G. R. Gemin Milchmädchen

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Inhaltsangabe zu „Milchmädchen“ von G. R. Gemin

Zwölf Kühe mitten in einem schäbigen walisischen Wohngebiet verstecken? Das bleibt doch niemals unbemerkt! Aber Gemmas Leben ist sowieso total durcheinander – ihr Vater ist im Knast, die Mutter abgekämpft und der kleine Bruder nervt einfach nur. Und wie sie sich mit der komischen, starken Außenseiterin Kate angefreundet hat, weiß sie eigentlich selbst nicht. Aber Kate braucht Gemmas Hilfe, damit ihre Kühe nicht verkauft werden müssen. Gemmas Nachbarn kümmern sich normalerweise nicht so um andere Leute – geschweige denn um Tiere. Doch nun stehen dicke, muhende, Gras fressende Kühe in ihren Gärten. Und setzen einiges in Bewegung! ***Ein charmantes walisisches Sozialmärchen à la Kick it like Beckham***

Ein sehr schönes Buch über Freundschaft und Sinn der Gemeinschaft!

— passionelibro
passionelibro

Kraft- und wunderbar hoffnungsvoll. Ein besonderes Buch!

— Aniday
Aniday

Jetzt mag ich auch eine Kuh haben!!! Wunderbares Buch, mit dem Potenzial zum Jugendbuchklassiker ...

— SharonBaker
SharonBaker

Wie heisste es so schön auf Englisch? HILARIOUS :)

— I-heart-books
I-heart-books

Eine schönes und leichtes Lesevergnügen. Eine Kuh verändert ein ganzes Dorf.

— Lady_An
Lady_An

Die ganze Handlung wird durch eine Feinfühligkeit und jugendliche Süße getragen, die man nicht oft findet.

— LESETANTE_CARO
LESETANTE_CARO

Unterhaltendes Sommerbuch!

— tingerale
tingerale

Eine großartige Geschichte!!!

— kathrineverdeen
kathrineverdeen

Ein ganz süßes und bezauberndes Werk mit einer großen Portion Feingefühl.

— LillianMcCarthy
LillianMcCarthy

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    Milchmädchen
    SharonBaker

    SharonBaker

    11. September 2016 um 18:19

    Gemma radelt mit ihrem Rad los, um einen ganz bestimmten Ort aus ihrer Vergangenheit zu finden, einen Platz, wo noch alles gut war in ihren Leben, aber was muss passieren, eine Herde Kühe steht mitten auf der Straße. Trotz starken abbremsen und ausweichen, fällt Gemma über den Lenker und stürzt mitten in die Kühe, aber als ob das nicht schon schlimm genug wäre, steht ihr, die nicht gerade beliebte Klassenkameradin Kate gegenüber und amüsiert sich über deren ängstliches Gesicht. Frustriert und wütend geht es wieder nach Hause und zur Beerdigung von Omas Hund, um sie auf andere Gedanken zu bringen erzählt Gemma ihrer Oma von Kate und ihren Kühen und mit einmal ändert sich Gemmas Leben. Nicht nur das sie durch ihre Oma, Zeit mit Kate verbringt, nein, auch Kühe werden immer sympathischere Wesen, und bevor sie es sich versieht, hilft sie beim Kuhdiebstahl mit. Wie kam es dazu? Warum müssen die Kühe gerettet werden? Wohin mit den reizenden 12 Kühen? Und kann das überhaupt gut gehen? Ein Vorort steht Kopf und mittendrin muht es ... Das ist mein erstes Buch aus dem Königskinder Verlag und hätte mir mal bitte einer vorher verraten können, dass da solche Schätze lauern. Diese Geschichte bietet nicht nur 12 dicke Kühe und zwei toughe Mädchen, sondern ein ganzes Stadtviertel an wunderbaren Figuren und dazu eine wunderbare Aussage, also ihr merkt schon, ich bin schwer angetan.Gemma ist ein junges Mädchen, von 13 Jahren und muss sich schon früh mit Einigen rumquälen. Zu Hause gibt es eine abgekämpfte Mutter, die von der Last ihre Familie zu ernähren, das Lächeln verlernt hat, dazu ein Vater, der mit Abwesenheit glänzt, da er im Knast sitzt und einen kleinen nervigen Bruder, der sich bei Mama einschleimt und nur Flausen im Kopf hat. Dazu kommt noch das sozialschwache Wohnumfeld, was einem direkt vermittelt, Außenseiter haben es schwer und nur die Starken haben das Sagen. Gemma ist direkt in solch einer Gruppe, was bleibt ihr auch übrig, sie will ja ihre Ruhe haben und nicht in Schwierigkeiten gezogen werden. Aber dann kommt ihre Oma und lädt diese Kate ein. Ein Mädchen von einem Bauernhof, Außenseiterin und stark wie ein Bär. Natürlich will Gemma nicht mit ihr gesehen werden und dann passiert es doch und sie ist dem Schikanen ausgesetzt. Aber langsam nähern sich die beiden an und bauen eine Art Freundschaft auf und Gemma merkt schnell, nicht nur sie hat Probleme, sondern auch Kate und ihres ist die Liebe zu zwölf Kühen, die verkauft werden sollen.Diese zwölf Kühe sind die Hauptstatisten im ganzen Stück und lassen einen ganzen Vorort neu erblühen. Es ist ein schrecklicher Vorort, ständig Überfälle, Gewalt, Diebstahl und die Polizei zählt die Einsätze schon nicht mehr. Früher muss es eine nette Wohngegend gewesen sein, jetzt herrschen hier andere Gesetze und die älteren Leute, trauen sich nicht mehr vor die Tür. Tja, und da wollen die beiden Mädchen zwölf Kühe unterbringen, mitten ins Grau. Was das für Auswirkungen hat, hätte keiner mit gerechnet. Die Menschen helfen sich wieder untereinander, verschließen ihre Augen nicht mehr und finden auch den Mut, Taten andere zu melden. Es findet ein Umbruch statt und auch ein Umdenken, die Bewohner haben wieder Freude und Spaß an der Gemeinschaft und lassen es sich und den Kühen wieder besser gehen. Aber kann das auch so bleiben?Dieser Autor hat ein rund um tolles Buch geschrieben, hier stimmt einfach alles, Erzählstil, wunderbare Figuren und eine tolle Aussage. Ich fühlte mich so wohl in der Geschichte und wäre am liebsten selbst sofort aufs Rad gestiegen und aufs Land gefahren, um mir eine Kuh zu holen. Aber das wirklich ganz Besondere sind seine sozial kritischen Punkte, er hat das alles so ganz natürlich, realistisch und tiefgründig mit eingewebt, man kauft ihm alles total ab und strahlt umso mehr mit, dass es aus dem dunklen Sumpf immer einen Weg gibt und das wir bestimmen können, wohin dieser uns bringt. Er beschreibt Probleme auf dem Punkt, ohne zu verschönern und doch können wir hoffen, dass es auch immer eine Lösung geben wird, manchmal tun sich die unglaublichsten Dinge auf, die man vorher nie erahnt hätte.G.R. Gemin hat ein ganz wunderbares Debüt geschrieben, was nicht nur für junge Leser geeignet ist, nein auch die Älteren werden ihr Vergnügen damit haben. Es macht unglaublich Spaß mitzuerleben wie die Menschen und dieser triste Vorort aufblüht und Gemma einen Weg findet, sich auch selbst zu finden und ihre Persönlichkeit zu festigen. Außerdem hat der Roman eine wunderbare Aussage, gemeinsam sind wir stark.

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  • Ich bin echt froh, dass...

    Milchmädchen
    I-heart-books

    I-heart-books

    09. August 2016 um 13:11

    ... ich einfach auf gut Glück spontan entschieden habe MILCHMÄDCHEN zu kaufen. Natürlich hat mich das Cover neugierig gemacht - mal was anderes, ein Mädchen mit Sommersprossen (yes! Merkt mans - ich hab auch die ein oder andere *höhö*) und sympathischem Lächeln. Die Annotation hat mich neugierig gemacht und ich dachte 'wieso nicht' - und es war die richtige Entscheidung. Die Geschichte um Gemma, Kate und das Dutzend Kühe in der Bryn Mawr ist echt, authentisch, witzig, lustig, clever und extrem sympathisch. Die Kapitel sind kurz und der Text selbst ist sehr klar, ohne grosse Umschweife und Blabla. Klar, das Buch hat eine Message, aber diese wirkt nicht aufdringlich oder aufgezwungen - einfach realistisch. So sieht es eben auch tatsächlich aus. Toll ist, dass es ein Buch eines walisischen Autoren ist. Ich hab schon von Susie Day Bücher gelesen und fand dort schon, dass die Walisen einen speziellen Stil haben - echt interessant, mal was anderes. Das Buch ist nicht nur für Teens, ich glaub die Aussage, der Charm und Witz in diesem Buch kann ein breites Publikum ansprechen. Jedenfalls sicher was für solche, die sich für Wales, walisische Autoren, Kühe und was spezielles interessieren! Hab schon lange nicht mehr so gelacht und gedacht 'Wow, was für ein tolles Jugendbuch. Hilarious!!!' - thanks a lot Mr. Gemin! ps: Wer den Schutzumschlag mal weg nimmt, wird eine süsse Überraschung vorfinden! i-heart-that! (tolle Idee, Königskinder-Verlag!!!) i-heart-gemma-kate-and-the-cows-from-bryn-mawr

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  • Milchmädchen / G. R. Gemin

    Milchmädchen
    MosquitoDiao

    MosquitoDiao

    25. July 2016 um 18:29

    „Wo sind die Kühe?“, fragte er mich wieder. Ich zitterte, aber nicht, weil ich mich fürchtete – ich kochte vor Wut. Ich fuhr herum und starrte ihm in die Augen. „Welche Kühe?“ Inhalt Gemmas Leben ist nicht so, wie sie es gern hätte. Ihr Vater ist im Gefängnis, ihre Mutter am Ende ihrer Kräfte und ihr Bruder nervt sie einfach nur. In der Schule versucht sie nicht den falschen Kids auf die Füße zu treten. Doch dadurch, dass sie nicht selbst zum Opfer werden will, ist auch ihr Verhalten nicht immer vorzeigbar. Doch was macht das schon aus, wenn man in so einem schäbigen Wohnviertel in Wales wie sie lebt? Die Einzige, die ihr da noch ab und zu Trost gibt, ist ihre Oma. Doch dann tritt ausgerechnet die komische Kate – das Cowgirl – in ihr Leben. Und als wenn das nicht schon genug wäre, sieht sie sich auf einmal auch noch 12 dicken, muhenden Kühen gegenüber. Kate scheint plötzlich doch gar nicht mehr so komisch, sondern einfach nur stark und selbstbewusst. Und jetzt brauch sie auch noch Gemmas Hilfe, damit ihre Kühe nicht verkauft werden müssen. Da kommt den zwei Mädchen eine Idee… Meinung Im Zuge der Carlsen-Lesechallenge versuch ich meine Kaufsucht natürlich ein wenig in diese Richtung zu lenken So bin ich jetzt im Urlaub unter anderem zu diesem Schmuckstück gekommen. Ich finde einfach schon die Covergestaltung vom Königskinder Verlag verzaubernd! Und inhaltlich hält er einfach, was er verspricht! Die Altersempfehlung ist in meinen Augen perfekt, doch die Geschichte bietet auch älteren Lesern so viel! Eine lustige und doch auch sehr nachdenkliche Geschichte über Freundschaft, Umgang, Familie und den Wert der kleinen Dinge. Mir waren die Charaktere sehr symphatisch! Und auch die Kapitelaufteilung fand ich mal wieder sehr entspannend, sehr kurz gehalten, doch überhaupt nicht abgehackt. Ich kann es jedem nur empfehlen, eine schöne und leichte Geschichte – perfekt für zwischendurch!

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  • Ein hinreißendes Debüt über Zusammenhalt, Freundschaft und....Milchkühe ;)

    Milchmädchen
    InaVainohullu

    InaVainohullu

    24. July 2016 um 18:32

    Eigentlich wollte die 13-jährige Gemma nur eine Runde auf ihrem Rad drehen um ein bisschen Abstand von ihrer überforderten Mutter, ihrem nervigen Bruder und dem Leben überhaupt zu gewinnen, als sie plötzlich, im wahrsten Sinne des Wortes, über "Cowgirl" und ihre zwölf Kühe stolpert. Sie hat keinen Schimmer, das dieses Aufeinandertreffen schon bald ihr Leben, aber vorallem das Leben aller Bewohner der tristen und trostlosen Siedlung Bryn Mawr ändern wird.Einst war die Bryn Mawr eine beliebte Siedlung, in der die Menschen beieinander standen und Feste feierten. Heute ist davon nichts mehr übrig, die Siedlung ist sozial am Boden, es gibt viele Einbrüche und die Bewohner haben Angst.Wie ausgerechnet Gemma, ihre neue Freundin Kate und vor allem 12 Milchkühe für Aufregung und neues Leben in der kleinen Siedlung sorgen, erzählt diese Geschichte.Und die ist, wie alle Bücher, die ich bisher aus den Programmen des Königskinder Verlags gelesen habe, einfach nur bezaubernd und ganz großes Kopfkino !Meinung:G.R.Gemin schafft mit "Milchmädchen" ein tolles Debüt, das mich durch seinen sehr eigenen, aber flüssigen Schreibstil und ganz besonders durch seine schrulligen, aber so unglaublich liebenswerten Charaktere, direkt von der ersten Seite an in seinen Bann schlagen und verzaubern konnte.Das Buch ist mit seinen 272 Seiten jetzt äußerlich nicht unbedingt besonders dick, doch inhaltlich passiert eine ganz Menge.Es erzählt von der 13-jährigen Gemma, die in schwierigen sozialen Verhältnissen lebt. Ihre Mutter schuftet Tag und Nacht, ist oft müde und übel gelaunt, einfach leer, ihr kleiner Bruder treibt sich mit falschen Freunden herum, ihre Oma hat Angst alleine auf die Straße zu gehen, weil die Gegend schon so lange unsicher ist und ihr Vater sitzt im Knast. Das alles macht Gemma unfassbar wütend, aber eigentlich will sie das gar nicht sein. Als sie Kate kennenlernt, vor der sie sich aufgrund deren Größe und Robustheit ein bisschen fürchtet, da setzt sich plötzlich eine ganze Kette, amüsant zu lesender, Ereignisse in Gang, die nicht nur eine Freundschaft zwischen Gemma und Kate aufblühen lassen, sondern die auch die Menschen aus der Bryn Mawr zusammenbringen, die Gegend sicherer und vorallem endlich wieder lebenswert und schön machen.Auch Gemmas Familie, die sich, seit der Vater im Gefängnis sitzt, sehr entfremdet hat, wächst neu zusammen.Sicher fragt ihr Euch, was die von mir erwähnten Kühe mit allem zu tun haben, aber das werde ich Euch nicht verraten ;)Der Autor spricht hier auf gekonnte Art wirklich viele interessante und auch traurigstimmende Themen an, die zum Nachdenken anregen. Es geht um den sozialen Verfall und darum das wir heute eigentlich kaum mehr etwas über die Menschen in unserem direkten Umfeld wissen. Es geht um Existenzängste, um neue Hoffnung, um Freundschaft und darum das man für seine Träume und Wünsche manchmal nur hartnäckig genug kämpfen muss.Die Figuren, ich habs ja weiter oben schon einmal kurz erwähnt sind alle ein bisschen "sonderbar", aber das macht sie so besonders und großartig. Sie alle sind mit viel Liebe erschaffen und man hat sich schon sehr bald in ihre ganz unterschiedlichen Eigenheiten und ihre Raubeinigkeit verliebt.Fazit:G.R. Gemin hat mich mit seinem Debütroman wirklich total begeistert und ich kann und muss Euch diesen Roman, der nicht nur jungen Lesern Spaß und Freude machen dürfte, unbedingt empfehlen. Lest es, ihr werdet nicht enttäuscht sein.

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  • Rezension zu "Milchmädchen" von G.R. Gemin

    Milchmädchen
    kathrineverdeen

    kathrineverdeen

    30. June 2016 um 18:00

    Können Kühe ein Leben verändern?Die etwas schäbige anmutende Bryn-Mawr-Siedlung landet oft in den Nachrichten: Geknackte Autos, Einbrüche und Alltagskriminalität sind hier an der Tagesordnung und es ist nicht ungewöhnlich, dass die Menschen dieser Siedlung sich oft nicht aus ihren Häusern trauen. Doch nun macht eben dieses Wohngebiet ganz andere Schlagzeilen, denn die Verbrechensrate ist drastisch gesunken. Und es ist sehr ruhig geworden. Nur ab und an hört man ein „Muuuuuuuuuhhhh“. Fragt man die Bewohner nach diesem Phänomen, zucken diese nur mit den Schultern und schweigen.Gemma, die literarische Hauptfigur aus „Milchmädchen“, weiß, was sich hinter den Veränderungen und den für die Stadt ungewöhnlichen Muh-Lauten auf sich hat. Denn Gemma trägt eine große Mitschuld an der mysteriösen Wandlung dieser Siedlung. Um zwölf Kühe vor dem Tod zu bewahren, entführte sie diese kurzerhand und versteckte sie in der Bryn-Mawr-Siedlung. Jedoch bleibt so eine große, muhende Kuh nicht lange unbemerkt …„Milchmädchen“ von Giancarlo R. Gemin ist jedoch nicht nur eine Geschichte über zwölf Kühe, die das Leben der Bewohner einer großen Wohnsiedlung von heute auf morgen verändern. Es geht viel mehr um zwischenmenschliche Beziehungen und darum, dass es sich lohnt, sich nicht von Vorurteilen leiten zu lassen. Es geht um unerwartete, neu gefundene Freundschaften, die nicht nur Gemmas Leben bereichern. Aber auch um sehr einseitige Freundschaften, die einzig einem Zweck dienen: andere Menschen klein zu halten.Nachdem man sich an der wunderschönen Gesamtgestaltung durch den Königskinder Verlag sattgesehen hat, bekommt man in den ersten Passagen von „Milchmädchen“ einen eindrucksvollen Einblick in Gemmas Leben, und lernt ihre abgekämpfte Mutter, ihren stets nervenden Bruder und ihre liebenswerte Großmutter kennen. Über Gemmas Vater wird in der Geschichte zwar oft gesprochen, aber er kommt nur selten in der Handlung vor, obwohl er sie maßgeblich mit seinen vergangenen Taten geprägt hat. Der Vater sitzt im Gefängnis und verbüßt eine Strafe, während seine Familie darum kämpft, ein halbwegs normales Leben führen zu können. Im Laufe dieser einfach gestrickten und trotzdem außergewöhnlichen Geschichte verändern sich viele kleine Details des familiären Alltags und mit ihnen die Mitglieder dieser Familie. Die wohl größte Wandlung macht jedoch Gemma durch. Sie trennt sich nach und nach von ihren Vorurteilen und ihrem oberflächlichen Blick auf die Menschen und die Dinge, die sie umgeben. Dadurch lernt sie wahre Freundschaft und echte Menschen kennen, die ihr Leben vervollständigen.Giancarlo R. Gemin hat mir mit seiner imposanten Geschichte ein pures Lesevergnügen beschert. Vor allem haben mich seine literarischen Figuren, deren starke Beziehungen und ihren Empfindungen sehr beeindruckt. Auch die klare Botschaft, die mich immer wieder ermahnt mir die Mühe zu machen Menschen wirklich zu sehen, wie sie sind und mich nicht von Oberflächlichkeit täuschen zu lassen.Der einzige Makel von „Milchmädchen“ ist, dass die wenigen Seiten dieser starken Geschichte, viel zu schnell gelesen sind. Man kann dieses wunderschöne Buch einfach nicht weglegen, um sich mit anderen Dingen zu beschäftigen. Bleibt nur zu hoffen, dass der Autor unsere Bücherregale mit vielen neuen Geschichten füllt.www.kathrineverdeen.blogspot.de

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  • Ein tolles Jugendbuch, welches ich nur jedem empfehlen kann

    Milchmädchen
    LESETANTE_CARO

    LESETANTE_CARO

    27. June 2016 um 18:41

    Gemma lebt mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder in einer sozial sehr herunter gekommenen Siedlung. Ihr Vater sitzt im Knast und Gemmas Mutter trägt die ganze Verantwortung, was diese ganz schön fertig macht. Aber auch so ist Gemmas Leben nicht leicht, ihrer Freundinnen gehören eher zur fiesen Sorte, die unter anderen auch gerne andere ärgern. Kate, genannt Cowgirl, ist so ein Opfer. Kate lebt mit ihren Eltern auf einen Bauernhof, sie ist stark und kann sich körperlich stets gut wehren.  Irgendwie freunden sich Kate und Gemma an - wie? Das wissen wohl beide nicht so genau. Schon bald benötigt Kate Gemmas Hilfe. Denn Kates Dad muss die Kühe verkaufen, die dem Familienhof angehören. Beide schmieden einen Geheimplan, um diese zu retten. Aber so geheim ist der Plan bald nicht mehr und sie erhalten Hilfe von ungeahnter Seite...G. R. Gemin hat viele wunderbare Charaktere in die Geschichte eingebaut, die mit ihren Facetten eine mehr oder weniger große Rolle spielen. Ganz vorne stehen Kate und Gemma, die sich zunächst zögerlich anfreunden, am Ende jedoch füreinander einstehen, wie es Freundinnen nun mal tun.Gemma macht dabei eine tolle Entwicklung, indem sie sich von einer Mitläuferin, die ihren "hippen" Klassenkameradinnen, nach dem Mund redet, zu einer eigenständig denkenden Jugendlichen entwickelt. Auch in anderen zwischenmenschlichen Beziehungen macht Gemma Fortschritte, ob es nun das Verhältnis zu ihrer Mutter oder auch zu ihrem kleinen Bruder ist. Kate tritt Anfangs noch sehr verschlossen auf. Sie ist Außenseiterin und kümmert sich am liebsten nur um ihrer Kühe. Sie ist am Boden zerstört, als sie erfährt, dass ihr Vater die Kühe aus finanziellen Gründen verkaufen muss. Im Laufe der Geschichte, wird sie immer offener und findet auch Zugang zu anderen Menschen. Ich fand diese Entwicklung toll, denn Kate ist wirklich ein tolles Mädchen, mit dem Herzen am rechten Fleck. Sie ist mutig und gibt nicht so schnell auf, egal welches Hindernis sich ihr in den Weg stellt.Der Autor hat einen ganz eigenen Schreibstil, der aber wie die Faust aufs Auge zur Geschichte passt. Es ist ein gelungenes Debüt und hat meiner Meinung nach zurecht schon einige Preise eingeheimst. Ich mochte es, wie er jeder Figur im Buch einen eigenen Charakter verpasste. Die Menschen in Bryn Mawr sind alle irgendwie verschroben und kümmern sich eher wenig um den anderen. Sie haben Angst, leiden unter stetig wachsenden Einbrüchen und verstecken sie in ihren eigenen vier Wänden. Erst im Laufe der Geschichte, bilden sie eine feste Gemeinschaft. Dies und auch die tolle Entwicklung seiner Hauptprotagonisten konnte Gemin glaubwürdig rüberbringen. Er spricht soziale Probleme und Ängste an, ohne in irgendeiner Art belehrend zu sein. Auch die Beschreibung der doch schon sehr sozial schwachen Siedlung war passend. Er hebt nichts positiv hervor, wertet aber auch nichts ab. Dieses Buch hat mich wirklich überrascht. Zunächst einmal habe ich mich natürlich gefragt, wer hinter G. R. Gemin steckt. Wenn man der Geschichte folgt, könnte man meinen, dass es von einer Frau verfasst wurde. Die ganze Handlung wird durch eine Feinfühligkeit und jugendliche Süße getragen, die man nicht oft findet. Der Autor hat die Themen Gemeinschaft, Hilfsbereitschaft und Toleranz untereinander super herüber gebracht und mir gezeigt, dass auch Männer wunderschöne Geschichten mit Herz schreiben können. Von "Milchmädchen" bin ich jedenfalls schier begeistert und kann nur sagen, dass es wirklich besonderes Buch ist. Gemma und Kate - zwei Mädels, die sich schnell in mein Herz schlichen. G. R. Gemin schuf hier eine schöne Handlung mit viel Charme und Wärme und zeigt den Lesern, dass man nur an das Gute glauben muss, damit auch Gutes passiert. "Milchmädchen" ist eine Geschichte mit Herz und deutlicher Message zugleich. Ein tolles Jugendbuch, welches ich nur jedem empfehlen kann.Von mir gibt es 5 Eulen!

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  • Milchmädchen - G.R Gemin

    Milchmädchen
    tingerale

    tingerale

    23. June 2016 um 15:12

    Milchmädchen - G.R Gemin RezensionAutor: G.R GeminSeiten: 269Publisher: CARLSEN Verlag GmbHStory:Gemma ist 13 Jahre alt und wohnt in Wales. Sie geht gemeinsam mit Kate (Cowgirl) zur Schule. Kate wird von ihren Mitschülern als Außenseiterin behandelt. Nach einem Zusammenstoß zwischen Kate's Kühen und Gemma kommen die beiden immer mehr in Kontakt. Gemmas Oma interessiert sich sehr für die Landwirtschaft und Kühe und lädt Kate zu sich nach Hause ein. Gemma und Kate werden immer bessere Freundinnen und Gemma erfährt, dass Kate und ihre Familie große Probleme mit ihrem Hof haben und die Kühe verkaufen müssen. Für Kate ist dies unvorstellbar und darum versuchen sie und Gemma alles Mögliche, um Kate's Kühe zu retten. Nicht nur Kate und Gemma geben alles, es schließen sich viele Menschen der Stadt an, um die Kühe zu retten.Wer weiß ob dies gelingt.Meine Meinung:Cover: Das Cover ist richtig hübsch gestaltet. Die Farben sind sehr sommerlich und das Mädchen auf dem Cover könnte meiner Meinung nach Gemma sein. Wirlich tollStory:In letzter Zeit hatte ich eine schlechte Zeit und das Buch ist genau zur richtigen Zeit gekommen. Ich wollte etwas lesen, wozu man nicht zuviel nachdenken muss,etwas das einfach zu Lesen ist und mich unterhält. Diese Zwecke hat dieses Buch grandios erfüllt. Es hat mich in dieser Zeit sehr aufgemuntert und ich habe es leicht in 2 Tagen fertiggelesen.Beim Lesen dieses Buches musste ich oft lachen, da sehr lustige Stellen vorhanden sind. Wer ein Buch sucht, dass einen gut unterhaltet, der hat mit diesem Buch die richtige Wahl getroffen.Gemma wirkt richtig sympatisch und ich mag diesen Charakter sehr gerne. Ich versuchte mich in ihr Alter hineinzuversetzen, was sehr gut funktionierte. Auch Gemma's Oma fand ich klasse. Eine stolze Frau die weiß, was sie will. Gemma's Mutter hat mich fast das ganze Buch lang gestört, weil ich sie nicht nabollziehbar fand, was sich aber am Ende änderte.Von der Vorgeschichte, warum die Mitschüler auf Kate losgingen und Gemma's Vater, kam mir persönlich zu wenig Information.Ich gebe diesem Buch 3 von 5 Kronen, da es mich sehr gut unterhalten hat und einfach zu lesen war, jedoch war die Geschichte nicht so meins. Aber für Personen, die im Sommer eine nette, lustige Story lesen wollen, ist dieses Buch wirklich gut.🔱🔱🔱

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  • sehr schöne Geschichte über Solidarität

    Milchmädchen
    DasBuchmonster

    DasBuchmonster

    19. April 2016 um 10:16

    Inhalt: Das Buch handelt von einer üblen Gegend in Wales, der Bryn Mawr, und von einem darin lebenden Mädchen namens Gemma. Gemma befindet sich auf dem absteigenden Ast, schlechtes Umfeld, sehr gemeine Freundinnen etc. Bis sie auf Kate stößt, die von allen Cowgirl genannt wird, da ihre Familie einen kleinen Bauernhof mit Kühen unterhält. Gemma ist beeindruckt von Kates Gelassenheit und ihrer Stärke, sie freunden sich an, doch für die Kühe wird es immer enger, Kates Vater hat einfach kein Geld mehr um die Kühe zu halten, sie müssen verkauft und geschlachtet werden. Gemma hilft Kate die Kühe zu retten, und was noch viel unbegreiflicher ist: Die ganze Bryn Mawr hilft mit ! Meinung: Auch dieses Cover des Königskinder Verlages ist wunderschön. Das rothaarige Mädchen mit den Sommersprossen vermittelt schon beinahe, dass es sich um Wales, oder die UK dreht. Das Buch ist in einem schönen, jugendfreundlichen Stil geschrieben, der Tonus hierbei ist zwar problematisierend, jedoch nicht abwertend, was ich dem Buch sehr stark zu gute halte. Die Art und Weise wie die sozial schwachere Wohnsiedlung dargestellt wird, gefällt mir sehr gut, es wird nichts verherrlicht, aber auch nicht überdramatisiert, sodass die ganzen Beschreibungen nicht abwertend wirken. Ein ganz besonders neuer Input für mich ist die Thematisierung der Struktur der sozialschwachen Wohngegend und deren Entwicklung. Gemmas charakterliche Entwicklung gefällt mir sehr gut und konnte ich sehr spannend verfolgen. Das einzige Manko an dem Buch ist, dass ich es mir gefühlvoller vorgestellt habe und meine Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden. In jeder Hinsicht ist das Buch ein Appell an das Gute im Menschen und ist ein Beweis dafür, wie Tiere es schaffen, dass Menschen einfach menschlicher werden. Es geht um Gemeinschaft und um Solidarität, was ich sehr wichtig finde, denn es gibt zu wenig gute Bücher, die die Solidarität zwischen den Menschen thematisieren. Das macht für mich ein echtes Jugendbuch aus, eine Message, die klar ist, jedoch nicht zu aufdringlich und auch nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daher kommt. Gemmas Erkenntnisse sind klar und verständlich und würden jedem Jugendlichen, der das Buch liest, die Augen öffnen. Ich bin dafür, dass das Buch Pflichtlektüre wird in der Schule ;-) Insgesamt ein sehr gutes Jugendbuch, sowohl für Jungen als auch für Mädchen gut geeignet, mit einer starken Message und ein Aufruf an Solidarität! Ich vergebe daher 4 Monsterpunkte!

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  • Was Kühe verändern können

    Milchmädchen
    LillianMcCarthy

    LillianMcCarthy

    14. April 2016 um 18:15

    Klappentext: Zwölf Kühe mitten in einem schäbigen walisischen Wohngebiet verstecken? Das bleibt doch niemals unbemerkt! Aber Gemmas Leben ist sowieso total durcheinander – ihr Vater ist im Knast, die Mutter abgekämpft und der kleine Bruder nervt einfach nur. Und wie sie sich mit der komischen, starken Außenseiterin Kate angefreundet hat, weiß sie eigentlich selbst nicht. Aber Kate braucht Gemmas Hilfe, damit ihre Kühe nicht verkauft werden müssen. Gemmas Nachbarn kümmern sich normalerweise nicht so um andere Leute – geschweige denn um Tiere. Doch nun stehen dicke, muhende, Gras fressende Kühe in ihren Gärten. Und setzen einiges in Bewegung! Meine Meinung zum Buch: Gemma steckt momentan in einer kleinen Krise. Ihr Vater ist im Gefängnis und ihre Mutter total überfordert. Emma ist verzweifelt auf der Suche nach dem Familienglück einer fast schon vergessenen Zeit oder flüchtet zu ihrer Oma in den Kern des Dörfchens Bryn Mawr, der aber auch nicht mehr das ist, was er einmal war. Die Kriminalitätsrate ist gestiegen, besonders unter den Jugendlichen und Gemmas Freunde und auch ihr Bruder sind daran nicht ganz unschuldig. Dann lernt Gemma ihre Klassenkameradin Kate besser kennen, die von allen geärgert und Cowgirl genannt wird. Zwischen ihnen entwickelt sich ganz vorsichtig eine ungewöhnliche Mädchenfreundschaft, die gestärkt wird, als Kates Kühe verkauft werden sollen. Auf Verzweiflung bringen sie Jane, Kates Lieblingskuh zu Gemmas Oma, die sich fortan rührend um sie kümmert und anfängt, aus Janes Milch Käse, Sahne etc. herzustellen. Das ganze Dorf ist plötzlich interessiert und so gelingt es Kate, auch für die anderen 11 Kühe „Kuhpaten“ zu finden. Die Kühe haben einen positiven Einfluss auf das Dorf und die Kriminalität geht zurück. Bis Kates Vater bemerkt, dass seine Kühe fehlen. Die Geschichte hinter Milchmädchen ist so süß und schlicht und gleichzeitig so kurz, dass man schnell mal die Zeit vergisst und den ganzen Abend durchliest. So habe ich es gemacht, denn ich wollte meine Seiten nicht mehr von dem lösen, was da gerade passierte. So ein Feingefühl für ihre Figuren kann nur eine Frau haben. Das wurde fast schon Jane Austen gerecht und ich fragte mich tatsächlich nie, welcher Name sich wohl unter dem Kürzel G.R. verbarg. Generell schaue ich mich Autorenprofile meist erst am Ende des Buches an und verschwende vorher nicht viel Interesse an diesem. Und dann, nach dem Lesen traf mich der Schock: Hinter dem Namen G.R. Gemin verbirgt sich keine Frau sondern Giancarlo. Ein Mann. Ein Autor. Der Schock war allerdings durchaus positiv, denn ich war erstaunt über das Feingefühl und hoffe, dass es nicht bei Milchmädchen als einzigem Buch des Autors bleibt. Die Protagonistin: Gemma ist eine der jüngsten Protagonistinnen des aktuellen Programms. Sie ist gerade mal vierzehn Jahre alt, was mir aber sehr gut gefallen hat. Der Grund dafür ist, dass man eine Entwicklung sehen bzw. lesen kann, die gerade Jugendliche in ihrem Alter durchmachen und die man bei Protagonistinnen im Alter von 17-20 Jahren weniger beobachten kann. Sie lebt in einer sehr ärmlichen Gegend, die ihre Blütezeit hinter sich hatte. Die Kriminalitätsrate ist hoch und auch Gemma hat Freundinnen, die nicht so ganz ohne sind. Was Gemma aber am wichtigsten ist, das ist die Beziehung zu ihrer Oma, die in einem älteren Teil von Bryn Mawr wohnt und die sich zusammen mit den anderen älteren Bewohnern über die viele Kriminalität beschwert. Ihre Oma hat einen starken Einfluss auf Gemma und so freundet sie sich mit Kate an. Kate, von allen nur Cowgirl genannt, lebt auf einem Bauernhof und wird von ihren Mitschülern gehänselt. Doch dann passiert es: Gemma stellt sich auf Kates Seite, wird ihre Freundin und versucht mit ihr nicht nur Kates Kühe zu retten, sondern auch das ganze Dorf. Gemma macht hierbei eine große Entwicklung durch. Sie schließt nicht länger aus, macht keinen Unterschied zwischen ihren Mitschülern und fängt an, sich gegen „das Böse“ zu stellen, was sie eine Menge Kraft kostet. Diese Entwicklung ist gewaltig und sie verdient von mir allen Respekt. Genau deshalb konnte ich das junge Mädchen nicht zu Beginn, wohl aber im Verlaufe des Buches sehr ins Herz schließen. Die Thematik: Worum geht es eigentlich in Milchmädchen? Die Geschichte ist so einfach gestrickt und dennoch so gewaltig. Erst einmal geht es im Bezug zu Gemma und Kate um den Abbau von Vorurteilen und um eine ganze Menge Mut. Die braucht Gemma, um sich auf Kates Seite zu stellen und somit gegen die anderen Mädchen. Darüber hinaus ist die Geschichte vor allem eins: Kreativ. Denn um die Kühe zu retten braucht es Mut ebenso, wie eine kreative Problemlösung und damit stellen sie sogar das ganze Dorf auf den Kopf. Milchmädchen erzählt von einer ungewöhnlichen Mädchenfreundschaft und den Mut Dinge zu ändern. Wieso dieses Buch ein Königskinder Buch ist: Hinter den wenigen Seiten und einer recht einfach gestrickten Geschichte verbirgt sich so viel Feinfühligkeit und Stärke, wie man es auf den ersten Blick nicht erwartet hätte. Milchmädchen erzählt von einem stetig stärker werdenden Mädchen und einer ungewöhnlichen Freundschaft und macht so dem Namen Königskinder alle Ehre. Wieso es nicht in eurem Regal fehlen sollte: Milchmädchen sieht durch die tollen Farben und das liebevoll gestaltete Äußere einfach schon perfekt aus und sollte so schon in eurem Regal zu finden sein. Darüber hinaus sollten nicht nur Jugendliche sondern auch Erwachsene jeden Alters häufiger darauf hingewiesen werden, das anders sein nichts Schlechtes ist und jeder Mensch von Anfang an wertvoll ist. Fazit: Obwohl Milchmädchen ganz schlicht ist, überzeugt es durch die starken Beziehungen der Charaktere im Buch und seine eindrucksvolle Botschaft. Selten habe ich bei einem Autoren so viel Feingefühl entdeckt, wie bei Giancarlo R. Gemin und genau dieses macht einen großen Reiz des Buches aus. Er erzählt uns, wie wichtig es ist, gegen Vorurteile anzukämpfen und dass wir unser Leben selbst in der Hand haben und wir es jederzeit ändern können. Über den Autoren: Giancarlo R. Gemin wurde als Sohn italienischer Eltern in Cardiff in Wales geboren. „Milchmädchen“ ist sein erstes Buch und hat schon zahlreiche Preise bekommen. Wenn er nicht schreibt, hört G.R. Gemin gern Musik, von Jimmy Smith bis Giuseppe Verdi. Der Autor lebt in London.

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