Günther Thömmes Der Papstkäufer

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Inhaltsangabe zu „Der Papstkäufer“ von Günther Thömmes

Der Augsburger Kaufmann Johannes Zink ist selbst in der korrupten Zeit zu Beginn der Renaissance eine ungewöhnliche Erscheinung. Als Faktor von Jakob Fugger in Rom tut er alles, um seine Ziele und die der Fugger durchzusetzen. Fürsten, Bischöfe und Kardinäle stehen in seinem Sold. Die Palette seiner Untaten ist vielfälitg. Eines Tages schießt Zink nicht nur mit der Bestechung des Papstes über das Ziel hinaus … (Quelle:'Flexibler Einband/13.08.2012')

Fazit: Günther Thömmes ist ein äußerst interessanter wie auch unterhaltsamer Roman über das Leben des Kaufmanns und Fugger-Faktors Johannes Zink gelungen, dem seine Geldgier beim Ablasshandel zum Verhängnis wird.

— Bellexr
Bellexr

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    Der Papstkäufer
    Heleflo

    Heleflo

    16. October 2013 um 16:01

    Klappentext: Der Augsburger Kaufmann Johannes Zink ist selbst in der korrupten Zeit zu Beginn der Renaissance eine ungewöhnliche Erscheinung. Als Faktor von Jakob Fugger in Rom tut er alles, um seine Ziele und die der Fugger durchzusetzen. Fürsten, Bischöfe und Kardinäle stehen in seinem Sold. Die Palette seiner Untaten ist vielfältig. Eines Tages schießt Zink nicht nur mit der Bestechung des Papstes über das Ziel hinaus … Meinung: Es geht um Macht, Intrigen, Korruption und Exzesse am päpstlichen Hof in Rom. Man bekommt Einblick in die Machenschaften der Fugger. Sie mischen bei Ämtervergaben, Kriegen und Friedensschlüssen mit. Auf ihre Kappe geht der ausschweifende Ablasshandel, der schlussendlich in der Spaltung der Kirche mündete. Alle Handlungen, Päpste und Fugger, Könige und Gegenspieler sind geschichtlich belegt. Lediglich über den Hauptakteur Johann Zink ist nicht allzuviel bekannt. Somit konnte der Autor diese Figur modellieren um einen Roman, statt einer Biografie, zu schreiben. Es ist ein informativer Roman, der aber leider einige Längen hat. Vor allem wenn der Autor über Seiten genaue Beträge auflistet, die geflossen sind. Dies hab ich zum Teil überblättert. Fazit: wer einen fundierten, gut recherchierten historischen Roman lesen will, ist hier auf jeden Fall richtig. Wer Action erwartet sollte aber lieber die Finger davon lassen.

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  • Geld, Macht und Korruption ...

    Der Papstkäufer
    goat

    goat

    20. May 2013 um 21:00

    Augsburg im 15. Jahrhundert. Als jüngstes von vier Kindern wächst Johannes Zink unter Aufsicht von unterschiedlichen Ammen in einfachen Verhältnissen auf. Seine Mutter ist bei der Geburt gestorben und der Vater – Kaufmann von Beruf – hat keine Zeit und auch keine Muße, sich um den kleinen Jungen zu kümmern. Erst als Johannes acht Jahre alt ist, nimmt sich der Vater die Zeit, ihn in den grundsätzlichen Dingen zu unterrichten. Für Johannes ist schnell klar, dass auch er Kaufmann werden will und sein Ehrgeiz bringt ihn ins Haus der Fugger, wo er von nun an als Buchhalter tätig ist. Zusammen mit dem jüngsten der Gebrüder Fugger begibt sich Johannes auf Lehrreise nach Venedig und Rom. Im Jahr 1501 wird Johannes Zink Faktor des Fugger-Kontors in Rom. Dies verschafft ihm die Möglichkeit, alle Schwächen dieser Zeit auszunutzen und daraus Kapital zu schlagen. Innerhalb kürzester Zeit entwickelt sich die römische Fuggerbank zur Zentrale päpstlicher Ablässe. Johannes Zink weiß das ausschweifende Leben der Päpste gut für sich zu nutzen und manipuliert, was das Zeug hält. Er bringt es sogar zur Ernennung zum Päpstlichen Familiar und kann sich somit der weltlichen Gerichtsbarkeit entziehen. Ein Freifahrtschein für Johannes Zink … Geld, Macht und Korruption – darum geht es in Günther Thömmes Werk „Der Papstkäufer“. Fakt und Fiktion treffen aufeinander und es ist dem Autor gelungen, beides gut miteinander zu verweben, sodass eine interessante Mischung aus historischer Geschichte mit kriminalistischer Handlung entstanden ist. Thömmes' Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet. Trotz oder vielleicht auch gerade wegen ihrer Skrupellosigkeit kommen sie sehr authentisch rüber. Allem voran Johannes Zink, aber auch seine Geschäftspartner zeichnen sich durch ihre detailliert beschriebene Habsucht aus. Dabei ist es unerheblich, ob es die Seite betrifft, die sich Geld leiht, um den exklusiven Lebensstil zu finanzieren und Schuldenberge ohne Ende hinterlässt oder eben die Figuren wie Johannes Zink, die ihre Position ausnutzen, um solche Leute zu ködern und damit nicht nur sie, sondern komplette Städte in den Ruin zu treiben. Wer einen dicken Bauch hatte, der konnte sich etwas leisten. Sich der Völlerei hinzugeben war zu dieser Zeit völlig normal. Anstand und Sitte kamen in diesen Kreisen viel zu kurz und auch sexuelle Übergriffe an Kindern waren keine Seltenheit. Fasziniert hat mich nicht nur Johannes Zinks eigennützige und skrupellose Vorgehensweise, sondern auch die Bestechlichkeit und Naivität der Päpste. Ich bin ehrlich, im Geschichtsunterricht hätte man mir die Geschichte der Fugger wohl nicht auf so interessante Art und Weise beibringen können. Zwar war ich zu Schulzeiten auch schon eine große Leseratte, historische Romane jedoch gehörten damals noch nicht zu meinem bevorzugten Lesegenre. Wäre das anders gewesen, hätte mich auch die Geschichte Martin Luthers wesentlich mehr interessiert. „Der Papstkäufer“ greift auch hier einige geschichtliche Fakten auf. Hilfreich ist auf jeden Fall die im Anhang aufgeführt Tabelle mit den geschichtlichen Daten, die einem einen guten Überblick verschafft. An dieser Stelle möchte ich auch wieder betonen, dass der Gmeiner-Verlag ein Cover gewählt hat, welches wieder hundertprozentig zur Geschichte des Romans passt. Hier ist das Porträt des Papstes Leo X. zu sehen, der im Buch auch eine entscheidende Rolle spielt. Keinem anderen Verlag gelingt die Coverauswahl so gut wie dem Gmeiner-Verlag. Ein ganz dickes Lob von meiner Seite. Insgesamt punktet der Roman durch eine interessante Geschichte, in die trockene Fakten geschickt mit eingebunden sind. Als störend empfand ich die stellenweisen Längen, bei denen der Autor sich an einer Sache festgebissen hat und seitenweise darüber schreibt. So habe ich die ein oder andere Seite überblättert. Aus diesem Grund ziehe ich bei der Bewertung auch einen Stern ab. Alles in allem kann ich „Der Papstkäufer“ empfehlen. Für Fans von Krimis und historischen Romanen ist er genau das Richtige. Vier Sterne gibt es von mir.

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  • Rezension zu "Der Papstkäufer" von Günther Thömmes

    Der Papstkäufer
    RitaLeseviel

    RitaLeseviel

    03. November 2012 um 09:08

    Wir schreiben Mitte des 15. Jahrhunderts. Willkommen in der Geschichte von Johannes Zink, viertes und jüngstes Kind eines einfachen Kaufmanns aus Augsburg. Die Mutter verstirbt bei der Geburt und klein Johannes wächst mittels diverser Ammen, ohne große Beachtung seines Vaters auf. An seinem achten Geburtstag beschließt dieser ihn nun endlich unter die Fittiche zu nehmen und in den wesentlichen Dingen des Lebens zu unterrichten. Latein und Rechnen eignet er sich Johannes schnell an und bringt es hier zu beachtlichen Leistungen. Unterbrochen werden die Lehrstunden lediglich durch die Erlebnisse des Vaters, welche dieser ihm immer wieder erzählt und ihm vor Augen hält, wie schwer so ein Kaufmannsleben doch sei. Der Vater nennt ein Haus in der Judengasse sein Eigentum, doch große Reichtümer waren ihm nicht vergönnt. So will Johannes nicht enden und strebt stets nach höherem. Begabt und ehrgeizig wie Johannes ist, findet er sich mit weniger als 20 Jahren im Haus der Familie Fugger ein und entwickelt sich dort rasch zum Faktor. Korruption ist sein Geschäft, er erweist sich als gewiefter Taktiker im Umgang nicht nur mit geistlichen Würdenträgern, weiß die Geschicke der Geschichte zu seinem Gutdünken zu verändern und selbst der Papst kann seiner nicht widerstehen, als sich Zinks Hauptwohnsitz und Tätigkeitsfeld nach Rom verlegt. Er findet die Wünsche und Sehnsüchte seiner Geschäftspartner heraus, bedient dieser in jeglicher Art und Weise und bleibt selber unantastbar. Mittels fragwürdiger Schachzüge schafft er es jederzeit für ihn und die Firma Fugger geschäftlich wertvolle Personen in den entsprechenden Positionen unterzubringen. Sein Aufstieg scheint unaufhaltsam, denn er entzieht sich der weltlichen Gerichtsbarkeit indem er zum päpstlichen Familiare ernannt wird. Der von ihm durchgesetzte päpstliche Jubelablass läutet nicht nur seinen tiefen Fall, sondern auch die Spaltung der katholischen Kirche durch Martin Luther ein. Das Buch empfängt den Leser auf dem Cover mit einem Ausschnitt des Raphael Gemäldes „Porträt des Papstes Leo X. mit den Kardinälen Giulio de´ Medici und Luigi de´ Rossi“. Schnell entsteht der Eindruck, hier steht Johannes Zink „Der Papstkäufer“ persönlich hinter dem Würdenträger. Der Blick des Papstes verheißt nichts Gutes und einer seiner hinter seinem Stuhl stehenden Kardinäle blickt den Betrachter auch nicht mit Zuversicht an. Die vorherrschende Farbe des Bildes ist Purpur, die Farbe der Macht. Die Richtung ist vorgegeben, hier geht es um Macht, Menschen und Manipulation. Zur Info: a) historische Romane sind eigentlich nicht so mein Ding, b) ich war von Günther Thömmes Erstlingswerk „Der Bierzauberer“ nicht so überzeugt, c) ich hätte nie gedacht, dass mich ein Buch mit genau diesen Voraussetzungen so begeistern wird. Aber von vorne. Die geschilderte Geschichte trieb mich zunächst nicht an, sie zu lesen. Ich ging etwas verhalten an das Buch heran, weiß ich doch, wie detailverliebt Günther Thömmes geschichtliche Ereignisse und Daten erklärt. Doch anstatt einer trockenen Personendokumentation erwartete mich eine stimmige und interessante Geschichte, welche mich hinfort trug. Die Charakteren wanderten geradezu leichtfüßig voran, ohne belehrend zu wirken. Die Hauptfigur Zink wird weder als Sympathikus oder als Opfer dargestellt, so dass eine völlig neutrale Betrachtung möglich ist. Von dem auf dem Buchcover genannten „Kriminalroman“, sollte man sich nicht täuschen lassen. Ohne Frage ist die Geschichte von Zink mitreißend und macht neugierig auf den weiteren Verlauf, ebenso entstehen Spannungsbögen, aber „Cliffhanger“ sollte man hier nicht erwarten. Ich gelobe, dieses wird sicherlich nicht mein letzter „Historischer“ Roman gewesen sein, vor allem nicht von Günther Thömmes, der mich mit dieser Geschichte wunderbar unterhalten hat. Leseempfehlung? Definitiv ja. Für wen? Wer auf Fantasy, Science Fiction oder ausschließlich Thriller steht ist hier schlecht beraten. Ansonsten ist „Der Papstkäufer“ ein uneingeschränkt wunderbares, lesenswertes Buch, mit herrlichen Anekdoten und einer bildreichen Sprache, welche den Leser in die Zeit der Renaissance entführt.

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  • Rezension zu "Der Papstkäufer" von Günther Thömmes

    Der Papstkäufer
    Bellexr

    Bellexr

    23. October 2012 um 19:57

    Das Leben des Johannes Zink . Kaum bekannt ist er, der Augsburger Kaufmann Johannes Zink, der für das Fugger-Imperium in Rom die Fäden zog. Selbst sein Geburtsjahr kann nicht genau festgelegt werden und wird auf das Jahr 1460 bzw. 1461 geschätzt und selbst sein Todesdatum wie auch seine Grabstätte sind nicht bekannt. Wer also war dieser Augsburger Kaufmann, der als Faktor der Familie Fugger mit insgesamt vier Päpsten Geschäfte machte? . Günther Thömmes nimmt sich in seinem historischen Roman dieser Frage an und präsentiert seinen Lesern anfangs einen sehr zielstrebigen, wissbegierigen Mann, der von seinem Vater bereits früh das Geschäft des Kaufmanns lernt. Sein Ehrgeiz und seine Gelehrsamkeit fällt auch bald der Familie Fugger auf und diese stellen ihn als Buchhalter ein. Im Handelshaus lernt er eines Tages auch den jüngsten Bruder Jakob Fugger kennen, zusammen mit ihm wird Zink auf eine Lehrreise nach Venedig und Rom geschickt. Nach einigen Jahren in Augsburg wird Johannes Zink im Jahr 1501 offizieller Faktor des Fugger-Kontors in Rom. . Dem ausschweifenden, lasterhaften Lebensstil, welcher durch den Borgia-Papst Alexander VI. in Rom vorherrscht, passt sich Zink schnell an, ist hierbei aber immer auf seinen Vorteil bedacht. Je erfolgreicher Zink und somit auch die römische Fuggerbank werden, umso skrupelloser, geldgieriger und machthungriger wird der Kaufmann. Der Ablass- und Pfründehandel blüht, Zink nutzt dies geschickt für sich und die Fugger aus und bald schon übernimmt die Kaufmannsfamilie zum ersten Mal die Zahlungsverpflichtungen des Papstes. Auch für die Finanzierung der Schweizer Garde zeichnen sich die Fugger verantwortlich, da sie die Anwerbung Schweizer Hilfstruppen für Papst Julius II. finanziert haben, die am 22.01.1506 offiziell als Schweizergarde gegründet wird. All dies lief immer über den Tisch von Johannes Zink. . Der Autor verknüpft geschickt die wenigen historischen Fakten, die über Johannes Zink bekannt sind mit fiktiven Elementen und beschreibt seinen Protagonisten als einen kaltherzigen Menschen, für den einzig und allein das Geld und nichts anderes zählt. Der Schreibstil ist seinem nüchtern, sachlich agierenden Protagonisten angepasst und Günther Thömmes gelingt es problemlos, einem dessen Leben jederzeit unterhaltsam zu erzählen. . Den Schwerpunkt seines Romans legt der Autor eindeutig auf das Geschäftsleben des Johannes Zink, da dies dessen Lebensmittelpunkt war und ein Privatleben scheinbar kaum stattfand. Somit sucht man bei diesem Roman auch eine Liebesgeschichte erfolglos, doch wer sich für die Geschichte des Vatikans Anfang des 16. Jahrhunderts wie auch für die Familie Fugger interessiert, wird mit diesem Roman bestens unterhalten. Zumal Günther Thömmes das Leben des Kaufmanns Zink wie auch der Familie Fugger hervorragend recherchiert hat. . Fazit: Günther Thömmes ist ein äußerst interessanter wie auch unterhaltsamer Roman über das Leben des Kaufmanns und Fugger-Faktors Johannes Zink gelungen, dem seine Geldgier beim Ablasshandel zum Verhängnis wird.

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