Günter Hannich Die kommende Euro-Katastrophe

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Inhaltsangabe zu „Die kommende Euro-Katastrophe“ von Günter Hannich

Mit großem Jubel wurde vor 10 Jahren der Euro begründet und im Jahr 2002 endgültig eingeführt - und das, obwohl damals laut Umfragen 90 Prozent der Bevölkerung gegen die neue Währung waren. Und tatsächlich scheint der Euro kein Erfolgsmodell zu sein. Die europäische Währung entwickelt sich zunehmend zu einem Sprengstoff, der Europa auseinanderzureißen droht. Durch die Abschaffung angepasster nationaler Währungen bauen sich seit der Euroeinführung immer größere Spannungen in Europa auf - Spannungen, die den Euro am Ende zerbrechen lassen und uns in eine unvorstellbare Finanzkatastrophe zwingen werden. Günter Hannich stellt in seinem Buch die Fakten dar und zeigt dem Leser, warum diese Entwicklung unausweichlich ist.

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  • Ökonomische Gesetze lassen sich nicht politisch aushebeln

    Die kommende Euro-Katastrophe
    R_Manthey

    R_Manthey

    26. June 2015 um 10:00

    In der Krise verwundert es wohl kaum, wenn immer mehr Bücher auf den Markt geworfen werden, die den Niedergang erklären oder uns auf noch schlimmere Zeiten vorbereiten wollen. Das vorliegende Werk ist in seiner Kernaussage nicht neu. Doch leider ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Prognosen des Autors eintreffen, ziemlich groß. Als der Euro eingeführt wurde, erklärte uns die staatliche Medienoffensive, dass es dazu keine Alternative gäbe und wir nur Vorteile von der neuen Währung hätten. In Wirklichkeit, so schreibt der Autor, war der Euro jedoch der Preis der deutschen Vereinigung. Wir tauschten die starke Deutsche Mark gegen eine Einheitswährung die starre Wechselkurse zwischen den Teilnehmerländern festschreibt und damit den Weg in eine ungeheure ökonomische Katastrophe freimacht. Noch nie hat eine solche Währungskonstruktion in der Geschichte funktioniert. Und das hat objektive und leicht durchschaubare ökonomische Gründe. Währungen widerspiegeln die Wirtschaftskraft eines Landes. Besitzt ein Staat eine starke Wirtschaft, so hat er in der Regel auch eine starke Währung. Schwächere Wirtschaftsgefüge gleichen dies durch eine schwächere Währung aus, verbilligen ihre eigentlich vergleichsweise teureren Leistungen damit also nach außen und bleiben auf diese Weise konkurrenzfähig. Nimmt man den unterschiedlichen Volkswirtschaften dieses Ausgleichsventil, indem man Wechselkurse festschreibt, obwohl sich die wirtschaftlichen Verhältnisse ändern, dann wird sich der Druck im Kessel irgendwann so erhöht haben, dass es zur Explosion kommt. Denn was bleibt einer schwachen Wirtschaft in einem Starkwährungsgebiet noch als Ausgleich? Um die Produktionskosten zu verringern, helfen kurzfristig nur noch Lohnkürzungen. Wenn das nicht mehr funktioniert, verschwindet die Industrie aus diesen Gebieten. In der Folge kommt es dann zu riesigen Transferleistungen aus den wirtschaftlich starken Gebieten in die schwächeren. Doch das löst die Probleme nicht wirklich und schwächt darüber hinaus die Geber. Außerdem entstehen Wanderbewegungen in die ökonomisch stärken Gebiete und (damit verbunden) soziale und politische Spannungen. Wie und in welcher Geschwindigkeit ein solcher ökonomischer Zusammenbruch abläuft, konnte man in Ostdeutschland beobachten. Über Nacht musste eine schwache Wirtschaft Löhne in DM zahlen. Diese konnte sie aber überhaupt nicht erwirtschaften, weil sich ihre früheren Handelspartner die Produkte in einer Hartwährung nicht mehr leisten konnten. Doch die wirtschaftlichen Folgen der Vereinigung der beiden deutschen Staaten ließen sich politisch wohl nicht verhindern, auch wenn der Autor das anders sieht. Er schlägt sogar vor, dass Deutschland in drei Währungszonen eingeteilt werden sollte, nämlich in Nord, Süd und Ost. Wer an dieser Stelle verwirrt aufblickt, kann sich im Internet darüber informieren, dass Herr Hannich Anhänger einer politischen Splitterpartei ist, die eine andere Gesellschaftsform anstrebt. Was man in Deutschland beobachten konnte, findet in viel größerem Maßstab so ähnlich in Europa statt. Während man den wirtschaftlichen Niedergang einzelner Regionen noch einigermaßen beherrschen kann, so führt der Zusammenbruch ganzer Volkswirtschaften in eine Katastrophe riesigen Ausmaßes. Dass dies in Europa inzwischen unausweichlich geworden ist, stellt die Hauptthese des Autors dar. Er hat sie schon vor Jahren in einem anderen Buch entwickelt und vertieft und erneuert sie nun hier unter den Aspekten der gegenwärtigen Krise, die den Niedergang einiger unter dem Euro leidenden europäischer Volkswirtschaften heftig beschleunigen wird. Hannich entwirft mehrere Szenarien, wie Europas ökonomischer Untergang ablaufen wird. Ein anderes schreckliches Beispiel für den politisch gewollten ökonomischen Unsinn starrer Wechselkurse liefert übrigens die Kopplung der argentinischen Währung an den Dollar, die ein enormes wirtschaftliches Chaos in Argentinien anrichtete. Auch hier konnte man sehr gut verfolgen, wie ökonomische Gesetze wirken und was größenwahnsinnige Politiker anrichten können, wenn sie glauben, sie besäßen die Fähigkeit solche Gesetze willkürlich umzuschreiben. Wir lernen darüber hinaus, dass auch die Wiedereinführung einer goldgestützten Währung keine Lösung unserer Probleme ist. Auch das kann man leicht einsehen, denn erstens besitzt nicht jedes Land genug Gold und zweitens stellt der Goldstandard nur eine andere Variante fester Wechselkurse dar. Die Geschichte hat gezeigt, dass sich der Goldstandard genau wie feste Wechselkurse oder gar eine politisch gewollte Einheitswährung nicht lange halten können, weil sie einfach ein starrer Parameter in einem sehr dynamischen System sind. Sowie diese Dynamik gewisse Grenzen überschreitet, wird ein starres Gerüst zur Explosion der ganzen Konstruktion führen. Neben all diesen Themen widmet sich der Autor auch den Ursachen der gegenwärtigen Schuldenkrise, dem Schicksal des Dollars und der scheinbar unbemerkt voranschreitenden politischen Entmündigung der europäischen Nationalstaaten durch die EU-Bürokratie. Schließlich erteilt er uns noch praktische Ratschläge, wie wir unser eventuelles Vermögen gegen die kommende Katastrophe absichern sollten. Fazit. Der Autor hat uns ein leicht lesbares Buch vorgelegt, das die ganze Problematik der politisch gewollten und ökonomisch unsinnigen europäischen Einheitswährung hervorragend erläutert. Sowie er jedoch zu allgemeineren Themen übergeht, wie etwa der Zinsproblematik oder dem Wesen des Papiergeldes, wird er oberflächlich und unpräzise. Seine Auslegung historischer Ereignisse im Sinne seiner Thesen über das "Zinsgeld" oder den "Zinskapitalismus" erschienen mir etwas vordergründig.

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