Der letzte Sterz

von Günther Pfeifer 
3,9 Sterne bei19 Bewertungen
Der letzte Sterz
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Positiv (15):
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Das kultige Ermittlerduo Hawelka & Schierhuber ist wieder da - mit urigen Figuren, schwarzem Humor und dem richtigen Schuss Lokalkolorit!

Kritisch (1):
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Total viele Dialoge , dazu Gedankengänge von Hawelka. Langatmig. Extrem schwer zu lesen. Aber toller Dialekt und muntere Schreibdamen.

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Inhaltsangabe zu "Der letzte Sterz"

Ein skurriler Kriminalroman aus der steirischen Idylle.

'Nicht Johann sollst du ehren, sondern Leuthold!' – Eigentlich ein schöner Satz. Aber mit Blut auf einen Sockel geschmiert wirkt er gleich etwas weniger schön. Und wenn auf dem Sockel statt der Statue des Erzherzogs Johann eine künstlerisch fragwürdige Betonfigur steht, ist das überhaupt nicht mehr schön. Und wenn in dieser Figur die Leiche eines Mannes steckt, dann gefriert einem leicht das Blut in den Adern. Hawelka und Schierhuber ermitteln und müssen bald auf einer steirischen 'Huabm' um ihr eigenes Leben fürchten.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783740804282
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:Emons Verlag
Erscheinungsdatum:20.09.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    wampyvor 4 Stunden
    Erfrischend anders

    Buchmeinung zu Günther Pfeifer – Der letzte Sterz

    „Der letzte Sterz“ ist ein Kriminalroman von Günther Pfeifer, der 2018 im Emons Verlag erschienen ist.

    Zum Autor:
    Günther Pfeifer wurde in Hollabrunn (Niederösterreich) geboren, lernte ein Handwerk und war jahrelang Berufssoldat. Seit seinem Wechsel in die Privatwirtschaft arbeitet er im Ein- und Verkauf. Er schreibt für Magazine, außerdem Theaterstücke und Kriminalromane. Günther Pfeifer lebt in Grund, einem kleinen Dorf im Weinviertel.

    Klappentext:
    'Nicht Johann sollst du ehren, sondern Leuthold!' – Eigentlich ein schöner Satz. Aber mit Blut auf einen Sockel geschmiert wirkt er gleich etwas weniger schön. Und wenn auf dem Sockel statt der Statue des Erzherzogs Johann eine künstlerisch fragwürdige Betonfigur steht, ist das überhaupt nicht mehr schön. Und wenn in dieser Figur die Leiche eines Mannes steckt, dann gefriert einem leicht das Blut in den Adern. Hawelka und Schierhuber ermitteln und müssen bald auf einer steirischen 'Huabm' um ihr eigenes Leben fürchten.


    Meine Meinung:
    Dieses Buch besticht durch die schillernden Figuren und die humorvolle Herangehensweise. Hawelka betrachtet die Welt oft aus einem philosophischen Blickwinkel, während Schierhuber eher einen praktischen Ansatz bevorzugt. Während Hawelka grübelt, wie er an Informationen kommen soll, geht Schierhuber in die einheimische Abteilung des Gasthauses und trinkt mit diesen. Ich mochte die beiden Ermittler von Anfang an, auch wenn ihre Beschreibung schon manchmal etwas überzeichnet, zuweilen sogar comicartig erfolgte. Wichtige Unterstützung erfahren die beiden aus dem Informationsbüro, wobei auch private Infos ausgetauscht werden. Für mich wurden die Ermittler aber noch durch den Kommunisten getoppt. Dieser Mann ist ein begehrter Handwerker mit kommunistisch geprägten Ansichten. Er hat ein wunderbares Talent zur andersseitigen Darstellung der Geschehnisse. Seine Sicht wirkt fundiert aus der Perspektive des Gemeinwohls. So gibt es viele Lacher, aber die können auch schon mal im Hals stecken bleiben. Mit den Figuren und dem Stil der Erzählung kann der Kriminalfall nicht mithalten. Es gibt wundervolle Sprachbilder zu bestaunen, wenn z. B. das Russlandtief durch die Landschaft tanzt. Es gibt auch einige Sätze im steirischen Dialekt, die aber im Zusammenhang verständlich waren. Auch der Unwillen der Steirer mit den Hauptstädtern zusammen zu arbeiten wird thematisiert. Dabei sind die beiden Protagonisten keineswegs unfehlbar, aber Kommissar Zufall und das Informationsbüro helfen im Fall der Fälle.


    Fazit:
    Diese Krimigroteske glänzt durch beißenden Humor und einen gelungenen Mix an Figuren. Der Kriminalfall bleibt dabei weitgehend auf der Strecke, aber trotz humorigen Grundtons werden auch ernste Themen angesprochen. Manchmal etwas überzogen aber erfrischend anders. Ich vergebe vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung für alle aus, für die es nicht bierernst zugehen muss.

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    Booky-72s avatar
    Booky-72vor 7 Tagen
    Der letzte Sterz

    Hawelka und Schierhuber sind ein eingespieltes Team, die hier schon in ihrem dritten Fall ermitteln dürfen. Diesmal verschlägt es die beiden in die Steiermark, eine Leiche wurde hier als Statue aufgestellt. Eine merkwürdige Inschrift ziert das Ganze und gibt Rätsel auf. Der Ermordete hatte eine Reihe von Feinden, die nun alle zum Kreis der Verdächtigen gehören. Viel zu tun, doch die beiden Ermittler gehen mit wenig Worten, dafür mit etwas mehr Bier an die Sache, spannende Auflösung garantiert.

    Wieder ein guter Regionalkrimi mit viel schwarzem Humor. Auch ohne Vorkenntnisse aus den ersten beiden Fällen gut zu lesen und zu verstehen. Dialekt sollte man mögen, doch der gehört dazu. Meine Empfehlung.


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    booklovingvor 14 Tagen
    Kurzmeinung: Das kultige Ermittlerduo Hawelka & Schierhuber ist wieder da - mit urigen Figuren, schwarzem Humor und dem richtigen Schuss Lokalkolorit!
    Ein skurriler, bitterböser Regionalkrimi

    INHALT
    'Nicht Johann sollst du ehren, sondern Leuthold!' – Eigentlich ein schöner Satz. Aber mit Blut auf einen Sockel geschmiert wirkt er gleich etwas weniger schön. Und wenn auf dem Sockel statt der Statue des Erzherzogs Johann eine künstlerisch fragwürdige Betonfigur steht, ist das überhaupt nicht mehr schön. Und wenn in dieser Figur die Leiche eines Mannes steckt, dann gefriert einem leicht das Blut in den Adern. Hawelka und Schierhuber ermitteln und müssen bald auf einer steirischen 'Huabm' um ihr eigenes Leben fürchten.
    (Quelle: Klappentext Emons Verlag)

    MEINE MEINUNG
    Mit „Der letzte Sterz“ hat der österreichische Autor Günther Pfeifer erneut einen äußerst schwarzhumorigen, bitterbösen Krimi mit seinem schon kultigen Ermittlerduo, den Mordbuben Hawelka & Schierhuber aus Wien, vorgelegt, der mich mit viel Lokalkolorit, seiner Extraportion Schmäh und vielen skurrilen, aber auch liebenswürdigen Figuren bestens unterhalten konnte.
    Dies ist bereits der dritte Fall für die beiden chaotisch genialen Zweite-Wahl-Ermittler Hawelka & Schierhuber, der sich aber problemlos ohne Vorkenntnisse lesen lässt. Diesmal werden die beiden in die winterliche Weststeiermark geschickt, um einem ausgefuchsten Mörder mit Sinn fürs Künstlerisch-Makabre auf die Spur zu kommen. Keine leichte Aufgabe für die beiden, denn der mysteriöse Mordfall präsentiert sich durchaus komplex und mit vielen Verdächtigen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Kollegen vor Ort als extrem unkooperativ zeigen, die Bevölkerung in der steirischen Idylle als höchst wortkarg und trinkfest erweist, und Hawelka & Schierhuber daher meist beim Saufen in der Dorfkneipe ermitteln müssen.
    Der Autor versteht es, seinen Regionalkrimi neben reichlich Lokalkolorit mit einer ordentlichen Portion Wortwitz, bissigem Humor und Sarkasmus anzureichern. Besondere Würze und Authentizität erhält das Ganze noch durch den eingeflochtenen Dialekt, der in Fußnoten äußerst unterhaltsam erläutert wird. Neben den sehr gelungen Hauptfiguren mangelt es auch nicht an etlichen skurrilen, sehr originellen und teilweise recht überzeichneten Nebenfiguren – genau die richtige, lebendige Mischung an liebenswerten, urigen aber auch unsympathischer Figuren. Mein besonderes Highlight ist das „Auskunftsbüro" mit der patenten, rundum gelungenen Herta Berlakovic, die mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht hat.
    Die Ermittlungen in dem skurrilen Fall dümpeln lange Zeit etwas vor sich hin, nach einigen überraschenden Wendungen nimmt die Handlung dann aber enorm an Fahrt auf und gipfelten in einem actionreichen Showdown, bei dem es für meinen Geschmack etwas zu derb zur Sache ging.

    FAZIT
    Ein unterhaltsamer dritter Band des Regionalkrimis rund um das kultige Ermittlerduo Hawelka & Schierhuber - mit urigen Figuren, viel schwarzem Humor und dem richtigen Schuss Lokalkolorit! 

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    tweedledeevor 17 Tagen
    Kurzmeinung: Humoriger Krimi mit viel Lokalkolorit, Dialekt und einem total schrägen Ermittlerpaar
    die Waldviertler ermitteln wieder

    In Stainz geht ein Mörder um. Die Leiche hat er mit einem Gemisch aus Gips und Beton zu einer Statue verarbeitet und sie anstelle des Erzherzog-Johanns auf das Podest gestellt. Ein Fall für die Mordsbuben aus Wien.

    "Der letzte Sterz" ist der dritte Fall für das schräge Ermittlerduo Hawelka & Schierhuber aus dem Waldviertel, die bei der Wiener Kripo ermitteln. Ihr aktueller Fall führt sie wieder mal in die Ferne, nach Stainz in der Steiermark.  Die beiden sind alles andere als begeistert, zumal das Navi sie erst mal ins falsche Stainz führt. Egal, Schierhuber holt die verlorene Zeit mit seinem Bleifuß locker wieder auf. Im richtigen Stainz angekommen haben sie erst mal kleinere Verständigungsprobleme mit den Eingeborenen, ja so ein Dialekt ist was ganz Feines.

    Die beiden ermitteln mit ihren ganz eigenen Methoden und nehmen natürlich auch das Auskunftsbüro Berlakovic in Anspruch. Als die Identität des Toten geklärt ist ergeben sich erste Spuren, eine führt in die Vergangenheit. Es wären nicht Hawelka & Schierhuber, wenn sie diesen Fall nicht lösen würden. Trotz einiger Vermutungen war der Fall für mich bis zum Ende nicht durchschaubar, ich konnte wunderbar miträtseln.

    Bei diesem Krimi ist der Weg das Ziel, für mich stand nicht der Fall als solcher im Mittelpunkt, ich habe es einfach genossen die Mordsbuben bei ihren Ermittlungen zu begleiten, in Hawelkas Gedankenwelt einzutauchen und die kurzen knappen Kommentare von Schierhuber zu interpretieren. Die beiden verstehen sich blind, auch ohne viel reden. Brüder im Geiste, Topf und Deckel, einer kann nicht ohne den anderen.

    Autor Günther Pfeifer bringt das Lokalkolorit bestens rüber, viel Dialekt, viel Flair, so dass die Szenerie vor meinem inneren Auge auflebte. Dazu schwarzer Humor vom Feinsten. Besonders klasse sind die vielen Fußnoten, die Begriffe erklären oder Infos über die beiden Protagonisten bieten. Der Showdown am Ende ist Slapstick pur, tolles Kopfkino, zieht sich aber ein bisschen in die Länge.

    Fazit: Insgesamt hat mich der Krimi wieder super unterhalten, wer humorige Krimis mit viel Lokalkolorit mag kommt hier voll auf seine Kosten. 4,5 Sterne, abgerundet auf 4.

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    Lesezeichenfees avatar
    Lesezeichenfeevor 20 Tagen
    Kurzmeinung: Total viele Dialoge , dazu Gedankengänge von Hawelka. Langatmig. Extrem schwer zu lesen. Aber toller Dialekt und muntere Schreibdamen.
    2 endlos lange Wochen

    Fee erzählt von der Geschichte
    Die Kommissare Hawelka und Schierhuber, beide Wiener Ermittler, werden zu einem Fall in die Steiermark versetzt. Ein Toter auf dem Sockel, wo eigentlich der Erzherzog als Statue stehen sollte.

    Fees Meinung

    Ich hatte unheimliche Schwierigkeiten mit dem Buch. Erst mal war ich irritiert von den einzelnen Leserundenteilen. Ich hab dann mal eine andere Teilnehmerin angefragt und die sagte mir: “Du wirst das beim Lesen merken.“ Das ist schon mal schwierig. Man liest und wäre plötzlich fertig – wenn man es bemerken würde. Und zum Schluss war ich einfach nur froh, als ich es schaffte, das Buch auszulesen.

    Das Buch fand ich so was von langweilig und langatmig. Für meinen Geschmack gab es viel zu viele Dialoge und die Monologe bzw. Gedankengänge des Kommissars (teilweise seitenlang), empfand ich echt schlimm. Wäre ich nicht in der Leserunde, ich hätte keine 50 Seiten gelesen und das Buch weggelegt und nicht wieder angesehen.

    Cover
    Das Cover gefällt mir sehr gut von der Aufmachung. Emons Bücher gefallen mir sowieso sehr gut, denn sie sind unverkennbar. Man weiß sofort, dass es ein Emons ist. Der Titel: „Der letzte Sterz“ bezeichnet eine Zubereitungsart einfacher Gerichte und in dem Fall ist irgendwo im Buch mal vom Mageninhalt die Rede. Somit passt das auch. Dem Cover würde ich eine 1 geben.

    Serie
    Der letzte Sterz ist Teil 3 einer Serie. Die beiden Vorgänger erschienen im Haymon Verlag. Man braucht die Vorgänger nicht zu lesen und kommt auch so mit. Aber vielleicht tut man sich beim Lesen einfacher, wenn man die Vorgänger kennt und schon gelesen hat?

    Lustige oder schöne Szenen, schwarzer Humor

    Also ich liebe ja schwarzen Humor, aber ich hab ihn nicht gefunden, obwohl ich ihn auf 296 Seiten gesucht habe. Es gab zwar ein paar wenige gute Szenen, aber keine wo ich wirklich lachen konnte. Auch nicht bei meinen Lieblingscharakteren.

    Mir gefiel die Tankstellenszene gut. Die war gut beschrieben und dauerte nicht so lange.

    Dass sich die Kommissare verfahren haben, war irgendwie lustig, unglaubwürdig und blöde zugleich.

    Die Damen vom Schreibbüro gefielen mir gut. Das war immer – irgendwie - humorvoll verpackt, nicht zu lange oder langatmig beschrieben. Aber der letzte Kick zum Lachen hat dann halt doch gefehlt.

    Charaktere
    Die meisten Protagonisten empfand ich persönlich als zu blass. Allerdings, wenn man zu viel beschreibt ist es halt auch nichts. Aber ich hatte etwas Spaß an der Chefin im Schreibbüro. Die drei Damen fand ich cool, authentisch und manchmal irgendwie lustig und ich mochte sie auch. Pipi und Papi fand ich als lustige Namen. Manchmal waren die beiden auch noch lustig. Aber je mehr sie agieren durften, desto langweiliger empfand ich sie. Oder eher unsympathischer.

    Der Krimi
    Ja, es war ein Krimi. Erst kam er nicht in Gang und als er dann bei nach den ersten 2/3 in Fahrt kam, wurde der Showdown so lange ausgeweitet, bis er auch wieder öde und langweilig wurde. Zuerst war noch Spannung da, da es aber so lange gedauert hat, wurde es einfach zu lang. Es war auch alles so unglaubwürdig. Ich glaube auch nicht wirklich, dass Kommissare in Österreich so tollpatschig (zuerst landen sie im falschen Ort, makaber) sind, wie ich sie empfunden habe. Es gab auch viel Sozialkritik in dem Krimi, was diesen natürlich nicht gerade spannender machte.

    Alkohol
    Spielte in diesem Krimi eine große Rolle. Das gefiel mir auch nicht wirklich, diese „Saufgelage“. Es war auch vorhersehbar, dass Pipi irgendwann Alkohol trinken würde. Und zum Schluss uferte es total aus und sorgte für einen ellenlangen Showdown, dass ich froh war, als ich das Buch ausgelesen hatte. Teilweise hatte ich Angst aufzuhören und das Buch nie wieder weiter zu lesen!

    Lokalkolorit und Schreibstil
    Also was mir gut gefiel, war der geschriebene österreichische Dialekt, den ich sehr gut verstanden habe. Er gab auch den meisten Lokalkolorit ab. Die Landschaft fand ich ein wenig blass dargestellt. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass ich finde, dass Österreich landschaftlich eins der schönsten Länder der Welt ist. Trotzdem wurde ich mit dem Schreibstil sonst einfach nicht warm. Ich hab mich regelrecht durch das Buch gequält. Das mit den Bräuchen ist irgendwie untergegangen. Jedenfalls bei mir. Hinterher weiß ich, ich hab was darüber gelesen, aber ich hab immer drauf gewartet, dass da was kommt. Es gab auch unwahrscheinlich viele Fußnoten.

    Fees Fazit
    Emons Regionalkrimis sind neben zwei anderen Verlagen meine Lieblingskrimis, so fällt es mir jetzt wirklich schwer eine Bewertung abzugeben.
    Ich hab mich durch das Buch gequält, fand es langatmig und nicht spannend. Vor allem der viel zu lange Showdown (ca. 1/3 des Buches) mit zu viel Alkohol und dadurch resultierender Gewalt, war kaum auszuhalten. Und eigentlich würde ich solch ein Buch mit einem Stern bewerten. ABER ich hatte Lieblingscharaktere (die Damen im Schreibbüro) und mir gefiel es den Dialekt zu lesen/verstehen, daher vergebe ich 2 Sterne

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    Bibliomaries avatar
    Bibliomarievor 21 Tagen
    Kurzmeinung: Wenn zwei Wiener in der Steiermark ermitteln... Ein Krimi mit viel bitterbösem Hintersinn und viel Lokalkolorit.
    Nicht Johann sollst du verehren..

    Schierhuber und Hawelka sind zwei spät berufene Kriminalbeamte. Nach langen Jahren im Streifendienst haben sich die zwei Waldviertler zur Kriminalpolizei beworben und nun in Wien werden sie bei den Kollegen wohl nicht ganz anerkannt. So kommt es, dass beide im Team immer die unangenehmeren oder belangloseren Fälle bearbeiten müssen. Auch dieses Mal trifft es die Beiden, sie sollen einen seltsamen Vorfall in der Weststeiermark untersuchen.

    Dort wurde die Statue des geschätzten Erzherzog Johanns vom Sockel gestürzt und eine grobe Figur darauf gesetzt. Die Inschrift des Sockels ziert nun die rätselhafte Inschrift „ Nicht Johann sollst du ehren, sondern Leuthold“. Doch bei eingehender Betrachtung stellt sich die Figur als die einbetonierte, verstümmelte Leiche des Mittereggers heraus. Ein Mensch, der viele Feinde hatte und entsprechend hoch ist die Zahl der Verdächtigen.

    Bedächtig nähern sie Schierhuber und Hawelka im winterlich-frostigen Stainz der maulfaulen Bevölkerung an. Dazu braucht es Unmengen von Bier und Schilcher, dem berühmten Wein der Gegend, der ungeübten Trinkern reichlich Kopfschmerzen beschert.
    Günther Pfeifer hat in seinem neuen Krimi um dieses Ermittlerduo eine ganze Reihe sehr skurriler Figuren erschaffen, oft überspitzt bis zu Karikatur gezeichnet. Dazu kommen Dialekteinschübe und örtliche Besonderheiten, die in witzigen Fußnoten erklärt werden. Diese Fußnoten haben mir besonders viel Spaß gemacht.

    Die Handlung ist weniger spannend als originell, aber mit viel Liebe zum Landstrich und ihren Bewohnern entwickelt. So, wie ich das auch von einem Regionalkrimi erwarte. Die Einfälle des Autors, ganz besonders bei der Gestaltung seiner Charaktere sind beachtlich, wobei ich natürlich auch meine besonderen Lieblinge hatte. So finde ich die Sekretärin Herta ganz besonders gelungen und freue mich, wenn sie in weiteren Bänden noch mehr Handlungsanteil erhält.
    Obwohl ich in der Inhaltsangabe gelesen habe, dass es schon frühere Fälle mit Schierhuber und Hawelka gibt, lässt sich das Buch auch als Einzelband ohne Vorkenntnisse lesen.

    Ich selbst hatte kein ganz ungeteiltes Lesevergnügen, es fehlte mir ein bisschen Spannung und der Show Down war mir zu heftig in Gewalt und Suff ausgeufert.


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    Petzi_Mauss avatar
    Petzi_Mausvor 21 Tagen
    Kurzmeinung: Ein humorvoller Heimatkrimi mit einem skurrilen Ermittlerpaar, aber leider ein überspitzter Showdown
    Ein schräges Duo aus Wien ermittelt in der Steiermark

    Kurz zum Inhalt:
    Die Wiener Kriminalermittler Hawelka und Schierhuber (beide Josef), werden nach Stainz in der Weststeiermark abbeordert, um dort einen Mord aufzuklären. 
    Eine männliche Leiche wurde ausgeblutet, die Genitalien abgeschnitten und mit einem Betongemisch als Statue anstelle der Erzherzog-Johann-Statue aufgestellt.
    Der Tote ist der im Ort unbeliebte Herwig Mitteregger, und die Ermittlungen gestalten sich schwierig, da die beiden Wiener in Stainz nicht sehr beliebt sind und keiner mir ihnen reden will.
    Ist es ein persönlicher Racheakt? Oder hat es etwas mit dem vom Bauunternehmer Gautsch geplanten Erzherzog-Johann-Land zu tun?


    Meine Meinung:
    "Der letzte Sterz" ist der dritte Fall für die beiden Kommissare Hawelka und Schierhuber aus Wien. Die Geschichte ist jedoch in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Alles Wichtige aus der Vergangenheit der beiden wird ausführlich genug beschrieben.

    Der Schreibstil von Günther Pfeifer ist humorvoll zu lesen und strotzt nur so von Wortwitz, und man hat die beiden Ermittler, aber vor allem das "Auskunftsbüro" Herta Berlakovic, sofort ins Herz geschlossen.
    Die Charaktereigenschaften der einzelnen Personen sind detailliert beschrieben, so dass man alle genau vor Augen hat.
    Viel Lokalkolorit, der Einbau der Steirischen Sprache und Erklärungen in Form von Fußnoten machen die Geschichte lebendig.
    Leider haben Hawelka und Schierhuber für meinen Geschmack zu wenig ermittelt und der Showdown am Schluss war mir zu viel von allem: zu viel Alkohol, zu viele Aggressionen, zu viele Schießereien. Ansonsten wurde ich sehr gut unterhalten und musste oft lachen, und die Auflösung war realistisch und nachvollziehbar!


    Fazit:
    Unterhaltsamer humorvoller Heimatkrimi mit viel Lokalkolorit, jedoch mit zu überzogenem Showdown. 4 Sterne von mir.

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    tinstamps avatar
    tinstampvor 22 Tagen
    Kurzmeinung: Wer humorige Krimis mit viel Lokalkolorit schätzt, kann zugreifen. Ich werde wohl wieder vermehrt zu Psychothriller oder Blutigem greifen...
    War mir zu skuril und ohne Spannung

    "Der letzte Sterz" (Sterz bezeichnet eine Zubereitungsart einfacher Gerichte in kleinbröckeliger Form aus Buchweizenmehl, Maisgrieß, Roggenmehl, Weizengrieß, Kartoffeln oder Bohnen, die in Bayern, Österreich, Kroatien und Slowenien verbreitet ist) ist bereits der dritte Fall rund um die Kommissare Hawelka und Schierhuber, aber mein erster der Reihe.
    Der Krimi ist auch erstmals im Emons Verlag erschienen, die beiden Vorgänger im Haymon Verlag. So erkennt man nicht gleich auf den ersten Blick, dass es sich hier um eine Reihe handelt. Aber keine Bange - man kann Band 3 getrost auch alleinstehend lesen.

    Der Mordfall, der die beiden schrägen Polizisten nach Stainz in die Weststeiermark katapultiert, ist äußerst spektakulär. Statt der Statue des Erherzog Johanns steht eine Betonfigur, die dem Stainzer Herwig Mitteregger ähnelt auf dessen Sockel. Tatsächlich steckt darin die Leiche des besagten Mannes. Unterhalb wurde der Satz "Nicht Johann sollst du ehren, sondern Leuthold" mit Blut draufgeschmiert. Der Tote war im Ort nicht wirklich beliebt und so gestaltet sich die Suche nach dem Täter etwas schwierig. Gründe Mitterhuber zu töten hätten so einige. Doch Hawelka und Schierhuber stoßen auf eine Wand des Schweigens, denn die Einheimischen wollen nicht wirklich etwas mit "den Weanern" zu tun haben. Dabei ist Schierhuber genauso maulfaul, wie die ansäßigen Weststeirer. Wie kommen die beiden Polizisten nur dem Täter auf die Spur? Ist es ein Racheakt an Mitterhuber ? Oder am Bauunternehmer Gautsch, der demnächst die Region zu einem steirischen Disneyland umfunktionieren möchte ? Aber auch der Kommunist ist einer der Verdächtigen.....

    Der Kriminalfall plätschert vor sich hin und nicht nur Hawelka und Schierhuber treten auf der Stelle, sondern auch mir geht es beim Lesen der Geschichte nicht wirklich anders. Die Spannung hält sich in Grenzen und kommt erst zum Showdown...genau am heiligen Abend. Das Ende fand ich dann wiederum zu überspitzt und unglaubwürdig.

    Einiges an Gesellschaftskritik hat der Autor humorig verpackt, was mir sehr gut gefiel. Besonders gelungen fand ich auch die Gegenüberstellung der Einheimischen zu den aus Wien angereisten Polizisten. Dabei sind Schierhuber und Hawelka gar keine Wiener, sondern sind aus dem nördlichen Niederösterreich, dem Waldviertel, nach Wien in die Zentrale gewechselt. Das Lokalkolorit spielt hier eine große Rolle.

    Gefallen hat mir auch die sehr facettenreiche Personenbeschreibung der einzelnen Figuren. Sie sind köstlich in Szene gesetzt und sehr lebendig beschrieben. Hier sticht vorallem Herta, das allwissende Auskunftsbüro in Wien, heraus.
    Aber leider wurde ich mit dem Schreibstil von Günther Pfeifer nicht wirklich warm. Er schreibt humorvoll, seine Charaktere sind dabei ziemlich überspitzt. Es lag auch nicht am Dialekt, denn so viel Unterschied zwischen den Dialekten in der Steiermark und dem westlichen Niederösterreich gibt es nicht. Totzdem hatte ich Mühe in die Geschichte zu kommen und dranzubleiben.

    Ich denke ich sollte in Zukunft doch meine Finger von humorvollen Krimis lassen und mich mehr dem blutigen Genre widmen.....

    Fazit:
    Für mich leider kein Pageturner und auch kein wirklich herausragender Krimi. Mir fehlte es an Spannung und die Geschichte war mir teilweise zu skuril. Hingegen punkten Charakterbeschreibung, Humor und die versteckte Sozialkritik. Wer humorige Krimis mit viel Lokalkolorit schätzt, kann zugreifen. Ich werde wohl wieder vermehrt zu Psychothriller oder Blutigem greifen....

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    Leserin71s avatar
    Leserin71vor einem Monat
    Kurzmeinung: Komisch, verzwickt, spannend - die Mordsbuben ermitteln in der Steiermark
    Die Mordsbuben ermitteln wieder - in der Steiermark

    Hawelka und Schierhuber, die Mordsbuben aus dem Waldviertel, sind spät in ihrer Karriere zur Wiener Kripo gekommen. Als nun die steirische Kripo um Amtshilfe ersucht, werden die beiden nach Stainz abgeordnet. Dort erwartet sie ein skurriler Fall, den die beiden nur mit hohem Einsatz lösen können.

    Meine Meinung:
    Die Regionalkrimis aus dem emons-Verlag haben mich noch nie enttäuscht, so auch dieser Fall. Es ist der mittlerweile vierte Fall des schweigsamen Duos, aber der erste in der Steiermark. Mit viel Situationskomik erzählt Günther Pfeifer einen rasanten Krimi auch mit Nebenhandlungen. Es ist schon sehr amüsant, wie die beiden Kontakt mit dem Auskunftsbüro Herta halten. Oder die Autofahrkünste von Schierhuber. Oder die Vernehmungstechniken. Oder ihre Gedanken und Träume.
    Der Autor hat den Leuten aufs Maul geschaut. Natürlich wird auch hier Dialekt gesprochen, wobei das Oststeirische  den Waldviertlern Spanisch, äh Holländisch vorkommt. Insgesamt halten sich die Dialektpassagen in Grenzen, es sind eher einzelne Ausdrücke, die daran erinnern, dass Österreich Schauplat des Krimis ist.
    Die beiden Ermittler kannte ich aus ihrem ersten Fall und fand sie damals schon zum Schreien komisch. Sie sagen nicht viel, Schierhuber noch weniger als Hawelka, aber wenn, dann hat es Hand und Fuß und ist Gesetz. Ihr Bierkonsum gibt mir zu denken, ich hoffe, sie müssen im nächsten Fall nicht auf Entzug.
    Die Spannung von Anfang hat sich bis zum Ende gut gesteigert und die Auflösung fand ich super gelungen.
    Gerne vergebe ich 5 Sterne!

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    Sikals avatar
    Sikalvor einem Monat
    Kurzmeinung: Humorvoll, mit viel Lokalkolorit. Herrlich komisch!
    Eine falsche Statue

    Als in Stainz plötzlich eine falsche Statue statt dem Erzherzog-Johann auf dem Sockel steht, steht relativ rasch fest, dass es sich um eine eingegipste Leiche handelt. Keiner versteht so recht warum nicht die Grazer Kripo ermittelt, sondern die Wiener Kollegen Hawelka und Schierhuber aushelfen müssen. Die beiden sind natürlich nicht sonderlich erbaut über diese Arbeitsanweisung. Auch der Empfang im winterlichen Stainz ist mehr als frostig, so gestaltet sich die Befragung zum Fall als äußerst schwierig.

     

    Erst durch einen Griff in die Trickkiste kommt Schwung in die Sache, so dass Hawelka und Schierhuber endlich vorankommen. Plötzlich tun sich auch verschiedenste Mordmotive auf, da muss nun nur mehr das richtige herausgefunden werden. Und Weihnachten rückt immer näher …

     

    Mit viel Lokalkolorit gewürzt ist dieser Krimi aus der Feder von Günther Pfeifer, welcher sich durch viel Humor, eigenwillige Charaktere und so manches Fettnäpfchen auszeichnet. Der flüssige Schreibstil lässt Seite um Seite verfliegen, die Dialoge sind teilweise zum Schreien komisch und die eingestreuten Dialekte verursachten sogar bei mir als „Kennerin“ einiges an Kopfzerbrechen…

     

    Die Protagonisten sind herrlich überspitzt gezeichnet, die Waldviertler Eigenheiten ebenso wie die Weststeirer Gepflogenheiten. Hawelka und Schierhuber sind eine sympathische Ermittlertruppe, wenngleich mir manches Mal beinahe etwas zu viel Alkohol im Spiel war (und danach setzt man sich ohne mit der Wimper zu zucken ins Auto).

     

    Der Schluss punktet noch mit einem spannenden Showdown, so konnten die Ermittler dann doch noch zu Weihnachten den Fall abschließen und sich wieder um wichtigere Dinge kümmern – wie z.B. das herrliche „Auskunftsbüro“

     

    Ein spannender, humorvoller Krimi, den ich sehr gerne gelesen habe.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    GuentherPfeifers avatar
    Liebe Leserinnen und Leser,
    am 20. September erscheint mein neuer Kriminalroman "Der letzte Sterz". Aus diesem Grund verlosen der Emons-Verlag und ich 15 Exemplare für eine Leserunde. Wer gerne mitmachen möchte meldet sich bis 10. September.
    Worum geht's?
    In der Nähe von Stainz wird ein Toter gefunden – in Beton
    gegossen und als Erzherzog-Johann-Skulptur ausgestellt.
    Ein Affront gegen den Fortschritt, gilt doch der Erzherzog
    als Garant für wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung
    in der Region. Die Ermittler Hawelka und Schierhuber
    aus Wien stehen vor einem Rätsel und müssen bald auf einer
    steirischen »Huabm« um ihr eigenes Leben fürchten.
    wampys avatar
    Letzter Beitrag von  wampyvor 2 Stunden
    Nun habe ich auch meine Rezi erstellt und verteilt. https://www.lovelybooks.de/autor/G%C3%BCnther-Pfeifer/Der-letzte-Sterz-1563672067-w/rezension/1800315752/ Die Leserunde hat mir viel Spaß gemacht und ich werde die Serie weiter verfolgen. Herzlichen Dank an den Autor und meine Mitstreiter.
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