Günter Grass

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Lebenslauf von Günter Grass

Günter Grass zählt zu den der bedeutendsten deutschsprachigen Autoren zeitgenössischer Literatur und ist seit dem Jahr 1999 Literatur-Nobelpreisträger. Der Schriftsteller, Bildhauer, Maler und Grafiker erblickt am 16.10.1927 in Danzig als Sohn des Kolonialwarenhändlers „Graß“ das Licht der Welt. Bis zum Jahr 1944 besucht er in Danzig zunächst die Volksschule und anschließend das Gymnasium, bis er 1944 Flakhelfer wird und im Anschluss daran als Soldat in die Waffen SS eingezogen. Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges gerät Günter Grass in amerikanische Kriegsgefangenschaft, aus der er jedoch bereits 1946 entlassen wird. Es folgen Tätigkeiten als Landarbeiter und Arbeiter in einem Kalkbergwerk bei Hildesheim, ehe er 1947 eine Lehre zum Steinmetz in Düsseldorf beginnt. Im Anschluss daran studiert Günter Grass bis zum Jahr 1952 bei Sepp Mages und Otto Pankok an der Düsseldorfer Kunstakademie. Nach seinem Umzug nach Berlin 1953 wird er Schüler des Bildhauers Karl Hartung an der Hochschule für Bildende Künste und heiratet die Schweizer Balletttänzerin Anna Schwarz, mit der er bis 1972 liiert ist und vier gemeinsame Kinder hat. Aus weiteren Beziehungen gehen zwei weitere Kinder hervor. Darüber hinaus zählt Grass in seinem autobiographischen Werk „Die Box“ auch die beiden Kinder seiner zweiten Ehefrau Ute Grunert zu „seinen acht Kindern“. In Berlin wird Günter Grass Mitglied der legendären „Gruppe 47“, deren erste Lesung 1955 stattfindet. 1957 debütiert er selbst als Lyriker und ein Jahr darauf auch als Dramatiker. Im Jahr 1959 folgt der weltberühmte Roman „Die Blechtrommel“, mit dem ihm der internationale Durchbruch gelingt und für den er erste Preise gewinnt, unter Anderem den Französischen Literaturpreis „Le meilleur livre etranger“. 1965 folgt der Georg-Büchner-Preis sowie die Ehrendoktorwürde des Kenyon College, USA. 1969 erhält Günter Grass den Theodor-Heuss-Preis und gründet in demselben Jahr die Sozialdemokratische Wählerinitiative, die den Bundestagswahlkampf der SPD um Willy Brandt unterstützt. Nach dessen erfolgreicher Wahl zum Bundeskanzler begleitet er diesen 1970 nach Warschau. 1982 wird er Mitglied der SPD, bis er 1992 wieder austritt. 1976 wirde Grass die Ehrendoktorwürde der Harvard University, USA, zuteil. Es folgen viele Reisen und internationale Literaturpreise. Nach der Verfilmung seines Meisterdebüts „Die Blechtrommel“ 1979, an dessen Drehbuch Grass selbst mitwirkte, erhält der Film von Volker Schlöndorff die „Goldene Schale“ des Bundesfilmpreises, die „Goldene Palme“ der Filmfestspiele Cannes und den „Academy Award“ („Oscar“). Nach weiteren Veröffentlichungen erhält er 1990 die Ehrendoktorwürde der Universität Poznan/Posen. 1992 wird er mit der Plakette der Freien Akademie der Künste aus Hamburg ausgezeichnet und erhält im Jahr darauf die Ehrendoktorwürde der Universität Gdansk/Danzig, deren Ehrenbürger er ebenso wird. Nachdem Grass 1994 den Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste erhält, zieht er im Jahr darauf nach Lübeck um, und erhält zwei Jahre später den Thomas-Mann-Preis der Stadt Lübeck. 1997 gründet Grass die „Stiftung zugunsten des Romavolks“, für deren Belange er sich stets in besonders hohem Maße einsetzt. 1999 erscheint Grass Werk „Mein Jahrhundert“ als Textausgabe und als großformatige Ausgabe mit Aquarellen und wird neben dem Prinz-von-Asturien-Preis mit dem bedeutendsten Preis der Literaturwelt, dem Literaturnobelpreis, ausgezeichnet. Im Jahr 2000 erfolgt die Gründung der Wolfgang-Koeppen-Stiftung zusammen mit Peter Rühmkorf. Seit 2005 ist Günter Grass Ehrendoktor der Freien Universität Berlin. Im Jahr 2006 lehnte er die Annahme des ihm verliehenen Internationalen Brückepreises ab, da CDU-Kommunalpolitiker die Entscheidung der unabhängigen deutsch-polnischen Jury anzweifelten. 2010 ist mit „Grimms Wörter. Eine Liebeserklärung“ sein bislang letztes Werk erschienen.

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  • Man muss es wirklich gelesen haben, um es zu glauben

    Die Blechtrommel

    Maria0001

    29. May 2017 um 20:50 Rezension zu "Die Blechtrommel" von Günter Grass

    Ein Roman... den man nur erleben, aber nicht beschreiben kann! Nur soviel: Wäre ich Deutschlehrer, ließe ich diesen Roman über die Ferien lesen. Festzustellen, wer nicht getan hat wie geheißen, wäre nicht schwer: Alle, die nicht total schockiert und verwirrt aussehen... Lest es einfach und... geniest!

  • Im Krebsgang auch die Art und Weise der Erzählung.

    Günter Grass: Im Krebsgang - Eine Novelle

    PiaSol

    27. May 2017 um 07:07 Rezension zu "Günter Grass: Im Krebsgang - Eine Novelle" von Günter Grass

    Man kann diese Novelle wahlweise als Krimi, geschichtlichen Roman oder auch als tragische Familiengeschichte betrachten, in der es um Antisemitismus, Nationalismus und die Opfer Nazi-Deutschlands geht. Schon der Titel beschreibt treffend das Vor und Zurück der Erzählweise, welche doch für den Leser etwas anstrengend werden kann beim Verständnis des politischen Sinnes dieser Familiengeschichte über mehrere Generationen.

  • Lebensgeschichte eines Kleinwüchsigen in den Wirren des Krieges

    Die Blechtrommel

    PiaSol

    12. May 2017 um 10:27 Rezension zu "Die Blechtrommel" von Günter Grass

    Hier geht es um die Lebensgeschichte einer kaschubischen Familie namens Mazerath, deren kleinwüchsiger Sohn Oskar dieselbe erzählt. Im Alter von drei Jahren ist Oskar geistig bereits gereift und stellt sein körperliches Wachstum ein. Er hat ein Verhältnis mit seiner Stiefmutter, mit der er auch einen Sohn hat und wird im Laufe der Geschichte fälschlich als Mörder verdächtigt und eingesperrt. Sprichwörter und Redewendungen der damaligen Zeit ziehen sich durch den Roman und ich stelle mir die Frage, ob der Knabe Oskar mit seiner ...

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  • Eine augenzwinkernde Einführung in die literarische Streitkultur (und mehr)

    Das Treffen in Telgte

    Joachim_Tiele

    Rezension zu "Das Treffen in Telgte" von Günter Grass

    Günter Grass galt immer als der Streitbare in der deutschen Nachkriegsliteratur, sei es, weil er auch politisch Partei ergriff (für Willy Brandt und die SPD), sei es, weil er publizistischen Scharmützeln kaum aus dem Weg ging. Das Thema von Das Treffen in Telgte ist der literarische Streit als solcher. Oberflächlich gesehen, treffen sich im Sommer 1647, dem letzten Jahr des Dreißigjährigen Krieges, in einem Landgasthof in der Nähe von Münster und Osnabrück, wo ein Jahr später der Westfälische Friede geschlossen werden sollte, ...

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    • 9

    Joachim_Tiele

    22. January 2017 um 08:18
  • Trommelwirbel und zersungene Gläser gegen das Vergessen

    Die Blechtrommel

    Kopf-Kino

    31. December 2016 um 12:36 Rezension zu "Die Blechtrommel" von Günter Grass

    „Es war einmal ein leichtgläubiges Volk, das glaubte an den Weihnachtsmann, aber der Weihnachtsmann war in Wirklichkeit der Gasmann.“ Oskar Matzerath bringt während seines Aufenthalts in einer Heil- und Pflegeanstalt sein Leben zu Papier. Rückblickend erzählt er mehrere Geschichten, arbeitet sich penibel durch die Familienchronik, beginnend mit der Zeugung seiner Mutter 1899. Er selbst erblickt das Licht der Welt 1918 als geistig bereits fertig entwickelter Säugling und beschließt als Dreijähriger, sein körperliches Wachstum ...

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    • 13
  • Was für eine Stimme

    Lyrische Beute

    Pongokater

    15. October 2016 um 19:20 Rezension zu "Lyrische Beute" von Günter Grass

    "Ab und zu hör' ich den Alten gern". Dieser Mephisto-Satz kam mir in den Kops, als ich auf dieses Hörbuch aufmerksam wurde. Manches, was er geschrieben hat, gehört zu dem Schlechtesten, was ich mir an Literatur zugelegt habe. Aber seine Vorlese-Stimme ist mir nie leid geworden. Hier trägt er eine Auswahl aus Gedichten vor, die er über ein halbes Jahrhundert geschrieben hat. Durch das Auswahlprinzip bleibt einem einiges, wenn auch nicht alles Misslungene erspart. Aber vieles ist durchaus auch sprachlich und inhaltlich anhörens- ...

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  • Das letzte seiner Zeit, weswegen es für mich zeitlos und neuveröffentlicht bleibt

    Beim Häuten der Zwiebel

    JenniferHilgert

    07. October 2016 um 18:47 Rezension zu "Beim Häuten der Zwiebel" von Günter Grass

    Die Autobiographie des umstrittenen Günter Grass, der durch seine SS Vergangenheit im Jahre 2006 offenbart, was einem unsterblichen Literat niemals genommen werden kann: Ein Werk, das neben seinen anderen Publikationen nicht vergessen werden darf, ebenso wenig wie das, was niemals stirbt, wenn es nieder geschrieben steht und zwar gänzlich mit dem "rotglühenden Eisen" namens Erinnerung.EinBuchEinSatz: http://schriftverkehr.net/2015/12/27/einbucheinsatzrezension-ein-neuveroeffentlichtes-buch/

  • Das fesselnde Leben des Oskar Matzerath

    Die Blechtrommel

    emma3210

    04. October 2016 um 14:19 Rezension zu "Die Blechtrommel" von Günter Grass

    Meiner Meinung nach ist die Blechtrommel ein sehr gelungener Roman der Nachkriegszeit. Ich habe es nicht als Schulliteratur gelesen sondern erst jetzt, da ich schon Jahre aus der Schulzeit raus bin. Das Buch hat mich von den ersten Seiten an gefesselt. Der Protagonist Oskar ist eine sehr spezielle Person. Ich habe ihn und seine Art bis zur letzten Seite geliebt. Ich denke, da der Protagonist so speziell ist, hängt es bei vielen Lesern davon ab, ob ihnen das Buch gefällt oder nicht. Fakt ist: Es wird kein Blatt vor den Mund ...

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  • Typische Schullektüre

    Katz und Maus

    Waldbeere

    23. August 2016 um 20:30 Rezension zu "Katz und Maus" von Günter Grass

    Es ist eben ein Grass....Literaturnobelpreisträger. Ohne Frage, er hat einen außergewöhnlichen Schreibstil, nichts für den Strand. Ich musste mich reinlesen und ins Buch eintauchen, damit ich der  Geschichte folgen kann. Wie so oft verarbeitet Günter Grass seine Erfahrungen des 2. Weltkrieges. Der Leser erfährt einiges über U-Boote, für meinen Geschmack zu viel. Überraschend und zugleich verstörend fand ich eine Szene im Buch: wie die jungen Burschen sich vor einem Mädchen einen runterholen. Soweit ich weiß, ging es  damals heiß ...

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  • Geschichten von damals - Auswirkungen heute

    Im Krebsgang

    Farbwirbel

    23. August 2016 um 13:07 Rezension zu "Im Krebsgang" von Günter Grass

    Günther Grass' Novelle 'Im Krebsgang' lag schon Jahre auf meinem SuB und nun habe ich es endlich geschafft, sie zu lesen. Inhaltlich war ich tatsächlich überrascht, denn ich dachte, dass es ein historienbezogenes Werk ist und wusste nicht, dass er auch hochgradig aktuell ist. In der Novelle geht es um Paul Pokriefke, der selbst als Journalist arbeitet und dem Leser einen Schweinsgalopp durch Vergangenheit und Gegenwart eröffnet. Zu Beginn geht es um Gustloff, Frankfurter und Marinesko, drei historische Personen, die im ...

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