Günter Seuren Die Asche der Davidoff

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Inhaltsangabe zu „Die Asche der Davidoff“ von Günter Seuren

Beide hatten einen glänzenden Start: zwei Männer, die in der Filmbranche Karriere machten, der eine Regisseur, der andere Filmjournalist. Ein gut funktionierendes Gespann, das in die Jahre gekommen ist. Der Journalist ist an seinem Schreibtisch sitzen geblieben, der Filmemacher hat die Ideale der frühen Jahre verdrängt und mit kommerzieller Kinoware das große Geld verdient. In seiner Reichweite steht immer das Kästchen mit seiner Erfolgszigarre, der Davidoff. Der Journalist zieht Bilanz: »Freunde sind wie alle nie geworden, und als wir älter wurden, haben wir uns in der Rolle von Berufsgegnern eingelebt, die sich bei kurzen Begegnungen auf Parties oder Filmfesten die Hände schütteln und den nächsten Streifen des anderen schon im voraus verachten.« Eines Tages erwacht der Journalist aus einer zunächst unerklärlichen Bewußtlosigkeit und findet sich in einer total veränderten Situation wieder: Er ist eingesperrt und trägt den Morgenmantel des Filmemachers, der ihm in seiner Abwesenheit sein Seehaus anvertraut hat, offensichtlich Opfer eines Irrtums. Während er auf die Lösung seines Falles wartet, stellt sich ihm die Frage nach seinem Marktwert: Wieviel wird der Partner zahlen, um das Leben eines Stofflieferanten zu retten - und seine Feder, die bereitwillig an der Legende von einem guten Gespann der professionellen Kameradschaft und der ungebrochenen Männlichkeit mitschrieb. Die Rettung des Journalisten ist gleichzeitig auch das Urteil über ihn: Er wird von den erdrückenden Wohltaten seines Partners immer tiefer in die Rolle es Mitläufers gedrängt. Die Männer täuschen Kameradie vor, wo der Schlagabtausch zwischen ihnen eigentlich schon das Ausmaß einer bizarren Feindberührung angenommen hat. Seuren hat eine bitter-komische Persiflage auf eine verstorbene Partnerschaft geschrieben, die sich ihr Ableben noch nicht eingestanden hatte. Die Schüsse, die fallen, sind das Privileg der Frau, die am Ende auf die Männer schießt, die sich geirrt haben. Eine Frau gewinnt, die gar nicht siegen wollte. Und Fiedler wird ein Kunstpreis mit Scheck verliehen, steuerfrei, womit die Welt der Branche wieder in Ordnung wäre - und eine Nestbeschmutzung wie diese weiteren Ehrungen nicht im Wege steht. (Quelle:'Flexibler Einband/01.07.1985')

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