Günther Klößinger

 4.4 Sterne bei 13 Bewertungen
Günther Klößinger

Lebenslauf von Günther Klößinger

Günther Klößinger wurde 1965 in Bruckberg bei Ansbach geboren. Seit seiner Kindheit erzählt er vor Publikum eigene Geschichten und interpretiert Volksmärchen. Schon früh zeigt sich sein Faible für unheimliche und spannungsgeladene Stoffe – aus Grimms „Haus- und Kindermärchen“ faszinieren ihn vor allem die gruseligen Geschichten. Mit dem Krimivirus infizierten ihn ursprünglich die Klassiker des Genres, doch schon bald beginnt er, sich auch für zeitgenössische Autoren zu interessieren. Nach dem Abitur studiert Klößinger Erziehungswissenschaften in Nürnberg und arbeitet einige Jahre als Jugendsozialarbeiter. Seit 2005 ist er bundesweit als musikalischer Märchenerzähler „Gynni K.“ unterwegs. 2014 erscheint mit „Schnee von gestern …und vorgestern“ der erste Kriminalroman um Kommissar Prancock. Heute lebt Günther Klößinger mit seiner Familie in Kaufungen bei Kassel. Neben dem Schreiben und dem Erzählen von Märchen ist er noch in verschiedenen Musikprojekten und als Radiomoderator tätig.

Alle Bücher von Günther Klößinger

Günther KlößingerSchnee von gestern ...und vorgestern
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Schnee von gestern ...und vorgestern
Schnee von gestern ...und vorgestern
 (9)
Erschienen am 11.12.2014
Günther KlößingerFox & Crime / Blüten aus Babylon
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Fox & Crime / Blüten aus Babylon
Fox & Crime / Blüten aus Babylon
 (4)
Erschienen am 12.04.2016

Neue Rezensionen zu Günther Klößinger

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Rezension zu "Schnee von gestern ...und vorgestern" von Günther Klößinger

Ein Krimi mit Bezug zu sehr aktuellen Ereignissen
Lucciolavor 2 Jahren


Lustigerweise ist "Schnee von gestern ... und vorgestern" der zweite Teil einer Reihe. Der erste Teil wird demnächst erscheinen. Dennoch hat man keinerlei Probleme, in das Buch hineinzufinden!


Der Schreibstil ist sehr humorvoll und zur gleichen Zeit detailliert. Der Autor legt sehr viel Wert auf die kleinen Details, die einem im eigenen Leben vielleicht gar nicht auffallen würden. Doch gerade das macht das Lesevergnügen hier auch aus - denn der Autor schafft es gleichzeitig, trotz der großen Detailliebe - die Spannung immer aufrecht zu erhalten. 


Ich muss zugeben, das Buch war für mich keine "schnelle Nummer". Kein Buch, das ich angefangen und sofort zu Ende gelesen habe. Ich hatte gesundheitliche Probleme und wollte in dieser Zeit oft etwas leichtere Kost lesen, demnach hat mich das Buch jetzt über Monate begleitet. Immer wieder habe ich darin gelesen, wenn mir danach war. Und immer wieder habe ich - trotz längerer Pausen - problemlos in die Welt der Familie Prancock zurückgefunden. Das Buch ist lang und durch die vielen Handlungsstränge sehr komplex, die Handlung ist geradezu erschreckend aktuell - obwohl das Buch schon vor längerer Zeit geschrieben wurde - und genau all das macht das Buch zu etwas so Besonderem. Wir haben hier einfach alles. Ausländer, Flüchtlinge, Geheimdienste, Nazi-Vergangenheit, Anschläge auf Flüchtlinge oder auf Menschen, die ihnen helfen. Das alles kann man problemlos in die heutige Zeit versetzen...


An der Geschichte selbst habe ich somit absolut nichts zu bemängeln! Ein herausragend erzählter Krimi mit einer wirklich außergewöhnlichen Schreibart und Geschichte. Einen kleinen Kritikpunkt gibt es dennoch - jedoch nicht an der Story selbst. Das Taschenbuch ist deutlich größer als die normal üblichen Bücher. Dadurch ist es sehr schwer, die Seiten sind breiter, die Ränder schmäler und der Zeilenabstand geringer. Das macht es leider manchmal schwierig, über einen längeren Zeitraum zu lesen. Vielleicht ist hier die ebook-Variante doch die bessere Wahl. Außerdem sind die Kapitel wirklich sehr, sehr, sehr lang. Ich mag es gerne, ein Kapitel zu Ende zu lesen, bevor ich das Buch weglege, um zum Beispiel schlafen zu gehen. Das ist hier so gut wie unmöglich, was ich etwas schade finde. Das wars aber auch schon mit den Negativpunkten: Mit einem anderen Layout bzw. einer anderen Größe und etwas kürzeren Kapiteln wäre das Buch in meinen Augen perfekt! 


fazit


Der absolut perfekte Mix aus Witz, Spannung, Humor, Geschichte und Aktualität! Ich kann "Schnee von gestern ... und vorgestern" von Günther Klößinger jedem ans Herz legen, der seinen Spaß an Krimis und aktuellen Geschehnissen hat. Vielen, vielen lieben Dank, Günther, für das Rezensionsexemplar, an dem ich sehr viel Freude hatte! Und jetzt freue ich mich auf "Blüten aus Babylon!"


http://lucciola-test.blogspot.de/2016/06/books-gunther-kloinger-schnee-von.html

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MartinaScheins avatar

Rezension zu "Fox & Crime / Blüten aus Babylon" von Günther Klößinger

Krimi und Familie miteinander verwoben
MartinaScheinvor 2 Jahren


Durchgängiges Thema dieses Buches ist wie bereits im ersten, das eigentlich das zweite ist, die Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit. Auch die Punkte Liebe, Familie und Freundschaft nehmen wieder einen großen Raum ein.
Und ebenso, wie besagter erster Titel hat mich auch dieser erneut begeistert und völlig in den Bann gezogen.

Im Gegensatz zu »Schnee von gestern ... und vorgestern« werden einem die Zusammenhänge, da es diesmal nur zwei statt drei Erzählstränge gibt, etwas schneller deutlich. Dennoch erfährt man erst ziemlich zum Schluss des Werkes, wer die wirklich Bösen sind. Zunächst scheinen es nämlich ganz andere zu sein.
Die beiden Handlungsstränge bestehen aus dem eigentlichen Kriminalfall und Pancocks Tochter Jasmin, die von daheim abhaut, weil sie sich total unbeachtet fühlt - werden am Ende des Buches zu einem stimmigen Ganzen zusammengeführt.

Das Buch gewinnt erneut durch den flüssigen Schreibstil des Autors, aber auch durch sehr viel Stimmung und atmosphärisches Gefühl (Beispiele: Jasmin in der Hütte im Wald sowie einige sehr anschauliche und plastische Schilderungen des Lebens der Asketen). 

Die Erzählweise aus dem Blickwinkel des jeweiligen Handlungsträgers macht die Geschichte sehr lebendig. Zwar war ich in diesem Alter ein völlig anderer Typ Mädchen, doch ich kann mir gut vorstellen, dass Jasmin sich im Dunkeln in der Hütte vor den vielen unbekannten Geräuschen des Waldes gefürchtet hat.
Auch die Einblicke in die Sichtweise der Bösewichte tragen zum guten Gesamtpaket bei.

Bei den Szenen zwischen Jasmin und ihrem Märchenprinzen musste ich doch glatt ein paar Mal schniefen. Auf der anderen Seite hätte ich sie ob ihrer Naivität am liebsten so manches Mal geschüttelt.

Natürlich kommt auch Spannung und Action wieder nicht zu kurz - ganz im Gegenteil. Oftmals hatte ich auch das Gefühl, ich stehe direkt neben Pranke, schaue ihm bei seinen Ermittlungen über die Schulter und fiebere mit ihm mit.

Weiterhin hat Günthers Ausdrucksweise in mir wieder so etliche Lachsalven erzeugt. Sein hintergründiger Humor ließ mich ein ums andere Mal schmunzeln.
Prancocks Sprüche und die häufig spaßigen Dialoge schließen quasi nahtlos an das oben genannte Buch an und machen »Fox & Crime« in meinen Augen unvergleichlich.
Ein Beispiel, das für viele solcher Redewendungen steht:
»»»Gegen ihn lagen so viele internationale Haftbefehle vor, dass er auf Tournee durch die Gefängnisse der Welt gehen könnte.«««


Die Tatsache, dass er ›Garry Button‹ wieder eine kleine Nebenrolle gegönnt hat, gefiel mir sehr gut. Wer »Schnee von gestern ... und vorgestern« gelesen hat weiß, dass diese Figur nicht fehlen darf.

Die Protagonisten sind wiederum sehr authentisch und ausführlich geschildert und kommen zudem absolut sympathisch rüber. Ferner wirken sie absolut lebendig - vielleicht auch durch ihre speziellen Eigenheiten. Gerade das Chaotische der Familie Prancock sowie deren Freunde macht diese Figuren so wahnsinnig liebenswert.

Der arme Inspektor konnte einem zuweilen schon richtig leid tun. Gleichzeitig einen Kriminalfall zu lösen und nach der verschwundenen Tochter zu suchen - sich dabei auch noch mit seiner Ex auseinander zu setzen - ist alles andere als einfach. Dass die Gefühle in so einem Fall auch öfter mal mit einem durchgehen, verwundert nicht. 

Was hat der Bund der Asketen, deren Zweck des Daseins nur aus Verzicht zu bestehen scheint, mit einem Toten auf dem Dachboden zu tun? Und wie passen Askese und Völlerei zusammen?
Wie vielschichtig dieser Kriminalfall ist, zeigt sich erst im Laufe der Geschichte.

Die Suche nach der Tochter, bei der auch die Reporterin Ilka tatkräftig mithilft, führt Pranke letztendlich nicht nur zu seiner Tochter, sondern auch zur Lösung des Kriminalfalls.

Das Ende empfand ich als durchaus überraschend. Durch die ausführlichen, abschließenden Erläuterungen der Zusammenhänge wurde das Buch dann jedoch wieder absolut stimmig.

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MartinaScheins avatar

Rezension zu "Schnee von gestern ...und vorgestern" von Günther Klößinger

Auftakt zu einer Krimireihe der ganz besonderen Art
MartinaScheinvor 2 Jahren

Eine derartig lange Lesezeit hatte ich in den letzten Jahren bei keinem Buch. Zusammengerechnet habe ich fast 17 Stunden mit diesem packenden und fesselnden mit über 600 Seiten in der Printversion (Amazon) angegeben Krimi verbracht.

Durch die verschiedenen Handlungsstränge mit vielen agierenden Personen muss man sich beim Lesen sehr konzentrieren. Dieses Buch eignet sich nicht zum einfach mal eben weglesen, sondern bedarf entschieden größerer Aufmerksamkeit. Nicht umsonst hat der Autor auch nach dem Vorwort und einem Ortstermin die wichtigsten Handlungsträger aufgelistet, so dass man sie schon im Vorfeld etwas kennenlernt.

 

Die einzelnen Stränge reichen in der Vergangenheit bis zu Kriegsverbrechen in Nazi-Deutschland über einen 30 Jahre zurückliegenden Mord und wieder retour in die Gegenwart. Hier konzentriert sich das Geschehen auf eine deutsche Kleinstadt sowie deren Umgebung.

Eine Jugendband mit ihren Freunden, Asylanten, eine gemeinnützige Organisation, der Bürgermeister, eine illegale Einwanderin, Neo-Nazis sowie die für die Lokalzeitung recherchierende Else und die Privatdetektivin Penny geben sich hier szenenmäßig die Klinke in die Hand. Ein Überfall auf Jeannie und ihren Hof ist nur die erste Handlungsspitze.

Politisches Kalkül und Gier spielen vielleicht nicht die erste Geige, dafür jedoch eine große Rolle.

Verschwörungen und Deutschtümelei ziehen sich von besagter Vergangenheit bis ins hier und jetzt.

 

Ein weiterer Handlungsstrang spielt in Frankreich, wo Geheimdienste mit allen Mitteln verhindern wollen, dass ein vor Jahren gescheiterter Atomversuch auf dem Mururoa-Atoll, der viele militärische und zivile Opfer gefordert hat, ans Licht gelangt. Natürlich wurde das Ganze vertuscht und alle Leute, die tiefer graben wollten oder auch nur den Anschein erweckten, etwas zu wissen, eliminiert.

Fox und Ilka stechen hier ungewollt mitten in ein Hornissennest, dabei wollten sie doch nur Urlaub machen. Ilka zieht zudem zwei junge Leute ungewollt mit hinein.

Welche Rollen spielen die Departements C und F, ein von Mönchen geleitetes Hospital und ganz besonders die undurchsichtige Äbtissin der »Schwestern der heiligen Berge«, die absolut nicht der gängigen Vorstellung einer Nonne entspricht?

 

Dieses Buch ist zwar als Kriminalroman deklariert, liest sich in großen Teilen jedoch wie ein Agententhriller. Aber auch die Gefühle und der Humor kommen nicht zu kurz.

Den im Buch öfter auftauchenden Romanhelden Garry Button, erkennen bestimmt viele von uns. Sowohl Prancock als auch sein Kollege Steffens lesen die Hefte. Als Teenager habe ich das ebenfalls getan.

 

Nicht nur ein oder zwei, sondern viele der zahlreichen Protagonisten sind mir ausgesprochen sympathisch – vollkommen unabhängig vom Geschlecht, Alter, Beruf oder der Glaubensrichtung. Auch die weniger sympathischen Handlungsträger kommen in diesem Buch nicht zu kurz. In den Szenenwechseln erscheinen sie immer wieder aufs Neue.

 

Zuweilen fragt man sich, was die unrühmliche deutsche Vergangenheit mit der Vertuschung des fehlgeschlagenen Atomtests auf dem Mururoa-Atoll zu tun hat, doch auch hier gibt es eine bestimmte Person als gemeinsamen Nenner.

Der fulminante Showdown findet auf einem alten Gehöft statt und zu Beginn sieht es so aus, als käme keiner der Partyteilnehmer mit dem Leben davon.

 

Die bis zum Schluss stattfindenden häufigen Szenenwechsel ließen zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommen, sondern hielten die Spannung beständig auf einem hohen Level.

Der Autor hat es zudem wunderbar verstanden, durch eine sehr plastische und bildhafte Sprache verbunden mit flapsigen Sprüchen und Vergleichen unter anderem aus dem PC-Bereich das Buch trotz der zahlreichen Verbrechen nicht zu hart erscheinen zu lassen. Mehrfach musste ich nicht nur schmunzeln, sondern teilweise herzhaft lachen.

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