Die Blechtrommel

von Günter Grass 
3,7 Sterne bei515 Bewertungen
Die Blechtrommel
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (338):
Andreas_H__Dreschers avatar

Je häufiger ich sie lese, desto begeisterter bin ich von ihrer Meisterschaft.

Kritisch (81):
K

Ich kann daran nichts tolles finden

Alle 515 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die Blechtrommel"

›Die Blechtrommel‹ wird 50! Der Roman erschien erstmals zur Frankfurter Buchmesse 1959 – und war von Anfang an eine literarische Sensation. Oskar Matzerath, der kleinwüchsige, bucklige Außenseiter, kann Wirklichkeit ertrommeln und Glas zersingen. Von Geburt an ist er der einzige Hellsichtige in einer Welt des Scheins, der Lüge, des Verrats. ›Die Blechtrommel‹ ist einer der wichtigsten deutschen Romane, ein Buch der Weltliteratur. Sonderausgabe in Jubiläumsausstattung – mit Texten, Gedichten und Zeichnungen von Günter Grass zum Roman im Anhang.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423138192
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:814 Seiten
Verlag:dtv
Erscheinungsdatum:21.09.2009
Das aktuelle Hörbuch ist bei Deutsche Grammophon erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Linatosts avatar
    Linatostvor 7 Monaten
    Leseeindruck zu einem Klassiker

    Bitte versteht dies nicht als eigentliche Rezension, eher als Eindruck wie sich das Buch von 1959 aus heutiger Sicht liest.

     Entgegen der allgemeinen Meinung: „Erst das Buch lesen dann den Film gucken, oder am besten gar nicht den Film gucken“ war es für mich besser erst den Film zu sehen und dann das Buch zu lesen. So konnte ich mit vielem doch mehr anfangen.

    Ich las trotzdem wirklich sehr lange an diesem Buch. Es war auch gar nicht mal so, dass ich während des Lesens, das Buch schlecht fand. Nur wenn ich es mal unterbrochen hatte spürte ich kein Verlangen das Buch sofort weiter lesen zu wollen. Es ist natürlich auch kein Buch, das man mal eben zwischendurch lesen kann. Wer eine Viertelstunde Warten überbrücken will, sollte definitiv nicht nach der Blechtrommel greifen. Man sollte ihm schon seine gebührende Zeit einräumen um die Kapitel auf sich wirken zu lassen.

    Und das muss man auch. Manches ist wirklich sehr subtil beschrieben, oft musste ich nochmal ein paar Sätze wiederholen um den Zusammenhang zu verstehen. Anderes kam mir einfach nur sehr wirr vor. Oskar pflegt zu vielen Menschen eine sehr eigenartige Beziehung oder macht mit ihnen eigenartige Dinge. Ich habe mich wirklich manchmal gefragt warum der Autor das für Erzählenswert hielt. Aber nun ja, Oskar ist nun mal ein Kauz.

    Ich bin doch trotz allem froh das Buch gelesen zu haben und noch glücklicher es endlich beendet zu haben.

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    A
    Anna_Resslervor 8 Monaten
    Die Blechtrommel


    Dieses Buch wird als Klassiker gelobt und von vielen als lesenswert beschrieben. 
    Ich konnte der Geschichte um den kleinwüchsigen Oskar leider nicht viel abgewinnen. 
    Es wurden schonungslos über Vor-, Kriegs- und Nachkriegszeit berichtet. Viele Szenen fand ich ekelerregend und ehrlich gesagt auch ziemlich verstörend. 
    Möglich, dass sich in dem Werk ein tiefer Sinn verbirgt, sollte dem so sein, dann habe ich ihn nicht verstanden. 
    Ich musste mich eher durch das Buch quälen, als dass es mir Freude bereitet hätte. 

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    M
    Maria0001vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Die Blechtrommel in wenigen Wörtern? - ziemlich pervers und extrem unwahrscheinlich -- ein moderner Klassiker der etwas anderen Art
    Man muss es wirklich gelesen haben, um es zu glauben

    Ein Roman... den man nur erleben, aber nicht beschreiben kann!

    Nur soviel: Wäre ich Deutschlehrer, ließe ich diesen Roman über die Ferien lesen. Festzustellen, wer nicht getan hat wie geheißen, wäre nicht schwer: Alle, die nicht total schockiert und verwirrt aussehen...

    Lest es einfach und... geniest!

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    Kopf-Kinos avatar
    Kopf-Kinovor 2 Jahren
    Trommelwirbel und zersungene Gläser gegen das Vergessen

    „Es war einmal ein leichtgläubiges Volk, das glaubte an den Weihnachtsmann, aber der Weihnachtsmann war in Wirklichkeit der Gasmann.“

    Oskar Matzerath bringt während seines Aufenthalts in einer Heil- und Pflegeanstalt sein Leben zu Papier. Rückblickend erzählt er mehrere Geschichten, arbeitet sich penibel durch die Familienchronik, beginnend mit der Zeugung seiner Mutter 1899. Er selbst erblickt das Licht der Welt 1918 als geistig bereits fertig entwickelter Säugling und beschließt als Dreijähriger, sein körperliches Wachstum einzustellen und fortan mithilfe einer Blechtrommel sein Leben zu beschreiten, um nicht wie die Erwachsenen zu werden und somit gegen die Spießbürgerlichkeit zu protestieren.

    "Ich gehörte zu den hellhörigen Säuglingen, deren geistige Entwicklung schon bei der Geburt abgeschlossen ist und sich fortan nur noch bestätigen muss."

    So bleibt er der im Körper eines Kleinkindes Steckende und entdeckt außerdem seine Gabe, Glas zerschreien zu können. Dem Leser werden nicht nur Einblicke in das kleinbürgerliche Leben gewährt, sondern ebenso in die Zeit des Dritten Reichs aus dem Blickwinkel eines blauäugigen Kindes (Doppeldeutigkeit gewollt).

    „Während die Geschichte lauthals Sondermeldungen verkündend wie ein gutgeschmiertes Gefährt Europas Straßen, Wasserwege und Lüfte befuhr, durchschwamm und fliegend eroberte, liefen meine Geschäfte, die sich ja nur auf das bloße Zertrommeln gelackter Kinderbleche beschränkten, schlecht, zögernd, überhaupt nicht mehr. Während die anderen mit teurem Metall verschwenderisch um sich warfen, ging mir wieder einmal das Blech aus.“

    Jahrelang schlich ich um diesen Roman, dieses bedeutsame Werk der deutschen Nachkriegsliteratur, herum und beäugte es mit hochgezogener Augenbraue: Soll ich, soll ich nicht. Im Nachhinein kann ich meine gänzlich unbegründete Scheu ob des Hybrids, der viele Genres, wie Schelmen-, Entwicklungs-, Zeit- und historischer Roman, vereint, nicht mehr greifen, da ich die Lektüre nach Beendigung keinesfalls bereue.

    Der Roman spielt sich auf zwei Zeitschienen ab: Einerseits begleitet der Leser Oskar beim Schreiben seine Autobiographie im Hier und Jetzt und andererseits in jener Zeit, von der er zu berichten weiß. Spannend ist hier die ungewöhnliche Erzählperspektive, da der Protagonist sowohl in der ersten als auch in der dritten Person von sich spricht. Der fließende Wechsel findet manchmal sogar innerhalb eines Satzes statt und kommt u.a. mit auktoriale Züge daher: "Niemand hätte vom Strand aus sehen können, wie Greff das Fahrrad ablegte [...] Fragen sie mich bitte nicht, woher ich das weiß, Oskar wußte damals so ziemlich alles [...]"

    Dieses Buch lebt und wirkt dank des (meiner Meinung nach) genialen und wohlklingenden Schreibstils; Grass' umfangreicher Wortschatz samt Fabulierkunst scheint unermesslich zu sein, weswegen ich wahrlich meinen Hut ziehen muss. Seine größtenteils langen und verschachtelten Sätze bzw. Hypotaxen, die von detaillierten Beschreibungen, Wort- und Assoziationskaskaden, innovativen Bildern und wunderbaren Neologismen gespickt sind, weisen eine unglaublich gute und flüssige Leserlichkeit auf. Grass schreibt hierbei oftmals recht ausufernd, was gewiss nicht jedermanns Geschmack ist. Zusätzlich dazu bedient sich Grass der Collagetechnik und innerhalb eines Kapitels sogar theaterähnlichen Dialogen. Allein schon der Erzählstil und Grass' Sprache ist Grund genug, um dieses Buch zur Hand zu nehmen, wie ich finde. Für mich stellte es ein hochliterarisches Erlebnis dar, welches ich nicht mehr missen möchte.

    „Mein weißlackiertes metallenes Anstaltsbett ist also ein Maßstab. Mir ist es sogar mehr: Mein Bett ist das endlich erreichte Ziel, mein Trost ist es und könnte mein Glaube werden, wenn mir die Anstaltsleitung erlaubte, einige Änderungen vorzunehmen: Das Bettgitter möchte ich erhöhen lassen, damit mir niemand mehr zu nahe tritt. Einmal die Woche unterbricht ein Besuchstag meine zwischen weißen Metallstäben geflochtene Stille. Dann kommen sie, die mich retten wollen, denen es Spaß macht, mich zu lieben, die sich in mir schätzen, achten und kennenlernen möchten. Wie blind, nervös, wie unerzogen sie doch sind. “

    Obgleich Grass sehr detailliert schreibt, reicht er dem Leser nicht alles auf dem Präsentierteller, sondern lässt viel Raum für Spekulationen und Interpretationen zu, da der Protagonist zwar schildert, was und wie er etwas macht, aber nicht immer seine Gründe nennt. Außerdem sind viele Parallele, die zum Dritten Reich gezogen werden können, an Oskars Lebensweg erkennbar, die jedoch selbst gefunden und gedeutet werden müssen, was mir gut gefiel. Grundsätzlich muss erwähnt werden, dass die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus auf grotesk verformte Art und Weise stattfindet und eher mit einem Blick auf Einzelschicksale beleuchtet wird. Außerdem spielt der Roman mit etlichen biblischen Motiven, die passend in die Handlung und Deutungsebenen eingebaut sind. Den poetischen Textstellen stehen grausame und ekelerregende Szenen gegenüber, bei denen mir manchmal wahrlich übel wurde; zum Glück werden diese gelegentlich von parodistischen Sätzen wieder aufgelockert, die mich wiederum zum Lachen brachten, wie beispielsweise: „Ohne die Finten und Täuschungsmanöver Oskars aufzählen zu wollen, sei hier kurz festgestellt: Sie fanden Oskar nicht, weil sie Oskar nicht gewachsen waren.“

    Selten kam mir ein solch unsympathischer und gleichzeitig faszinierender Protagonist unter, den ich dennoch manchmal gut verstehen konnte. Oskar, der Sonderling, der ewig Unangepasste, sowie Neinsager und Totalverweigerer, zähle ich mittlerweile zu den interessantesten Figuren, die mir in Buchform begegneten. Gerade die Perspektive, die Oskar als äußerlich Dreijähriger einnimmt, ist gut gewählt, da er dank seines wachen Verstandes (an dem ich stellenweise sehr zweifelte) die Möglichkeit erhält, die Welt der Erwachsenen von unten und somit mit Distanz betrachten zu können, was die Besonderheit dieses Romans ausmacht.

    “Es ist aber das Verhältnis der Erwachsenen zu ihren Uhren höchst sonderbar. […] Dabei ist die Uhr vielleicht die großartigste Leistung der Erwachsenen. Aber wie es nun einmal ist: Im selben Maß, wie die Erwachsenen Schöpfer sein können und bei Fleiß, Ehrgeiz und einigem Glück auch sind, werden sie gleich nach der Schöpfung Geschöpfe ihrer eigenen epochemachenden Erfindungen.”

    Ein weiteres großes Thema stellt natürlich die Nachkriegszeit und die damit einhergehende Schuldfrage samt Verdrängung dar. Zum Verständnis meines Kritikpunkts muss ich noch hinzufügen, dass der Roman in drei Teile daherkommt. Während die ersten zwei Teile von der Zeitspanne bis zum Ende des zweiten Weltkriegs berichten, folgt im dritten Teil die Nachkriegszeit samt des Wirtschaftswunders. Meiner Meinung nach hätte der Roman nach dem zweiten Teil enden sollen. Obgleich auch hier kluge Sätze und wichtige Reflexionen zu finden sind, fehlte mir hier die Kraft, die nicht nur Gläser, sondern auch die Sprachlosigkeit zerspringen lässt, der vorherigen Teile. Dies ist mein einziger Kritikpunkt, der mich leider, leider dazu veranlasst, dem grandiosen Buch nicht die volle Punktzahl geben zu können. Schade.

    „Heute, da ich das hinter mir habe und weiß, daß ein Nachkriegsrausch eben doch nur ein Rausch ist und einen Kater mit sich führt, der unaufhörlich miauend heute schon alles zur Historie erklärt, was uns gestern noch frisch und blutig als Tat oder Untat von der Hand ging, [...]“

    Abschließend möchte ich sagen, dass mich der Roman - eingeklemmt zwischen Ekel und Faszination - sprachlos zurückließ. Nun verstehe ich, weshalb Grass' berühmtester Roman entweder auf überschwänglichen Lob oder auf Empörung stieß – ich schließe mich (mit Abstrichen) der Zustimmung an und möchte dieses Buch jedem empfehlen, der nicht nur ein Panorama über das damalige Danzig (die Farben der Blechtrommel sind gewiss nicht zufällig rot und weiß gewählt) vor Augen gestellt haben, sondern auch ein wortstarkes und kluges Werk mit interessanter Perspektive lesen möchte.

    „Auf Friedhöfen kann man Mut und Entschlüsse fassen, auf Friedhöfen erst bekommt das Leben Umrisse – ich meine nicht Grabeinfassungen – und wenn man will, einen Sinn.“

    Kommentare: 12
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    emma3210s avatar
    emma3210vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Oskar Matzerath hat eine unglaubliche Persönlichkeit. Meiner Meinung nach ist die Blechtrommel ein grandioser Roman der Nachkriegszeit.
    Das fesselnde Leben des Oskar Matzerath

    Meiner Meinung nach ist die Blechtrommel ein sehr gelungener Roman der Nachkriegszeit. Ich habe es nicht als Schulliteratur gelesen sondern erst jetzt, da ich schon Jahre aus der Schulzeit raus bin. Das Buch hat mich von den ersten Seiten an gefesselt. Der Protagonist Oskar ist eine sehr spezielle Person. Ich habe ihn und seine Art bis zur letzten Seite geliebt. Ich denke, da der Protagonist so speziell ist, hängt es bei vielen Lesern davon ab, ob ihnen das Buch gefällt oder nicht.

    Fakt ist: Es wird kein Blatt vor den Mund genommen. Dinge die zu Kriegszeiten passiert sind und heutzutage wahrscheinlich große Empörung auslösen würden, werden hier in dem Roman aufgegriffen. Das Originelle ist die Art und Weise in der es erzählt wird. Dadurch ,dass man alles aus der Sicht des Protagonisten, der seine eigene Sichtweise auf die Dinge hat, gewahr wird, schafft es Günter Grass, alles auf eine leichte weise rüberzubringen. Das ein oder andere Mal musste ich auch sehr schmunzeln.

    Der Schreibstil ist natürlich nicht mit den modernen Romanen zu vergleichen. Zeitweise fand ich es auch etwas schwierig in den Schreibstil zu finden. deswegen habe ich einen Stern abgezogen.

    Alles in allem habe ich immer mit Oskar mitgefiebert und war immer wieder gespannt auf die Entwicklung der Geschichte.

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    KerstinnIs avatar
    KerstinnIvor 4 Jahren
    *Trommelwirbel* : Das war leider nichts für mich!

    In diesem Buch beschreibt Oscar die ersten Jahre seines Lebens. Das besondere dabei ist, dass Oscar an seinem dritten Geburtstag beschließt nicht mehr zu wachsen. Von nun an trommelt er sich auf immer neuen Blechtrommeln durch sein Leben. Dabei zersingt er Glas, beerdigt einige wichtige Personen, durchsteht den Krieg, lernt Freunde fürs Leben kennen, verliebt und endliebt sich.

     

    Ich musste mich durch dieses Werk sehr durchquälen. Immer wieder kommen Passagen, die vor Langweile trieften, mich dieses Buch zur Seite legen ließen und ein anderes Buch vorziehen. Sicher gibt es Passagen die wirklich toll geschrieben sind. Jedoch ist der Erzählstil von Günther Grass nicht "mal eben so" zu lesen. Es braucht Konzentration. Er springt häufig zwischen der ersten und der dritten Person, was mir den Einstieg schwer machte.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Buch und auch viele Passagen darin in der Nachkriegszeit für Aufregung sorgten. Vielleicht ist die hohe Anzahl der aktuellen Bücher über Sex, mit klaren Szenenbeschreibungen, ein Grund dafür, dass es mir nicht skandalös vorkommt, sondern eben eher langatmig.

    Fazit: Mir hat es Passagenweise gefallen. Das Gesamtergebnis jedoch ist mir zu langatmig.

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    katha_kiesels avatar
    katha_kieselvor 6 Jahren
    Kurzmeinung: Bin sonst für so ziemlich jeden Klassiker zu haben, aber "Sex, Drugs und Anarchie" kann ich auch in anderen Büchern zur Genüge erleben.
    Rezension zu "Die Blechtrommel" von Günter Grass

    Die Blechtrommel ist ohne Frage ein Klassiker- Generationen von Schülern müssen sich mit dem Buch und dem dazugehörigen Film auseinandersetzen und ich kann Ihnen an dieser Stelle versichern, dass ich eigentlich den Deutschunterricht und die damit verbundene Literatur wirklich mochte- es gibt viele klassische Literatur, die ich ohne den Unterricht und die damit verbundene Pflichtlektüre nicht kennen und lieben gelernt hätte, allerdings gehört die Blechtrommel definitiv nicht dazu.
    Ich habe mich, 12 Jahre nach meiner Erstberührung damit im Unterricht, dazu entschlossen, es nochmals zu lesen und es auch zu Ende gelesen. Grund dafür war, dass ich ganz sicher gehen wollte, dass das geistige Reifen und der Zugewinn an Erfahrung, die in so einem Zeitraum oft die Sicht auf bestimmte Dinge verändern, meine Meinung zu diesem Buch nicht vielleicht doch geändert haben.
    Leider muss ich sagen, dass dies nicht der Fall war.
    Ohne die schriftstellerische Leistung von Herrn Grass unter den Scheffel stellen zu wollen, muss ich sagen, dass mir die reißerische Art des Romans gerade im Hinblick auf einen Klassiker nicht zusagt. Es kommen andauernd unnötige Sex-Szenen vor, vermutlich um den Leser bei der Stange zu halten, der historische Bezug ist mir nicht ausreichend und wirkt für mich teilweise aufgesetzt, bzw. nur deshalb gewählt, um dem Buch einen vordergründig anspruchsvollen Anstrich zu verpassen.
    Der Protagonist löst bei mir nur ein einziges Gefühl aus: Aggressionen. *DieBuchkollumnistin" hat es in einer vorhergehenden Rezension sehr gut auf den Punkt gebracht und ich erlaube mir, sie an dieser Stelle zu zitieren: "[..] hier stand nur das enorme Ego des Hauptprotagonisten im Vordergrund und mein andauernder Wunsch ihn mal kräftig zu schütteln und damit seine Arroganz auszutreiben."

    Vielleicht gehört "Die Blechtrommel" zu den Klassikern und man muss dieses Buch deshalb gelesen haben, allerdings halte ich es für weder besonders anspruchsvoll, noch für lesenswert.

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    leserattegerlivor 6 Jahren
    Rezension zu "Die Blechtrommel" von Günter Grass

    Ich kann mir nicht helfen, seit dem Schälen der Zwiebel und der neuesten Gedichtserie von Grass, lese ich all seine nTexte mit anderen Augen, vermutlich hätte ich der Blechtrommel vor zwanzig Jahren 6 Sterne umgehängt und heute hadere uich schon beim Vierten. Es ist halt ein Kreuz mkit der Vergangenheit. Bei Waldheim war es nur das Pferd, dass in der NSDAP war, bei Grass seine Jugend - die sich jetzt im Patriarchenalter wieder in den Vordergrund drängt. Für mich hat das alles einen bitteren Beigeschmack ... das konnte der Manzenreiter ja alles noch nicht wissen ...

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    Lesekatze74s avatar
    Lesekatze74vor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Blechtrommel" von Günter Grass

    In der Schule (Oberstufe) damals bei einer genialen Deutschlehrerin gelesen und diskutiert. Es war wirklich Glück, es bei dieser Frau zu bearbeiten, die sogar noch Vorlesungen bei Günter Grass in Berlin gehört hatte....
    (Alleine hätte ich das Buch niemals verstanden...)

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    elizabeths avatar
    elizabethvor 8 Jahren
    Rezension zu "Die Blechtrommel" von Günter Grass

    Vielleicht bin ich noch zu jung, um zu verstehen, warum dieses Buch gut sein sollte. Das kann ich akzeptieren. Es ist gut geschrieben, nur langweilig. Somit erhält es Platz 3 auf der Liste von Büchern, die ich in meinem ganzen Leben jemals angefangen und nicht zu Ende gelesen habe. Das sagt auch schon genug, finde ich.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    abas avatar


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    Willkommen zur September-Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur - Monat für Monat" (Link untenstehend).

    Neueinsteiger/innen sind jederzeit willkommen!

    Im September lesen wir "Die Blechtrommel" von Günter Grass, den sich viele schon lange gewünscht haben.

    Beginn der Leserunde: 03. August 2013
    Späteres Einsteigen ist natürlich immer möglich.

    Dieses Mal ist die Aufteilung ein wenig mager ausgefallen, da ich selbst das Buch nicht besitze. Sollte der dringende Wunsch bestehen, dass ich andere Unterteilungen einbinde, müsste mir jemand die Kapitel zukommen lassen. Danke!

    Link zum Hauptthread der Runde:
    http://www.lovelybooks.de/thema/Wir-lesen-Klassiker-der-Weltliteratur-Monat-f%C3%BCr-Monat-643067688/

    Herzlichst,
    Mina
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