Günter Grass Ein weites Feld

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Inhaltsangabe zu „Ein weites Feld“ von Günter Grass

Ein Panorama deutscher Geschichte ab 1848

Berlin 1989, Wendezeit. An der durchlässig gewordenen Mauer entlang gehen zwei alte Männer, groß und hager der eine, klein und gedrungen der andere. Ein ungleiches, ein komisches Paar: der Bürobote Theo Wuttke, genant Fonty, und sein »Tagundnachtschatten« Hoftaller, der ewige Spitzel. Beider Erinnerungen reichen über große Distanzen, beide leben Vorgängern nach, beiden ist Vergangenheit so nahe und gegenwärtig wie die sich überstürzenden Tagesereignisse...
Aus der Gegenüberstellung ungewöhnlicher Lebensläufe und politischer Verläufe entsteht ein Panorama deutscher Geschichte zwischen der Märzrevolution von 1848 und unseren Tagen, eine jede Chronologie sprengende Folge farbiger Bilderbogengeschichten von einst und jetzt.

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  • Rezension zu "Ein weites Feld" von Günter Grass

    Ein weites Feld

    rkuehne

    17. September 2011 um 20:47

    Lang hats gedauert, weit über zehn Jahre steht es in meinen Regalen, immer mal wieder kritisch beäugt, doch nie hatte ich den Mut, es tatsächlich mal in die Hand zu nehmen, zu groß, zu gewaltig, zu furchteinflößend starrte mich dieser Grass an, ich würde ja doch nichts verstehen. Nun also, hab ich mich getraut, hab vorher zur Einstimmung „Effi Briest“ nochmal gelesen und mich dann an das weite Feld und die Spaziergänge mit Fonty und Hoftaller herangemacht. Und ich muss sagen, es war gar nicht schlimm, es war sogar richtig gut. Zwar hab ich auch 100 bis 200 Seiten gebraucht, um so richtig reinzukommen, um mich dem geradezu schleichendem Tempo dieses Romans, der in einer so hektischen Zeit spielt, anzupassen, aber dann, hat es richtig Spaß gemacht. Fonty, die Hauptfigur, wächst einem Seite für Seite mehr ans Herz, und die Wendezeit, in der ich gerade mal 9 war, wird wieder lebendig. Ein beeindruckender umfassender Wenderoman, der alles miteinander verwebt, weit vorn im 19. Jahrhundert begonnen, Bis 1991, der die Gefühle der Menschen aber dennoch in den Vordergrund stellt und sie genauso ernst nimmt, wie die gewaltigen Umbrüche zwischen 1989 und 1991. Auch sprachlich merkt man hier, dass ein Nobelpreisträger am Werk ist, man ist fast geneigt, jeden zweiten Satz sich rauszuschreiben, so geschliffen ist vieles formuliert. Ich bin froh es gelesen zu haben, ein Stück deutsche Zeitgeschichte steckt hier drin, und empfehle es gern weiter, allerdings wäre ein bisschen Fontanelektüre im Vorfeld wirklich hilfreich.

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  • Frage zu "Ein weites Feld" von Günter Grass

    Ein weites Feld

    rkuehne

    Hallo,
    ich fahre demnächst in den Urlaub und trage mich mit dem Gedanken, mich dort mal an Grass' "Ein weites Feld" heranzuwagen. Allerdings kenne ich mich weder mit Grass noch mit Fontane aus. würdet ihr es trotzdem wagen, oder glaubt ihr, es wird mir schnell zu dröge?

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  • Rezension zu "Ein weites Feld" von Günter Grass

    Ein weites Feld

    Gert

    06. June 2009 um 22:34

    Habe das Buch nach 1994 wieder einmal gelesen und dieses Mal mit sehr viel Ruhe und ausführlich. Nach wie vor eines der besten, wenn nicht sogar das Beste von GG. Die deutsche/preußische Geschichte wird hier dermaßen weitgefächert und detailiert interpretiert, das man richtig Freude am Lesen bekommt. Beim ersten Mal war die Diskussion über politischen Aspekte der Einigung in vollem Gang, hier habe ich wieder die Großartigkeit der Sprache und der Geschichtsdeutung genossen. Nach den hysterischen Reaktionen der westdeutschen konservativen Presse, auch des Spiegel nach dem Erscheinen, über die angeblich ach so böse Kritik an dem Vereinigungsprozess DDR/Bundesrepubik zeigt sich heute, nach fast 15 Jahren, dass Grass in vielen Dingen völlig richtig lag und seine Kritik sehr angebracht gewesen ist.

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