G. Siema

 4.3 Sterne bei 19 Bewertungen
Autorin von Pechmarie, Einfach ist es nicht immer und weiteren Büchern.
G. Siema

Lebenslauf von G. Siema

In den 70ern waren Eltern damit beschäftigt das Reisen zu entdecken. Sie hatten viel zu tun, um für die Wochenenden, verlängert oder nicht, die Taschen zu packen, um in aller Hergottsfrühe mit einem schlummernden Kind auf dem Rücksitz die Welt zu entdecken. Wenig Platz und Zeit für ein Kind. Die Welt der Erwachsenen war langweilig. Sie bestand aus langen Autoreisen, dem Besehen von Häusern und Landschaften, Zupfen von Unkraut, Einlegen von Gurken, Staubsaugen und frühem Aufstehen. Die Erwachsenen in der spannenden Welt der Bücher kämpften, zeigten ihre Gefühle, man konnte ihre Gedanken lesen und erfahren, was hinter der Schlafzimmertüre geschah. 

Von den Eltern kaum kontrolliert, übernahmen Bücher die Erziehung und Prägung. 

Da waren auch lange Winter mit viel Schnee, der Wald gegenüber der Wohnung mit Ästen für Pfeile, Lagerfeuer und Baumhäuser, Buben der Nachbarschaft zum Herumstreunen, Natur Erobern und Erforschen der Tiere. Schlaksiger Körperbau, kurzgeschnittenes Haar, so geht man lange Zeit als Junge durch. 

Mit wachsendem Unmut werden die Veränderungen des Körpers sichtbar und mit dieser Verwandlung ging die wilde Zeit zu Ende. Vor gar nicht langer Zeit noch mit Verachtung bedacht, war sie plötzlich da, hautnah, die Welt des Unkrautzupfens, Putzens und frühen Aufstehens.

Irgendwann war es möglich das Erwachsenwerden der eigenen Kinder beobachten zu können. Diese Tatsache und die Arbeit als Lehrerin ließen nun Zeit, um das Handwerk des Journalismus zu erlernen. 

Die Verbindung mit einem Weidmann brachte die längst vergangene „wilde“ Zeit zurück, die Natur trat plötzlich auf ganz andere Art und Weise in das Leben.

Und es ist Zeit das Erlebte, das Leben, festzuhalten. 17 Kurzgeschichten entstehen, bewusst gehalten in österreichischem Deutsch. Es entsteht das Buch „Einfach ist es nicht immer“. „Flows“ Fotokunst wird zu einem festen Bestandteil auf der eigenen Homepage. Im Herbst 2018 findet die „Pechmarie“ als Taschenbuch und E-Book ihren Weg in den Buchhandel. 

Botschaft an meine Leser

In meinen Texten wird bewusst nicht alles erzählt. Die Erlebnisse, Ereignisse, Gedanken der Protagonisten veranstalten in Ihrem Kopf ein Kopfkino. Ich schreibe das DrehBuch, Sie sind der Regisseur. 

David Albahari: „Eine Kurzgeschichte ist ein kurzes Stück Literatur. Meiner Meinung nach sollten Kurzgeschichten so kurz wie möglich sein. In bestimmter Hinsicht vielleicht wie ein Gedicht.“



Alle Bücher von G. Siema

Pechmarie

Pechmarie

 (18)
Erschienen am 04.10.2018
Einfach ist es nicht immer

Einfach ist es nicht immer

 (1)
Erschienen am 02.07.2018
Miniaturen von G.Siema

Miniaturen von G.Siema

 (0)
Erschienen am 02.02.2017
4 Miniaturen von G.Siema

4 Miniaturen von G.Siema

 (0)
Erschienen am 04.01.2017

Neue Rezensionen zu G. Siema

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Rezension zu "Pechmarie" von G. Siema

Pechmarie
Anton_Schenkvor einem Tag

Die Pechmarie, steht für alle verloren Seelen, die als duldsame Opfer von jedermann erkannt werden. Sie fallen auf. Werden aber nicht achtsam angenommen. Sie selbst sehen sich in ihrer Rolle konditioniert und fügen sich darin. Einfallsreich finden sie Wege, sie malen ihre Fantasien, machen ihre Gefühle weg, schneiden sich. Wenn es einen Weg für sie gibt, finden sie ihn. Nur Befreiung bleibt ihnen versagt. Die Autorin Siema zeigt in ihrem anrührenden Buch, wie so etwas gehen kann. Oder sollte ich besser sagen: „Nicht gut gehen kann.“

Ich empfehle dieses Buch und hoffe, dass in nicht allzulanger Zeit Kinderschutz vor Elternrecht steht.

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Rezension zu "Pechmarie" von G. Siema

Bewegend, aber noch ausbaufähig
nellschevor 2 Monaten

Dieses Buch erzählt das Leben von Marie in drei Teilen: Als Kind, als Jugendliche und als Erwachsene. Doch immer ist sie die Pechmarie.

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil sich die Beschreibung interessant anhörte und ich neugierig war, warum Marie die Pechmarie war.
Bereits von Beginn an taucht man als Leser in das traurige Leben von Marie ein. Schläge und psychische Misshandlungen waren an der Tagesordnung, verteilt von der gefühlskalten und egoistischen Mutter. Der Vater war feige und seine Tochter war ihm gleichgültig. Marie musste die Hausarbeit verrichten und gehorsam sein. Aber nicht nur Marie traf dieses schreckliche Schicksal, auch ihre Freundin Elfi, zu der sie immer wieder flüchtete, musste ähnlich furchtbare Dinge durchleiden.
Das Gelesene machte mich wütend und traurig. Marie tat mir unglaublich leid, genauso wie ihre Freundin Elfi. Die Autorin hat den Horror von häuslicher Gewalt und deren Auswirkungen auf das ganze Leben des Opfers gut dargestellt.
Das Buch ließ sich sehr zügig lesen, zumal es nicht allzu viele Seiten beinhaltete. Allerdings war mir der Schreibstil insgesamt etwas zu emotionslos. Die Erzählungen haben zwar Gefühle bei mir erzeugt, jedoch nicht in dem Maße, wie ich es bei einem solchen Thema erwarten würde. Manchmal wirkten die Erzählungen zu distanziert, zu sehr von außenstehend betrachtet und nicht ganz rund.
Was mich überrascht hat, war das Ende. Und es war stimmig zum gesamten Buch.

Eine interessante Geschichte, die bewegt, aber noch ausbaufähig ist. Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

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Rezension zu "Pechmarie" von G. Siema

Ausrutschen auf der Butterseite des Lebens
gaby2707vor 2 Monaten

Marie in drei Geschichten – einmal Kleinkind, einmal Schulmädchen und einmal als Erwachsene – aber immer im Pech. Drei Geschichten, die man als alleinstehend lesen kann, die aber auch als zusammengehörig gelesen werden können. Für Marie wiederholt sich einfach alles wieder.

G. Siema nimmt mich mit in eine Geschichte voller Gewalt im häuslichen Bereich. Die Leidtragende ist Marie. Sie ist der Wut, der Gefühlskälte und der Grausamkeit ihrer Mutter ausgesetzt, muss sich mit der Gleichgültigkeit und der Feigheit des Vaters abfinden. Sie verkriecht sich bei ihrer Freundin Elfi, der es kaum anders geht, wie ihr, oder in ihren Zeichnungen, die vor Einsamkeit und Verzweiflung triefen. Durch ihre Gedanken lässt mich Marie noch näher bei sich sein und ich blicke in ihre geschundene Seele.

Es macht mich sprachlos, traurig, fassungslos und unsagbar wütend, wenn ich mir vorstelle, was hier mit einem Menschen geschieht. Einem Menschen, der sich nicht wehren kann. Der sich im Haus seiner Eltern geborgen fühlen sollte. Für mich einfach unfassbar und unvorstellbar.

Mit ihrem eingängigen, leicht zu lesenden Schreibstil macht es mir die Autorin leicht in die Geschichte einzutauchen. Einmal angefangen konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Keine leichte Kost. Eher ein Buch, das zum Nachdenken und zum Reflektieren einlädt. Das aber auf alle Fälle von Vielen gelesen werden sollte.

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Gespräche aus der Community

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Welche „Monster“ verbergen sich manchmal hinter Mauern, die Gemütlichkeit und Geborgenheit ausstrahlen? Es ist etwas Schreckliches geschehen!
Sehen wir uns die kleine Familie genauer an. Ein ganz normales Ehepaar, eine Tochter. Marie, 13 Jahre alt. Die Eltern arbeiten, Marie geht zur Schule, ist eine unauffällige Schülerin, hat eine dicke Freundin, die auch ihre Nachbarin ist.
Wie kommt es dazu, dass in so einer Familie etwas Unfassbares geschieht? Dazu brauchst du einen besseren Blickwinkel. Marie erzählt dir ihre Geschichte.
Letzter Beitrag von  Siemavor 2 Monaten
Danke für dein aktives Mitmachen und deine Rezension!
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Zusätzliche Informationen

G. Siema im Netz:

Community-Statistik

in 18 Bibliotheken

von 1 Lesern gefolgt

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