Güner Yasemin Balci Arabboy

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Inhaltsangabe zu „Arabboy“ von Güner Yasemin Balci

Was Christiane F. in der 80er Jahren war, ist die Geschichte von Rashid A. heute.

Rashid, Sohn einer libanesisch-palästinensischen Familie, ist weder Deutscher noch Libanese oder Palästinenser, er ist ein 'Arabboy', so nennt er sich in den einschlägigen Chaträumen, die er und seine Kumpel mit selbstgemachten Gewalt-Clips versorgen. Sie gehorchen dem Gesetz der Straße, auf der sich jeder sein Recht nehmen muss. Wer das nicht kann, wird zum 'Opfer' - er ist dem Lebenskampf nicht gewachsen. Mit Hilfe von Aabid, der es vom Flüchtlingsjungen zum 'Mega-Checker' im Rotlichtmilieu gebracht hat, macht Rashid kriminelle Karriere, bis er durch seine Drogensucht die Kontrolle über sein Leben verliert. Ihn rettet seine Verhaftung. Im Gefängnis wartet er auf seine Abschiebung – und Deutschland, das so verhasste Land, wird für ihn zum Inbegriff aller Sehnsüchte.

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  • Rezension zu "Arabboy" von Güner Y. Balci

    Arabboy

    Dupsi

    17. April 2011 um 12:27

    Rashids Geschichte beginnt im Gefängnis. Nach eine Einbruch in eine Apotheke in Neukölln um sich Tilidin zu beschaffen, wurde er verhaftet. Nach und nach wird nun seine Geschichte erzählt. Immer wieder wird dabei auch ein Blick auf seine gegenwärtige Situation im Gefängnis geworfen. Rashid ist Berlin Neukölln aufgewachsen. Was im Kindesalter mit dem Stehlen einer Haribotüte bei Kaisers anfängt, wird mit den Jahren immer organisierter. Rashid verschafft sich Respekt und steigt in der Hierarchie des Neuköllner Kiezes immer weiter auf. Bis er schließlich von Aabid, dem angesehensten Typen in der Gegend das Angebot bekommt, für ihn zu arbeiten. Er genießt die Gunst des von allen nur "Mega Checker" genannten. Er scheint es geschafft zu haben, lacht sich sogar eine deutsche Freundin an, die ihr Leben für ihn komplett verändert. Doch dann kommt er auf den Geschmack des Tilidins. Anfangs noch in dem Glauben, jederzeit wieder aufhören zu können, rutscht er immer weiter ab, verliert Ansehen und Ehre. Bis er schließlich im Gefängnos landet und die Abschiebung droht. Auch dieses Buch habe ich für mein Examen gelesen. Nach "Arabqueen" schafft Balci es auch hier, einen Einblick in eine Welt zu geben, die parallel zur "normalen" zu existieren scheint. Eine Welt voller Gewalt, Drogen, Sex, Schutzgelderpressung und Aufrechterhaltung der Ehre. Eine brutale Welt, von der man nicht glauben möchte, dass sie existiert. Da mich die Geschichte diesmal jedoch nicht ganz so sehr mitgerisssen hat wie "Arabqueen", gibt es diesmal nur vier Sterne.

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  • Rezension zu "Arabboy" von Güner Y. Balci

    Arabboy

    Anja_Lev

    04. July 2010 um 12:03

    Güner Balci schreibt in ihrem Vorwort zu "Arabboy", dass sie eine wahre Geschichte in Romanform erzählen will, Namen zwar verfremdet aber viele konkrete Geschenisse berichten will. Diese Absicht nimmt dem Buch leider wichtige Aspekte eine Romans, nämlich sowohl einen Spannungsbogen als auch die Entwicklung der Figuren. Balci beginnt mit dem Ende, der Haft und erwarteten Abschiebung des jungen Straftäters Rashid in bzw. aus Deutschland. Von hier ausgehend gibt sie Rückblicke auf Rashids Leben, seine Karriere im Kiez und die Entwicklung seines Freundeskreises. Diesen Schlaglichtern fehlt jedoch der Zusammenhang, die zeitliche Perspektive. Auch geht bleibt die Autorin vielfach sehr oberflächlich, Motive werden eher klischeehaft dargestellt und wenig persönlich erläutert. Die Randfiguren, Rashids Familie, sein Freundeskreis werden nur ungenau beschrieben. Für mich blieb das Buch beim Lesen ein seltsamer Zwitter, für ein Sachbuch nicht genau und erklärend genug, für einen Roman war der Aufbau schlicht uninteressant. Klar, einiges was Balci schreibt, ist schockierend, gerade wenn von der Vergewaltigungen einer Mitschülerin berichtet wird, das meiste wirkt jedoch plakativ, von einer Autorin, die sich selbst einen Kiez-Hintergrund (sowohl beruflich aus als privat) zuschreibt, hätte ich mehr erwartet.

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  • Rezension zu "Arabboy" von Güner Y. Balci

    Arabboy

    Schnupperstern

    18. May 2010 um 17:38

    Während meiner Diplomarbeit habe ich mich u.a. mit der im Buch beschriebenen Problematik befasst und als Berlinerin und im sozialen Bereich Arbeitende ist mir dieses Thema natürlich vertraut. Aus diesem Grund habe ich wohl mehr von diesem Buch erwartet als eine Aneinanderreihung hinlänglich bekannter Klischees. Sicherlich, was wären Klischees ohne deren Bestätigung, dennoch... Die Autorin ist selbst Kind türkischer Einwanderer, aufgewachsen im Neuköllner Rollberg-Kiez, wo sie später auch als Sozialarbeiterin tätig war. Trotzdem entschuldigt sie die kriminellen Taten ihres Protagonisten geradezu mit den üblichen Schlagwörtern "fremde Kultur", "unglückliche Kindheit", "lieblose Eltern" etc. pp. Sicherlich sind dies alles Gründe, die ein delinquentes Verhalten begünstigen, aber als Entschuldigung sind sie gänzlich ungeeignet. Was mir aber dennoch gefallen hat war die Schilderung der Sozialarbeiter, die an der geballten Kraft testosterongeladener krimineller Energie scheitern oder sogar zerbrechen.

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  • Rezension zu "Arabboy" von Güner Y. Balci

    Arabboy

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. January 2010 um 01:49

    Arabboy ist die Geschichte des Rashid A., der in jungen Jahren in einem Stadtteil Berlins, Neukölln auf die schiefe Bahn gerät. Es fängt mit kleinen Diebstählen und leichte Körperverletzung an, geht über misshandlung kleiner Kinder, Vergewaltigung, Zuhälterrei bis hin zu groß angelegten Raubzügen und systematischer Körperverletzung an Jedem, der ihm und seiner “Gang” zuwider sind. Rashid wächst in einem der unzähligen Problembezirke der Hauptstadt auf und wird schon als Kind von dieser Umgebung geprägt. Aber er ist doch selbst Schuld, wenn er sich davon leiten lässt. Es ist seine Entscheidung dermaßen kriminell zu werden und das, obwohl jeder in den schlimmsten Problembezirken immer eine Chance auf ein besseres Leben hat. vorallem hier in Deutschland. Mit einem simplen Hauptschulabschluss kann man letztendlich noch immer Arzt werden. Man muss sich nur hinsetzen und was dafür tun. Rashid findet Schule scheiße, Lehrer sind Opfer und Schüler, die was aus sich machen wollen und nicht in der allerletzten Gosse enden wollen wie er werden von ihm und seiner Gang, in der genau solche Looser sind wie Rashid abgezogen und verprügelt. Das finden sie ganz wunderbar ehrenvoll und neben all dem ehrenvollen Dingen, die sie tun vergewaltigt er mal eben eine junge Türkin, die Hure, die nicht verschleiert vor ihm über die Straße geht, auf dem Weg zum Kindergarten um ihre kleine Schwester abzuholen. Eine wirklich verquere Ansicht von “Ehre”. Ich weiss nicht was das Buch mir sagen soll. Soll ich Mitleid mit Rashid haben? Soll ich ihn verstehen? Das kann ich leider nicht. Für mich ist er ein Krimineller, der weggesperrt gehört und über den man kein Buch schreiben sollte. Er lernt nichtmal aus seinen Fehlern und sieht nicht mal annähernd ein, dass er einen Fehler gemacht hat. Das Buch ist eine Aneinanderkettung brutaler Szenarien und dem Leidzufügen unschuldiger Menschen, die mich unglaublich wütend auf diesen Menschen gemacht haben. Neben der Geschichte, die es beinhaltet und die brutaler Szenarien weist es leider nichtmal eine angenehme Schreibweise auf und die vielen Rechtschreibfehler haben mich wirklich genervt. Man kann schon sagen, dass das Buch sinnlos ist. Man findet darin keine Problemlösung oder ähnliches... Ich hätte gerne ein Buch in dieser Richtung gelesen, aber hier hab ich wohl daneben gegriffen... schade.

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  • Rezension zu "Arabboy" von Güner Y. Balci

    Arabboy

    turkishrock

    25. May 2009 um 19:45

    Das Buch macht einen wirklich sprachlos. KRASS aber auch brutal. War aber auch spannend und ist wirklich lesenswert.

  • Rezension zu "Arabboy" von Güner Y. Balci

    Arabboy

    Nil

    23. January 2009 um 23:44

    Arabboy handelt von Rashid, einem arabischen Jugendlichen der in Neukölln im "Rollbergkiez" aufwächst. Der Roman spiegelt das Leben und die Gepflogenheiten der Jungend-Gangs wieder. Brutal wie sie miteinander umgehen und wie sie ihr eigenes Leben nicht im Griff haben. Man spürt förmlich die Verzweiflung und versteht sie ein wenig besser. Ich bin auch in Berlin Neukölln aufgewachsen und selbst mich hat dieses Buch geschockt und nachdenklich gemacht. Eine nicht schöne, aber wichtige Lektüre, die einem die Augen öffnet!

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