Günther Kienle

 4.5 Sterne bei 4 Bewertungen
Günther Kienle

Lebenslauf von Günther Kienle

Günther Kienle wurde 1968 in Konstanz geboren, wo er heute mit seiner Familie lebt und phantastische Geschichten schreibt. Seine Gedanken kreisen meist um mystische Wesen, tragische Magier und interstellare Raumschiffe. Wenn es darauf ankommt, kann er aber auch unfallfrei einen Nagel in die Wand schlagen oder Fahrräder reparieren.

Alle Bücher von Günther Kienle

Phantastische Sportler

Phantastische Sportler

 (2)
Erschienen am 15.03.2018
Stille

Stille

 (2)
Erschienen am 11.10.2014

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Wuerfelhelds avatar

Rezension zu "Phantastische Sportler" von Günther Kienle

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Wuerfelheldvor 7 Monaten

Auch wenn Anthologien auf dem deutschen Markt eher einen schweren Stand haben, so besitzen sie doch eine gewisse Fangemeinde, die gerade die kurzen Texte zu festgelegten Themen mögen und dadurch gerne auch neue Talente kennenlernen. Diese Wünsche erfüllt auch „Phantastische Sportler“, eine Sammlung von 22 Geschichten, die mit einem Wendecover daher kommt, so dass man das Buch von beiden Seiten lesen kann.

INHALT
„Dabei sein ist alles“, sollte eigentlich die Maxime sein, unter denen Sport getrieben werden sollte. Aber so lange es Menschen gibt, haben sie diesen auch schon immer als Maßstab für Leistung gesehen – „Höher, schneller, weiter!“, das sind die Ziele, die so manchen dazu bringen bei Wettkämpfen zu schummeln, oder aber sich körperlich so zu verausgaben und zu verändern, um bei allen anderen anerkannt zu sein.


Die Autoren gehen dies auf sehr unterschiedliche Weise an, mal ernst und bedrückend, dann wieder mit einem schrägen Augenzwinkern und einer gewissen Prise Humor. Sei es nun, dass die Asen sich wieder einmal auf einen Wettkampf einlassen, weil sie Loki in diese verrückte Lage gebracht hat, Golfspiel zu einer galaktischen Sportart avanciert, weil die Menschen es nicht sein lassen können oder aber gute Geister jungen Leuten, die bisher eher am Rand der Gesellschaft stehen, besondere Kräfte verleihen … immer wieder schlägt unter dem Titelbild, das einen entschlossenen Thor mit Hammer zeigt, frecher Humor zu, mal mit einem warmherzigen Zwinkern und dann wieder mit eher diabolischem Grinsen, wenn es darum geht, liebgewonnene Sportlerklischees in die Pfanne zu hauen.

Ernsthafter geht auf der anderen Seite des Buches zu, wo ein Wettkampf in der Arena darüber entscheidet, dass ein Erbe sich bewähren muss, selbst wenn er eigentlich nicht will, oder ein Himmelswesen vom Pole-Dancing begeistert ist, oder die Menschheit wieder einmal versucht, in einer intergalaktischen Olympiade zu punkten, in der mehr oder weniger mit harten Bandagen gekämpft wird.

MEINE MEINUNG
Die Herausgeber haben eine interessante Auswahl von Geschichten getroffen, die im Prinzip alle Genres abdecken und auch jede Menge schräge Ideen verarbeiten. Die Autoren haben sich einige Gedanken gemacht, um das heutige Sport-Business auf die Schippe zu nehmen oder böse zu sezieren. Doping kommt ebenso zur Sprache, wie unlautere Mittel beim Wettbewerb. Andere wieder zeigen, dass es letztendlich nicht darauf ankommt, schön, trainiert und stark zu sein, oder gewisse Anforderungen zu stellen, sondern einfach nur dabei zu sein.

Besonders intensiv bleibt dabei „Hunde“ in Erinnerung – eine Geschichte, in der Menschentypen mit den Vierbeinern verglichen werden und der Autor mit einem warmherzigen Plädoyer endet, dass wirklich zu berühren weiß. In eine ähnliche Kerbe schlägt auch „Der Schreiber, der König und der Drache“, auch wenn die Geschichte mehr auf märchenhaft-herzliche Unterhaltung setzt.

So wie diese forcieren auch andere erst gar nicht eine besondere Aussage, sondern sind quasi reine Abenteuer, in denen ein sportlicher Wettkampf über Ruhm, Ehre und Überleben entscheidet. So ist bunte Vielfalt garantiert, bei der jeder Leser sicherlich seine Favoriten finden kann, ohne Rücksicht auf das Genre oder inhaltliche Vorgaben.

Die Erzählungen haben alle eine gute Länge und kommen an der richtigen Stelle zum Höhepunkt oder einer Pointe. Sie sind flüssig geschrieben und gut zu lesen – so dass formal nichts auszusetzen ist, und Leser egal ob Sportmuffel oder -fans ganz ihren Vorlieben folgen können.

„Phantastische Sportler“ ist eine ansprechende Sammlung von Kurzgeschichten, die das Thema ganz unterschiedlich aufgreifen und dabei treffsicher Spannung erzeugen, oder aber heutige Marotten, die mit körperlicher Betätigung einhergehen, auf die Schippe nehmen. Wer so etwas mag, der kann ohne Vorbehalte zugreifen, denn die Geschichten bieten jedem Leser gute oder kurzweilige Unterhaltung – und ganz persönliche Favoriten.

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Die_Schnurrbliotheks avatar

Rezension zu "Phantastische Sportler" von Günther Kienle

Mögen die phantastischen Spiele beginnen!
Die_Schnurrbliothekvor 7 Monaten

Egal ob Seifenkisten-Rennen im Weltall, sportliche Dickhäuter, Engel mit einer Leidenschaft für Poledance oder nordische Götter bei den Winterspielen: In der Anthologie Phantastische Sportler kommt die Crème de la Crème des Fantasy-Spitzensports zusammen. Zum Glück muss man als bekennender Sportmuffel (wie ich einer bin) weder illegale Dopingsubstanzen nehmen noch einen Teufelspakt auf der Herrentoilette einer Kegelbahn schließen, um diese Geschichten genießen zu können – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei!


~ Cover ~

Defintiv mal was anderes: Ein Wendecover! Als Comic-Nerd gefällt mir der Gestaltungsstil der beiden Cover sehr und auch die Urkunde im Innenteil ist eine witzige Idee.


~ Inhalt ~

Die 22 Autoren gewähren dem Leser in ihren Kurzgeschichten Einblicke in die Welt des phantastischen Sports: Das „phantastisch“ ist hier durchaus wörtlich zu nehmen! So unterschiedlich die sportlichen Disziplinen, so unterschiedlich sind auch die Autoren, ihre Schreibstile und Geschichten. Egal ob komisch, tragisch, herzzerreißend, gruselig, knallhart oder märchenhaft – spannend sind sie alle und ich musste mich durch keine durchkämpfen. Hier hat natürlich jeder Leser eigene Vorlieben. Mein persönliches Siegertreppchen sieht folgendermaßen aus:


Platz 1 und einen Goldkeks teilen sich „Die Tri-Aringer-Spiele“ von Jörg Fuchs Alameda und „Hunde“ von Luci van Org. Erstere Geschichte ist für mich der Inbegriff des Mottos „Dabei sein ist alles!“, welches hier auf spannende und herzerwärmende Art und Weise unter Beweis gestellt wird. Letztere Geschichte ist eine perfekte Ausrede für mich, warum ich lieber ein Labrador bleibe, als ein Windhund zu werden :)


Platz 2 und einen Silberkeks teilen sich „Löwenherz“ von Tobias Habenicht und „Muse 5.0“ von Nele Sickel. Beide beleuchten das Thema Doping aus einer Perspektive, die mich wirklich mit einer Gänsehaut und einem gehauchten „Wow“ zurückgelassen hat :)


Platz 3 und einen Bronzekeks teilen sich „Gefallen – gefunden“ von I. Jakobs und „Teuflische Neun“ von Elea Brandt. Sowohl die Vorstellung eines Engels, der seine Leidenschaft für Poledance auslebt, als auch die Vorstellung des Leibhaftigen auf einer Kegelbahn finde ich sehr amüsant :)


Alles in allem eine tolle Anthologie und gleichermaßen geeignet für Sportbegeisterte und Sportmuffel. Wer wissen will wie es ist, auf dem Rücken eines Arinorosses durch flüssiges Quecksilber zu schwimmen; wer schon immer mal einem Gladiatorenkampf beiwohnen oder wissen wollte, wie ein Zwergenrennen abläuft; wer einfach mal in die Welt des phantastischen Sports abtauchen möchte – der greife zu!

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Wuerfelhelds avatar

Rezension zu "Stille" von Günther Kienle

Pssst ... toller Lesestoff
Wuerfelheldvor 4 Jahren

„Storyolympiade“ – eine coole Idee. Weitere Infos zu den hier abgedruckten Geschichten findet ihr hier: http://www.story-olympiade.de/wettbewerb/wettbewerb-2013-2014-stille/

Das Thema, dem sich die TeilnehmerInnen zu stellen hatten – Stille – erscheint auf den ersten Blick irgendwie wie für Horror oder Schocker im allgemeinen geschaffen zu sein und mit eben dieser Erwartung ging ich an die Lektüre. Tja, weit gefehlt! Es wird ein unglaublich breites Spektrum abgedeckt und gerade die „leisen“ (haha!) Geschichten wissen wirklich zu begeistern. Mein persönlicher Favorit und Anlesetipp Nummer 1 wäre „Die schwebenden Mönche“ mit seinem dezent sarkastischen und hintergründig witzigen Schreibstil. Die Auflösung rockt einen zwar nicht komplett weg, aber als kleine, feine Geschichte, die zum Nachdenken anregt, taugt sie allemal. Steht ihr auf Fantasy, probiert es mal mit „Ohne Worte“, erforscht ihr gerne seelische Abgründe, dann wäre „Tage der Stille, Tage des Klangs“ eine gute Alternative.
Ihr merkt schon, hier findet jeder etwas, worauf er Bock hat.

Mein Fazit:
Nach der ersten Unzufriedenheit, weil ich irgendwie Fantasy, Science-Fiction oder zumindest permanente Action in irgendeiner Form erwartet habe, wussten die meisten Kurzgeschichten dann doch zu gefallen. Auch die Idee der Storyolympiade gefällt mir ausgesprochen gut – mal schauen, wenn da ein passendes Thema dabei ist, könnte ich mich glatt dazu hinreißen lassen, etwas beizutragen.
Zwar hätten bei mir die Top 3 nicht die Nase vorne gehabt, mein persönlicher Sieger wäre „Die schwebenden Mönche“, doch insgesamt sind alle abgedruckten Geschichten absolut lesenswert und ich habe keine nach wenigen Zeilen übersprungen, sondern alle tapfer durchgestanden.
Was soll ich sagen? So langsam beginne ich, mich für Kurzgeschichten zu erwärmen – vielleicht wird da ja doch noch eine Liebesgeschichte draus…

Meine Wertung:
4 von 5 Schweigegelübden

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