Günter Grass Beim Häuten der Zwiebel

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Inhaltsangabe zu „Beim Häuten der Zwiebel“ von Günter Grass

Günter Grass erzählt von sich selbst. Vom Ende seiner Kindheit beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Vom Knaben in Uniform, der so gern zur U-Boot-Flotte möchte und sich hungernd in einem Kriegsgefangenenlager wiederfindet. Von dem jungen Mann, der sich den Künsten verschreibt, den Frauen hingibt und in Paris an der "Blechtrommel" arbeitet. Günter Grass erzählt von der spannendsten Zeit eines Menschen: den Jahren, in denen eine Persönlichkeit entsteht, geformt wird, ihre einzigartige Gestalt annimmt.§Zwischen den vielen Schichten der "Zwiebel Erinnerung" sind zahllose Erlebnisse verborgen. Grass legt sie frei, schreibt über den Arbeitsdienst-Kameraden, der niemals eine Waffe in die Hand nahm, schildert genüsslich einen Lager-Kochkurs, der mangels Lebensmitteln abstrakt blieb, und berichtet, wie der Kunststudent sein Geld in einer Jazzband verdiente. Zudem zeichnet er liebevolle Porträts von seiner Familie, von Freunden, Lehrern, Weggefährten. Beim Häuten der Zwiebel ist ein mit komischen und traurigen, oft ergreifenden Geschichten prall gefülltes Erinnerungsbuch, das immer wieder Brücken in die Gegenwart schlägt. Günter Grass faßt den jungen Menschen von damals nicht mit Samthandschuhen an, enthüllt seine Schwächen, legt den Finger auf manches Versagen und noch heute schmerzende Wunden. Daß er die ein oder andere Erinnerungslücke mit Hilfe seiner reichen Phantasie ausgemalt haben könnte, gesteht er offen ein.

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  • Beim Häuten der Zwiebel - auch als Hörbuch ein Genuss

    Beim Häuten der Zwiebel
    juergen_schmidt

    juergen_schmidt

    27. March 2016 um 09:04

    Mitunter tue ich mich mit Günter Grass schwer, z.B. beim Butt. Ganz anders sieht das bei seiner Biografie aus, man liest, bzw. hört sie in einem Rutsch und lernt dabei einiges aus der Zeit der dreißiger, vierziger und fünfziger Jahre. Grass steht auch zu seiner HJ-Vergangenheit (anstatt diese wenig schmeichelhafte Phase zu ignorieren!) und fragt sich, wieso er damals der Politik so kritiklos gegenüberstand, sich so leicht hat beirren lassen. Manche machen ihm heute sein Mitmachertum zum Vorwurf. Lächerlich! Es kommt darauf an, wie sich ein Mensch entwickelt. Das zeigt dieses Buch sehr gut.Ein wenig nervig sind die laufenden Hinweise auf seine Romane und Gedichte. Person X ist die spätere Person Y in "Hundejahre" und so weiter ... Das erinnert an Basar-Mentalität, wenn möglicherweise auch ungewollt. Dass Grass das überhaupt nicht nötig hat versteht sich. Die Biografie ist jedenfalls lesenswert. Ähnlich der sortenreichen Kulturpflanze trifft sie beim Lesen viele Geschmacksnerven. Weniger Löschen Ändern 0 Kommentare

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