Günther Bach Das Horn des Hasen

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Inhaltsangabe zu „Das Horn des Hasen“ von Günther Bach

Ein verregnetes Wochenende auf einer Insel, ein Mann ist verschwunden, ein Einbruch in ein Haus, Rätsel und versteckte Hinweise. Ruhig erzählt und doch spannend wie ein Krimi. Der Roman über die Faszination des Bogenschießens und wie es die Menschen verändern kann.

Die Fortsetzungen dieser Geschichte heißen: "Pfeile im Nebel" (2004), "Gegen den Strom" (2008) und "Das unsichtbare Ziel" (2011).

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  • Rezension zu "Das Horn des Hasen" von Günther Bach

    Das Horn des Hasen

    Peter_Pitsch

    05. March 2011 um 14:31

    Diesen Bezug legt das Grundthema des Buches zwingend nahe: nimmt man das Bogenschießen als Metapher, um das konzentrierte Schaffen des Schriftstellers bildhaft darzustellen, wird dem aufmerksamen Leser im Verlaufe der Lektüre gewahr, dass es sich bei dem Verfasser des Romans ´Das Horn des Hasen´ um einen geübten und brillanten Meisterschützen handelt. Ruhig und bedächtig hat Günther Bach stetig das philosophische Anliegen, das hehre Ziel, vor Augen und weiß mit sicherer Hand den Bogen allmählich zu spannen, ehe er treffsicher jenen Pfeil, der uns die überraschende Auflösung vermittelt, im Gold der Scheibenmitte platziert, auf dem Höhepunkt der Geschichte. Es ist die poetische Gelassenheit des Erzählers, die sich von Beginn an ins Bewusstsein senkt. Seine Arbeit als Architekt in der ehemaligen DDR lässt ihn unbefriedigt, Aufträge sind zum Selbstzweck entfremdet. Besuche auf dem kleinen Eiland Hiddensee (ins Geschehen verwobene Rückblicke), setzen einen seelischen Prozess in Gang, der allmählich neue philosophische Betrachtungsweisen eröffnet. Auf leisen Sohlen beginnt die geheime Suche nach dem Freund, nach verborgenen Zeichen, die über Grund und Art seines Verschwindens Aufschluss geben könnten. Erhard, der lebenskluge Bogenschütze, ein Einsiedler, der dem maroden System den Rücken gekehrt hatte und für die Dauer dreier Sommer den Erzähler sowohl in der Kunst des Bogenschießens als auch in eine Hingabe an die eigene Intuition unterwiesen hat. Diese auffallend intensive Zeit auf der Insel Hiddensee bildet den Umdrehungspunkt, und je mehr der Protagonist sich einer übersinnlichen Wahrnehmung anvertraut, desto stärker wird ihm die Sinnlosigkeit des alltäglichen Daseins und der Verdruss über ein unausgefülltes Leben bewusst. "Immer mehr verengte sich die schmale Spalte des Jetzt zwischen vergangenen und erwarteten Zwängen." Das Forschen nach Erhards ´Vermächtnis´ stellt solchermaßen eine Suche nach dem verloren gegangenen Zweck des Lebens dar. Wohin aber führt der eigene Weg, wenn am Ende der inneren Reise der Verlust des Vertrauten droht?! Sanft führt Günther Bach den Leser (und sich selbst) an die Antwort auf jenes Rätsel heran: Übereinstimmung. Diese führt von der Treffsicherheit des Bogenschützen über die Authentizität und Integrität des menschlichen Charakters bis hin zur selben Symbolik dieser wunderschönen Geschichte, die er auf übereinstimmend poetische und psychologisch sensible Weise, auf hohem stilistischen Niveau zu schildern versteht. "Doch ich vergaß meine Unlust bei der Betrachtung der Möwe, die mit unglaublicher Eleganz diesem Wetter trotzte. Zum ersten Male hielt ich für möglich, dass Vögel etwas wie Glück empfinden könnten, bei solch einer Art des Fliegens. Mühelos schien sie zu schweben, mit angewinkelten Flügeln glich sie die Schwankungen aus in sparsamem Strecken und Beugen, fast auf der Stelle schwebend. Selbst das taumelnde Auf und Ab, die Bewegung zur Seite schien leicht und sicher, ein Spiel, jenseits von Zweck und Ziel. ( ... ) Als Erhard den Bogen spannte, brach eine Welle schäumend ans Ufer, durchnässte ihn bis an die Knie. ( ... ) Bestürzend leer plötzlich der Himmel, und erneut wahrgenommen das Brausen des Windes in schmerzenden Ohren." Wer von Euch ebenfalls auf der Suche ist, nämlich nach anspruchsvoller Literatur, hat sie gefunden: Das Horn des Hasen. Peter Pitsch

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