Günter Grass Beim Häuten der Zwiebel

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Inhaltsangabe zu „Beim Häuten der Zwiebel“ von Günter Grass

Ein Klassiker der Literatur des 20.Jahrhunderts Günter Grass erzählt von sich selbst. Vom Ende seiner Kindheit beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Vom Knaben in Uniform, der so gern zur U-Boot-Flotte möchte und sich hungernd in einem Kriegsgefangenenlager wiederfindet. Von dem jungen Mann, der sich den Künsten verschreibt, den Frauen hingibt und in Paris an der ›Blechtrommel‹ arbeitet. Günter Grass erzählt von der spannendsten Zeit eines Menschen: den Jahren, in denen eine Persönlichkeit entsteht. ›Beim Häuten der Zwiebel‹ ist ein mit komischen und traurigen, oft ergreifenden Geschichten prall gefülltes, sehr aufrichtiges Erinnerungsbuch.

Ehrlicher als die Wahrheit

— JenniferHilgert
JenniferHilgert

Zeugnis eines Lyrikers

— Surfer-H
Surfer-H

Erstaunlich kurzweiliger Lebensbericht.

— Beust
Beust

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  • Das letzte seiner Zeit, weswegen es für mich zeitlos und neuveröffentlicht bleibt

    Beim Häuten der Zwiebel
    JenniferHilgert

    JenniferHilgert

    07. October 2016 um 18:47

    Die Autobiographie des umstrittenen Günter Grass, der durch seine SS Vergangenheit im Jahre 2006 offenbart, was einem unsterblichen Literat niemals genommen werden kann: Ein Werk, das neben seinen anderen Publikationen nicht vergessen werden darf, ebenso wenig wie das, was niemals stirbt, wenn es nieder geschrieben steht und zwar gänzlich mit dem "rotglühenden Eisen" namens Erinnerung.EinBuchEinSatz: http://schriftverkehr.net/2015/12/27/einbucheinsatzrezension-ein-neuveroeffentlichtes-buch/

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  • Der Inhalt dringt durch die Sprache ein, weniger durch sich selbst.

    Beim Häuten der Zwiebel
    Surfer-H

    Surfer-H

    03. July 2016 um 19:35

    Bewegend, berührend? Nein, dazu hat sich der Koppeljunge, der Junge, der seinen Namen trug, zu sehr dissoziiert, in die Beobachterrolle gestellt. Zu nüchtern seine Geschichte erzählt als ein Ereignis der deutschen Mechanerie.Und doch - durch die Sprache, und das ist für mich die eigentliche Kraft von Günter Grass, versteht das Buch ins Gefühl einzudringen. Wessen Eltern oder Großeltern nicht erzählen, wer seine Großeltern oder Urgroßeltern nicht mehr befragen kann, der findet hier ein Gefühl für den Staub, die Energie, die Zusammenhänge und die Stoffe der 40er, 50er und 60er Jahre, bekommt ein Gefühl für Deutschland, jenseits platter und oberflächlicher Lebensideologie. Den erkennbaren (Adenauer, Düsseldorfer Borniertheit, etc.) Mainstream (wie er uns heute hat) nimmt Günter Grass aufs Korn.Wer das Buch liest, bekommt ein gutes Bild des Vorkriegsdeutschlands und dessen bejahende Seite, Leben, Umgang, geistige Schule, Sozialisation, schon durch die NS-Diktatur stets brüchig.Schonungslos offen finde ich die Lebensschilderung nicht. Günter Grass ist darum bemüht, sich und seinen Lesern nichts vorzumachen und sieht das als eine Pflicht an, deren Aufrichtigkeit meine Anerkennung hat.Achso, die Debatte um seine SS-Mitgliedschaft versteht man auch und muss den Kopf schütteln - nach dem Motto: Hat das Deutschen Feuilleton nicht besseres zu tun, als Günter Grass Schweigen auf Seite eins des Jahres 2006 zu transportieren? Quintessenz (x-wieder):Immer lesen, bevor man sich einer Schlagzeile anschließt.Autor: Günter Grass

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  • Zeugnis eines Lyrikers

    Beim Häuten der Zwiebel
    Surfer-H

    Surfer-H

    17. May 2016 um 10:25

    Bewegend, berührend? Nein, dazu hat sich der Koppeljunge, der Junge, der seinen Namen trug, zu sehr dissoziiert, in die Beobachterrolle gestellt. Zu nüchtern seine Geschichte erzählt als ein Ereignis der deutschen Mechanerie.Und doch - durch die Sprache, und das ist für mich die eigentliche Kraft von Günter Grass, versteht das Buch ins Gefühl einzudringen. Wessen Eltern oder Großeltern nicht erzählen, wer seine Großeltern oder Urgroßeltern nicht mehr befragen kann, der findet hier ein Gefühl für den Staub, die Energie, die Zusammenhänge und die Stoffe der 40er, 50er und 60er Jahre, bekommt ein Gefühl für Deutschland, jenseits platter und oberflächlicher Lebensideologie. Den erkennbaren (Adenauer, Düsseldorfer Borniertheit, etc.) Mainstream (wie er uns heute hat) nimmt Günter Grass aufs Korn.Wer das Buch liest, bekommt ein gutes Bild des Vorkriegsdeutschlands und dessen bejahende Seite, Leben, Umgang, geistige Schule, Sozialisation, schon durch die NS-Diktatur stets brüchig.Schonungslos offen finde ich die Lebensschilderung nicht. Günter Grass ist darum bemüht, sich und seinen Lesern nichts vorzumachen und sieht das als eine Pflicht an, deren Aufrichtigkeit meine Anerkennung hat.Achso, die Debatte um seine SS-Mitgliedschaft versteht man auch und muss den Kopf schütteln - nach dem Motto: Hat das Deutschen Feuilleton nicht besseres zu tun, als Günter Grass Schweigen auf Seite eins des Jahres 2006 zu transportieren? Quintessenz (x-wieder):Immer lesen, bevor man sich einer Schlagzeile anschließt.

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  • Lesenswert!

    Beim Häuten der Zwiebel
    juergen_schmidt

    juergen_schmidt

    25. March 2016 um 11:36

    Mitunter tue ich mich mit Günter Grass schwer, z.B. beim Butt. Ganz anders sieht das bei seiner Biografie aus, man liest sie in einem Rutsch und lernt dabei einiges aus der Zeit der dreißiger, vierziger und fünfziger Jahre. Grass steht auch zu seiner HJ-Vergangenheit (anstatt diese wenig schmeichelhafte Phase zu ignorieren!) und fragt sich, wieso er damals der Politik so kritiklos gegenüberstand, sich so leicht hat beirren lassen. Manche machen ihm heute sein Mitmachertum zum Vorwurf. Lächerlich! Es kommt darauf an, wie sich ein Mensch entwickelt. Das zeigt dieses Buch sehr gut.Ein wenig nervig sind die laufenden Hinweise auf seine Romane und Gedichte. Person X ist die spätere Person Y in "Hundejahre" und so weiter ... Das erinnert an Basar-Mentalität, wenn möglicherweise auch ungewollt. Dass Grass das überhaupt nicht nötig hat versteht sich. Die Biografie ist jedenfalls lesenswert. Ähnlich der sortenreichen Kulturpflanze trifft sie beim Lesen viele Geschmacksnerven.

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  • Rezension zu "Beim Hauten Der Zwiebel" von Gunter Grass

    Beim Häuten der Zwiebel
    Sarii

    Sarii

    30. October 2009 um 12:08

    Der biographische Roman ,,Beim Häuten der Zwiebel” von Günter Grass eröffnet dem Leser einen kurzen aber intensiven Einblick in sein Leben- von der Kindheit bis zu seiner Erfolgsgeschichte. Grass, geboren am 16 Oktober 1927, durchlebt eine glückliche Kindheit in der Nähe von Danzig, welche jedoch durch den zweiten Weltkrieg unterbrochen wird. Er durchlebt den zweiten Weltkrieg mit allen Facetten und mehr oder weniger unbeschadet. Die darauf folgende ,,Selbstfindung” wird ebenfalls dargestellt und endet mit dem literarischen Schaffen. Dieser Roman beeindruckt nicht nur durch die Metapher der Zwiebel, welche sich im gesamten Werk wieder findet, sonder auch durch die sprachliche und künstlerische Fertigkeit. Parallel zu der Metapher der Zwiebel sind zu den jeweiligen Kapiteln passende Illustrationen enthalten, welche das Buch schon allein beim Durchblättern interessanten und wertvollen Charakter verleihen. Die Sprache selbst trägt ebenfalls zu diesem Kunstwerk bei, da es sich sehr gut lesen lässt und von interessanten Sprachspielen gespickt ist. Mir persönlich haben nur die kurzen Kausalsätze nicht gefallen, dem Lesefluss haben diese jedoch keinen Abbruch getan. Mir persönlich hab besonders gut die Ehrlichkeit des Literaturpreisträgers (1999 für die ,,Blechtrommel”) gefallen. Seine Geschichte wirkt real und nicht erfunden oder sogar abgehoben. Aber auch seine Naivität bezüglich des Krieges schildert Grass ehrlich, was für mich besondere Stärke auszeichnet. Aber auch der weitere Verlauf der Geschichte ist stets interessant zu lesen, da man nicht das Gefühl hat ein Buch zu lesen, sondern sich mit jemanden zu unterhalten. Es kam mir ein bisschen wie ein ,,Großeltern-Enkel-Gespräch” vor. Mein Ziel zu wissen, warum mein Großvater diesen Autor sehr gerne gelesen hat, habe ich erreicht. Durch alleinige Lektüre seiner Biographie bin ich neugierig auf dessen andere schriftstellerischen Werke.

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  • Rezension zu "Beim Häuten der Zwiebel" von Günter Grass

    Beim Häuten der Zwiebel
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. September 2008 um 15:14

    Das ist ein typisches Grass-Buch. Man muss es gelesen haben. Sprachlich wunderschön, mit Geschichten, die einen rühren, ohne sentimental zu wirken, mit deutscher Geschichte, die nachdenklich stimmt. Grass verwendet dabei nicht nur die Zwiebel und deren Häute als Metapher, sondern auch den Bernstein mit seinen verschiedenen Einschlüssen.

  • Rezension zu "Beim Häuten der Zwiebel" von Günter Grass

    Beim Häuten der Zwiebel
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. August 2008 um 21:56

    Schon die Metapher der Zwiebel ist eine wunderbare. Und der Sprache wegen lohnt sich dieser Roman, natürlich auch, wenn man den Einblick in das Leben des Autors sucht.

  • Rezension zu "Beim Häuten der Zwiebel" von Günter Grass

    Beim Häuten der Zwiebel
    LND

    LND

    20. June 2008 um 15:56

    Von wegen skandalträchtig.
    Der gute Mann macht ziemliches Spürnge, wenn man seine Biographie nicht gut kennt, kommt man ein wenig mit seinen Frauen durcheinander.

  • Rezension zu "Beim Häuten der Zwiebel" von Günter Grass

    Beim Häuten der Zwiebel
    rpunkt

    rpunkt

    02. December 2007 um 20:55

    Viel gesagt und nochmehr geschrieben wurde über Günter Grass' "Zwiebel". Wer eine ausführliche Abhandlung über seine Mitgliedschaft in der Waffen-SS erwartet, wird enttäuscht. Denn diese ist nur eine Randnotiz in seiner Geschichte der Jugend. Und das ist auch gut so. Vielmehr macht er sich zum Vorwurf als Jugendlicher zuwenig reflektiert und gefragt zu haben, etwa als die ersten Nazi-Kritiker im Umfeld von Familie und Schule "verschwanden". Sehr distanziert berichtet Grass von seinem früheren Ich, oftmals gut verpackt in literischen Konstrukten. Wer zu seiner Vergangenheit ebenfalls keine so starke Beziehung hat, bei denen die auch das Gefühl haben, Geschehnisse, die Dekaden entfernt liegen, erscheinen wie aus einem anderen Leben, die können Grass' Vorgehen nachfolziehen und beschweren sich nicht über einen "endlosen mäandernden Umständlichkeitsstil", wie es kürzlich in einer Zeitung hieß. Gezwungen wirken allerdings die Rückbezüge auf das literatische Schaffen des Nobelpreisträgers. Wie die Motive seiner Vergangenheit in seine Werke Einzug hielten, ist zwar interessant, wirkt aber sehr gezwungen. Trotzdem bleibt die Lektüre des Buches spannend, auch wenn der Stil und die gewählten sprachlichen Bilder nicht wirklich überzeugt. Da erwartet man von einem Grass besseres und trefferendes.

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  • Rezension zu "Beim Häuten der Zwiebel" von Günter Grass

    Beim Häuten der Zwiebel
    Nicki

    Nicki

    19. July 2007 um 13:51

    Ach Grass! Ich fand es sehr interessant Motive und Personenvorlagen für seine Romane kennenzulernen.
    Auch die Auseinandersetzung und das "Nicht-fragen-wollen" während der NS-Zeit. Aber es ist eine Biographie und Marquez setzte für mich alle Maßstäbe in diesem Metier.