Gaël Faye Kleines Land

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Inhaltsangabe zu „Kleines Land“ von Gaël Faye

Bevor all das geschah, von dem ich hier erzählen werde, gab es nur das Glück, das nicht erklärt werden musste. Wenn man mich fragte, wie geht es dir, habe ich geantwortet: Gut.

Damals traf sich Gabriel mit seinen Freunden auf der Straße, erlebte seine Kindheit wie in einem paradiesischen Kokon. Bis seine Familie zerbrach und fast zur selben Zeit sein kleines Land, Burundi, bei einem Militärputsch unvorstellbare Grausamkeiten erdulden musste. Zwanzig Jahre später erst, nach der Flucht mit seiner Schwester in ein fernes, fremdes Frankreich, kehrt Gabriel in seine zerstörte Heimat zurück. Und er findet dort etwas wieder, was er für unwiederbringlich verloren gehalten hatte.

Trauriges Buch über ein interessantes Thema.

— buch_kati

Ein Buch, das einem unter die Haut geht. Absolute Empfehlung.

— Felidae65

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    Kleines Land

    buch_kati

    01. May 2018 um 08:01

    Gäel Faye erzählt in seinem Roman über seine Kindheit Anfang der 90er Jahre in Burundi,genauer in der Hauptstadt Bujumbura. (Burundi grenzt an den Kongo, Tansania und Ruanda). Seine Mutter stammt aus Ruanda, der Vater ist Franzose. Gäel hat eine glückliche Kindheit, seine Familie scheint wohlhabend zu sein, da diese Angestellte haben. Sein Leben spielt sich zwischen Schule, Freundschaft und der so genannten Sackgasse (der Straße in der seine Familie wohnt) ab. Als 1994 der Bürgerkrieg in Ruanda ausbricht, schwappt dieser schnell auf Burundi über und nichts ist wie zuvor. 1995 verlässt Gäel das Land und kehrt später nach Ruanda zurück. Gäel erzählt die Geschichte aus der Sicht eines Kindes was oft sehr bedrückend ist. Insgesamt ein sehr interessantes Buch über ein trauriges Thema. 

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    Kleines Land

    sabatayn76

    20. December 2017 um 15:51

    Zwischen April und Juli 1994 kam es in Ruanda zu extremen Gewalttaten, die zwischen 800.000 und 1.000.000 Menschen das Leben kosteten. In diesen knapp 100 Tagen massakrierten Angehörige der Hutu-Mehrheit etwa 75% der in Ruanda lebenden Tutsi-Minderheit sowie Hutu, die sich nicht an diesem Völkermord beteiligten. Die Stimmung von Hass und Gewalt schwappte zudem auf das kleine Nachbarland Burundi über, in dem es bereits in den Jahrzehnten zuvor mehrere Kämpfe zwischen Hutu und Tutsi gab, wo die Geschehnisse in den 1990er Jahren jedoch nicht das Ausmaß des Genozids in Ruanda erreichten. Ein Teil der Handlung in ‚Kleines Land‘ ist in dieser hochexplosiven Zeit angesiedelt, so dass der Leser den Autor in das kleine ostafrikanische Land begleiten und so an den Geschehnissen der 1990er Jahre teilhaben kann. Erzählt wird die Geschichte von Gabriel, der einige Eigenschaften mit dem Autor Gaël Faye teilt: Er ist als Sohn einer Ruanderin und eines Franzosen in Burundi aufgewachsen und 1995 nach Frankreich geflohen. Gabriel lebt zu Beginn der Geschichte in einem Pariser Vorort, sehnt sich nach seiner burundischen Heimat und hat - ganz im Gegensatz zu seiner Schwester Ana - den großen Wunsch, nach Burundi zurückzukehren und sich vor Ort mit den Erlebnissen in seiner Kindheit auseinanderzusetzen. In ‚Kleines Land‘ berichtet Faye vom Leben in Burundi vor dem Völkermord in Ruanda, von der Überlegenheit der Weißen und der Degradierung der Einheimischen, von einer Kolonialherrschaft nach Ende der Kolonialzeit, von Vorurteilen und Rassismus - bis zum Auftakt des Genozids, dem unsäglichen Hass, der Gewalt, der Blut- und der Rachelust. Ich habe mich vor mehreren Jahren recht intensiv mit dem Genozid in Ruanda auseinandergesetzt, der mit einer solchen Wucht über die Menschen hereinbrach und bei dem die westliche Welt fast ausnahmslos weggesehen hat. ‚Kleines Land‘ ist neben ‚Hundert Tage‘ von Lukas Bärfuss meiner Meinung nach der beste Roman zum Thema. ‚Kleines Land‘ beginnt eher gemächlich, doch nach dem Militärputsch in Burundi, der das Land und die Stimmung im Nachbarland Ruanda nachhaltig aufgewühlt hat, verändert sich auch der Ton des Romans, der mit großer Eindringlichkeit und Unerbittlichkeit vom tagtäglichen Hass und den tiefsitzenden Vorurteilen erzählt. Ich empfand die Einblicke in dieses kleine Land, über das man als Europäer so wenig weiß, extrem spannend und wertvoll, und auch die Beleuchtung des Konflikts zwischen Hutu und Tutsi in Burundi hat mich sehr fasziniert. Dabei hat der Autor die Pulverfassstimmung im Land und die gespenstische Atmosphäre nach dem Militärputsch perfekt eingefangen, so dass man beim Lesen zu spüren bekommt, was dort wirklich passiert ist, was die Menschen gefühlt und wovor sie sich gefürchtet haben.Der Roman wird von Patrick Güldenberg auf poetische, sanfte, unaufgeregte Weise gelesen, was gut zum eindringlichen Inhalt und der eher einfachen, aber dennoch anspruchsvollen Sprache passt.

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