Das Leben des Jean Paul Friedrich Richter

von Günter de Bruyn 
4,1 Sterne bei8 Bewertungen
Das Leben des Jean Paul Friedrich Richter
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Gern gelesen. Ich mochte es zu merken, wie einige Kapitel stärker als andere waren.

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Inhaltsangabe zu "Das Leben des Jean Paul Friedrich Richter"

Johann Paul Friedrich Richter, als Schriftsteller Jean Paul genannt, der aus ärmlichen Verhältnissen kam und zum berühmten Mann wurde, dessen Ruhm einst den von Goethe und Schiller überschattete, der als erster das ungewisse Schicksal »freien« Schriftstellertums wagte, häufig um den Preis bitterster Armut, der von Frauen umschwärmte »Dichter der Jünglingsgefühle«, der große Satiriker und der unvergleichliche Gestalter der Lebensprobleme der »kleinen Leute«, ihres Alltags und ihrer Gefühlswelt, der von Herder und Wieland gefeiert wurde und über Börne und Heine bis zu George und Hesse und Jüngeren immerzu bewundernde Fürsprecher fand: Jean Paul und seine Zeit macht de Bruyn in seiner kunstvollen farbigen Darstellung lebendig. Diese Jean-Paul-Biographie ist ein Kabinettstück biographischer Erzählkunst und zugleich ein literarisch aufgearbeitetes Stück Geschichte.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596109739
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:Fischer Taschenbuch
Erscheinungsdatum:09.12.2011

Rezensionen und Bewertungen

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    michael_lehmann-papevor 5 Jahren
    Hervorragende und wegweisende Biographie


     

    Am 21. März 2013 jährte sich der Todestag des Schriftstellers Jean Paul zum 250. Mal. Grund genug, die wegweisende und fundierte Biographie Günter des Bruyns nach knapp vier Jahrzehnten zu überarbeiten und neu aufzulegen. Eine sachte Bearbeitung im Übrigen, die vor allem dem Anliegen De Bruyns Rechnung trug, den Leser nicht nur über das Leben und Werk Jean Pauls umfassend zu informieren, sondern ihn zudem für dieses Werk immer wieder auch neu zu motivieren.

     

    Ein Vorhaben, welches in dieser Biographie überaus gelungen im Raum steht, denn De Bruyn führt mit Empathie, eigener Leidenschaft und sachkundig zu Person und Werk des Schriftsteller hin und nutzt hierfür auch im eigenen Stil eine lebendige und flüssige Sprache. Eine Flüssigkeit, die in der vorliegenden Neubearbeitung noch gezielter spürbar gestärkt wurde.

     

    Ein heranführen an eine literarische Persönlichkeit, die sich allen eindeutigen Klassifizierungen entzieht, die in ihrem Werk ganz eigene Wege ging und damit ein beachtenswertes literarisches Vermächtnis hinterlassen hat. Was sich schon zu seinen Lebzeiten niederschlug , nicht nur, aber auch und gerade in Berlin, das Jean Paul 1800 das erste Mal besuchte. Dort „wurde er so viel gefiert wie nie zuvor oder danach“. Erwähnenswert vor allem, weil die Atmosphäre Berlins um diese Zeit durchaus inneren Widerhall in Jean Pauls Wesen fand, wie De Bruyn erläutert. Ein engerer Austausch zwischen Adel und Bürgertum, der „Atem der Freiheit“, der ihm entgegen wehte und dem er sich schon seit jungen Jahren im Sinne der Aufklärung verbunden fühlte. Und nicht zuletzt, auch hier setzt De Bruyn ein klares Licht auf Jean Paul, die „vielen, vielen Frauen“, die Jean Paul verehrend umlagerten. Den Genüssen des Lebens, an erster Stelle übrigens dem reichlichen Biergenuss, war Jean Paul keineswegs abgeneigt.

     

    Weibliche Offerten im Übrigen, denen Jean Paul durchaus Reiz abgewann, denen er aber kaum wirklich real dann Taten folgen ließ. „--- aber die Wirklichkeit wirkte auf beide Gemüter erkältend“. Jean Pauls Welt waren Briefe, Andeutungen, schriftliche Schwärmerei. Mehr als einmal kühlten nach realen Begegnungen dann auch die Briefwechsel deutlich ab.

     

    Schreiben war seine Welt, für das Schreiben ließ er alles andre zweitrangig sein, beim Studium schon angefangen. Breit ist die Hinterlassenschaft Jean Pauls und gar nicht einfach ist es, einen passenden Einstieg zu finden. An der Hand De Bruyns aber klärt sich hier die Lage durchaus. Das Werk wird, hier und da eher komprimiert, hier und da auch breiter, vor Augen geführt und in seinen Schwerpunkten dargestellt, so dass ein klarer Überblick für den Leser entsteht. Und ebenso deutlich wird, wie „modern“ Jean Paul in seiner intellektuellen Schärfe, seiner kritischen Beobachtungsgabe und seinem Blick für die Eigenarten und Ausdrucksformen vielfacher Persönlichkeiten sind.

     

    Als „Kind der Aufklärung“ ist Jean Paul Entwicklung, Freiheit, Fortschritt und die kritische Hinterfragung bestehender Verhältnisse (vom Alltag bis zum politischen) ein wesentliches Thema, das durchaus auch in der „modernen Zeit“ seinen Widerhall findet.

     

    Eine sehr zu empfehlende, lebendig geschriebene Biographie, die fundiert „Lust auf Jean Paul“ erweckt.

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    Elisevor 6 Jahren
    Rezension zu "Das Leben des Jean Paul Friedrich Richter" von Günter de Bruyn

    Ich habe dieses Buch als Vorbereitung der " Flegeljahre" gelesen. Jetzt muss ich allerdings zugeben, dass ich die weitere Lektüre erstmal aufschieben werde. Zwar fand ich es interessant etwas über einen mir bis dahin unbekannten Schriftsteller in so lebendiger Weise zu erfahren, dennoch muss ich zugeben, dass ich mich bei einigen Passagen etwas hindurchquälen musste.

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    einbuchdassesnichts avatar
    einbuchdassesnichtvor 8 Jahren
    Kurzmeinung: Gern gelesen. Ich mochte es zu merken, wie einige Kapitel stärker als andere waren.
    M
    meike
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    Wortwandler
    P
    panurg
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    Kaivaivor 3 Jahren
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    Powderfingervor 6 Jahren

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