The End 2 - Der lange Weg

von G. Michael Hopf 
4,4 Sterne bei18 Bewertungen
The End 2 - Der lange Weg
Bestellen bei:

Zu diesem Buch gibt es noch keine Kurzmeinung. Hilf anderen Lesern, in dem du das Buch bewertest und eine Kurzmeinung oder Rezension veröffentlichst.

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "The End 2 - Der lange Weg"

Während eines langen Winters verschwindet Grafentochter Eirwyn durch den verwilderten Wald. Als daraufhin Graf Hektor vor Gram dem Siechtum verfällt, befiehlt seine Frau, Lady Amaranth, die Suche nach ihr. So soll der Graf seine Gesundheit zurückerlangen. Außerdem plant die Lady den ewigen Kampf mit ihrer schönen Tochter zu beenden – mit welchen Mitteln auch immer …
Der devote Diener Frederick macht sich für sie auf, um die Tochter zurückzubringen, bevorzugt tot als lebendig. Ihm sollen zudem der Kopfgeldjäger und Brautfänger Lord Sandford mit dem nachtblauen Bart zur Seite stehen, sowie die Rabenbotin Jezabel. Die Reise führt sie durch düster-groteske Gefilde, in denen verwunschene Wälder keinesfalls nur bezaubernd sind. Dort treffen sie auf einen alten Bekannten, den Jäger, und der ist alles andere als ein simples Märchenklischee …
Bald schon merkt Frederick, dass er nicht jedem bedingungslos trauen kann, dass Freundschaft allein oftmals nicht ausreicht und man lange gehütete Geheimnisse nicht einfach ruhen lassen kann.
Und dann fällt auch noch eine sorgfältig zur Schau gestellte Maske …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783943408263
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:Luzifer-Verlag
Erscheinungsdatum:26.06.2014
Teil 2 der Reihe "The End"

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,4 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne11
  • 4 Sterne3
  • 3 Sterne4
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    MamaBuecherschranks avatar
    MamaBuecherschrankvor 5 Jahren
    SCHNEEWITTCHEN MAL ANDERS

    Jeder kennt das Märchen Schneewittchen. Wirklich? Dieses Buch hier erzählt eine ganz eigene Version: Der Diener Frederik bekommt von seiner Herrin, der Lady Amaranth den Auftrag, die fort gelaufene Tochter zurück zu bringen. Gemeinsam macht er sich mit seiner Kollegin und Freundin Giniver und dem Kopfgeldjäger Lord Sandfort auf den Weg. Doch das Mädchen erzählt eine ganz eigne Geschichte über den Streit mit der Mutter: Wollte die Lady ihre eigene Tochter aus Eifersucht töten lassen? Alles deutet darauf hin...  Wer hier die Version von Disneys Schneewittchen und die sieben Zwerge vor Augen hat, der liegt völlig falsch. Rona Walter versetzt das Geschehen in ein düsteres, viktorianisches Zeitalter, das von ihr so beklemmend gut beschrieben wird, dass man sich fühlt, als wäre man mitten im Geschehen. Schneewittchen, die hier den Namen Eirwyn trägt ist auch keinesfalls ein schüchternes putziges Mädchen, das drolligen Zwergen den Haushalt führt. Sittsam und jungfräulich ist sie jedenfalls ganz bestimmt nicht. Eirwyn ist eine starke, eigenwillige Frau die weiß was sie will und wie sie es bekommt. Die sieben Zwerge sucht man in diesem Roman völlig vergebens, was diese Adaption des Märchens keinesfalls schlechter macht.  Schon nach den ersten Seiten wird klar: Diese Version ist nichts für Kinder. Aber wer Horrorgeschichten liebt kommt hier voll auf seine Kosten. Zarte Gemüter sollten also lieber die Finger davon lassen, weil manche Beschreibungen doch recht detailliert und drastisch sind.  Der Autorin gelingt es, zusätzlich noch weitere Märchen und Mythen mit einzuflechten. Der teilweise schon beinahe poetische Schreibstil rundet das ganze zu einem echten Leseerlebnis ab.  Erwähnenswert sind auch noch die wunderschönen Zeichnungen von dem Tattookünstler Bernd Muss, mit denen das Buch illustriert ist. Normalerweise berücksichtige ich Cover-Gestaltung und ähnliches bei Rezensionen generell nicht, weil es viel zu oft unterschiedliche Ausgaben gibt, die völlig verschieden sind, In diesem Fall sind die Zeichnungen aber ein wichtiger Bestandteil vom Buch.

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    Zhunamis avatar
    Zhunamivor 5 Jahren
    Leider schwach

    Ich muss mich leider der eher negativen Meinungen anschließen, ich hatte von diesem Buch wesentlich mehr erwartet. Die düstere und mysteriöse Stimmung im Schneewittchen-Stil kommt zwar ganz gut rüber, der Schreibstil ist aber leider völlig uneinheitlich und wirr. Mal bedient sich die Autorin einer affektiven und übertrieben höfischen Sprachweise, um dann gleich ins beinahe Vulgäre abzudriften. Das habe ich als sehr unpassend und störend empfunden. Die Charaktere wirken zeitweise sehr platt, einer der "Hauptcharaktere" (Ginivier) wird im ganzen Buch überhaupt nicht charakterisiert, sie ist einfach nur da, ist schüchtern, sagt nie was, ist irgendwann tot. Sehr schade, da hätte man wirklich was draus machen können. Das Buch ist zwar im Genre "Horror" angesiedelt, ich bin aber der Meinung, dass es da nicht wirklich reinpasst. "Horror" impliziert für mich etwas Gruseliges, Unheimliches, Spannendes. Das Buch hatte beinahe keinen Spannungsbogen und nichts, wovor man sich hätte gruseln können. Die Geschichte war einigermaßen vorhersehbar, und das Ganze eigentlich nur durch ein paar ausformulierte Splatterszenen gespickt, die wahrscheinlich den "Horror" darin ausmachen sollte. Von mir nur 3 Sterne für dieses Buch. Gelesen haben muss man es nicht unbedingt.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    ClaudisGedankenwelts avatar
    ClaudisGedankenweltvor 5 Jahren
    Märchen im neuen Gewand

    Grafentochter Eirwyn verschwindet im Winter durch den Wald.Graf Hektor grämt sich so sehr, dass er dem Siechtum verfällt schließlich befiehlt seine Frau, Lady Amaranth, die Suche nach Eirwyn. Durch ihre Anwesenheit soll der Graf wieder gesund werden. Aber Lady Amaranth plant noch mehr. Sie will den ewigen Konkurrenzkampf mit ihrer Tochter beenden und dafür ist ihr jedes Mittel recht.
    Frederick der devote Diener soll sie zurückbringen. Er wird begleitet von Lord Sandfort, und einer weiteren Dienerin. Die Reise führt sie durch einen dunklen Wald und über das Meer. Überall beobachtet von Lady Amaranth. Und dieser Wald ist alles andere als märchenhaft. vielmehr ist es ein düsterer mystischer Wald.Auf ihrer Reise treffen sie auf den Jäger, der sich der Reisegesellschaft anschließt.
    Frederick merkt bald schon, dass icht jedem zu trauen ist und jeder der Figuren ein eigenen Ziel verfolgt. Doch als sie schließlich Eirwyn finden, stellt Frederick fest, dass auch sie nicht ist wie er dachte.
    Eirwyn folgt der Reisegesellschaft schließlich zurück in ihr Elternhaus, wo die Geschichte ihren Höhepunkt findet.

    Zu Anfang musste ich mich ein wenig an den Erzählstil gewöhnen, da die Erzählung in der Sprache des frühen 20. Jahrhunderts verfasst ist. Die Autorin erzählt aber so flüssig und eingängig, dass es nicht lange gedauert hat bis ich mich daran gewöhnt hatte. Die Geschichte vermischt Schneewittchen mit Bluebeard und zeigt eine völlig neue Seite der beiden Erzählungen. Zu Anfang ist man versucht über den tollpatschigen Lord Sandy zu lachen, aber das ändert sich im Laufe der Geschichte auch.
    Man bekommt sehr schnell einen Bezug zu den Figuren und konnte mit den einzelnen Charakteren mitfühlen.
    Die Autorin hat einige sehr überraschende Wendungen eingebaut in die Erzählung.
    Am Ende der Geschichte bekommt die Hauptfigur Eirwyn jedoch ein ganz neues Gesicht , welches sich für mich nicht ganz mit dem Bild gedeckt hat, welches ich im Laufe des Buches von ihr bekommen hatte.
    Insgesamt ein sehr lesenwertes Buch. Hat mir echt Spaß gemacht in diese Welt einzutauchen.

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    MikkaGs avatar
    MikkaGvor 5 Jahren
    Albtraumhaftes Märchen oder märchenhafter Albtraum?

    Es fällt mir schwer, dieses Buch zu beschreiben.

    Die Autorin bedient sich aus der reichhaltigen Welt der Märchen und Sagen, wobei vieles neu verwoben und in ungewohntem Licht präsentiert wird. Am meisten erinnert die Geschichte jedoch sicher an Schneewittchen: im Zentrum steht die schöne aber bösartige Mutter, die ihrer eigenen Tochter aus Neid auf deren Jugend und Wohlgestalt den Tod wünscht. Im Hintergrund und dennoch allgegenwärtig zieht sie mit eiskalter Berechnung die Fäden. Aber es wird z.B. auch die Legende um den mörderischen Bräutigam Blaubart in die Geschehnisse eingeflochten.

    Originell ist das Ergebnis mit Sicherheit und entfaltet eine langsame, unheilvolle Sogwirkung, einen zunehmenden Abstieg vom Märchenhaften ins Albtraumhafte. Dennoch konnte das Buch mich leider in vielen Passagen nicht fesseln und ich habe mich geradezu durch die Seiten gekämpft...

    Zum größten Teil lag das sicher am Schreibstil: einerseits unverwechselbar und charakteristisch, manchmal sarkastisch und schwarz-humorig, manchmal sogar regelrecht poetisch - aber leider allzu oft auch ausschweifend, umständlich und voller nebensächlicher Details. Ich fand es sehr schwer, mich auf diesen Stil einzulassen, und im Endeffekt ist es mir nicht gelungen, einen wirklichen Zugang dazu zu finden.

    Die Charaktere haben ohne Zweifel Potential, aber ich hatte nur selten das Gefühl, sie wirklich kennenzulernen. Einzig für den Erzähler, den ebenso eitlen wie ängstlichen Valet Frederick, habe ich so etwas wie Sympathie entwickelt, konnte aber auch bei ihm nicht immer nachvollziehen, warum er so handelte, wie er es tat. Andere Charaktere haben mich zwischendurch kurzfristig für sich gewonnen, nur um sich dann plötzlich wieder in einer Art und Weise zu verhalten, die mich geradezu abgestoßen hat.

    Auch Spannung wollte sich für mich nicht so recht aufbauen. Vielleicht liegt es daran, dass man vieles aus den verwendeten Märchen wiedererkennt? Besonders gegen Ende des Buches hatte ich statt dessen immer mehr ein deprimierendes Gefühl der Unvermeidlichkeit, und letztendlich hat mich der Roman eher ratlos und niedergeschlagen zurückgelassen als befriedigt.

    Wenn ich mir die Kritiken zu diesem Buch so anschaue, ist sonnenklar, dass es vielen Lesern wesentlich besser gefallen hat als mir! Ich möchte auch nicht behaupten, dass "Gläsern" ein schlechtes Buch ist - ich persönlich habe damit nicht viel anfangen können, aber das ist eben auch Geschmacksache. Ich denke, es ist vor Allem der Schreibstil, den man entweder mag oder eben nicht, und so würde ich empfehlen, auf jeden Fall erstmal die Leseprobe zu lesen!

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    utaechls avatar
    utaechlvor 5 Jahren
    Märchen für Erwachsene


    Inhalt:
    Nachdem seine Tochter Eirwyn weggelaufen ist, erkrankt Graf Hektor schwer. Seine Frau, Lady Amaranth, glaubt, dass nur ihr Rückkehr in retten kann. Sie beauftragt den Kopfgeldjäger Lord Sandford mit der Suche und stellt ihm ihren Valet Frederick und eine Bedienstete zur Seite. Sie reisen nach Deutschland, begegnen dort dem ehemaligen Jäger des Grafen, der ebenfalls nach der Tochter sucht und erleben auf ihrer Reise viele seltsame Dinge, und schon bald wird klar, dass hinter der ganzen Geschichte viel mehr steckt, als man sich vorstellen kann.

    Setting und Stil:
    Rona Walters gelingt es hervorragend den Leser ins viktorianische Zeitalter zurück zu versetzen. Die Beschreibungen der Handlungsorte sind hervorragend und regen das Kopfkino an. Ob im Wald, dem schönsten Schloss oder einer Absteige am Rand der Straße, überall steckt Leben drin. Dies wird auch durch die Ich-Perspektive und die Frederick eigene Art des Erzählens erleichtert. Man fühlt sich direkt in die Gedanken- und Gefühlswelt des Mannes hineinversetzt. Für einige mag dies gewöhnungsbedürftig sein, aber der etwas altertümliche Stil und die Ansichten Fredericks passen zu ihm und er bleibt sich und seiner Geschichte bis zum Ende treu.

    Charaktere:
    Durch die Ich-Perspektive ist Frederick natürlich die Hauptperson der Geschichte. Ein Mann, der durch sein androgynes Verhalten vielleicht nicht zur direkten Identifikationsfigur eignet, sich aber gleichzeitig durch seine Rolle als Beobachter den anderen Charakteren genug Platz lässt. Man erlebt alles durch seine Augen, kann die Geschehnisse problemlos nachvollziehen und natürlich auch gehörig mit ihm leiden. Die anderen Personen um ihn herum scheinen alle mehr als ein Gesicht zu haben und wandeln sich fröhlich im Verlauf der Geschichte. Eine Mischung aus mehr oder weniger angedeuteten Märchenfiguren, die in ihren neuen Rollen voll aufgehen.

    Geschichte:
    Anfangs scheint das Buch eine relativ gerade erzählte Märchengeschichte zu sein, doch schon bald merkt man, dass es viel mehr Abzweigungen gibt, als man sich selbst je ausdenken könnte. Rona Walter springt gekonnt durch die Märchen, sucht sich dunkle Elemente zusammen und vermischt sie gekonnt zu ihrer eigenen Geschichte. Als Leser fühlt man sich nie allein gelassen, sondern kann an Fredericks Seite selbst die überraschendsten Stellen staunend miterleben. Dies führt dazu, dass das Buch durchaus Wiederlespotential hat, da man sich beim zweiten oder dritten Mal noch einiges entdecken kann, was einem beim ersten Mal entgangen ist.

    Fazit:
    Rona Walter ist es gelungen, Schneewittchen in ein Märchen für Erwachsene zu transformieren. Blaubart, Dornröschen, schottische, irische Märchen, all das wird hier gekonnt zu etwas Eigenem geformt, dass dank des fesselnden und faszinierenden Erzählstils zu einem neuartigen Leseerlebnis wird. Man durchlebt Seltsames, Erschreckendes und Überraschendes, kann sich nie sicher sein, was auf der nächsten Seite passiert und ist trotzdem oder gerade deswegen am Ende sehr zufrieden mit den Ergebnis. Ein etwas anderes Buch für alle, die gerne Neues wagen und sich auf Dinge einlassen, die sie so nicht gewohnt sind. Empfehlens und definitiv lesenswert.

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    Paulina95s avatar
    Paulina95vor 5 Jahren
    Rezension zu "Gläsern" von Rona Walter

    Es ist immer schade, wenn man sich auf ein Buch gefreut hat, dieses dann aber im Endeffekt eher enttäuschend ist. So ging es mir leider mit "Gläsern".

    Fangen wir mit dem Positiven an:
    Die düstere, bedrückende und gleichzeitig mysteriöse Stimmung des Märchens macht einen Großteil des Buchs aus. Diese vermittelt die gesamte Story hindurch das Gefühl eines bevorstehenden Unheils, was perfekt ins Gesamtbild passt. Sie packt den Leser von Anfang bis Ende und entfaltet durchaus eine gewisse Sogwirkung, die jedoch allein nicht zu bannen vermag.

    Zunächst einmal zu den Charakteren: Diese waren mir durchweg unsympathisch. Vielmehr waren sie einem suspekt, unnahbar und man konnte keinerlei Bindung zu ihnen aufbauen. Sie blieben flach und wirkten daher nur oberflächlich konstruiert. Besonders mit dem eitlen, feigen und uneinsichtigen Frederik wurde ich bis zum Ende hin nicht warm. Das alles hat dazu geführt, dass mir das Schicksal der Charaktere die meiste Zeit über gleichgültig war und man deshalb auch nicht wissen wollte, was ihnen noch zustoßen wird.
    Lediglich der Jäger hat das ein wenig ausgleichen können, denn - wenn auch nicht sympathisch - war er doch hin und wieder ganz unterhaltsam und hat zumindest zum Amüsement des Lesers beigetragen.

    Zur Handlung: Gerade die ersten zwei Drittel der Handlung waren eher zäh und zogen sich elend langsam hin. Zwar ist von Anfang an klar, was getan werden soll (die davongelaufene Grafentochter zurück nach Hause zu holen), allerdings wird hier unglaublich viel Potential verschenkt: Auf der gesamten Reise passiert einfach gar nichts. Alles plätschert vor sich hin.
    Die geringe Spannung mag vor allem daher rühren, dass sich die Geschichte inhaltlich sehr am Märchen Schneewittchen orientiert. Wenn man dieses kennt, waren die meisten Ereignisse bereits zu erahnen. Daher hätte ich mir mehr Abwandlungen gewünscht.
    Wobei, wenn dann etwas passierte, was nicht aus dem besagten Märchen stammt, kam es mir meistens sehr konstruiert und unstimmig vor. Beispielsweise ein Duell zwischen dem Jäger und Lord Sandford kam so unerwartet und unpassend, dass man sich ständig gefragt hat, welcher Sinn dahinter steckt. Überhaupt wirkten Lord Sandford und Giniver (bis zur Auflösung, was dahinter steckte) deplatziert und überflüssig in der Geschichte (wobei ich natürlich geahnt habe, dass noch etwas mit ihnen passiert). Dieses "nicht wissen, was das alles zu bedeuten hat" war aber irgendwann nur noch lästig, weil die Geschichte dadurch eher wirr und undurchsichtig erschien.

    Auch der alt anmutende, der Zeit angepasste Schreibstil der Autorin hat sich im Laufe des Buchs abgenutzt. Was am Anfang noch poetisch wirkte und einen gewissen Charme versprühte, wurde mehr und mehr nervig und hat den Lesefluss doch sehr behindert. Sprache, Wortwahl und Satzbau sind teilweise sehr anspruchsvoll. Insbesondere der Stil macht "Gläsern" gewöhnungsbedürftig.

    Mein Fazit: Alles in allem ist "Gläsern" ein durchaus außergewöhnlicher, aber auch ein ziemlich spezieller Roman, der nicht jedem zusagen dürfte. Zu oft wirkt er abgehoben und verwirrend, als dass wirkliches Lesevergnügen aufkommen konnte. Schade, denn die Idee ist wirklich gut.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    A
    Ashavor 3 Monaten
    K
    koronavor 9 Monaten
    Jackbumms avatar
    Jackbummvor 3 Jahren
    Stoerenfrieds avatar
    Stoerenfriedvor 3 Jahren

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks