Günter Krieger Die neunte Stunde

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Inhaltsangabe zu „Die neunte Stunde“ von Günter Krieger

Stephaton, ein junger Grieche, lebt in Tiberias am See Genezareth. Sein Herz gehört Sara, einem jüdischen Mädchen. Doch eines Tages verändert sich alles: Als Mitglied einer Schauspielertruppe lässt Stephaton sich auf der Bühne zu einer Posse hinreißen, die den römischen Regenten lächerlich macht. Zur Strafe muss er zwei Jahre lang einer römischen Garnison in Jerusalem als Hilfssoldat dienen. Wird er Sara jemals wiedersehen? Kurz vor dem Passafest steht im Palast des Statthalters ein Rabbi namens Jesus vor Gericht …Günter Krieger erzählt die biblische Passionsgeschichte aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel.

Ein biblischer Roman, der berührt!

— mabuerele
mabuerele

Bibelgeschichte ansprechend und spannend aufbereitet - das richtige Ostergeschenk.

— seschat
seschat

Die Passionsgeschichte mal aus einem anderen Blickwinkel.

— Sturmtochter
Sturmtochter

geniale Mischung aus fikitver Erzählung und Bibelstellen

— gusaca
gusaca

Die Passionsgeschichte aus der Sicht eines Hilfssoldaten. Sehr gut recherchiert, interessant und spannend geschrieben!

— Smilla507
Smilla507

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  • Bewegender biblischer Roman

    Die neunte Stunde
    mabuerele

    mabuerele

    17. April 2017 um 20:52

    „...Gewiss, wenn jeder sich an das hielte, was er sagte, dann sähe die Welt anders aus. Da dies nie geschehen wird..., ist es sinnlos, darüber nachzudenken...“ Stephaton, Sohn eines bekannten Baumeisters, ist ein angesehener Schauspieler in Tiberias. Er liebt Sara, eine junge jüdische Frau. Mit ihr wandert er nach Kapernaum und hört dort die Bergpredigt Jesu. Sara zuliebe will Stephaton beim Theater kündigen und bei seinem Vater eine Lehre antreten. Doch die letzte Vorstellung ändert sein Leben abrupt. Es genügt ein falscher Satz gegen den Kaiser und er wird als Hilfskraft mit der Armee nach Jerusalem geschickt. Der Autor hat einen beeindruckenden Roman über die letzten Tage Jesu geschrieben. Das biblischen Geschehen hat er geschickt in eine spannende Handlung verpackt. Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Der erste Teil spielt vorwiegend in Tiberias und schildert das Leben des Stephaton und seine Begegnung mit Jesu. Zwei Jahre später wird die Geschichte fortgesetzt. Stephaton gehört zum Hinrichtungskommando der Römer. Er erlebt die Verurteilung und die Kreuzigung Jesu somit hautnah. Der dritte Teil schließt dort ab, wo die eigentliche Handlung begann: auf dem Hügel bei Kapernaum. Stephaton sieht den Auferstandenen. Der Schriftstil des Buches lässt sich gut lesen. Die Handlung hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Es fiel schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Der Autor hält sich an vielen Stellen exakt an den biblischen Text. Natürlich gibt es ein paar Abweichungen, die aber die Ereignisse des Karfreitags nicht tangieren. Um dieses Geschehen wurde eine tiefgehende Rahmenhandlung geschrieben. Die sprachlichen Höhepunkte sind für mich vor allem die Gespräche und Dialoge. Wenn sich die Frauen um Jesu über die Zukunft mit Maria, Jesu Mutter, unterhalten, werden Fragen berührt, die die Frauen im Innern bewegen. Ganz anders verläuft der Dialog zwischen Pilatus und Kaiphas. Hier sind unterschwellige Drohungen und versteckte Anspielungen spürbar. Die beiden brauchen einander, mögen sich aber nicht. Deutlich wird herausgestellt, dass für die Römer ein Posten in den jüdischen Provinzen eher Strafe als Belohnung war. Pilatus wirkt wie ein Getriebener. Im ersten Teil des Buches gibt es ein inhaltsreiches Gespräch zwischen Herodes Antipas und Sextus Salvius. Vergleiche zwischen Johannes dem Täufer und Jesu zeugen vom Zeitgeist. Die Verurteilung Jesu und die Kreuzigung werden mit berührenden Worten wiedergegeben. Viele gehen vom Kreuz anders weg, als sie gekommen sind. Mit einem besonderen stilistische Mittel hat der Autor die Qualen der Kreuzigung deutlich gemacht. Stephaton hatte als Schauspieler selbst eine Kreuzigungsszene zu spielen. Die drohte zu entgleiten. Stephaton ließ mich als Leser wissen, was in der Zeit mit seinem Körper geschehen war. Damit brauchte das in Jerusalem auf Golgatha nicht nochmals eingeflochten zu werden und war doch immer gegenwärtig. Ich hätte meiner Rezension manch Bibelzitat voranstellen können, habe mich aber bewusst für die obigen Worte von Stephaton entschieden. Er spricht sie zu Sara nach der Bergpredigt Jesu. Wie Recht er mit dem ersten Teil seiner Aussage hatte, zeigen 2000 Jahre vergangener Geschichte. Beim letzten Teilsatz irrt Stephaton. Eine Karte Jerusalems und ein ausführliches Nachwort des Autors ergänzen das Buch. Das Cover mit dem roten Himmel über den Mauern Jerusalems zieht die Blicke an. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Der Spagat zwischen biblischen Geschehen und fesselnder Rahmenhandlung ist sehr gut gelungen. „...Ihr seid das Salz der Erde...“ ist eine der Botschaften Jesu, die wiederholt im Buch anklingt und auch Stephaton nicht loslässt.

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    • 3
  • Ein berührender Roman über die Passion

    Die neunte Stunde
    Arwen10

    Arwen10

    17. April 2017 um 05:20

    Stephaton, ein junger Grieche, ist Mitglied einer Schauspielertruppe und der Star aller Aufführungen. Als er sich eines Tages dazu hinreißen lässt , die römische Herrschaft lächerlich zu machen, hat das Folgen für ihn. Stephaton muss als Strafe zwei Jahre als Hilfssoldat in einer römischen Garnison in Jerusalem dienen. Nur was wird aus Sara, dem jüdischen Mädchen , das er liebt ? Wird er sie wiedersehen ? Wird sie auf ihn warten ?Bei diesem Buch handelt es sich um einen biblischen Roman zur Passionszeit. Das Buch ist in drei Kapitel unterteilt und der erste Teil beschäftigt sich sehr ausführlich mit der Vorgeschichte. So lernen wir Stephaton und Sara kennen und auch Jesus, der eine Rolle in diesem Buch spielen wird. Der Roman heißt "Die Neunte Stunde" und wer sich etwas in der Bibel auskennt, weiß was in der neunten Stunde passiert ist. Der Autor hält sich recht genau an den Bibeltext. Manche Details sind natürlich der Freiheit eines Romans geschuldet. Als Leser taucht man in eine sehr detaillierte, anschaulich geschilderte Welt ab und ist überall live dabei.Das Besondere an diesem Buch ist die Passion. Dem Autor gelingt es außergewöhnlich gut, diese zu beschreiben, so dass man meint, es beinahe selbst zu spüren. Alles, was man schon aus der Bibel kennt, wird hier in eine Geschichte eingebunden, die sehr zu Herzen geht. Eine Kreuzigung ist eine furchtbare Sache, die hier jedem deutlich wird. Was Jesus für uns Menschen getan hat, wird hier sehr realistisch dargestellt. Dieses Buch gerade in der Passionszeit oder zu Ostern zu lesen, bringt das Geschehen besonders nahe.Dieses Buch hat mir sehr gefallen. Ich habe das Buch gerade zur passenden Zeit gelesen. Besonders die Schilderung der Passion von Jesus ist mir sehr nahe gegangen. Dabei kannte ich ja eigentlich schon alles aus der Bibel. Der Schluß hat mir besonders gut gefallen, eine ganz besondere Szene. Sehr beeindruckend ist es auch, was mit den Menschen passiert ist, die bei der Kreuzigung von Jesus dabei waren. Es ist ein Ereignis, das viele Menschen verändert hat. Als Leser wird man animiert alles nochmal in der Bibel nachzulesen. Der Kreuzestod von Jesus hat für den christlichen Glauben eine zentrale Bedeutung. Dieser Roman macht ihn ein Stück weit verständlicher für die Leser, die mit der Bibel sonst gar nichts zu tun haben. Gläubige Leser werden wieder an das Wichtigste in ihrem Glauben erinnert. Was aus Stephaton und Sara wird, erfährt man natürlich auch noch....Ein sehr schöner biblischer Roman , den ich sehr gerne gelesen habe und nur empfehlen kann. Vielleicht gibt es noch andere biblische Themen, die der Autor einmal in Romanform fassen möchte ? Ich wäre auf jeden Fall wieder dabei. Der Schreibstil des Autors lässt sich zudem sehr gut lesen, so dass ich mir bei Gelegenheit auch seine  historischen Romane näher anschauen werde.

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  • Leserunde zu "Die neunte Stunde" von Günter Krieger

    Die neunte Stunde
    Guenter_Krieger

    Guenter_Krieger

    Liebe LeserInnen, zur nahenden Fastenzeit möchten der Brunnen Verlag und ich noch einmal eine kleine Leserunde zu meinem biblischen Roman "Die neunte Stunde" starten. (Das Buch wurde übrigens gerade unter dem Titel "swiadek"  = "Der Zeuge" auch ins Polnische übersetzt.) Man sollte für die Lektüre schon ein Faible für biblische Romane haben ;-) Eine Leseprobe gibt's bei Amazon. Über eine breite Streuung eurer Rezensionen wäre ich dankbar. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Günter Krieger Zum Inhalt: Stephaton, ein junger Grieche, lebt in Tiberias am See Genezareth. Sein Herz gehört Sara, einem jüdischen Mädchen. Doch eines Tages verändert sich alles: Als Mitglied einer Schauspielertruppe lässt Stephaton sich auf der Bühne zu einer Posse hinreißen, die den römischen Regenten lächerlich macht. Zur Strafe muss er zwei Jahre lang einer römischen Garnison in Jerusalem als Hilfssoldat dienen. Wird er Sara jemals wiedersehen? Kurz vor dem Passafest steht im Palast des Statthalters ein Rabbi namens Jesus vor Gericht …Günter Krieger erzählt die biblische Passionsgeschichte aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel.

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    • 112
  • klasse historischer Roman mit Mehrwert für christliche Leser

    Die neunte Stunde
    irismaria

    irismaria

    03. April 2017 um 19:13

    „Die neunte Stunde“ von Günter Krieger ist ein biblischer Roman, in dem das Leben Jesu aus ungewöhnlicher Perspektive erlebt wird. Hauptfigur ist der junge Grieche Stephaton, der in Tiberias am See Genezareth mit als Teil einer Schauspielertruppe lebt. Sie versuchen, durch humorvolle Stücke das Publikum zu begeistern. Doch bei einem Auftritt wird der Kaiser beleidigt, was Stephaton einen zweijährigen Strafdienst in einer römischen Garnison in Jerusalem einbringt. Hier wird er Zeuge der Verurteilung und Kreuzigung Jesu. Stephaton und seine Geliebte Sara haben Jesus schon in Galiläa erlebt und fühlen sich zu seiner Botschaft hingezogen. Mir gefällt an „Die neunte Stunde“ besonders die Mischung aus der Nacherzählung des biblischen Geschehens und einer Handlung um den Griechen Stephaton, der als Nichtjude einen anderen Blick auf Jesus hat als seine Anhänger. Die Mischung an Kulturen und Denkweisen im damaligen römischen Reich kommt sehr gut rüber und die Figuren sind (wie immer bei Günter Krieger) lebendig gezeichnet und die Handlung ist flüssig erzählt.Mein Fazit: ein klasse historischer Roman mit einem Mehrwert für christliche Leser.

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  • „Die neunte Stunde: Biblischer Roman“ von Günter Krieger

    Die neunte Stunde
    nancyhett

    nancyhett

    03. April 2017 um 09:14

    Ein spannender historischer Roman vom deutschen Autor Günter Krieger, erschienen Februar 2015 im Brunnen Verlag. Klappentext: Stephaton, ein junger Grieche, lebt in Tiberias am See Genezareth. Sein Herz gehört Sara, einem jüdischen Mädchen. Doch eines Tages verändert sich alles: Als Mitglied einer Schauspielertruppe lässt Stephaton sich auf der Bühne zu einer Posse hinreißen, die den römischen Regenten lächerlich macht. Zur Strafe muss er zwei Jahre lang einer römischen Garnison in Jerusalem als Hilfssoldat dienen. Wird er Sara jemals wiedersehen? Kurz vor dem Passafest steht im Palast des Statthalters ein Rabbi namens Jesus vor Gericht …Günter Krieger erzählt die biblische Passionsgeschichte aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel Meine Meinung: Ich habe schon mehrere Bücher von Günter Krieger lesen dürfen und auch dieses Mal war ich wieder absolut begeistert und gefesselt vom Buch. Der Autor hat einen Schreibstil, bei dem ich immer nur wieder sagen kann „WOW“, sehr flüssig und ungemein packend. In diesem Roman erzählt Günter Krieger die biblische Passionsgeschichte und er versteht es, den Leser auf eine überzeugende und mitreißende Weise sie ihm näher zu bringen. Wieder ein mehr als tolles Buch, welches ich einfach nur weiterempfehlen kann! Ein großes Lob an den Autor, der es immer wieder schafft mich für seine wundervollen Bücher zu begeistern, sie haben einen Extraplatz in meiner kleinen Bibliothek. Mein Fazit: Ein überaus gelungener Roman, den es sich zu lesen lohnt!

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  • Ein Bibelroman zum Genießen

    Die neunte Stunde
    seschat

    seschat

    02. April 2017 um 18:58

    INHALTWir schreiben das Jahr 28 n. Chr. Der Grieche Stephaton, Anfang 20, lebt und arbeitet in Tiberias am See Genezareth. Er ist ein erfolgreicher Schauspieler und liebt heimlich die Jüdin Sara. Für sie will er sogar das Schauspielen aufgeben und zum Judentum konvertieren. Doch der junge Rabbi Jesus und die römischen Stadtherren haben anderes mit ihm vor. So findet sich Stephaton bald schon in der römischen Armee wieder und ist für zwei Jahre in Jerusalem stationiert. MEINUNG"Die neunte Stunde" ist das nunmehr dritte Buch von Günter Krieger, das ich in kurzer Zeit lesen durfte und das mich positiv überrascht hat. Obschon ich mich nicht viel mit der Bibel und dem Christentum beschäftige, konnte mich Kriegers biblischer Roman vollends von sich überzeugen. Das lag vor allem daran, dass der Autor Fiktion und die überlieferte Jesus-Christus-Geschichte (NT) wunderbar stimmig miteinander in Einklang gebracht hat. Mehr noch, er hat den Sprachstil der damaligen Zeit gekonnt in den Plot eingeflochten. Ich war und bin von Kriegers Roman begeistert. Seine detaillierte Recherche hat sich einmal wieder gelohnt. So werden von seiner Adaption der Jesusgeschichte nicht nur Laien, sondern auch Kenner profitieren. Neben den Bibelfiguren Jesus, Johannes dem Täufer oder Pontius Pilatus ist es vor allem das erfundene Pärchen Sara und Stephaton, das in seiner Rolle überzeugt. Ihre tragische Liebes- und Lebensgeschichte reißt den Leser mit und gewährt dabei viele interessante Einblicke in die damalige Lebenswelt. Daher ist Kriegers Roman nicht nur religions-, sondern auch gesellschaftsgeschichtlich eine lohnenswerte Lektüre. FAZITEin Bibelroman, der Geschichte unterhaltsam aufarbeitet und dabei allerhand Wissenswertes um Jesus & Co vermittelt. Absolut lesenswert, vor allem in der Osterzeit. 

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  • Salz und Licht seid ihr

    Die neunte Stunde
    eskimo81

    eskimo81

    27. March 2017 um 15:50

    Stephaton, ein junger Grieche, lebt in Tiberias am See Genezareth. Als Mitglied einer Schauspielergruppe ist er beliebt, als er aber Sara kennen lernt, verliert er sein Herz an sie. Er weiss, dass er mit der Schauspielerei kein standhaftes Leben führen kann. Leider lässt er sich während einer Aufführung zu einer Pose hinreissen, seine Strafe, zwei Jahre lang muss er als Hilfssoldat in einer römischen Garnision arbeiten. Ein historischer Roman um die Passionsgeschichte. Ich sah das Buch schon vor einiger Zeit und wusste, dieses möchte ich gerne lesen. Wieso? Schwer zu beschreiben, es reizte mich, es interessierte mich, wie ein Autor ein solches historisches Thema verpacken kann. Wie er der Glaube und das historische vereint. Ich bin sprachlos. Ein Schreibstil der so bildlich ist, dass man sich direkt in die Zeit zurückgesetzt fühlt. Man sieht die Bilder vor sich, leidet und fühlt mit. Im Schlusswort erläutert Günter Krieger detailliert, was Fiktion und was übermittelt ist. Ja, er ist ein suchender, wer nicht? Fazit: Ein ganz spezielles Buch das definitiv nicht für alle Leser geeignet ist. Aber jeder, der Sucht, der etwas aussergewöhnliches sucht wird hier fündig. Für mich war das Buch ein riesige Bereicherung. Danke, Günter Krieger, für deinen Mut, so ein Thema aufzugreifen und darüber zu schreiben. Vorallem so zu schreiben, dass es nicht langatmig und langweilig ist sondern packend und gluschtig machend - so, dass man sich am liebsten noch detaillierter mit der Passionsgeschichte befasst.

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  • Der Rabbi Jesus ist tot, Prokurator! Er starb um die neunte Stunde.

    Die neunte Stunde
    LEXI

    LEXI

    Wenn man dem Nachwort des Buches Glauben schenken darf, hat sich Günter Krieger mit diesem biblischen Roman um die Passionsgeschichte einen Herzenswunsch erfüllt. In „Die neunte Stunde“ berichtet der Autor zahlreicher historischer Romane anhand seiner beiden fiktiven Protagonisten Stephaton und Sara von den in den Evangelien geschilderten Ereignissen um Jesu Gefangennahme und Tod. Günter Kriegers Geschichte beginnt in Tiberias, wo der knapp 20jährige griechische Schauspieler Stephaton auf Sara, ein Mädchen aus frommer jüdischer Familie trifft. Der talentierte und umschwärmte Publikumsliebling, der sich bislang vehement dagegen sträubte, als Sohn eines Baumeisters in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, verliebt sich auf den ersten Blick in die junge Frau, die seine Zuneigung erwidert. Durch Sara erfährt Stephaton von einem jüdischen Rabbi namens Jesus, der Todkranke heilt und über das Wasser eines Sees gegangen sein soll. In Kapernaum, einem Fischerdorf unweit von Tiberia, begegnet er dem Wunderrabbi schließlich persönlich und kann sich dessen ungewöhnlicher Anziehungskraft kaum entziehen. Stephaton beschließt, Sara zuliebe die Schauspielerei aufzugeben und dem sehnlichsten Wunsch seines Vaters Demetrios zu entsprechen. Doch bei seiner Abschiedsvorstellung kommt es zum Eklat und Stephaton wird mit dem Rest seiner Truppe verhaftet. Er wird zu zwei Jahren Zwangsarbeit als Hilfssoldat einer römischen Legion verurteilt, wo er als Diener des Zenturios Cassius Longinus einem Hinrichtungstrupp arbeiten muss, dessen Spezialität Kreuzigungen sind. Seine hoffnungsvolle Zukunft mit Sara scheint in weite Ferne gerückt, doch der ehemalige Frauenschwarm lebt nur noch dem Ziel vor Augen, seine geliebte Sara nach Ablauf seiner Strafe heiraten und mit ihr eine Familie gründen zu können. Doch kurz bevor die zwei Jahre vorüber sind, werden die römischen Besatzer plötzlich auf Jeschua ben Joseph, dem Wunderrabi namens Jesus, aufmerksam, dessen Gefolge immer größer wird. Es kommt schließlich zur Festnahme im Garten von Gethsemane und zu einer Gerichtsverhandlung… „Die neunte Stunde“ wird in insgesamt drei Kapiteln erzählt, wobei nach einem kurzen Prolog im ersten Teil „Laureolus“ der griechische Mime Stephaton mit seinem ausdrucksstarken und glaubwürdigen Theaterspiel vorgestellt wird und er Sara kennen lernen wird. Im zweiten Teil „Stephaton“ konzentriert sich der Autor auf die Zeit kurz vor der Gefangennahme Jesu, während im dritten Teil „Der neue Weg“ die Phase nach der Kreuzigung beschreibt. Positiv hervorzuheben ist meiner Ansicht nach die detaillierte Beschreibung in Form eines Lageplans der Stadt Jerusalem zur Zeit Jesu auf der ersten Buchseite, dessen Betrachtung ich dem Leser zur besseren Orientierung ans Herz legen möchte. Besonders wichtig erschien mir auch das Nachwort des Autors, in dem er einigen Gedanken und Erläuterungen zu seinem Werk Ausdruck verleiht und wo er verrät, in welchen Bereichen er sich strikt an die biblische Vorgabe hielt, und in welchen er sich durch fiktive Handlungen und Figuren dichterische Freiheit erlaubte. Fazit: Günter Krieger versteht es hervorragend, die biblischen Fakten lebendig zu gestalten und dem Leser anschaulich näher zu bringen. Die Lektüre dieses atemberaubenden Buches brachte mir die Passionsgeschichte und viele Personen aus der Bibel bildhaft vor Augen und versetzte mich ein paar Stunden lang zurück in längst vergangene Zeiten und erlaubte mir tiefere Einblicke darauf durch die Perspektive seines griechischen Protagonisten. Ein beeindruckendes Buch, das ich uneingeschränkt weiter empfehle!

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    • 4
    LEXI

    LEXI

    25. April 2015 um 19:05
    Tigerbaer schreibt Klingt sehr lesenswert =)

    Unbedingt!!!

  • Leserunde zu "Die neunte Stunde" von Günter Krieger

    Die neunte Stunde
    LEXI

    LEXI

    Ich möchte euch ganz herzlich zu einer neuen Leserunde einladen. Der Brunnen Verlag stellt 2 Exemplare des Buches „Die neunte Stunde“ von Günter Krieger zur Verfügung. Vielen Dank an den Verlag für die Unterstützung der Leserunde! Stephaton, ein junger Grieche, lebt in Tiberias am See Genezareth. Sein Herz gehört Sara, einem jüdischen Mädchen. Doch eines Tages verändert sich alles: Als Mitglied einer Schauspielertruppe lässt Stephaton sich auf der Bühne zu einer Posse hinreißen, die den römischen Regenten lächerlich macht. Zur Strafe muss er zwei Jahre lang einer römischen Garnison in Jerusalem als Hilfssoldat dienen. Wird er Sara jemals wiedersehen? Dann, kurz vor dem Passafest, steht im Palast des Statthalters ein Rabbi namens Jesus vor Gericht … Ein spannender historischer Roman um die Passionsgeschichte. Leseprobe: http://www.sendbuch.de/media/leseprobe/85921-01_leseprobe_die_neunte_stunde_-_guenter_krieger.pdf Falls ihr eines der zwei Exemplare gewinnen wollt, bewerbt euch bis zum 3.3.2015,  24 Uhr hier im Thread und beschreibt euren Eindruck der Leseprobe und weshalb ihr dieses Buch lesen möchtet. Ich möchte darauf hinweisen, dass Arwen10 die Bücher selber verschickt. Deshalb müssen wir euch darum bitten, im Gewinnfall 2,00 Euro Portokosten zu überweisen. Bewerbt euch nur, wenn ihr dazu bereit seid. Die Bücher werden erst nach der Überweisung des Geldes versendet. Wichtige Hinweise zu eurer Bewerbung: Ein Gewinn verpflichtet innerhalb von  4 Wochen zum Austausch in der LR mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte sowie zur Veröffentlichung einer  Rezension, die möglichst breit gestreut werden soll. Bewerber mit privatem Profil sowie jene ohne Rezensionen werden nicht berücksichtigt. Die Gewinner werden in der LR bekanntgegeben, es erfolgt keine Benach-richtigung per PN. Erfolgt innerhalb von 48 Stunden keine selbständige Übermittlung der Versandadresse per PN, wird neu ausgelost. Fehlende Adressen werden nicht per PN eingefordert. Bitte beachtet, dass es sich hierbei um eine CHRISTLICHE LESERUNDE HANDELT. In diesem Buch spielen christliche Werte eine wichtige Rolle.  Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer mit einem eigenen Exemplar bei dieser Leserunde mitlesen möchte, ist natürlich herzlich willkommen.      

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    • 53
  • Als ob man dabei gewesen wäre

    Die neunte Stunde
    SiCollier

    SiCollier

    01. April 2015 um 15:42

    „Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich Zeugnis für die Wahrheit ablege.“ (Seite 212) Meine Meinung Innerhalb relativ kurzer Zeit habe ich nun zwei Bücher, die die Passion Jesu beinhalten, gelesen - ein Sachbuch sowie diesen Roman. Das erleichtert es nicht gerade, gilt es doch, zwei Mal über sehr Ähnliches zu schreiben. Und eine Rezi zur Passion ist ohnehin etwas ungewohnt. Wobei Günter Krieger natürlich nicht einfach die Passion der Evangelien nacherzählt, sondern die Geschehnisse in einen größeren Zusammenhang bzw. eine Rahmenhandlung gestellt hat. Diese beginnt etwa zwei Jahre vor jenen Ereignissen und interessanterweise spielt ein griechischer junger Mann, Stephaton, eine Rolle. Interessant insoweit, als daß er eben kein Jude ist und dem Ganzen etwas reserviert und skeptisch gegenübersteht. Wundererzählungen nimmt er nicht einfach als gegeben hin, sondern hinterfragt diese. Für ihn ist Jesus nichts weiter als einer von vielen Wanderpredigern jeder Zeit. Das erste Mal hört er von Jesus, weil seine jüdische Freundin ihn zu einer Predigt mitnimmt. Hier hat der Autor die Bergpredigt auf eine Weise verarbeitet und geschildert, daß sie für den Leser so beeindruckend werden kann, wie sie es für die damaligen Zuhörer vermutlich war. Es ist, als ob man selbst im Gras sitzt und Jesu Worten lauscht. Stephaton ist Schauspieler, Mime nannte man das zu seiner Zeit, und während einer Aufführung kommt es zu einer Situation, die die Obrigkeit als beleidigend empfindet. Das war damals nun nicht so einfach zu übergehen wir heute, und nur den guten Beziehungen seines Vaters verdankt es Stephaton, daß er zu zwei Jahren Hilfsdiensten in einer Militäreinheit in Jerusalem „begnadigt“ wird. Was das für eine Einheit ist, wird er sehr bald lernen: es ist ein Hinrichtungskommando. Kaum dort eingetroffen, muß er auch gleich seinen ersten Dienst antreten. Als der Name Jehohanan fiel, wurde mir ganz anders. Denn wie der gekreuzigt wurde, ist mir nur zu gut bekannt; seine Gebeine sind der bis heute einzige archäologische Beweise für eine antike Kreuzigung sowie dafür, daß ein Kreuzigungsopfer bestattet werden konnte (bzw. durfte). Zum Glück geht der Autor nicht zu sehr ins Detail, und auch mit den weiteren Gelegenheiten, die sich Stephaton in der Hinsicht zwangsweise boten, verschont er uns dankenswerterweise. Kurz vor Ende seiner Dienstzeit soll ein jüdischer Rabbi namens Jesus verhaftet und hingerichtet werden. Im Folgenden gelingt dem Autor eine solch intensive Schilderung der Ereignisse, daß man das Gefühl hat, den Geschehnissen selbst hautnah beizuwohnen. Man hört Waffen klirren, Schritte in den nächtlichen Gassen widerhallen, die Anklagen und Verhandlungen vor Pilatus wie Herodes bis hin bis zum bitteren Ende auf Golgota. Der Autor hält sich bei seinen Schilderungen recht genau an die überlieferten Berichte und füllt Lücken dermaßen realistisch, daß es eigentlich nur so gewesen sein kann. Im Nachwort geht Günter Krieger dann noch auf die Unterschiede von „Fakt“ und „Fiktion“ ein. Er begründet auch, weshalb er die Handlung im Jahr 30 ansiedelt und was die Legende zu manchem der im Buch Auftretenden weiß. Eine gut lesbarer Roman aus der Zeit Jesu und einer der besten biblischen, die ich bisher gelesen habe. Kurzfassung Der Autor zeichnet ein mehr als lebendiges Bild von den Geschehnissen der ersten Karwoche und vermittelt dem Leser das Gefühl, direkt dabei gewesen zu sein.

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  • Passionsgeschichte mal anders

    Die neunte Stunde
    Sturmtochter

    Sturmtochter

    23. March 2015 um 10:29

    Zum Inhalt: Stephaton, ein junger Grieche, lebt in Tiberias am See Genezareth. Sein Herz gehört Sara, einem jüdischen Mädchen. Doch eines Tages verändert sich alles: Als Mitglied einer Schauspielertruppe lässt Stephaton sich auf der Bühne zu einer Posse hinreißen, die den römischen Regenten lächerlich macht. Zur Strafe muss er zwei Jahre lang einer römischen Garnison in Jerusalem als Hilfssoldat dienen. Wird er Sara jemals wiedersehen? Kurz vor dem Passafest steht im Palast des Statthalters ein Rabbi namens Jesus vor Gericht …Günter Krieger erzählt die biblische Passionsgeschichte aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel. Meine Meinung: Günter Krieger lässt uns durch seinen Roman die neunte Stunde viele Geschichten aus dem Evangelium aus einem andern Blickwinkel erleben. So erleben wir zum Beispiel die Bergpredigt aus der Sicht des jungen Griechen Stephaton, also eines komplett Ungläubigen, was dem Autor hier sehr überzeugend gelungen ist. Der Leser erfährt die Geschichte hauptsächlich aus der Sicht von Sara und Stephaton. Aber auch wie andere Personen die Passionsgeschichte miterlebten wird geschildert, unter anderem der Konflikt des Pontius Pilatus, der Jesus eigentlich gar nicht verurteilen will und versucht seine Hände in Unschuld zu waschen, ist ein Abschnitt der mir sehr gut gefallen hat. Stephaton wird als Hilfssoldat ausgerechnet dem Hinrichtungstrupp zugeteilt der für Kreuzigungen zuständig ist, somit wird dem Leser auch zuteil was es bedeutet gekreuzigt zu werden. Nicht unbedingt was für Zartbesaitete. Sara und Stepathons Liebesgeschichte ist wirklich toll ins Geschehen eingebaut. Auch die Geschehnisse im Schatten des Kreuzes sind wirklich mitreißend. Fazit: Ein wirklich schön geschriebener Roman. Absolute Leseempfehlung.

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  • die Passionsgeschichte eingebunden in eine fikitve Erzählung

    Die neunte Stunde
    gusaca

    gusaca

    22. March 2015 um 12:59

    Der Autor Günter Krieger bindet in diesem Roman die Passionsgeschichte in eine fiktive Erzählung ein. DAbei erlebt der LEser wie Sara , eine gläubige Jüdin und der Grieche Stephaton, ein Mime, der in Sara verliebt ist, JEsus immer wieder begegnen. Diese beiden Personen erleben als Zeitzeugen aus sehr unterschiedlichen PErspektiven JEsu letzten beiden LEbensjahre mit. Sara begleitet JEsus 2 Jahre als Jüngerin und Stephaton wird als verurteilter Hilfssoldat gezwungen schließlich bei der HInrichtung JEsu zu helfen. Der LEser wird durch dieses Buch lebendig in die damalige LEbens - und Denkweise herangeführt. Auch der politische Hintergrund wird glaubwürdig von verschiedenen Seiten beleuchtet. Beide Hauptpersonen Sara und Stephaton werden durch JEsu Wirken immer wieder berührt und beeinflußt. Zunächst räumlich und auch glaubensmäßig voneinander getrennt, kommen sich die beide am Ende wieder näher. Bibelzitate werden immer wieder ins Buch eingebracht. Das LEben und Wirken JEsu hat in diesem Roman eine große BEdeutung und beeinflußt sowohl Jünger als auch Gegner. Der LEser erlebt die damaligen Begebenheiten hautnah mit. So oder ähnlich kann es wirklich stattgefunden haben.

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  • Die Passionsgeschichte aus der Sicht eines Hilfssoldaten - sehr spannend!

    Die neunte Stunde
    Smilla507

    Smilla507

    20. March 2015 um 11:31

    Stephaton, ein junger griechischer Mime (Schauspieler), lebt in Tiberias. Eines Tages lässt er sich auf der Bühne zu einer unüberlegten Aussage über den römischen Regenten hinreißen und wird dafür bestraft. Er soll für 2 Jahre nach Jerusalem und dort als Hilfssoldat dienen. Was er zu dem Zeitpunkt noch nicht weiß: Er wird dort auf Jesus treffen, den er zwei Jahre zuvor einmal hat reden hören und über den sich die Menschen viel erzählen... Und was er ebenfalls nicht weiß: In Jesu Gefolge befindet sich auch Sara, seine große Liebe. Romane zu biblischen Hintergründen finde ich immer äußerst interessant. Man erfährt dabei einiges Wissenswertes; Begebenheiten, die man eigentlich bereits kennt, werden aus einem anderen Blickwinkel dargestellt und lassen den Leser die damalige Zeit neu entdecken. So erging es mir mit diesem Roman, der von Jesu Passion handelt. Im Vordergrund steht Stephaton. Ausgerechnet aus der Sicht eines Griechen wird dieser Zeitabschnitt wiedergegeben. Eine mutige Entscheidung des Autoren. So erfuhr ich eher die Hintergründe, die zu der Kreuzigung Jesu führten. Jesus selbst bleibt oft im Hintergrund und spricht Sätze, die aus der Bibel bekannt sind. Es wird ihm also nichts anderes bzw. unbekanntes in den Mund gelegt. Aus der Perspektive Saras erfährt man, wie es im Gefolge Jesu zuging. Ich war die ganze Zeit sehr gespannt, welche Rolle Stephaton und Sara in der Handlung haben würden. Diese Frage macht den Roman so spannend, dass ich ihn ab der Hälfte in einem Rutsch durchlesen musste. Es gibt eine Szene, die nichts für Zartbesaitete ist. Es handelt sich dabei nicht um Jesu Kreuzigung, wie ich zu Beginn befürchtete. Auch wenn ich wusste, wie brutal so eine Kreuzigung war (dem Film „The Passion“ sei Dank) hat der Autor sie zum Glück nicht so ausschweifend und blutrünstig beschrieben. Der vordere Teil des Buches beinhaltet eine Karte von Jerusalem. Ein Glossar wäre hilfreich gewesen, da einige Begriffe sich erst im späteren Verlauf erklären. Manche Begriffe (z.B. die Kleidung betreffend) waren zwar nicht so wichtig für den Handlungsverlauf, aber ich hätte dennoch gerne gewusst, worum es sich dabei handelt. Fazit: Günter Krieger hat einen gut recherchierten, interessanten Roman geschrieben, der die Passionsgeschichte neu beleuchtet und mich sehr gefesselt hat!

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