Gabi Köpp Warum war ich bloß ein Mädchen?

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Inhaltsangabe zu „Warum war ich bloß ein Mädchen?“ von Gabi Köpp

Januar 1945. Auf der Flucht vor den Russen in Richtung Westen sucht Gabi Köpp Schutz in einem Gehöft, in dem sich bereits andere Flüchtlinge verstecken. Für das Mädchen beginnt dort ein wahrer Alptraum, denn verraten von den anderen Frauen ist die Fünfzehnjährige der Willkür der russischen Soldaten ausgesetzt.

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  • Rezension zu "Warum war ich bloß ein Mädchen?" von Gabi Köpp

    Warum war ich bloß ein Mädchen?
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. April 2012 um 07:09

    Inhaltsangabe/Buchrücken: Januar 1945: Auf der Flucht vor der Roten Armee in Richtung Westen sucht die fünfzehnjährige Gabi Köpp Schutz in einem Gehöft, in dem sich bereits andere Flüchtlinge verstecken. Für das Mädchen beginnt dort ein wahrer Albtraum, denn sie ist der Willkür der russischen Soldaten ausgesetzt – verraten von den anderen Frauen. Klar und eindringlich berichtet Gabi Köpp von den vierzehn Tagen, die ihr Leben zerstörten. Die Vergewaltigung von Frauen während des Zweiten Weltkriegs ist ein völkerrechtswidriges Verbrechen, das lange tabuisiert wurde. Meine Meinung: Natürlich gibt es viele Bücher zu diesem ernsten Thema und doch bin ich der Meinung, dass jedes einzelne es wert ist, gelesen zu werden. Gabi Köpp berichtet hier ihre schreckliche und dramatische Erfahrung im Alter von 15 Jahren. Nachdem sie lange Zeit diese Erinnerung verdrängt hat, bedient sie sich der Hilfe ihres Tagebuchs und berichtet noch einmal als Zeitzeuge über ihre 14 tägige Flucht, bei der sie völlig auf sich allein gestellt war und das schlimmste das ihr wiederfahren konnte, erlebte. Sie suchte Schutz auf einem Gehöft bei anderen Frauen und genau diese wurden ihr zum Verhängnis. Gabi wird in ihren jungen Jahren vergewaltigt, verraten von den Frauen, bei denen sie in ihrer kindlichen Angst Hilfe suchte! Deutlich kann man Gabis Schmerz und Angst vor allem aber ihre Wut und Enttäuschung spüren, und dass macht es umso schwerer weiterzulesen. Lange wurde über dieses Thema geschwiegen doch Gabi Köpp bricht dieses Schweigen und erzählt von den Vergewaltigungen der deutschen Frauen. Oft habe ich den Kopf geschüttelt, weil mich das Gelesene fassungslos machte, die Berichte über die immer wieder erlebten Vergewaltigungen und der grausame Verrat der anderen Frauen! Oder aber auch das Wissen, dass der Tag an dem Auschwitz befreit wurde, für Gabi der Tag wurde, an dem ihr Martyrium begann. Zwischendurch findet der Leser im Buch Fotos und Aufzeichnungen, die das Buch noch interessanter machen. Die Erzählungen wechseln oft zwischen Gegenwarts- und Vergangenheitsform. Die Erzählungen enden nach 14 Tagen recht abrupt und im Anschluss befinden sich noch ein Nachwort von Dr. Birgit Beck-Heppner. Der Schreibstil an sich ist sehr fließend aber auch emotional. Die 157 Seiten lassen sich recht schnell lesen, allerdings brauchte ich immer wieder etwas Zeit um Gelesenes zu verarbeiten. Fazit: Es ist sehr schwer für mich diesem Buch gerecht zu werden da es ein sehr sensibles und ernstes Thema behandelt. Es geht auch nicht um Schuldzuweisungen oder Verurteilungen und doch klagt es auf seine Art und Weise an. Mich hat es emotional sehr beschäftigt und vieles regt noch im Nachhinein, ein paar Tage später, zum Nachdenken an. Aufgrund der klaren und unverblümten Erzählung ist dieses Buch vielleicht nicht für jeden geeignet, vor allem aber nicht für Leser, die mit diesem Thema emotional nicht zurechtkommen. Gabi Köpp, geboren 1929 in Schneidemühl im damaligen Posen-Westpreußen, studierte nach ihrer Flucht Physik in Hamburg. Seit 1966 war sie als Dozentin am Lehrstuhl für Theoretische Physik der Technischen Hochschule Aachen tätig, wo sie von 1986 bis 1994 eine außerplanmäßige Professorenstelle innehatte, die sie bis 1999 ehrenamtlich fortführte. Heute lebt sie in Berlin. (Quelle: Knaur Verlag). Gesamtwertung: 4/5 Sterne © Michaela Gutowsky

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