Hawelka & Schierhuber laufen heiß

von Günther Pfeifer 
4,0 Sterne bei29 Bewertungen
Hawelka & Schierhuber laufen heiß
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

K

Vielversprechender Start für ein grenz-geniales Wiener Ermittlerteam im Waldviertel-Einsatz mit Witz, Humor und unschlagbarem Auskunftsbüro!

Bellis-Perenniss avatar

Der humorvolle Auftakt zu einer neuen Krimi-Serie aus Österreich.

Alle 29 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Hawelka & Schierhuber laufen heiß"

Hawelka & Schierhuber - zwei Inspektoren mit Kultpotenzial.
In dem winzigen Dorf Vestenötting ist ein Unglück passiert. Hawelka und Schierhuber werden ins Waldviertel berufen, um der Sache ordentlich auf den Grund zu gehen. Der Birnstingl ist nämlich nicht von allein in seine Kreissäge gefallen. Nur, welchen Ermittlungsansatz wählen: Stammtischmethode oder Dorfsäufervariante? Die zwei Inspektoren können sich in diesem Fall nicht recht einig werden. Dabei haben sie sonst so viel gemeinsam: Beide hören auf den Vornamen Josef, sind fünfzig plus, leicht übergewichtig und erstklassige Zweite-Wahl-Ermittler bei der Wiener Kriminalpolizei.

Abenteuerliche Verwicklungen und herrlich originelle Figuren.
Jammerschade nur, dass im Dorf zwar alle alles wissen, aber keiner etwas gehört oder gesehen haben will. Die Kriegerdenkmalpflegerin, die Tag und Nacht durchs Dorf schleicht, genauso wenig wie der geizige Feuerwehrhauptmann oder Birnstingls Nachbar Tersch mit seinen hundert Katzen. Als dann allerdings ein Fremder beginnt, die Kätzchen vom Tersch an die Volksschulkinder zu verschenken, bekommt der Fall einen abscheulichen Beigeschmack. Die Dorfbewohner blasen schon zur Hexenjagd, als ein nächtlicher Einsatz Hawelka und Schierhuber in eine ganz andere Richtung führt …

Pures Krimivergnügen mit einer Riesenportion Humor, viel Lokalkolorit und Figuren, die man einfach ins Herz schließen muss.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783709978030
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:280 Seiten
Verlag:Haymon Verlag
Erscheinungsdatum:25.08.2017

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne9
  • 4 Sterne14
  • 3 Sterne4
  • 2 Sterne1
  • 1 Stern1
  • Sortieren:
    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Der humorvolle Auftakt zu einer neuen Krimi-Serie aus Österreich.
    IN VEstenöttig geht es heiß her

    Endlich ein langes Wochenende! Josef Hawelka und Josef Schierhuber freuen sich auf ein paar Tage Auszeit. Doch da macht ihnen ein Anruf ihres Vorgesetzten, der sie ins Waldviertel zu einem unklaren Todesfall abkommandiert, einen Strich durch die Rechnung. Der nicht sehr beliebte Birnstingl ist in seine Kreissäge gefallen, deren überhitzter Motor dann den Stadl in Brand gesetzt hat.  

    Die beiden Josefs stammen aus dem Waldviertel und nach Stationen bei Bundesheer und Gendarmerie sind sie nun bei der Wiener Kriminalpolizei. Auf Grund ihrer Herkunft hält sie ihr Chef für bestens geeignet, die Todesumstände aufzuklären. 

    In Vestenötting, einem kleinen Ort in der Nähe von Waidhofen an der Thaya, angekommen, stoßen sie auf die übliche Dorfverschwiegenheit. Keiner hat was gesehen, keiner weiß was und vor allem … keiner sagt was. So müssen die beiden ganz andere Ermittlungswege einschlagen. Hawelka setzt auf die Dorfsäufervariante und Schierhuber auf die Stammtisch-Version, bei der reichlich Bier und Schnaps fließen und ein Schießwettbewerb stattfindet.

     Unterstützt werden sie vom „Auskunftsbüro Berlakovic“, einer mehrköpfigen Damenriege der Wiener Dienststelle, die sie auch fernmündlich mit allen nötigen und unnötigen Informationen versorgt. 

    Meine Meinung: 

    Als Wienerin und erklärter Waldviertel-Fan musste ich natürlich zu diesem Krimi greifen und habe mich sofort heimisch gefühlt. Einerseits wegen der Ermittler, die beide um Mitte Fünfzig sind und mit Bierbauch und beginnender Glatze bestens beschrieben sind, und andererseits wegen der eindringlichen Charakterisierung der Dorfbewohner. Der Feuerwehrkommandant, dessen Gesichtsfarbe ständig dem RAL 3000 seines Löschfahrzeuges ähnelt oder der verhaltenskreative Graf, der eigentlich der King of Porno ist oder die Hoferin, die ständig alles und alle beobachtet und nicht zu vergessen die exzentrische Esoterikerin. Alle diese Charaktere sind wie aus dem tatsächlichen Leben gegriffen. 

    Herrlich auch die kleinen Spitzen auf die (damalige) österreichische Innenpolitik: eine Innenministerin oder einen Landeshauptmann, der einen ähnlichen Breitscheitel wie Hawelka trägt. 

    Für alle, die mit dem ostösterreichischen Idiom nicht so vertraut sind, findet sich im Anhang ein Verzeichnis der verwendeten Begriffe. 

    Wer also einen typischen Krimi mit typischen Ermittlern sucht, wo jedes Gespräch und jede polizeiliche Handlung bis ins kleinste Detail beschrieben wird, der ist hier falsch. 

     

    Fazit:

     

    Ich habe diesen Krimi genossen. Daher kann ich ihm 5 Sterne und eine Leseempfehlung geben.


    Kommentieren0
    4
    Teilen
    mordsbuchs avatar
    mordsbuchvor 2 Jahren
    Ein Krimi mit viel Humor. Super Lesevergnügen!

    Buchinfo

    Hawelka & Schierhuber laufen heiß

    Günther Pfeifer

    Taschenbuch

    280 Seiten

    ISBN-13: 978-3709978030

    Verlag: Haymon Verlag

    Erschienen: 3. März 2015

    EUR 12,95

    Kurzbeschreibung

    Hawelka & Schierhuber - zwei Inspektoren mit Kultpotenzial

    In dem winzigen Dorf Vestenötting ist ein Unglück passiert. Hawelka und Schierhuber werden ins Waldviertel berufen, um der Sache ordentlich auf den Grund zu gehen. Der Birnstingl ist nämlich nicht von allein in seine Kreissäge gefallen. Nur, welchen Ermittlungsansatz wählen: Stammtischmethode oder Dorfsäufervariante? Die zwei Inspektoren können sich in diesem Fall nicht recht einig werden. Dabei haben sie sonst so viel gemeinsam: Beide hören auf den Vornamen Josef, sind fünfzig plus, leicht übergewichtig und erstklassige Zweite-Wahl-Ermittler bei der Wiener Kriminalpolizei.

    Abenteuerliche Verwicklungen und herrlich originelle Figuren

    Jammerschade nur, dass im Dorf zwar alle alles wissen, aber keiner etwas gehört oder gesehen haben will. Die Kriegerdenkmalpflegerin, die Tag und Nacht durchs Dorf schleicht, genauso wenig wie der geizige Feuerwehrhauptmann oder Birnstingls Nachbar Tersch mit seinen hundert Katzen. Als dann allerdings ein Fremder beginnt, die Kätzchen vom Tersch an die Volksschulkinder zu verschenken, bekommt der Fall einen abscheulichen Beigeschmack. Die Dorfbewohner blasen schon zur Hexenjagd, als ein nächtlicher Einsatz Hawelka und Schierhuber in eine ganz andere Richtung führt …

    Pures Krimivergnügen mit einer Riesenportion Humor, viel Lokalkolorit und Figuren, die man einfach ins Herz schließen muss. 

    Bewertung

    Ein österreichischer Krimi durch und durch. Der Autor schreibt oft im Dialekt, wobei die Begriffe, die einem vielleicht nicht geläufig sind am Ende des Buchs erklärt werden. Da Buch liest sich flüssig und durch die lockere Schreibart des Autors, gemischt mit einer großen Portion Humor und Sarkasmus bleibt die Geschichte interessant und hat mich als Leser des öfteren zum schmunzeln gebracht.
    Die Charaktere sind einmalig und leicht skurril, vor allem die beiden Kommissare, die sich vor allem in ihrer Ermittlungsarbeit unterscheiden. Die Spannung konnte das ganze Buch gehalten werden, da es immer wieder überraschende Wendungen gab. Fazit: Ein Krimi mit viel Humor. Super Lesevergnügen!

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Patnos avatar
    Patnovor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Krimiunterhaltung der besonderen Art - kurzweilig, unterhaltsam und humorvoll
    Ungewöhnliches, etwas verstaubtes Ermittlerteam im Einsatz

    "Hawelka & Schierhuber laufen heiß" ....und wenn zwei Männer im mittleren Alter heiß laufen, wird's richtig amüsant.
    Der Kriminalroman stammt aus der Feder des österreichischen Autors Günther Pfeifer und ist im März 2015 im Haymon Verlag erschienen.
    In dem kleinen Dorf Vestenkötting fällt ein Bewohner namens Birnstingl in seine Kreissäge. Unfall oder Mord, das ist hier die Frage? Hawelka und Schierhuber sollen den Fall aufklären. Aber wie geht man am besten vor, nach der Stammtischmethode oder Dorfsäufervariante? Darüber müssen sich die beiden Ermittler mit Kultstatus erst einmal einigen und das kann dauern. Die Dorfbewohner wissen alles, aber keiner will etwas gesehen haben. Schwierig, schwierig. Doch dann laufen die beiden Stars zur Hochform auf und...??? Lest einfach das Buch, es lohnt sich!
    Zunächst fiel es mir schwer, die regionalen Sprachbesonderheiten zu erfassen. Aber Dank eines angehängten Glossars konnte ich mich gut in den Roman einlesen. Tropfengolatschen möchte ich übrigens gerne einmal probieren.
    Auf den ersten einhundert Seiten wirkte der Krimi ein wenig langatmig, aber es dauert wohl seine Zeit bis zwei gesetztere Männer auf Touren kommen.
    Ganz ehrlich, der Schreibstil des Autors ist etwas Besonderes, einfach zum Kringeln.
    Mit viel Wortwitz und abenteuerlichen Wortkreationen hat er mich zu dem einen oder anderen Lachanfall getrieben.
    Die Protagonisten sind schon ein wenig kauzig, mitunter aber auch herrlich komisch. Man muss sie irgendwie mögen und ich hoffe sie in einem neuen Fall wieder in Action zu erleben.
    Fazit:
    "Hawelka & Schierhuber laufen heiß" ist ein humorvoller Kriminalroman, der seinesgleichen sucht.
    Mit dem typischen österreichischen Schmäh beschert der Autor seinen Lesern einen wirklich unterhaltsamen und am Ende noch richtig spannenden Lesestoff.

    Kommentare: 2
    11
    Teilen
    dorlis avatar
    dorlivor 4 Jahren
    Rezension zu "Hawelka & Schierhuber laufen heiß" von Günther Pfeifer

    Vestenötting/Waldviertel. Der Birnstingl ist tot. Ermordet! Jemand hat ihn in seine Kreissäge geschubst. Da die zuständige Polizei Unterstützung braucht, werden Hawelka und Schierhuber - spätberufene Ermittler der Wiener Mordkommission - abkommandiert, diesen grausamen Mord aufzuklären…

    Mit „Hawelka und Schierhuber laufen heiß“ ist Günther Pfeifer ein äußerst unterhaltsamer Roman gelungen. Der Krimi ist prall gefüllt mit Wortwitz und Situationskomik. Der Clou sind ganz eindeutig die wunderbaren und zum Teil recht skurrilen Figuren. Sie haben eine Menge Charme und Witz im Gepäck und präsentieren sich mit allen Eigenarten und Besonderheiten, die das niederösterreichische Landleben zu bieten hat.

    Hawelka und Schierhuber sind ein eingespieltes Team, sie ergänzen sich hervorragend und können sich bestens in die Einheimischen von Vestenötting hineinversetzen.

    Günther Pfeifer lässt hauptsächlich Hawelka von den Ereignissen berichten, da der recht wortkarge und einsilbige Schierhuber diese Aufgabe nicht bewältigen könnte. Hawelka geht dafür umso rasanter vor – Fakten, Ideen, Selbstgespräche, Dialoge, Telefonate, Hirngespinste, Mutmaßungen - Hawelkas detailreiche Überlegungen springen in alle möglichen Richtungen und man muss manchmal aufpassen, dass man seinen Gedankengängen folgen kann.

    Schnell steht für die Ermittler fest, dass die vorgebliche Beschaulichkeit Vestenöttings trügerisch ist. Mit einfallsreichen und ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden versuchen Hawelka und Schierhuber den Fall zu lösen. Und nach zahlreichen Gelagen mit dem Stammtisch, nicht enden wollenden Monologen des Dorfsäufers, ausgiebigen Schießübungen, dem gemeinsamen Musizieren im Wirtshaus und natürlich auch Ermittlungen in Form von Befragungen, Tatortbegehungen und anderen Nachforschungen kommen die beiden dem Täter schließlich auf die Spur.

    Ein Glossar am Ende des Buches bietet nicht nur Erklärungen und Anmerkungen, sondern sorgt mit humorvollen Ergänzungen für so manchen Extra-Schmunzler.

    „Hawelka und Schierhuber laufen heiß“ ist ein spaßiger Krimi, der durchweg für kurzweilige Unterhaltung sorgt. Viel Lokalkolorit und eigenwillige Akteure bieten ein großartiges Lesevergnügen.

    Kommentieren0
    8
    Teilen
    Zsadistas avatar
    Zsadistavor 4 Jahren
    Rezension zu "Hawelka & Schierhuber laufen heiß"

    Endlich steht ein schönes verlängertes Wochenende an. Doch leider nicht für Hawelka und Schierhuber. Den beiden kommen nämlich zum einen eine Leiche und zum anderen die Abkommandierung in den hinterwaldigsten Ort überhaupt in die Quere. Die beiden müssen in Vestenötting einen Mord aufklären, da die dortige Polizei unterbesetzt ist. Vor Ort ist zufälligerweise der Birnstingl in seine eigene Kreissäge gehüpft. Nun ist es aber so, wie in jedem kleinkarierten Ort in der Wildnis. Keiner hat was gesehen, keiner weiß was und vor allem … keiner sagt was. So müssen die beiden ganz andere Ermittlungswege gehen, wie das von Amts wegen eigentlich gewohnt ist. Hawelka setzt auf die Dorfsäufervariante, Schierhuber auf die Stammtisch Version. Doch auch das will nicht so recht, das richtige Ergebnis bringen. Und zu guter Letzt sitzt ihnen nicht nur ihr eigener Chef im Nacken, weil die beiden nicht recht vorankommen.

    „Hawelka & Schierhuber laufen heiß“ ist ein Krimi genau nach meinem Geschmack. Ich liebe Krimis mit dem richtigen Schuss Humor und einzigartigen Protagonisten. Alleine vom Lesen der Inhaltsangabe musste ich gleich an „Hubert & Staller“ denken. Und ich wurde von der Geschichte auch nicht enttäuscht. Manche Abschnitte musste ich zweimal lesen, weil ich so lachen musste.

    Der Schreibstil ist einfach genial. Flüssig zu lesen, man kann kaum aufhören. Dazu gelungener Humor und schrullig liebenswerte Charaktere. Hinten im Buch ist auch ein Anhang zu finden, der manche Begriffe erklärt. Meistens hätte ich nicht nachlesen müssen, da die Begriffe aber so witzig umschrieben wurden, musste ich extra deswegen hinten mitlesen. Schade, dass ich so schnell durch war. Ich hoffe auf einen weiteren Fall mit Hawelka & Schierhuber!

    Kommentieren0
    29
    Teilen
    lisams avatar
    lisamvor 4 Jahren
    unterhaltsamer Krimi im Waldviertel

    In einem kleinen Dorf mitten im Waldviertel fällt der Birnstingl nicht ganz freiwillig in seine Kreissäge. Die beiden Inspektoren Hawelka und Schierhuber werden von Wien abkommandiert um die Kollegen vor Ort bei den Ermittlungen zu unterstützen. Um die verschworene Dorfgemeinschaft zu knacken, sind die beiden sich nicht einig, ob die Stammtischmethode
    oder die Dorfsäufervariante im Gasthaus zum Erfolg führen kann. Es gibt doch einige Geheimnisse und Verbrechen aufzudecken...

    Mir hat der Lokalkrimi gut gefallen, da mir die beiden Ermittler und ihre Helferinnen in Wien ans Herz gewachsen sind. Die Ermittlungen im Gasthof waren mir ein wenig zu lang bevor der Krimi an Fahrt gewinnt. Mit den Ermittlungsergebnissen hätte ich auch nicht gerechnet und ich war mit der Auflösung und dem Spannungsaufbau sehr zufrieden. Ich hoffe auf eine Fortsetzung!

    Kommentieren0
    23
    Teilen
    mermeoths avatar
    mermeothvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Österreichischer Schmäh par excellence!
    Ein herrlich schräges Ermittlerduo läuft heiß!

    Der Birnstingl ist in seine Kreissäge gefallen und dabei umgekommen.

    Oder hat da etwa jemand nachgeholfen?

    Die beiden Wiener Polizisten Hawelka und Schierhuber werden in das mehr oder minder beschauliche Dörfchen Vestenötting abberufen, um den Umständen von Birnstingls Tod auf den Grund zu gehen und ermitteln hier auf ihre ganz eigene Art. Ganz einig sind sich die beiden allerdings ob des richtigen Ermittlungsansatzes nicht. Während Hawelka auf die Dorfsäufermethode schwört und sich dabei Abend für Abend vom Inventar des örtlichen Wirtshauses ein Ohr abkauen lässt, versucht es sein Kollege Schierhuber über den hiesigen Stammtisch, was ohne Zweifel die kurzweiligere Variante darstellt, nicht zuletzt deswegen, weil in dieser Runde Unmengen an Bier und Schnaps ihrer Bestimmung zugeführt werden und man(n) auf jeden Fall an vorderster Front dabei sein muss, um das Vertrauen der Urbevölkerung zu erlangen und auf diese Weise an Informationen zu kommen. Gut ausgedacht, aber irgendwie scheinen die Vestenöttinger nicht so leicht zu knacken zu sein. Geredet wird viel, gemutmaßt ebenso, nur leider kommt nichts Essentielles dabei rum, weil wirklich gesehen hat keiner was.

    So kommt für mich die Geschichte anfangs nicht so recht in Schwung... auch wenn die ganzen Wirtshaus-Quereleien witzig sind, es passiert nicht viel.... aber dann, ja dann geht es ordentlich rund! Es stellt sich nämlich heraus, dass der Birnstingl nicht jedermanns Freund war und er schon so seine Probleme hatte, vorallem ein Nachbar ist sehr suspekt und muss durchleuchtet werden. Ab hier beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen, es gibt irre Verdächtigungen, Verfolgungsjagden und sogar eine Entführung in echter Hollywoodmanier, ich wollte das Buch eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen.

    Auf die wirklich gut durchdachte Auflösung des Falles wäre ich in hundert Jahren nicht gekommen und die Spannung blieb für mich bis zum Schluss erhalten, dazu kommen noch die ganz wunderbar schrulligen Charaktere. Jede Person hat seine ganz bestimmte Bedeutung, ist für sich ein Unikat und schraubt sich einem ins Gedächtnis, liebevoll ausgedacht und so genial kauzig beschrieben, dass man sie vor dem inneren Auge sieht und genau weiß, wie sie funktionieren. Und sie funktionieren großartig!

    Alles in allem also ein durchwegs empfehlenswerter Roman, vorallem für Liebhaber des österreichischen Schmähs, den in das geschriebene Wort umzusetzen es Günther Pfeifer wirklich versteht. Ein Lesevergnügen der ganz besonderen Art!


    Kommentieren0
    29
    Teilen
    annlus avatar
    annluvor 4 Jahren
    Ein Wiener Ermittlerteam im Waldviertel unterwegs

    Das wohlverdiente lange Wochenende können Hawelka und Schierhuber, zwei Wiener Mordermittler, nicht genießen. Im Gegenteil, sie müssen in die Provinz, in das kleine Dorf Vestenötting, wo jeder jeden kennt. Dort wurde der Dorfaußenseiter Birnstingl in seine Kreissäge geworfen.

    Um es mit den Worten des Autors zu sagen:

    Wir haben ein Dorf mit einem verhaltensoriginellen Grafen, der keiner ist, wir haben einen Stammtisch voller lustiger Leute, die gerne schießen, wir haben einen Dampfplauderer und wir haben einen Toten.

    Das fasst kurz und bündig die Situation im Dorf zusammen. Wollen wir das nun  auf das ganze Buch übertragen, so würde die Zusammenfassung so lauten:

    Wir haben einen Toten; einen Stammtisch mit einem Dörfler, dessen Katzen ein Familienplanungsproblem haben; einen Feuerwehrkommandanten, der selber zu viel Feuer hat und rot auch im Gesicht trägt; zwei Brüder, die am Stammtisch mehr trinken, als reden; einen Eisenbahner, der sich traut den Alphamännchen am Stammtisch Paroli zu bieten; einen Graf, der eher der King des Porno ist; einen Dorfsäufer mit philosophischen Ansätzen; einer Alten, die alle kennt und alles sieht; einer exzentrischen Dorfbewohnerin, die über das Gerede der Anderen nur lachen kann; einen Vorgesetzten mit Racheplänen; einen Mordkommissionsleiter, der mehr kein Blatt vor den Mund nimmt und gerne jemanden zur Sau macht; einer Sekretärin, die alles im Griff hat und für Topfengulatschen die schnellsten Informationen besorgt; eine schnelle Tippse; die schönste Mitarbeiterin der österreichischen Polizei und mittendrin...

    ...Hawelka - klein, rund, mit beginnender Glatze, der gerne mal flirtet, dabei aber rot wird - und Schierhuber, ein wortkarger/aussagekräftiger Waffenfanat, der sich mit Musik auskennt (und vom Vorgesetzten gerne mal als Muli bezeichnet wird.

    Die beiden passen sich ans Dorfleben an  und ermitteln gleich richtig los: Sie schließen sich im Wirtshaus dem Stammtisch bzw. dem Dorfsäufer an und tegeln gleich kräftig mit. Dabei kann es dann auch mal zu einem Schießwettbewerb und derbem Liedergesinge kommen.

    Wer also einen typischen Krimi mit typischen Ermittlern möchte, wo jedes Gespräch und jede polizeiliche Handlung bis ins kleinste Detail beschrieben wird, der ist hier falsch. Anstatt dessen serviert der Autor Gespräche und Situationen, die abwechselnd witzig und sarkastisch sind. Der Fall wird zwar geklärt, steht aber nie so sehr im Vordergrund. Dafür gibt's eine Menge Charakterstudien, wie man sie sich besser nicht wünschen kann.

    Das Buch hat für mich seinen Reiz und Witz vom Anfang bis zum Ende behalten. Super Leistung!

     

    Kommentare: 1
    10
    Teilen
    Leserin71s avatar
    Leserin71vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Österreichischer Schmäh/Witz - Ermittlungsversuche nach Dorfsäufermethode oder Stammtischart erfolgreicher?
    Regionalkrimi mit österreichischer Schmäh/Witz

    Josef Hawelka und Josef Schierhuber werden von der Wiener Mordkommission abgestellt in das von den Wienern als rückständig empfundene Waldviertel, weil dort ein Mann in eine Kreissäge gefallen ist - augenscheinlich Mord. Die Bevölkerung von Vestenötting hat sicherlich etwas gesehen, hält aber zusammen. Die beiden Ermittler versuchen nun nach der Stammtischmethode und der Dorfsäufermethode vorzugehen. Wer ist erfolgreicher? Was hat die alte Frau am Dorfbrunnen gesehen? Was geschieht nachts in dem kleinen Ort?

    Meine Meinung:
    Witzig mit viel österreichischem Schmäh hat Günther Pfeifer einen Regionalkrimi geschrieben, in dem die Personen im Vordergrund stehen. Genau hat er der Bevölkerung auf das Maul geschaut und mit Hawelka und Schierhuber ein unverwechselbares Ermittlerduo geschaffen.

    Manches mag dem Leser von hinten rum durch die Brust ins Auge vorkommen, aber schlussendlich kommt der Sinn zum Vorschein. So ist auch das Buch aufgebaut. Der Beginn kommt langsam und behäbig daher, man sieht noch kein Motiv und keine Verdächtigen, später wird manches klarer, aber zum Schluss stößt Autor raubvogelartig zu und präsentiert eine schlüssige Lösung.

    Gerne lese ich mehr von Hawelka und Schierhuber!

    Kommentieren0
    14
    Teilen
    silvandys avatar
    silvandyvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein unterhaltsamer Krimi mit Lokalkolorit und Humor. Ledglich der Anfang ist etwas schlepped, nimmt aber dann an Fahrt auf.
    Ein unterhaltsamer Krimi mit Lokalkolorit und Humor.

    Inhalt:
    In dem winzigen Dorf Vestenötting ist ein Unglück passiert. Hawelka und Schierhuber werden ins Waldviertel berufen, um der Sache ordentlich auf den Grund zu gehen. Der Birnstingl ist nämlich nicht von allein in seine Kreissäge gefallen. Nur, welchen Ermittlungsansatz wählen: Stammtischmethode oder Dorfsäufervariante? Die zwei Inspektoren können sich in diesem Fall nicht recht einig werden. Dabei haben sie sonst so viel gemeinsam: Beide hören auf den Vornamen Josef, sind fünfzig plus, leicht übergewichtig und erstklassige Zweite-Wahl-Ermittler bei der Wiener Kriminalpolizei. Jammerschade nur, dass im Dorf zwar alle alles wissen, aber keiner etwas gehört oder gesehen haben will. Die Kriegerdenkmalpflegerin, die Tag und Nacht durchs Dorf schleicht, genauso wenig wie der geizige Feuerwehrhauptmann oder Birnstingls Nachbar Tersch mit seinen hundert Katzen. Als dann allerdings ein Fremder beginnt, die Kätzchen vom Tersch an die Volksschulkinder zu verschenken, bekommt der Fall einen abscheulichen Beigeschmack. Die Dorfbewohner blasen schon zur Hexenjagd, als ein nächtlicher Einsatz Hawelka und Schierhuber in eine ganz andere Richtung führt …

    Meine Meinung:
    Günther Pfeifer hat einen Krimi mit österreichischem Flair geschrieben. Dies wird durch die Wahl ortsüblicher Ausdrücke und Wörter unterstützt. Für Nichteinheimische werden diverse Begriffe am Ende des Buchs über Fußnoten erklärt und sind durchaus hilfreich. Mir persönlich hätte es zwar besser gefallen, wenn man die Fußnoten unten auf der Seite nachlesen hätte können, aber das wäre wohl für das Gesamtbild nicht so schön gewesen.
    Der Schreibstil ist flüssig und locker, wodurch das Buch größtenteils zügig zu lesen war. Der Autor hat eine gehörige Portion Humor, den er mit vielen spitzen und sarkastischen Bemerkungen gut zu Papier gebracht hat. Ich habe beim Lesen oftmals schmunzeln müssen.
    Günther Pfeifer hat unverwechselbare, skurille Charaktere ins Leben gerufen, die man einfach ins Herz schließen muss. Die beiden Kommissare sind herrlich schräg, dabei aber durchaus liebenswürdig mit unterschiedlichen Ermittlungsansätzen. Der eine hört dem Dorfsäufer zu, der andere hält am Stammtisch mit. Ebenso darf man die Damen des Auskunftsbüros nicht unterschätzen. Sie leisten eine tolle Recherchearbeit und nichts entgeht ihnen. Hier wird man oft Zeuge von witzigen Situationen und Dialogen.
    Anfangs laufen die Ermittlungen zu dem Mordfall schleppend an und man ist als Leser Zeuge langer Wirtshausgespräche. Nach einigen Kapiteln nimmt der Krimi an Fahrt auf. Der Fall selber ist vom Autor sehr geschickt inszeniert. Es gab aber auch überraschende Wendungen, so dass ich dem Täter fast bis zum Ende nicht auf die Spur kam.

    Fazit:
    Ein unterhaltsamer Krimi mit Lokalkolorit und Humor.

    Kommentieren0
    6
    Teilen

    Ähnliche Bücher für noch mehr Lesestunden

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    GuentherPfeifers avatar

    Liebe (Krimi-)Leserinnen und Leser,
    Anfang März erscheint mein Mordbuben-Krimi „Hawelka & Schierhuber laufen heiß“ im Haymon Verlag und ich möchte ihn gerne hier vorstellen und eure Meinung darüber erfahren. Zu diesem Zweck verlost der Verlag 25 Vorab-Exemplare unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern dieser Leserunde. Mehr darüber erfahrt ihr untenstehend. Zunächst aber:

    Worum geht’s?

    Österreich ist klein. Das Waldviertel ist kleiner. Vestenötting ist am kleinsten. Aber das heißt nicht, dass da mordmäßig gar nichts geht! Sicher, zuerst schaut es wie ein Unfall aus. Ein Mann schneidet Holz, fällt in seine Kreissäge, der Motor bleibt stecken, überhitzt, und dadurch entsteht ein ganz ordentliches Feuerchen. Aber der Brandsachverständige erkennt schon bald, dass das Opfer nicht aus Ungeschicklichkeit auf die Säge gefallen ist. Und freiwillig schon gar nicht! Also werden die beiden spätberufenen Ermittler Hawelka und Schierhuber ins Waldviertel abkommandiert und sehen sich schon bald einer Reihe skurriler Gestalten gegenüber, die alle miteinander ein Motiv hätten. Und nun heißt es:  Dorfsäufervariante oder Stammtischmethode? Die beiden können sich über den Ermittlungsansatz nicht einig werden. Dabei haben sie sonst viel gemeinsam. Beide hören auf den Vornamen Josef, sind fünfzig plus, leicht übergewichtig und erstklassige Zweite-Wahl-Ermittler. Aber in diesem Fall werden sie gefordert wie noch nie …
    Für eine ausführliche Leseprobe gibt es zwei Möglichkeiten:

    Das umständliche PDF, auf einer langweiligen, schlechtgestalteten Homepage in furchtbarer Schrift und fragwürdiger Formatierung findet ihr hier:   www.schreiberei.at

    Die oberedle Superschnickischnacki-Version mit allem PiPaPo in hochwertigem Design ist genau da:   http://b2l.bz/FXfF19


    Wem gefällt’s?
    „Hawelka & Schierhuber laufen heiß“ ist etwas für Menschen die sich gern gut unterhalten. Ein bisschen Spannung, ein bisschen Lokalkolorit, ein paar sehr … eigenwillige Figuren und viel Humor – das ist der vorliegende Mordbuben-Krimi, der Lust aufs Verbrechenaufklären im schönen Waldviertel machen soll.
     
    Wie teilnehmen?
    Einfach bei dieser Leserunde anmelden und eine kurze Begründung schreiben, warum ihr den einen (Dorfsäufervariante) oder den anderen (Stammtischmethode) Ermittlungsansatz empfehlen würdet. Zum Beispiel: „Die Stammtischmethode ist die einzig richtige, weil das bei uns immer schon so war.“ Oder: „Die Dorfsäufervariante hat schon bei den Iren funktioniert, da wird sie für Österreich auch gut genug sein.“

    Und was weiter?

    Bis 2. März geht die Bewerbungsphase, anschließend werden die Gewinnerinnen und Gewinner bekannt gegeben, die Versandadressen erfragt und die Bücher zugesendet. Dann steht dem Lesevergnügen nichts mehr im Weg.;-) Anschließend könnt ihr hier in der Leserunde die Fortschritte bei der Lektüre und die dabei auftretenden Fragen posten und diskutieren. Ich bin auf jeden Fall dabei und freue mich auf euch!  


    03.03.2015 UPDATE

    Die Zeit ist um und die Gewinnerinnen und Gewinner eines Printexemplares stehen fest:

    angi_stumpf
    annlu
    Antek
    Booky-72
    buecherwurm1310
    chatty68
    cyrana
    dorli
    hasirasi2
    Jenny1900
    Leserin71
    lisam
    mabuerele
    Marc94
    mermeoth
    MrsLinton
    Nachtschwärmer
    Patno
    SarahRomy
    silvandy
    skurril
    solveig
    The_Reader15
    Wildpony
    Zsadista

    Gratuliere!! Bitte teilt mir eure Postadressen als private Nachricht mit, ich leite die dann dem Verlag weiter und bald steht dem Lesevergnügen nichts mehr im Wege. Danke, bis demnächst..Günther..

    04.03.2015 UPDATE

    Danke für eure Postadressen, fast alle Bücher sind unterwegs, wenn Marc94, skurril und annlu auch noch ihre Adressen schicken, dann sind es alle. Viel Spaß und bis bald..Günther..




    Zur Leserunde

    Weitere Informationen zum Buch

    Pressestimmen

    „für Leser, die den österreichischen Schmäh lieben“
    ekz.bibliothekservice, Ute Horak-Mayr

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks