Der 2023 verstorbene Autor Günter Zäuner verwickelt sein Alter Ego, den Investigativ-Journalisten Heinz Kokoschansky vor der Kulisse der (echten) innenpolitischen Turbulenzen der türkis-blauen Bundesregierung in eine höchst undurchsichtige Geheimdienstaffäre, in deren Folge es zahlreiche Tote gibt.
Ähnlich wie in Großbritannien stirbt zunächst eine völlig unbeteiligte Frau am Nervengift Nowitschok nachdem sie sie am Wiener Hauptbahnhof einen Koffer unbekannter Herkunft um wenige Euros ersteigert hat und das vermeintliche Parfumfläschchen geöffnet hat. Dieses Opfer wird nicht das einzige sein und auch Heinz Kokoschansky gerät ins Visier der Kreml, hat er sich doch seit längerem auf die Spuren von undurchsichtigen Geschäften und dubiosen Machenschaften, in die auch österreichische Politiker verstrickt zu sein scheinen, geheftet.
Meine Meinung:
Dieser Krimi ist nicht leicht zu lesen. Zum einem entführt uns der ehemalige Journalist Günther Zäuner abermals in die Welt der Geheimdienste und deren Methoden und andererseits in die Verflechtung der Politik in so manches halbseidene Geschäft.
Als Österreicherin sind mir die mit Klarnamen und verklausuliert genannten Politiker natürlich genauso bekannt, wie die Zerstörung von Strukturen in den österreichischen Geheimdiensten worüber es Literatur gibt.
„Der war gut. Nachdem was sich bei uns intern, dank des Innenministers im BVT und damit auch im LVT abspielt, glaubt ihr, dass man uns international, besonders in Europa noch ernst nimmt? Uns werden nur noch der Monat, der Wochentag und die Uhrzeit verraten.“ (S. 33)
Es ist schwer zu beurteilen, wie viele Fakten und wie viel Fiktion in diesem Krimi stecken. Ich denke, vieles hat sich so oder so ähnlich zugetragen.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Krimi 5 Sterne.

















