Gabi Kreslehner Das Regenmädchen

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Inhaltsangabe zu „Das Regenmädchen“ von Gabi Kreslehner

Eine regennasse Fahrbahn. Einzelne Autos, die vorbeirauschen. Ein grauer Morgen. Als Kommissarin Franza Oberwieser an den Tatort kommt, trifft sie der nablick der Toten wie ein Schlag. EIn schönes junges Mädchen in einem glitzernden Ballkleid liegt verrenkt am Straßenrand. Franze beginnt Fragen zu stellen und begegnet nur Menschen, die etwas zu verbergen haben. DUnkle Seiten, Abgründe, Lügen. Die Tote kannte sie alle. Musste sie deshalb sterben?

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  • Rezension zu "Das Regenmädchen" von Gabi Kreslehner

    Das Regenmädchen
    rumble-bee

    rumble-bee

    30. January 2011 um 23:01

    Der letzte Ton des Hörbuches ist vor einer Weile verklungen, und nun sitze ich hier mit meiner Tasse Tee. Fast ärgere ich mich, dass es nichts mehr zu hören gibt - aber diese Story ist es wert, dass man sie sich sogar gerne ein zweites Mal zu Gemüte führt. Aber später...! Ich kann nur meinen Eindruck wiederholen, den ich schon nach dem ersten "Hineinschnuppern" hatte. Die Wahl der Besetzung für dieses Hörbuch ist wohlüberlegt und perfekt abgestimmt getroffen worden. Katja Riemann ist für mich in diesem Falle die absolute Idealbesetzung gewesen. Ihre leicht rauchige und melancholische Stimme passte wunderbar zu dem Tonfall des ganzen Buches. Besonders die weiblichen Figuren, welche ja allesamt Risse und Sprünge hatten, hat sie in ihrer emotionalen Bandbreite sehr genau getroffen. Die männlichen Figuren waren ja entweder eher flapsig oder rotzig, und auch das gelang Frau Riemann mit Bravour. Ich glaube sogar, dass sie der Geschichte mehr Leben eingehaucht hat, als sie für mich "nur" auf dem Papier gehabt hätte. Denn es hat mich beim genauen Hinhören doch erstaunt, wie viel Bedeutung und Modulation sie noch in die einfachsten dahingeworfenen Ein-Wort-Sätze legen konnte - und die gab es, gerade bei Marie, doch recht oft. Chapeau, kann ich nur sagen! Weniger einleuchtend fand ich die Einteilung der Tracks. Sie stimmten nicht immer mit offensichtlichen Sinn-Abschnitten überein. Manchmal lagen sie mitten in einem Kapitel, und manchmal merkte man erst am veränderten Tonfall der Vorleserin, dass eine neue Perspektive eingesetzt hatte. Das könnte man noch besser machen! Die jeweilige Länge der insgesamt 4 CDs jedoch war gut gestaltet. Jeder Übergang von einer CD zur nächsten lag genau mitten in einem Spannungsbogen, was mir gut gefallen hat. Kommen wir zur Story an sich. Ich habe einige Rezensionen des "Nur-Buches" gelesen, und mir fiel erst dadurch auf, dass die Hörfassung doch um einiges gekürzt sein muss. Wiederholt schrieben z. B. einige Rezensenten von der reichhaltigen Ausbreitung des Privatlebens beider (!) Ermittler, doch im Hörbuch kommt eigentlich nur Franza Oberwieser privat vor. Gut, das erklärt auch meinen merkwürdigen Eindruck vom fast nicht anwesenden Felix Herz. Warum wird er an einer Stelle als Franzas "bester Freund" bezeichnet, obwohl er kaum vorkommt? Nun habe ich die Lösung dieser Frage. Was die Entwicklung des Falles angeht, sind gottlob keine auffallenden logischen Lücken zu verzeichnen. Alles entwickelte sich zwar langsam, abseits vom gängigen blutrünstigen Krimi-Schema, dennoch folgte man der Geschichte mit Aufmerksamkeit. Hier ging es eindeutig um Menschen und ihre Emotionen, und nicht um "Action". Die teils sehr poetische Sprache tat ihr Übriges dazu bei, um einen wohltuend anderen Eindruck heraufzubeschwören. Manchmal fühlte ich mich versucht, mir Sätze aufzuschreiben - so schön waren sie. Sehr ungewöhnlich für einen Krimi. Nur mit dem Gestalten von "Enden" sollte sich Frau Kreslehner meiner Meinung nach in Zukunft mehr Mühe geben - sprich, wenn sie schon ein so getragenes und melodramatisches Buch schreibt, sollte sie am Ende nicht so übertreiben. Das ist schwierig zu beschreiben, ohne zu viel zu verraten. Aber die Ergreifung des Täters (den man übrigens mit etwas Übung leicht auf CD 2 erraten hatte) hätte meines Erachtens "leiser" sein können. Und es musste nicht auch noch im Nachhinein eine so ernsthafte Verkomplizierung der Vorgeschichte eingebaut werden - auch das kann ich ohne Spoiler schwerlich beschreiben. Für Kenner der Literatur sei nur gesagt, dass Max Frisch in seinem "Homo Faber" eine ganz ähnliche Idee hatte. Doch vielleicht beruht dieser unausgegorene Eindruck auch wieder auf einer Kürzung, die ich natürlich nicht ahnen kann. Ja, und Franza Oberwieser - mit ihr wurde ich letztlich nicht wirklich warm. Sicher, der Polizistenberuf ist anstrengend und bisweilen sicher auch erschütternd. Doch in diesem Buch kam sie mir einfach zu überzeichnet depressiv vor. Wie oft sie sich während dieser Geschichte zu sterben gewünscht hat, kann ich schon nicht mehr zählen. Ich kann nur schwer nachvollziehen, dass man dann trotzdem konsequent an einer Ermittlung weiterarbeitet. Nun ja, aber das mag mein persönliches Problem sein. Insgesamt verleihe ich dieser Produktion mit Freuden vier wohlverdiente Sterne. Wäre das Ende runder gewesen, und hätte ich die Protagonistin sympathischer gefunden, hätten auch fünf Sterne daraus werden können. Hoffentlich beim nächsten Mal! Denn ich werde mir diese Autorin durchaus merken.

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  • Rezension zu "Das Regenmädchen" von Gabi Kreslehner

    Das Regenmädchen
    daslesich

    daslesich

    09. January 2011 um 20:59

    Autobahn A9 Richtung Berlin. Es ist dunkel, es ist regnet. Plötzlich ist sie da, wird vom Auto erfasst, in den Graben geschleudert und ist tot. Doch das Mädchen im Paillettenkleid, das mit nur einem Schuh aus dem Nichts aufgetaucht ist, war schon vorher verletzt. Sie ist jung und schön und niemand vermisst sie. Auf Kommissarin Franza Oberwieser und ihren Kollegen Felix Herz wartet mal wieder einiges an Ermittlungsarbeit. Nachdem das Foto des toten Mädchens in der Tageszeitung veröffentlicht wurde, ist schnell die Identität geklärt. Die junge Marie jedoch war nicht das liebe Mädchen von nebenan. Sie hat durchaus eine dunkle Seite und Kontakte, die bis tief in die Vergangenheit ihrer Mutter reichen – mußte sie deshalb sterben? Für Kommissarin Oberwieser wird dieser Fall sogar noch eine sehr persönliche Seite annehmen, als sie herausfindet, dass ihr Sohn Ben in sehr engem Kontakt mit Marie stand. Und Ben ist seit dem Tod des Mädchens unauffindbar. Hat vielleicht auch er etwas mit der Sache zu tun? Die ganze Geschichte ist sehr ruhig erzählt. Die Autorin verzichtet auf Schockelemente und die Geschichte fließt dahin, wie ein ruhiger Regenschauer. Doch gerade diese Ruhe, diese Alltäglichkeit, in der die Story sich abspielt, machen die Geschichte so fesselnd. Auch die Charaktere der Protagonisten passen sehr gut in diese normale Welt. Zum Beispiel Franza Oberwieser, die sich gefährlich nahe an einer Depression befindet und ihren Mann mit einem feurigen Portugiesen betrügt. Ihr Leben könnte das von nahezu jedem Normalbürger sein – es gibt viele Probleme unter der Oberfläche und die Zeit zerrinnt zwischen ihren Händen. Die Geschichte um das Regenmädchen fand ich von der Idee her sehr gut. Insbesondere, wie sich die verschiedenen Handlungsstränge ineinander finden und sich am Ende ein großer Kreis schließt. Das Hörbuch wird gelesen von Katja Riemann, deren gleichtönende Stimme hervorragend zur Stimmung des Buches paßt. Ein ruhiger Krimi, der sich langsam aber sicher auf seine verschiedenen Höhepunkte zubewegt und deutlich zeigt, dass jeder jederzeit mitten in einem Kriminalfall stecken könnte, der ganze Leben zerstört.

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  • Rezension zu "Das Regenmädchen" von Gabi Kreslehner

    Das Regenmädchen
    Nijura

    Nijura

    06. January 2011 um 21:35

    Hörbuch Katja Riemann versteht es jeder Person Leben einzuhauchen, sie liest ruhig, aber keineswegs langweilig. Ich hörte ihr sehr gerne zu. Oft werden am Ende bestimmter Sätze ein paar Worte wiederholt, was sehr intensiv wirkt. Überhaupt hat die Autorin einen eigenen Stil, der sehr interessant, fast poetisch ist. Die Figuren wirken vielschichtig, nicht einfach gut oder böse, schwarz oder weiß. Was ich sehr schön fand war, dass das Ende nicht dramatisch hochgespielt wurde, wie es momentan in vielen Krimis der Fall ist und es auch nicht mit der Auflösung des Falls abrupt endet, sondern noch ein bisschen weiterläuft. Das Hörbuch ist in sich schlüssig, Vielleicht ist der Roman der Auftakt zu einer Serie mit der Kommissarin Franza Oberwieser? Mich würde es jedenfalls sehr freuen :)

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  • Rezension zu "Das Regenmädchen" von Gabi Kreslehner

    Das Regenmädchen
    savanna

    savanna

    01. January 2011 um 16:37

    Das Regenmädchen von Gabi Kreslehner (Hörbuch) (gekürzte Lesung, 4 CDs) Es ist die schöne Marie, da dort auf einer Autobahn von einem Wagen erfasst und getötet wurde. Dieser Unfall an sich wäre noch kein Fall für die Kripo, würden nicht auch Blutspuren von Marie auf einer etwas entfernt liegenden Raststätte gefunden. Das Ermittlungsteam im Falle Marie besteht in erster Linie aus den Kriminalbeamten Franza Oberwieser und ihrem Kollegen Felix Herz, die selbst über die Mutter der jungen Frau viel zu wenig über Maries Leben in Erfahrung bringen können. Rasch fallen erschreckende Stichworte wie Jugendheim und Prostitution. Die gesamte Handlung wird dem Hörer in zwei Strängen erzählt – zum einen ist da der Ablauf der Ermittlungen und zum anderen sind da die kurzen Rückblicke in Maries Leben. Ergänzt werden diese mehr oder weniger faktischen Aspekte durch Einblicke in Franzas und Felix Privatleben. So bleiben weder Ermittler noch Opfer für den Hörer zu oberflächlich. Zu Beginn des Hörbuches war ich regelrecht von der Wahl des Coverbildes verwirrt: Dies zeigt ein vielleicht 11-jähriges Mädchen, welches ich logischerweise sofort mit dem toten Mädchen auf der Autobahn in Verbindung gebracht habe. Bei der Besichtigung des Tatortes jedoch werden in der Ermittlung auch Fragen aufgeworfen, ob das 'Mädchen' denn wohl selbst mit dem Auto unterwegs war. Was bedeutet, dass wir es mit einer 'jungen Frau' von mindestens 18 Jahren zu tun haben müssen! Diese Aspekte habe ich erst nicht zusammen bekommen – wem es jedoch ähnlich geht, dem sei gesagt: Es klärt sich auf! Unbedingt zu erwähnen ist die grossartige Vertonung durch die Schauspielerin Katja Riemann! Über 4 CDs hinweg schafft es Riemann ruhig, aber deutlich akzentuiert, die verschiedenen Emotionen der unterschiedlichsten Protagonisten rüber zu bringen. Zu keinem Zeitpunkt langweilig, zu keinem Zeitpunkt überdimensioniert! Ganz großes Lob – ich werde somit definitiv nach weiteren Hörbüchern Ausschau halten, die von Riemann vertont wurden! Generell ist „Das Regenmädchen“ ein solider Kriminalroman mit mäßigem Spannungsbogen, dem man auch als gekürzte Lesung sehr gut folgen kann. Hier sind die beiden großen Erzählstränge so deutlich voneinander getrennt, dass man als Hörer erfreulicherweise zu keiner Zeit den Faden verliert.

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