Günter Grass Die Box

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Inhaltsangabe zu „Die Box“ von Günter Grass

»Das Beste von Grass seit langem.« Rainer Schmitz in ›Focus‹»Knips mal, Mariechen« ruft der Schriftsteller, wann immer seine treue Freundin Marie ein Foto machen soll. Ihre Schnappschüsse haben es in sich, denn ihre alte Agfa-Box kann in die Vergangenheit und die Zukunft schauen, Wünsche und Ängste in Szene setzen. Viel später sitzen die acht Kinder des berühmten Schriftstellers beisammen, längst erwachsen geworden. Im lebhaften Dialog lassen sie das Leben ihrer komplizierten Familie Revue passieren, und jeder erinnert sich auf seine Weise an den Vater, die Kindheit, an Maries Wunder-Box und ihre verblüffenden Bilder. Inhalt:- Übriggeblieben- Ohne Blitzlicht- Wundermäßig- Kuddelmuddel- Wünschdirwas- Aus rückläufiger Sicht- Schnappschüsse- Krummes Ding- Vom Himmel hoch

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  • Rezension zu "Die Box" von Günther Grass

    Die Box

    yarri

    22. July 2013 um 18:17

    Als zweiter Teil seiner Autobiographie wird Günter Grass neuer Roman „Die Box“ gehandelt, der seinem Werk „Beim Häuten der Zwiebel“ folgt, jenes Buch, in dem er seine Zugehörigkeit zur Waffen-SS zu erklären versucht. In seinem neuen Roman „Die Box“ lässt uns der Autor teilhaben an einem Familienleben, einem Kuddelmuddel, wie er es in seinem Buch nennt, indem er die Kinder, acht an der Zahl und von verschiedenen Frauen, mal alle zu-sammen, mal auch vereinzelt, über den Vater erzählen lässt, wobei es völlig gleichgültig scheint, ob der Roman autobiographisch ist oder nicht. Im Mittelpunkt dieser Gespräche stehen der zuhörende Vater und Marie, von der man nicht weiß, ob sie Geliebte, Freundin oder Haushälterin ist. Marie, einst mit einem Fotografen verheiratet, fotografiert mit einer alten, über alle Schrecken des vergangenen Krieges hinweg geretteten Agfa - Box genannt- Bilder, auf denen sich nach dem Entwickeln von ihr in der unkelkammer auf eigenartige Weise mal Vergangenes, mal Zukunftsvisionen mit abbilden. Die Box spielt verrückt, meint Marie. So sind zwei Söhne, von Maries Box als Kinder auf einem verlassenen Bunker an der See spielend aufgenommen, nach dem Entwickeln als junge Männer in Uniform, sprich als Soldaten, zu sehen, und die kleine Tochter, ebenfalls von Marie mit der Box fotografiert, sieht sich auf dem Bild plötzlich als Besitzerin eines Hundes, den sie erst Jahre später tatsächlich bekommt. Während Maries Box für die Kinder die „Wünsch-dir-was-Box“, ist, nützt der Vater die scheinbar hellseherischen Fä! higkeiten „sei-ner“ Marie, ihrer Box und ihrer Dunkelkammer, um all den Dingen auf den Grund zu gehen, die er, wie er es nennt, noch abarbeiten muss. „Knips Mariechen“ ist seine stete Aufforderung. Günter Grass lässt die Kinder erzählen, über den Vater, über ihn, den Autor, rechtfertigt sich hin und wieder, ergänzt die Dialoge der Kinder und schafft es auf diese Weise, ganz nah Familiäres, Zeitgeschichtliches und Politisches spannend und unterhaltsam zu präsentieren. Vielleicht mag den einen oder anderen Leser stören, dass der Autor seine politische Meinung so eindeutig benennt, vielleicht mag auch manchen stö-ren, dass die gesprochenen Sätze nur halbe sind, plötzlich abgebrochen werden, den heute erwachsenen Töchtern und Söhnen eine kindliche Spra-che in den Mund gelegt wird, doch gerade dadurch mag sich auch mancher Leser mittendrin fühlen, als Gast, am Tisch, wenn die Kinder über ihn, ihren Vater und seine Geschichte, erzählen. „Die Box“ ist ein lesenswertes Buch, es ist spannend und interessant, erzählt Geschichte und viel Persönliches und nachdem ich während des Lesens glaubte, dass diese Marie hellseherische Fähigkeiten hatte ist mir letztendlich klar geworden, dass sie mit ihrer Box wohl jedem Leser Bilder präsentieren könnte, die „abzuarbeiten“ wären.

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  • Rezension zu "Die Box" von Günter Grass

    Die Box

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. January 2012 um 19:54

    Mein erstes Buch von Grass und auch das Letzte. Vielleicht war es nicht gut, mit diesem "Werk" anzufangen und ich hätte mit der Blechtrommel beginnen sollen. Naja, zu spät...es ist passiert. Ich finde die Sprache schrecklich, nahezu dumm und frage mich, wie so jemand ein bedeutender Schriftsteller sein soll. Das wäre allerdings noch zu verzeihen, wenn man es nun als Ausdrucksmittel so gewollt hätte. Schlimmer fand ich die Position des Vaters, die Position von Grass, zu seinem Familienleben. Es geht im Groben, um Familientreffen mit all seinen Kindern, in denen Erinnerungen der Kindheit und die gute Seele Maria eine Rolle spielen. Er, der Vater Grass, sitzt zwar am Tisch dabei, nimmt aber nicht an den Gesprächen teil. Er lässt seine Kinder erzählen und verzeiht sich selbst durch diese dafür, ein schlechter Vater gewesen zu sein und für seine zahlreichen Fehltritte. Nach dem Motto: "Vater war nie da, hat nicht mit mir als Kind gespielt und lieber etwas auf das Papier gekritzelt und meine Mutter verlassen....aber ich liebe ihn trotzdem. Er ist toll." Der Vater lässt noch nicht einmal "Schuldgefühle" aufkommen, da er sie im Keim erstickt. Mir wurde richtiggehend schlecht davon. Das was ich mir von dem Buch erhoffte...nämlich eine nette Geschichte über die Boxkamera...war soweit erfüllt...etwas zu phantastisch für mich...aber das spielte dann auch keine Rolle mehr.

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  • Rezension zu "Die Box" von Günter Grass

    Die Box

    schnuppermoench

    Ein unerträglich peinliches Buch. Günter Grass kann schreiben wie kaum ein zweiter. Das Problem ist, dass er sich dessen zu bewusst ist. Wäre es wahr, dass Eigenlob stinkt - Dieses Buch könnte keiner in seiner Wohnung aufbewahren. Unerträglich selbstverliebt. Günter Grass ist selbst sein größter Verehrer. Zu lesen, wie er seiner Selbstliebe auf über 200 Seiten Ausdruck verleiht, ist ohne eine riesige Portion Fremdschämen nicht zu bewältigen. Schade um den Meister der Sprache. Beinahe unlesbar.

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  • Rezension zu "Die Box" von Günter Grass

    Die Box

    Leserrezension_2009

    30. September 2009 um 09:37

    Eingereicht von Ingrid R.: Als zweiter Teil seiner Autobiographie wird Günter Grass neuer Roman „Die Box“ gehandelt, der seinem Werk „Beim Häuten der Zwiebel“ folgt, jenes Buch, in dem er seine Zugehörigkeit zur Waffen-SS zu erklären versucht. In seinem neuen Roman „Die Box“ lässt uns der Autor teilhaben an einem Familienleben, einem Kuddelmuddel, wie er es in seinem Buch nennt, indem er die Kinder, acht an der Zahl und von verschiedenen Frauen, mal alle zu-sammen, mal auch vereinzelt, über den Vater erzählen lässt, wobei es völlig gleichgültig scheint, ob der Roman autobiographisch ist oder nicht. Im Mittelpunkt dieser Gespräche stehen der zuhörende Vater und Marie, von der man nicht weiß, ob sie Geliebte, Freundin oder Haushälterin ist. Marie, einst mit einem Fotografen verheiratet, fotografiert mit einer alten, über alle Schrecken des vergangenen Krieges hinweg geretteten Agfa - Box genannt- Bilder, auf denen sich nach dem Entwickeln von ihr in der unkelkammer auf eigenartige Weise mal Vergangenes, mal Zukunftsvisionen mit abbilden. Die Box spielt verrückt, meint Marie. So sind zwei Söhne, von Maries Box als Kinder auf einem verlassenen Bunker an der See spielend aufgenommen, nach dem Entwickeln als junge Männer in Uniform, sprich als Soldaten, zu sehen, und die kleine Tochter, ebenfalls von Marie mit der Box fotografiert, sieht sich auf dem Bild plötzlich als Besitzerin eines Hundes, den sie erst Jahre später tatsächlich bekommt. Während Maries Box für die Kinder die „Wünsch-dir-was-Box“, ist, nützt der Vater die scheinbar hellseherischen Fä! higkeiten „sei-ner“ Marie, ihrer Box und ihrer Dunkelkammer, um all den Dingen auf den Grund zu gehen, die er, wie er es nennt, noch abarbeiten muss. „Knips Mariechen“ ist seine stete Aufforderung. Günter Grass lässt die Kinder erzählen, über den Vater, über ihn, den Autor, rechtfertigt sich hin und wieder, ergänzt die Dialoge der Kinder und schafft es auf diese Weise, ganz nah Familiäres, Zeitgeschichtliches und Politisches spannend und unterhaltsam zu präsentieren. Vielleicht mag den einen oder anderen Leser stören, dass der Autor seine politische Meinung so eindeutig benennt, vielleicht mag auch manchen stö-ren, dass die gesprochenen Sätze nur halbe sind, plötzlich abgebrochen werden, den heute erwachsenen Töchtern und Söhnen eine kindliche Spra-che in den Mund gelegt wird, doch gerade dadurch mag sich auch mancher Leser mittendrin fühlen, als Gast, am Tisch, wenn die Kinder über ihn, ihren Vater und seine Geschichte, erzählen. „Die Box“ ist ein lesenswertes Buch, es ist spannend und interessant, erzählt Geschichte und viel Persönliches und nachdem ich während des Lesens glaubte, dass diese Marie hellseherische Fähigkeiten hatte ist mir letztendlich klar geworden, dass sie mit ihrer Box wohl jedem Leser Bilder präsentieren könnte, die „abzuarbeiten“ wären.

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  • Rezension zu "Die Box" von Günter Grass

    Die Box

    Gert

    29. January 2009 um 16:07

    Die Fortsetzung vom "Häuten der Zwiebel", das mir außerordentlich gut gefallen hat. Dieses ist nun die Fortsetzung der Autobiographie von Grass, erzählt aus der Sicht seiner Kinder. Die box ist ein literarisches Hilfsmittel. sozusagen die Laterna magica und Kaleidoskop der Vergangenheit. Die Geschichte zeigt Grass als den "Dichterfürsten", Egomanen und "Freund der Frauen", eigentlich recht sympatisch aber eben auch als Vater-Versager. Die Kinder aus diversen Ehen (drei) und auch deren Trennungen sind von natürlich recht unterschiedlichen Charakteren und haben natürlich verschiedene Lebensgeschichten. Es wird natürlich viel über die verschiedenen Häuser, Bücher usw erzählt. Eigentlich ein recht gutes Buch, wenngleich schwierig zu lesen, denn die Kinder mit den jeweiligen Müttern auf die Reihe zu kriegen, ist etwas schwierig, am Ende aber auch nicht nötig. Natürlich ist die Sprache, wie immer bei Grass, toll, und das macht den Reiz des Buches und damit der Person Grass aus.

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  • Rezension zu "Die Box" von Günter Grass

    Die Box

    Mr. Rail

    13. January 2009 um 14:21

    Grass lässt in der Fortsetzung vom "Häuten der Zwiebel" die Nachkriegsjahre und seine frühen literarischen Erfolge autobiographisch wieder erstehen. Dazu versammelt er seine Kinder um sich und lässt sie über den Vater und ihre Erfahrungen mit dem stets umtriebigen Autor berichten. Als erzählerisches Stilmittel eignet sich Grass die Perspektive einer Kamera an, die belegen soll, dass alles Erzählte auch aus Sicht einer neutralen Agfa-Box-armierten Freundin so - oder so ähnlich abgelaufen sein soll. Träume und Phantasien werden ebenso aus der Vergangenheit ans Tageslicht befördert, wie die durchaus selbskritische Darstellung der eigenen Fluchtbewegungen aus der Familie im jeweiligen Schaffensprozess eines neuen Werkes. Unstet war der Lebenswandel, angetrieben und aufs Schreiben fokussiert. Nehmt Grass nicht zu ernst, auch wenn er dazu neigt, dies selbst zu tun - ein gewisses Maß an Altersstarrsinn ist einem Nobelpreisträger zuzugestehen!!!! Ich empfand den Erzählstil als flüssig und locker - ein anderer (vielen zu seichter und leichter) Grass - aber auf jeden Fall eine Erfahrung.

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  • Rezension zu "Die Box" von Günter Grass

    Die Box

    castor2

    27. November 2008 um 15:34

    trieft vor eitelkeit

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