Günther Loewit Der ohnmächtige Arzt

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Inhaltsangabe zu „Der ohnmächtige Arzt“ von Günther Loewit

Seit Jahren wird mit Erfolg am Ansehen der Ärzteschaft gekratzt: Ein aufgeblähter Verwaltungs- und Kontrollapparat, der den Ärzten beinahe täglich neue Protokolle, Formulare, Erklärungen und Rechtfertigungen abverlangt und immer neue Hürden erfindet; eine gewinnoptimierte Pharmaindustrie, die mit stets neuen, teuren Präparaten in die Arztpraxen und Spitäler drängt; überinformierte Patienten, die selbst am besten zu wissen glauben, welche Behandlung ihnen zusteht; und eine Menschheit, die den Traum von Gesundheit bis ins hohe Alter, von der Heilbarkeit jeder Krankheit träumt: Sie alle arbeiten an der schleichenden Demontage der Heilkunst. Mit dem Insiderwissen des erfahrenen Arztes und Kammerfunktionärs, sensibel, präzise und doch mit polemischer Schärfe, diagnostiziert Günther Loewit die Krankheiten, an denen unser Gesundheitssystem leidet, blickt schonungslos auf die Geschäftemacherei mit der Krankheit, auf die Schikanen und Doppelgleisigkeiten des Gesundheitssystems, auf die zunehmende Wert- und Würdelosigkeit der Ärzte und auf den verlorengegangenen Respekt des Systems vor der Heilkunst.

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  • Rezension zu "Der ohnmächtige Arzt" von Günther Loewit

    Der ohnmächtige Arzt
    Solifera

    Solifera

    04. November 2010 um 11:35

    Dass mit unserem Gesundheitssystem so einiges nicht stimmt, ist lange bekannt. Wo aber liegen die Ursachen dieser Misere? Sind nicht die Ärzte unsere (Halb-)Götter in Weiß, die über allem erhaben sind? Nein, schon lange nicht mehr. Der Arzt als solcher ist nicht mehr nur eine ausgebildeter Mann (bzw. Frau) der Heilkunst, sondern wird immer mehr zum Bürokraten, der Formulare über Formulare ausfüllt (/ausfüllen muss), zum Geknechteten der Geschäftemacherei einer geldgierigen Pharmaindustrie, zum Unterdrückten der Krankenkassen und zum Spielball der neuerdings durch Internet und andere Medien aufgeklärten Patienten. Diese wollen natürlich die bestmögliche (neue) Therapie. Und wenn sie die nicht bekommen, gehen sie einfach zu einem anderen Doktor. Das artet in Erpressung aus! Und die entmachteten „ohnmächtigen“ Ärzte ihrerseits werden zum Sparen angehalten, beispielsweise zum Verordnen von Nachmacherpräparaten (=Generika) statt teurer Originale, weil die Krankenkasse xy eben mit diesem oder jenem Hersteller einen Rabattvertrag hat. Wie man es dreht und wendet: Alle diejenigen, die auf das Behandeln des Arztes seiner Patienten scheinbar Einfluss nehmen wollen, haben oft nicht die leiseste Ahnung, was sie damit anrichten, geschweige denn, dass sie ausgebildete Naturwissenschaftler wären. Politiker, Krankenkassen-Mitarbeiter, Patienten usw., alle wollen sie mitmischen. Dieses Buch wurde von dem in Österreich praktizierende Allgemeinmediziner Dr. Günther Loewit verfasst. Dennoch ist es auch auf Deutschland oder andere europäische Mitgliedsstaaten anwendbar, wo es nicht anders aussieht. Es deckt nun ein für allemal Missstände unseres ach so tollen Gesundheitssystems auf, die eigentlich längst bekannt sein sollten. Es regt zum Nach- und Umdenken an. Man wird ein ganz anderes Bild nun haben, vor allem aber jede Menge Respekt vor dem Arztberuf.

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