Günter Heidinger Zen-Running

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Inhaltsangabe zu „Zen-Running“ von Günter Heidinger

Zen-Running ist der sportliche Weg zur gesunden Seele und setzt mit seiner ganzheitlichen Sichtweise einen neuen Impuls für den Laufsport. Zen-Running kombiniert körperliche, geistige und seelische Bewegung mit Hilfe verschiedener Lauftechniken und zeigt auf diese Weise, wie der Sport als Lebensphilosophie fast jedem Menschen auch im privaten und beruflichen Alltag gute Dienste leisten kann. Vor dem Hintergrund der Philosophie des Zen-Buddhismus ist es bereits möglich, sich ab 30 Laufminuten auf den Weg zum Zen-Runner zu machen! Auf einen Blick: • Die Entwicklung der drei Ebenen von Körper, Geist und Seele • Zen-Running-Techniken • Die Zen-Runner-Persönlichkeit • Laufen, Denken, Helfen • Mit einem Vorwort des Kabarettisten Alf Poier

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    Zen-Running

    R_Manthey

    25. June 2015 um 16:17

    Eigentlich ist dies ein hilfreiches Buch. Allerdings hat es auch einen ziemlichen Makel. Und das ist der Titel, der auch noch als Marke urheberrechtlich geschützt wurde. Mit Zen hat "Zen-Running" nicht sehr viel zu tun, auch wenn im Text ein anderer Eindruck suggeriert wird. Dem Autor hat sich der Zen-Weg noch nicht wirklich aufgetan. Er hält Zen für eine Art Philosophie. Doch das ist Zen gerade nicht. Kommen wir also zunächst zum hilfreichen Teil dieses Buches. Der Autor beschreibt einige Methoden, die dazu führen, dass das Laufen noch mehr als sonst der psychischen Gesundung dient und keinen physiologischen Dauerschaden anrichtet. Man kann schließlich nicht die Augen davor verschließen, dass der Leistungsgedanke sich so tief ins Unterbewusstsein vieler Menschen gebrannt hat, dass sie selbst beim Laufen permanent an ihre Leistungsgrenzen oder über sie hinaus gehen. Sie führen einen unaufhörlichen Wettbewerb gegen andere oder gegen ihren eigenen Körper. Auch so genannte Laufpäpste, die in ihren Büchern zur Vernunft aufrufen, müssen gleichzeitig zugeben, dass sie diese Vernunft selbst nie hatten. Ein wesentlicher Grundgedanke, der sich durch das gesamte Buch zieht, ist das Loslassen dieses Leistungsgedanken. In gewisser Weise ist das Loslassen ein Teil buddhistischer Lebensweisheit. Insofern existiert tatsächliche eine gewisse allgemeine Verbindung zum Zen-Buddhismus. Das ist dann aber auch schon alles. Der Rest erweist sich als ein Missverständnis. Dazu später mehr. Ziemlich genau zu Beginn der zweiten Hälfte des Buches wird der Autor konkret. Er beschreibt acht Formen des Laufens, die das "Zen-Runnig" ausmachen sollen. Zunächst hätten wir da den Übungslauf. Dieser ist bitter nötig, denn für den Höhepunkt, den Kontemplationslauf, brauchen wir ein Durchhaltevermögen von mindestens zwei Stunden. Der Übungslauf ist darüber hinaus wichtig, um das tägliche Laufen überhaupt erst einmal so normal zu machen wie andere sich ständig wiederholende Vorgänge in unserem Leben. Wenn wir es dann durch Übungsläufe geschafft haben das tägliche Laufen in unserem Leben zu installieren, schlägt uns der Autor so genannte "Energieläufe" vor, bei denen wir uns auch einmal auspowern dürfen. Der auch mit Visualisierungen arbeitende "Reinigungslauf" soll uns helfen, körperliche und psychische Gifte loszuwerden. Im "Meditationslauf" sollen wir lernen unseren Geist zu beruhigen. Dazu empfiehlt uns der Autor, während des Laufens ein Mantra aufzusagen oder über ein Zen-Koan nachzudenken. Sehr witzig unter dem Titel "Zen" ist der "Reflexionslauf". Hier sollen wir uns zum Beispiel ein Hörbuch mit Texten großer Geister anhören. Der Autor geht dabei vom durchaus richtigen Gedanken aus, dass Bewegung die geistige Aktivität fördert. Leider ist das aber gerade das genaue Gegenteil des Zen-Weges. Beim "Krisenlauf" sollen wir uns aus der Krise laufen. Das Negative soll beim Laufen von uns fallen. Schließlich bleibt noch der "Kontemplationslauf". Wenn wir lange genug (siehe oben) ruhig laufen, kann es passieren, dass wir (aus welchen Gründen auch immer) plötzlich ein unerklärliches Gefühl von Glück spüren oder sich Ruhe in uns ausbreitet, so wie wir dies noch nie erlebt haben. Wahrscheinlich ist das irgendwann dem Autor widerfahren und hat zu diesem Buch geführt. An dieser Stelle gibt es eine zweite Beziehung zum Zen. Was der Autor hier beschreibt, sind Ansätze oder Vorboten dessen, was man im Zen-Buddhismus als Zustand der Erleuchtung beschreibt. Für jeden stellt sich dieser Zustand anders dar. Auch deshalb hat es keinen Sinn ihn zu hinterfragen oder mit Begriffen zu beschreiben, die dafür keinen Sinn und keine Bedeutung haben. Zen zu erklären ist einfach und schwer zugleich. Wir müssen auch nicht verstehen, was Zen ist, um auf dem Zen-Weg zu sein. Irgendwann in unserer frühen Kindheit begannen wir begrifflich zu denken. So notwenig begriffliches Denken in unserem Leben ist, so besteht doch kein Grund, es ständig und überall zu tun. Aber genau das machen wir. Leider merken wir auch die separierende Wirkung dieses Denkens nicht mehr, weil wir nichts anderes zu kennen scheinen. Begriffe sind eine Illusion, die nur in unserem Kopf existiert. Begriffliches Denken bringt auch die Illusion der Zeit hervor. In Wirklichkeit existiert weder die Zukunft noch die Vergangenheit. Es gibt nur das Jetzt. Dort befinden wir uns aber höchst selten. Unsere Gedanken wandern immer wieder in die Vergangenheit oder Zukunft. Obendrein hat sich das begriffliche Denken in uns verselbständigt. Wir sind in Wirklichkeit nicht mehr Herrscher in uns selbst. Wer das nicht glaubt, möge versuchen für wenigstens zwei Minuten nichts zu denken. Unser Verstand erfindet laufend Probleme, die wir gar nicht haben, die aber dringend durchdacht werden müssen. Im Zen geht es schlicht und einfach darum wieder die Oberhand zu erlangen und dem Verstand seinen untergeordneten Platz in uns zuzuweisen. Den Geist leer zu machen, bedeutet den Denkzwang aufzuheben, uns von der Vorherrschaft des Verstandes zu befreien. Wenn uns das gelingt, geraten wir wieder in Kontakt mit dem Universum und spüren die Einheit von allem. Die separierende Wirkung des begrifflichen Denkens ist aufgehoben, Frieden und Ruhe und Glück kehren zurück. Genau das passiert beim Kontemplationslauf wenigstens in Ansätzen. Völlig klar ist aber auch, dass die vom Autor vorgeschlagenen "Reflexionen" beim Laufen mit Zen nichts zu tun haben, sondern genau das Gegenteil sind. Hier wird besonders deutlich, dass der Autor Dinge in einen Topf wirft, die überhaupt nicht zusammenpassen. Der Autor erzählt, dass er früher versucht hat, durch Meditation den Zustand zu erreichen, den er bei seinen Kontemplationsläufen später erfuhr. Doch dies gelang ihm nicht. Hier haben wir den zentralen Punkt. Der Autor wollte diesen Zustand erreichen. Doch das funktioniert niemals. Im Gegenteil, je mehr wir ihn wollen, desto weiter zieht er sich zurück. Das ist die Crux beim Zen. Wir glauben etwas erreichen zu müssen, dürfen es aber nicht beabsichtigen. Wir erhalten es erst, wenn wir unsere Selbstbezogenheit aufgegeben haben, wenn wir es nicht erreichen wollen, sondern es einfach nur ohne hintergründige Absichten tun. Offenbar kommt der Läufer nach einigen Stunden in einen solchen Zustand. Und dann passiert es. Wer das alles für ziemlich bekloppt hält, der suche in seinem Gedächtnis nach einem Erlebnis, in dem man in einer Beschäftigung völlig aufgegangen war, etwas völlig konzentriert, aber auch völlig entspannt tat. Wo keine Absicht mehr vorherrscht, sondern nur Tun, dort ist der Zen-Weg. Dort leert sich der Geist, und wir geraten wieder in Einheit mit allem. Fazit. "Zen-Running" hat mit Zen nicht viel zu tun. Aber es lehrt loszulassen und ist obendrein noch gesund für Körper und Geist. Wer mehr über Zen erfahren will, der lese zum Beispiel Shunryu Suzukis Bücher oder Stephan Schuhmachers Taschenbuch.

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