Günter Hannich Die Deflation kommt

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Inhaltsangabe zu „Die Deflation kommt“ von Günter Hannich

Die Inflationslüge. Retten Sie Ihr Geld vor der Deflation! Während die Gefahren einer Deflation nahezu unbekannt sind, ängstigen sich immer mehr Menschen vor einer im Vergleich dazu harmlosen Inflation. Gezielt lenken Massenmedien und Politik durch ihre Inflationspropaganda von den drohenden Gefahren einer Deflation ab. Insider und Superreiche bereiten sich seit Langem auf eine Deflation vor, weil sie wissen: Große Vermögen werden in Krisenzeiten gemacht. Angesichts der medialen Begriffsverwirrung gerät völlig in Vergessenheit, dass jede Wirtschaftskrise automatisch zu einer Deflation führt. Die Menschen bereiten sich nun panisch auf eine angebliche Hyperinflation vor. So werden die Anleger zielgerichtet mit der Inflationspropaganda in eine völlig falsche Richtung gelenkt. In der kommenden Deflation werden viele dann »auf dem falschen Fuß« erwischt und alles verlieren, was sie heute besitzen. Ein unvorstellbares Desaster droht, wenn erst die deflationäre Abwärtsspirale in Gang gekommen ist. In der Deflation wird es fast nur Verlierer geben. Es kommt zu Massenarbeitslosigkeit und Armut. Kriege und innere Unruhen drohen. Radikale Parteien werden die Situation für eine Destabilisierung des Staates nutzen. Wer das Phänomen Deflation in seiner Planung vergisst, wird schweren Schaden erleiden. Umso wichtiger ist es für Sie, dass Sie sich auf die kommende Deflation richtig vorbereiten und verstehen, warum diese kommen wird und wie sie sich entwickelt. Dies bedeutet für Sie ein radikales Umdenken bei Ihrer Zukunftsplanung. Wer heute klug handelt, hat die Möglichkeit, das Schlimmste für sich zu verhindern. Der Finanzexperte Günter Hannich versorgt Sie leichtverständlich mit dem notwendigen Wissen. – Warum heute fast alle von Inflation reden, aber kaum jemand von Deflation – Warum keine Inflation, sondern eine Deflation kommen wird – Warum es bei niedrigen oder fallenden Zinsen keine Inflation geben kann – Warum steigende Preise keine Inflation bedeuten müssen – Warum Überschuldung zur Deflation führt – Warum eine Inflation nicht das Schuldenproblem löst – Warum Politiker keine Inflation herbeiführen können – Warum die Notenbanken gegen eine Deflation machtlos sind – Warum die Mächtigen Deflation wollen und Inflation propagieren – Warum eine Deflation den Nährboden für schwere innere Unruhen und Kriege bereitet

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  • Mit Zinsen in die Hölle, mit Schwundgeld ins Paradies?

    Die Deflation kommt
    R_Manthey

    R_Manthey

    28. June 2015 um 16:54

    Der Autor dieses Buches ist leidenschaftlicher Anhänger einer merkwürdigen Theorie. Er befürwortet die Einführung von Schwundgeld als Lösung all unserer ökonomischen Probleme. Das muss man wissen, wenn man diesen Text richtig einordnen will, denn es geht hier zwar um die Gefahr einer deflationären Entwicklung, begründet wird sie aber unter anderem mit der Theorie vom bösen Zins. Dem ahnungslosen Leser wird das zunächst nicht auffallen. Erst gegen Ende des Textes auf den Seiten 147 und 148 bekommt er dieses grandiose Modell in sehr kurzer Form vorgestellt. Es soll wie folgt funktionieren: Da der Zins angeblich die Ursache allen Übels ist, wird er kurzerhand abgeschafft. Geld zu horten ist nach Ansicht des Autors ein böses Verhalten, das bestraft werden muss. Deshalb wird jeder gezwungen auf seine Geldscheine nach Ablauf einer gewissen Frist eine käuflich zu erwerbende Marke zu kleben. Hält man sein Geld also zu lange, wird es schnell immer wertloser, weil man dafür Gebühren bezahlen muss. Angeblich hätte die praktische Erprobung in den 1930er Jahren in einem österreichischen Ort wunderbare Erfolge gebracht. Meines Wissens entspricht das nicht der Wahrheit. Mal abgesehen davon, dass jemand sich hinstellt und zu wissen glaubt, welches ökonomische Verhalten von Menschen richtig wäre und welches bestraft werden muss, führen einfache Überlegungen schnell zu den katastrophalen Folgen dieses Blödsinns. Wenn nämlich Sparen unter Strafe steht, dann wird und kann niemand mehr investieren, was in der Folge zum wirtschaftlichen Niedergang führen muss. Hinter dieser wirren Theorie stecken verschiedene Denkfehler. Einer davon ist der Gedanke, dass Sparen höchst schädlich für eine Wirtschaft wäre, weil man damit Geld aus dem Kreislauf nimmt. Das stimmt nur dann, wenn man es auch tatsächlich tut, also sein Geld unters Kopfkissen legt, anstatt es zur Bank zu bringen. Das werden wohl aber die wenigsten machen. Liegt das Geld jedoch auf der Bank, dann ist nicht verschwunden, sondern wird es in der Regel wieder verliehen. Leider verschließt sich diese einfache Wahrheit dem Autor. Was hat das nun aber alles mit dem Titel des Buches zu tun? Offensichtlich befinden wir uns in einer höchst fragilen wirtschaftlichen Situation, die uns durchaus in eine sehr schwierige Deflation führen kann. Auch wenn seine Grundannahmen falsch sind, so erklärt der Autor das eigentliche Entstehen und die Folgen von Deflationen richtig. Auch die von ihm erläuterten Vorschläge, die uns vor einer solchen Entwicklung wenigstens etwas schützen sollen, sind durchaus plausibel und vernünftig. Doch leider habe ich, nachdem ich nun mit diesem ein zweites Buch des Autors gelesen habe, immer mehr den Eindruck, dass er sich auch gerne einmal die Fakten so zurechtbiegt, dass sie in seine Theorie vom bösen Zins und dem noch böseren Zinseszins passen. Mit dieser Theorie, die natürlich nicht wirklich begründet wird, beginnt das Buch. Der Autor behauptet, dass Zins und Zinseszins immer wieder zum Zusammenbruch von Wirtschaftssystemen führen müssen, weil das Wirtschaftswachstum mit dem durch die Verzinsung exponentiell wachsenden Geldvermögen nicht mithalten kann. Deshalb müsse es zwangsläufig zu immer mehr Schulden kommen. Das klingt irgendwie logisch und wird natürlich mit dem berühmten Josefs-Pfennig scheinbar anschaulich verdeutlicht. Hätte man einen Pfennig seit dem Jahre Null immer wieder zu fünf Prozent Zinsen angelegt, dann wäre daraus heute ein Besitz von über 300 Milliarden Erdkugeln aus purem Gold geworden. Das stimmt rechnerisch wirklich. Allerdings vergisst auch dieser Autor nur zu gerne zu erwähnen, dass dies nur unter einer Voraussetzung so gekommen wäre, nämlich dann, wenn jeder Schuldner in all den 2010 Jahren immer die Schuld getilgt und den Zins bezahlt hätte, es also einen risikolosen Zins gäbe. Das jedoch ist eine realitätsfremde Voraussetzung, die entsprechend auch zu kuriosen Resultaten führt. Eine Rezension bietet nicht den Platz, um auf alle sonderbaren Behauptungen in Hannichs Buch einzugehen. Erwähnt werden muss jedoch unbedingt, dass der Autor den Geldschöpfungsprozess der Zentral- und Privatbanken kategorisch abstreitet. Seine dortige Gedankenführung und seine eher lustigen Beispiele und Argumente zeigen, dass er diesen Prozess noch nicht einmal in der theoretischen Beschreibung (übrigens durch die Zentralbanken selbst) verstanden hat. Schwundgeldtheoretiker verdammen darüber hinaus den Goldstandard. Dass dies auch der Autor tut, verwundert also nicht. Immerhin erklärt das Buch richtig, dass es den Zentralbanken nur schwer gelingen kann, eine Inflation zu erzeugen und dass sie eine Deflation kaum verhindern können. Am Beispiel der japanischen Zentralbank, die sich schon fast 20 Jahre um eine Inflation bemüht, aber dabei nur deflationäre Tendenzen in Gang gesetzt hat und eifrig die Staatspleite Japans mit zunehmender Geschwindigkeit betreibt, sieht man, dass das Bemühen von Zentralbanken, eine Deflation durch inflationäres Handeln zu verhindern, direkt proportional zur Länge und Tiefe der schließlich doch eintretenden Deflation sein wird. Da der Autor schlicht bestreitet, dass die Geldmengentheorie stimmt, existiert für ihn auch die Gefahr einer Inflation nicht. Doch die immer schneller verlaufende Vergrößerung der Geldmenge ist bereits schon nach Definition Inflation. Noch kommt dieses Geld nicht dort an, wo es nach dem Willen der Zentralbanken hin soll. Es tobt sich vielmehr nur innerhalb der Finanzwelt aus und verursacht dort immer heftiger werdende spekulative Blasen und anschließende Crashs, die jedoch bereits katastrophale Auswirkungen auf die Realwirtschaft haben. Die amerikanische Subprime-Krise und die in der Folge drohende Deflation ("Kreditklemme", "Kaufzurückhaltung") konnte mit heftigen inflationistischen Maßnahmen der Zentralbanken gerade noch aufgehalten werden. Da jedoch dabei erneut der Irrsinn mit seinen Ursachen bekämpft wurde, werden solche Maßnahmen das Drama nur vergrößern und in die Zukunft verschieben. Insofern sind die Befürchtungen des Autors durchaus gerechtfertigt, auch wenn sie bei ihm ganz anders begründet werden. Unter Inflation versteht Hannich lediglich eine sich beschleunigt drehende Lohn-Preisspirale. Dort sind wir in der Tat noch nicht angelangt, obwohl man zum Beispiel der Pressemitteilung 407 des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden vom 10.11.2010 entnehmen kann, dass der Index der Großhandelspreise im Oktober 2010 um 7,7% höher liegt als noch vor einem Jahr. Doch die Löhne steigen eben (noch) nicht in diesem Tempo. Fazit. Lässt man einmal die zahlreichen unsinnigen Begründungen und Behauptungen des Autors beiseite, dann erklärt dieses Buch zumindest die Entstehung, den Verlauf und die Folgen einer Deflation und erläutert, wie man sich vor einer solchen Entwicklung wenigstens teilweise schützen kann.

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