„Mehrstimmig – Gedichte zur Musik“, ein Sammelband der Arbeitsgemeinschaft Lyrik des Berliner Verbandes der Schriftsteller. 15 Schriftstellerinnen und Schriftsteller haben sich in der Form von Gedichten mit Musik beschäftigt. Der Band zeigt die Dichtkunst der Gegenwart in einer großen breite. Einzelne Gedichte haben einen eher klassischen Aufbau und andere mehr Ansätze eines eher avantgardistischen Stils.
Aus diesem Band können viele Gedichte der Autorinnen und Autoren hervorgehoben werden. Mir ist besonders Frederike Frei mit ihrem Gedicht „Musik in Mauthausen“ aufgefallen. Ein strenger Stil mit drei bis fünf Wörtern pro Zeile und eine Umschreibung, ohne das Thema direkt anzusprechen.
Von Reinhild Paarmanm sind mehrere Gedichte in dem Band enthalten. Seine Gedichte haben eine formal einfache Form, eine geradezu abgehackte Sprache, zumeist zwei Wörter pro Zeile. Dem Gedicht „Katakombe“ ist ein Satz vorangestellt, der auf die Massengräber von Butcha verweist, hierzu passt die Sprache.
Es würde sich lohnen auf alle Autorinnen und Autoren einzugehen, doch dies sprängt jeden Rahmen. Wer sich für Poesie interessiert ist der kleine Band von etwas über 200 Seiten sehr zu empfehlen.






