Ich habe das Buch in meiner Schulzeit schon einmal gelesen, aber viel davon ist nicht haften geblieben. Einige Passagen kannte ich noch, vor allen Dingen die mit McDonald's, als ich es jetzt mal wieder in die Hände bekam und es noch einmal gelesen habe, habe ich festgestellt dass es kaum eine Änderung von Mitte der 80er Jahre zu jetzt gibt. Die Gesetze sind vielleicht anders, die Arbeitsmoral ist vielleicht anders und es ist mit Sicherheit auch nicht mehr so, dass ein moderner Sklavenhandel betrieben werden kann, aber die wirtschaftliche Situation und die arbeitsmoral ist irgendwie noch genauso oder schon wieder so. Die Ausländer arbeiten, die Deutschen sitzen zu Hause, weil sie einfach zu faul sind Arbeiten auszuführen. Es wurden in ganz unten einige sätzte formuliert die mich zum Nachdenken gebracht haben und die eine ganze Menge Wahrheitsgehalt enthalten. z.B der Satz dass die Ausländer die deutschen verweichlicht haben und faul gemacht haben und das stimmt auch heute noch. Wenn wir sehen welche Arbeiten von Ausländern getätigt werden wie Hol und Bringdienste und Paketzustelldienste Da ist es wirklich so, dass man sagt, wenn es die Ausländer nicht machen würden, würde es niemand machen, denn die Deutschen währen sich zu fein diese Arbeit zu machen. Pakete schleppen bis in die späten Abendstunden, Pakete austragen mit dem Verkehr kämpfen etc das macht kein deutsche und schon gar nicht für das Geld, für den Mindestlohn, und so ist es mit Sicherheit in sehr vielen Branchen der Fall. Eben genauso wie in den Tatsachen Bericht oder in der Reportage von Günter Gras. Ist schon krass wie man sich jetzt in vielen Bereichen dieses Buches wieder findet.
Günter Wallraff
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
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Der Aufmacher
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Neue Rezensionen zu Günter Wallraff
Das Buch handelt über den Journalisten Günter Wallraff der sich als Investigativ-Journalist in der Rolle des Türken Levent (Ali) 1983 für etwa zwei Jahre in bekannte deutsche Unternehmen einschleuste, um das Leben eines Hilfsarbeiters zu rekonstruieren. Dabei erfährt er am eigenen Leibe wie er ausgebeutet, ausgegrenzt, diskriminiert und gedemütigt wird.
Ein Buch das schon etwas älter ist aber dennoch an seinem Zeitgeist bis heute nichts verloren hat. Es zeigt deutlich wie so genannte Hilfsarbeiter als Menschen zweiter Klasse behandelt werden und Arbeiten durchführen müssen die ein 'Deutscher' niemals machen würde.
Günter Wallraff, der Mann mit vielen Identitäten, die er sich zur Aufklärung von Missständen aneignet. In seinem Buch „Der Aufmacher“ geht er als Hans Esser in die hannoveraner Bild-Redaktion. Schon im Aussehen von seiner Rolle angewidert, muss er den karrieregeilen Redakteur überzeugend bis zum Ende durchspielen, um nicht enttarnt zu werden. Dabei deckt er Methoden der Bild auf, die sich bis heute kaum geändert haben. Diese Reportage aus der wallraff’schen Feder gibt tiefe Einblicke in die Arbeitsweisen der Bild-Redaktion. Aufmerksamheischend werden Meldungen schon vor Kennung der Fakten zurecht drapiert, um feststehende Klischees und Stereotypen ganz nach Bild-Weltbild weiter zu betonieren, und in dieser Manier stellt Wallraff nicht nur fest, unter welchem Druck sich die freien Redakteure ständig und zu jeder Zeit befinden, sondern dass die Art und Weise Umstände zu bewerten, nach einiger Zeit in sein Privatleben eindringt.
Ich kann nur jedem empfehlen diesen gleichermaßen Klassiker und heute noch brandaktuelles Buch zu lesen!
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Günter Wallraff wurde am 01. Oktober 1942 in Burscheid bei Köln (Deutschland) geboren.
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