G. K. (Gilbert Keith) Chesterton Die rätselhaften Fälle des Pater Brown

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Inhaltsangabe zu „Die rätselhaften Fälle des Pater Brown“ von G. K. (Gilbert Keith) Chesterton

Der französische Polizeichef – Aristide Valentin persönlich – ist in London. Er verfolgt die Spur des großen Verbrechers Hercule Flambeau. Dieser hält sich in der Millionenstadt auf, um die Besucher eines Kirchenkongresses um Ihr Hab und Gut zu erleichtern, da ist sich Valentin sicher. Wer aber ist dieser einfältige Pater, der ihm im Zug begegnet, und sich anschließend äußerst merkwürdig verhält? Warum wirft er Suppenteller an die Wand, Obststände um und Fensterscheiben ein? Valentin heftet sich an dessen Fersen und erlebt die Überraschung seines Lebens.
Inszenierte Lesung mit Geräuschen und Musik. Mit extra produziertem Orchestersoundtrack und filmreifen Sounds. Mit ERICH RÄUKER als Pater Brown, TOBIAS KLUCKERT als Hercule Flambeau und vielen anderen bekannten Stimmen aus Film, Funk und Fernsehen.

Guter Neustart einer alten Serie!

— Jare

Toller Serienstart in gewohnt guter Winterzeit-Qualität.

— Elmar Huber

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Komplexer Fall, komplexe Hauptfigur. Insgesamt überzeugender Krimi.

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    Die rätselhaften Fälle des Pater Brown

    Jare

    01. April 2016 um 15:06

    Der französische Kommissar Aristide Valentin ist in London, um den bekannten Verbrecher Hercule Flambeau dingfest zu machen. Da jedoch niemand weiß, wie Flambeau wirklich aussieht, gestaltet sich die Suche recht schwer. Auf einer Zugfahrt lernt Valentin den katholischen Geistlichen Pater Brown kennen. Valentin mag anfangs nicht glauben, dass der kleine, etwas unbeholfene Kirchendiener wirklich in der Lage ist, ihm bei der Suche nach Hercule Flambeau zu helfen.  Nachdem der britische Meisterdetektiv Sherlock Holmes auch hörspieltechnisch in die heutige Zeit verlegt wurde, ereilt nun auch der Figur von Gilbert Keith Chesterton dieses Schicksal. Der WinterZeit Verlag hat sich den Geschichten um Pater Brown angenommen und daraus eine inszenierte Lesung mit Geräusch- und Musikuntermalung gemacht, in der auch weitere Sprecher zum Einsatz kommen.  Inhaltlich will man sich durchaus an die Vorlagen von Gilbert Chesterton halten. Anfangs ist "Das blaue Kreuz" mehr Lesung als Hörspiel. Erzählerin Brigitte Carlsen führt den Leser in die Hintergründe um Hercule Flambeau und Aristide Valentin ein. Dank ihrer angenehmen Stimme und ihrer guten Vortragsweise bekommt man einen guten Einstieg in die Geschichte. In der Folgezeit wechseln sich die Passagen der Erzählerin mit denen ab, in denen die eigentlichen Figuren ihren Auftritt haben. Mit Erich Räuker als Pater Brown und Tobias Kluckert als Hercule Flambeau hat man zwei versierte Sprecher verpflichtet, die ausgezeichnet in ihre Rollen schlüpfen.  Der Fall an sich ist wenig spektakulär. Sehr schnell ist klar, wie und warum Pater Brown die von ihm inszenierte durch London durchführt. Trotzdem macht die Geschichte viel Spaß, da auch der Humor nicht zu kurz kommt und eine stimmungsvolle Musik den passenden Rahmen gibt.  Fazit: Auch wenn es noch Luft nach oben gibt ist "Das blaue Kreuz" ein guter Auftakt der neuen Pater-Brown-Hörspielserie. Die Mischung aus Lesung und Hörspiel ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, kann aber aufgrund der guten Sprecher überzeugen. Mit viel Liebe zum Detail wird hier ein weiterer Klassiker ins moderne Leben transportiert. Auch wenn das in der Gesamtsumme nicht so genial ist wie bei Sherlock vom Audio Verlag, kann man sich trotzdem auf die nächste Folgen freuen. 

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  • Die seltsamen Schritte

    Die rätselhaften Fälle des Pater Brown

    Elmar Huber

    13. October 2015 um 08:50

    “Sollte man Pater Brown jemals die Frage stellen, welchen seiner kleinen Fälle er selbst für den bemerkenswertesten hält, so würde er vermutlich antworten, dass er seinen interessantesten Fall im Vernon Hotel gelöst habe. Dort nämlich gelang es ihm, allein durch genaues hinhören nicht nur ein Verbrechen zu verhindern, sondern darüber hinaus eine Seele zu retten und einen gestrauchelten zurück auf den Pfad der Tugend zu führen.” STORY Das kleine Londoner Vernon Hotel hat einen zweischneidigen Ruf, da das Platzangebot des Gasthauses bestenfalls als genügend zu bezeichnen ist. Einigen Kreisen, die bei ihren Treffen lieber unter sich bleiben möchten, kommt dies sehr entgegen und macht das Hotel zu einem beliebten Treffpunkt solch kleinerer Gruppen. Bei der jährlichen Zusammenkunft der „Zwölf wahren Fischer“, einer Gruppe von Landadligen, ist zufällig auch Pater Brown im Vernon anwesend. In seinem Zimmer wird der Geistliche Ohrenzeuge einer seltsamen Schrittfolge auf dem Hotelflur auf die er sich keinen Reim machen kann. Erst als er erfährt, dass das wertvolle Tafelsilber der Gäste gestohlen wurde, kann er einen Zusammenhang herstellen, der ihn schließlich mit einem alten Bekannten zusammenführt. “Noch immer drangen die sonderbaren Schritte an sein Ohr. Er begann, sie mit den Fingern auf der Tischplatte zu verfolgen. Wie jemand, der versucht, eine Melodie auf dem Klavier zu üben. Zuerst kam eine lange Reihe von raschen, kleinen Schritten, wie sie etwa ein leichtfüßiger Mann machen würde. An einem bestimmten Punkt hielten sie inne und wurden zu einem langsamen, festen Auftreten. Kaum war der letzte. Stapfende Schritt verklungen, folgte wieder das Rennen leichterer Füße.” MEINUNG In dieser Reihe der Originalgeschichten – parallel erscheinen auch „Die neuen Fälle des Pater Brown“ als Hörbücher bei Winterzeit sowie als Romane im Blitz Verlag – hat man als Nummer 2 den dritten Originalfall des Pfarrers aus Edenbridge vertont. Das macht insofern Sinn, als dass der Hobbydetektiv hier wieder auf den Meisterdieb Hercule Flambeau (aus DAS BLAUE KREUZ) trifft und diesen ein zweites Mal innerhalb kurzer Zeit eines Verbrechens überführt. Statt ihn jedoch an die Polizei auszuliefern, redet er ihm erfolgreich ins Gewissen, so dass Flambeau „die Seiten wechselt“ und der Geistliche fortan sogar mit der Unterstützung des Franzosen bei seinen Nachforschungen rechnen kann. Ansonsten hat man hier einen herrlich minimalistischen Krimi vor sich, der auch den Detektivkollegen Sherlock Holmes oder Hercule Poirot gut stehen würde. Die wohltuende Zurückhaltung in Sachen Dramaturgie und Action sorgen für ein gewisses Nostalgie-Feeling und machen den Reiz dieser Serie aus. Schade eigentlich – und um Grunde überflüssig -, dass die Handlung modernisiert und in die Gegenwart verlegt wurde. DAS HÖRBUCH Nach DAS BLAUE KREUZ führt auch hier wieder Brigitte Carlsen sehr angenehm erzählend in das Geschehen ein, bevor sie das Mikrofon an u.a. Erich Räuker als Pater Brown und Tobias Kluckert als Hercule Flambeau abgibt. Wie von Winterzeit gewohnt sind alle Rollen top besetzt, ebenso wie die Inszenierung und die Produktion (inkl. des eigens komponierten Soundtracks) keine Wünsche offen lassen. Als Bonus wurde der Erstauflage der CD (2000 Stück) ein kleines Bonbon für die Sherlock Holmes-Fans mit aufgepresst, nämlich die kurze Episode DAS INDISCHE KRAUT (nach einer Kurzgeschichte von Klaus-Peter Walter), die hier exklusiv erscheint und die außerdem als Werbung für die Winterzeit-Produktion SHERLOCK HOLMES CHRONICLES gesehen werden kann. Schade nur, dass Sherlock Holmes selbst hier nicht, wie in der Serie, von Till Hagen gesprochen wird. Kennern der Serie wird das unangenehm aufstoßen. FAZIT Toller „kleiner“ Understatement-Krimi mit Nostalgiecharakter und Augenzwinkern. Eine Top-Produktion jenseits aller Länger-Schneller-Lauter-Attitüden, die Lust macht auf die weiteren Folgen.

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  • Das blaue Kreuz

    Die rätselhaften Fälle des Pater Brown

    Elmar Huber

    13. October 2015 um 08:48

    “Der kleine Pfarrer hatte ein Gesicht, so rund und nichtssagend wie ein Pudding, seine Augen wirkten so leer, wie die Nordsee. Er trug mehrere, in braunes Packpapier eingeschlagene Pakete bei dich, denen er kaum Herr wurde. Der eucharistische Kongress hatte zweifellos viele solcher Geschöpfe, weltfremd und blind wie ausgegrabene Maulwürfe aus ihrer örtlichen Trägheit aufgescheucht.” STORY Aristide Valentin, der Chef der Pariser Polizei höchstpersönlich, befindet sich auf der Spur des Meisterverbrechers Hercule Flambeau auf dem Weg nach London. Dort – so vermutet Valentin – wird Flambeau das Durcheinander eines eucharistischen Kongresses nutzen, um erneut einen Raubzug zu begehen. Schon im Zug hält der Polizist Ausschau nach dem Verbrecher, der zwar ein Meister der Verkleidung, doch auch sehr hochgewachsen ist. Auffällig ist allerdings nur ein untersetzter Pfarrer, der eine unschätzbar wertvolle Reliquie mit sich führt, ein blaues Kreuz, und dies lautstark im Zug kund tut. Der Geistliche, nach Valentins Einschätzung ein ungeschickter Einfaltspinsel, stellt sich ihm als Jeremiah Brown aus Edenbridge vor. Die Wege von Brown und Valentin trennen sich wieder und schon bald stößt der Polizist auf einen ersten Hinweis zu Flambeau. Offensichtlich befand sich der Verbrecher ausgerechnet in Browns Begleitung, der eine auffällige Spur skurriler Ereignisse hinterlässt. “Als er [Valentin] die Viertel jenseits Victoria durchwanderte, hielt er plötzlich inne und blieb stehen. Er stoppte vor einem Restaurant, das aussah, als ob es sich von Soho hierher verirrt hätte. Das Gebäude übte eine geradezu unanständige Anziehung auf ihn aus. […] Er sagte sich: “Wenn dem Verfolger ein bestimmter Ort ins Auge fällt, warum sollte er dann nicht auch dem Verfolgten aufgefallen sein?” MEINUNG Auffällig an dieser ersten Folge ist zunächst, dass nicht der Titel“held“ die zentrale Person darstellt, sondern das Geschehen aus der Perspektive von Aristide Valentin geschildert wird, der sich auf Flambeaus und Browns Spur durch London bewegt. So ist es weit wirkungsvoller möglich, das abnorme, ja verrückte scheinende Verhalten von Pater Brown derart bizarr darzustellen, dass man mitunter am Verstand des Pfarrers zweifelt. Eine Meinung, die der intelligente Valentin allerdings schon im Lauf seiner Verfolgung revidiert. Alles in Allem bildet DAS BLAUE KREUZ einen sehr guter Einstand in die Serie klassicher Pater Brown-Fälle, der einen harmlosen Kriminalfall mit bizarrer Komik verbindet und Pater Brown als scharfsinnigen Beobachter und schnellen Denker vorstellt, der von seiner Umgebung meist sträflich unterschätzt wird. Die Quittung für dieses Versäumnis folgt auf dem Fuße. Dass die Geschichte jedoch für das Hörbuch in die Gegenwart verlegt und entsprechend modernisiert wurde (z.B. hat Pater Brown seine Zugfahrkarten im Internet gekauft), wäre nicht notwendig gewesen und sorgt für einige Abstriche, was das Flair der Geschichte angeht. Die einzige Erklärung, die dafür Sinn macht ist, dass man mit den „Neuen Fällen des Pater Brown“, die im gleichen Reihenlayout im Blitz Verlag erscheinen und die ebenfalls in der Gegenwart spielen, eine einheitliche Zeitlinie präsentieren will. Das von Mark Freier gestaltete Covermotiv ist ohne Frage gut gelungen, hat jedoch keinerlei Bezug zur Geschichte und sieht eher wie ein nicht verwendetes Titelbild für DORIAN HUNTER aus, zumal es sich bei dem titelgebenden Kreuz um ein Schmuckstück handelt. DAS HÖRBUCH Wie eigentlich alle aktuellen Winterzeit-Produktionen erhält man auch hier wieder rundum perfekte Qualität. Die SprecherInnen sind Profis und sehr gut ausgewählt(Erich Räuker als Pater Brown, Tobias Kluckert als Hercule Flambeau), die Musik in wurde eigens für die Serie produziert und die Geräusche ziehen den Hörer förmlich in die Handlung hinein. Außergewöhnlich und sehr angenehm ist, dass mit Brigitte Carlsen zur Abwechslung einmal eine Erzählerin zum Einsatz kommt, die zuerst stimmungsvoll in die Handlung einführt und sich auch zwischenzeitlich immer wieder zu Wort meldet. Ausgewiesen wir die Serie als inszenierte Lesungen, doch wie schon bei den SHERLOCK HOLMES CHRONICLES und LARRY BRENT, handelt es sich eher um Hörspiele. Die Länge ist mit knapp 50 Minuten absolut ausreichend bemessen. Positiv, dass die Geschichte nicht künstlich verlängert wurde. FAZIT Toller Serienstart in gewohnt guter Winterzeit-Qualität. Alle Fans der SHERLOCK HOLMES CHRONICLES können DIE RÄTSELHAFTEN FÄLLEN DES PATER BROWN uneingeschränkt empfohlen werden.

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