Günther Schatzdorfer

 4 Sterne bei 2 Bewertungen

Alle Bücher von Günther Schatzdorfer

Günther SchatzdorferBesser. Einfach.
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Besser. Einfach.
Besser. Einfach.
 (1)
Erschienen am 20.01.2014
Günther SchatzdorferEinfach. Gut.
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Einfach. Gut.
Einfach. Gut.
 (1)
Erschienen am 20.01.2014

Neue Rezensionen zu Günther Schatzdorfer

Neu
Katzenpersonal_Kleeblatts avatar

Rezension zu "Einfach. Gut." von Günther Schatzdorfer

Zwei Gourmets im Friaul
Katzenpersonal_Kleeblattvor 4 Jahren

Erwin Steinhauer, der Schauspieler, und Günther Schatzdorfer, hier der Poet genannt, sind Freunde und Gourmets.

Gemeinsam bereisen sie des öfteren die Landschaft im Nordosten Italiens um die Stadt Udine, das Friaul, und Triest, eine Stadt an der Grenze zu Slowenien.

Es geht ihnen weniger um Sehenswürdigkeiten, sondern eher um Kulinarisches.

Sie sind dem ursprünglichen auf der Spur, das, was nicht jeder Tourist zu essen bekommt, nur weil er in Italien ist.


Gemeinsam haben sie dieses Buch herausgebracht, aus dem nicht nur ihre Liebe zum Essen, sondern auch der Kultur und den Menschen spricht.


Es ist ebenfalls ein Gang durch die Geschichte der Region, die sehr gut recherchiert wurde.


Wie erreiche ich Grado, die Sonneninsel? Es gibt eine Strecke über die Autobahn, mit der man recht zügig ans Ziel kommt, oder man nimmt die Straße, die entlang der südlichen Ausläufer der Alpen langführt. Mit dieser hat man die schönste Strecke vor sich, aber auch eine Anreise von einem Tag.

Für mich wäre klar, welche Strecke ich vorziehen würde.


Neben vielen Orten, wo die beiden gut bewirtet wurden, erfährt man auch so ganz nebenbei, was es mit der Gabel auf sich hat, der fehlenden wohlgemerkt. Der Poet führt neben einem Rucksack auch immer einen Flaschenöffner, Korkenzieher, ein solides Schweizer Messer und einen Löffel mit sich. Die Frage nach der fehlenden Gabel beantwortet er im Buch.


Wer wusste schon von einem Wendekreis der Sardine? Das ist der Bereich, der so weit ins Landesinnere reicht, wie man die Fracht mit Karren oder Maultiere bis zur Mittagshitze verfrachten konnte.


An diesen Informationen und vielen anderen lassen die beiden den Leser teilhaben, während sie von Ort zu Ort, von Winzer zu Winzer unterwegs sind. Und Winzer treffen sie wirklich viel, ist es doch eine hervorragende Weingegend. 


Interessant ist auch die Tatsache, dass die Gerichte, die sich einst nur arme Leute leisten konnten, heute kaum mehr jemand leisten kann.


Sie berichten von Höhlen, die heute nur noch nach Voranmeldung besichtigt werden können oder von Resten einer römischen Straße, die so ohne weiteres nicht aufgesucht werden kann.


Dieses und vieles andere interessante, auf das man in Reiseführern nicht stößt, vermittelt dieses Buch. 

An Kulinarischem versuche die beiden Feinschmecker alles, was ihnen auf den Teller kommt. Einiges wird vorher beargwohnt, wie die "Eierpilze", anderes wird nur auf Bitten für sie gekocht.

Einiges Kurioses erfahren sie ebenfalls auf ihren Reisen und lassen den Leser gern daran teilhaben.


Auch für dieses Buch hätte ich gern eine Karte gehabt, um nachvollziehen zu können, wo die beiden unterwegs waren. Ich musste tatsächlich googeln, um überhaupt zu erfahren, wo Friaul und Triest sich befinden.


Dieses Buch unterhält, es bildet, es lehrt und als Leser hat man sein Vergnügen daran. 

Einige Speisen werden in Kurzform noch einmal zusammengefasst.

Leider gingen diverse Bezeichnungen der Gerichte an mir vorbei, da ich der italienischen Sprache nicht mächtig bin.

Aber alles in allem ein unterhaltsames Buch über einen kulinarischen Tripp mit Ergänzungen in Geschichte und Kultur.

Kommentieren0
5
Teilen
Katzenpersonal_Kleeblatts avatar

Rezension zu "Besser. Einfach." von Günther Schatzdorfer

Venedig kulinarisch
Katzenpersonal_Kleeblattvor 4 Jahren

Zwei Freunde, die das Leben lieben, gern Essen und immer für einen guten Schluck zu haben sind, bereisen Venedig und die umliegenden Inseln.

Sie nennen sich der Poet und der Kommissar.

Nicht auf die herkömmliche Art, sondern sie sind mit einem Hausboot unterwegs, abwechselnd auch mal auf Autostraßen.

Sie mieten ein Boot und einen Fährmann und ab geht es. Der Hauptaugenmerk liegt nicht bei den allbekannten Sehenswürdigkeiten Venedigs, sondern dem, was fernab der Touristen liegt. Dabei nehmen sie so gut wie jedes Wirtshaus mit, probieren die  unterschiedlichsten Speisen und Getränke und erzählen.


Sie plaudern über alles, was sie erleben, Empfindungen, die sie beim Essen hatten und auch ein wenig über Venedig.

Einige der Speisen, die sie genossen hatten, fanden auch ihren Weg ins Buch.


Dem Poeten fiel eines Tages ein, dass er mal einen Mann kennnengelernt hatte, der einst der Chauffeur von Hemingway gewesen war. Sie wollten ihn aufsuchen, erfuhren aber, dass nur noch seine Witwe lebte und die lud sie ein. Sie erzählte, was auch ihr Mann hätte erzählen können, ein wenig über Hemingway und bewirtete die beiden.


Aber auch viel geschichtliches lassen die beiden Freunde in ihr Buch einfließen. So erfährt man vom Landstrich zwischen dem Unterlauf des Tagliamento und der Lagune, einem dem Meer abgerungenen Landstrich. Er wurde von den Römern urbar gemacht, im Mittelalter wurde dort Reis angepflanzt und Salz gewonnen, im 20. Jh. gab es vorwiegend Milchhaltung und Schweinezucht und heute findet man Mais, Rüben, Soja und Raps. Ob Römer, Napoleons Garnisonen oder Mussolinis Scharen, sie alle hatten mit dem Landstrich ihre Sorgen und Nöte.


Nicht alles, was die beiden Freunde aufsuchen wollten, fanden sie auch. Die römische Hafenstadt Eraclea suchten sie vergebens, sie ist abgetaucht unter Agrarland.


Die beiden kommen viel rum, sehen viel und erleben einiges. Sie lernen Menschen kennen, mit denen sie auf einer Wellenlänge liegen. Sie reden, diskutieren mit ihnen, essen viel und gut und wissen das zu schätzen.

An all dem lassen sie den Leser teilhaben, der die Möglichkeit hat, ein wenig über die Geschichte Venedigs zu erfahren, die Esskultur und die Menschen.

Unterhaltsam geschrieben, macht es Spaß, die beiden auf ihrer Erkundungsreise durch ein Venedig abseits der großen Touristenattraktionen kennenzulernen.


Neben den Rezepten, die Bestandteil des Buches sind, findet man auch ein paar Seiten mit Fotos, die diese Reise wiederspiegeln.

Vermisst habe ich eine Karte, anhand derer man hätte nachvollziehen können, wo sie durch das Land zu Lande und per Boot unterwegs waren.

Kommentieren0
4
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 1 Bibliotheken

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks