von so vielen
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    06. January 2012 um 18:43

    Große Zahlen sind abstrakt und schwer fassbar. Deshalb ist es auch fast unmöglich, sich die Anzahl getöteter Juden wirklich vorzustellen. Sie ist einfach zu groß. Eine quantitative Angabe sagt zudem nichts über das qualitative Leiden aus. Einfacher wird es, wenn es um konkrete Personen geht, wenn man nicht über eine Zahl, sondern über ein individuelles Leben redet, wenn aus einer abstrakten Zahl ein konkreter Mensch wird. Genau das macht Götz Aly in diesem Buch. Ausgelöst durch den Erhalt des Marion-Samuel-Preises hat er nachgeforscht, wer Marion Samuel eigentlich war; er hat dem Namen ein Gesicht gegeben und uns das deportierte und ermordete Mädchen nahe gebracht. Ein Kind wurde getötet, ein niedliches kleines Mädchen. Ein Kind, das mit Politik noch gar nichts zu tun hatte, außer als Opfer. Ein Kind, das qualvoll sterben musste, nur weil es Jüdin war. Gerade einmal 11 Jahre war Marion Samuel, als sie von ihrer Familie getrennt und in Ausschwitz ermordet wurde. Es gibt noch einige wenige Fotos von ihr, auf denen ihre riesige Haarschleife sofort ins Auge fällt. Ihre schöne und behütete Kindheit endet schnell und viel zu früh. Zunächst durch die tiefgreifenden Veränderungen im Alltag, wie zum Beispiel das Verbot, die gewohnte Schule zu besuchen, später durch die Erfahrung von Gewalt und Tod. Fast die gesamte Familie Samuel kam in Auschwitz um. Aly hat mit der ihm eigenen Gründlichkeit die Archive gestöbert und anhand der gefundenen Volkszählungsblätter, Vermögenserklärungen, ärztlichen Gutachten, Personalbüchern, Transportlisten und Fotos die Geschichte der Familie Samuel rekonstruiert. All das ergibt eine beklemmende Lektüre, die das Ausmaß der Verfolgung emotional nachvollziehbar macht und lange nachhallt.

    Mehr