Gabor Laczko

 3.5 Sterne bei 18 Bewertungen
Autor von Der Berg, der nie bestiegen wurde, Des Pudels Kern und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Gabor Laczko

Cover des Buches Der Berg, der nie bestiegen wurde (ISBN:9783957801302)

Der Berg, der nie bestiegen wurde

 (18)
Erschienen am 21.11.2018
Cover des Buches Des Pudels Kern (ISBN:9783865204288)

Des Pudels Kern

 (0)
Erschienen am 15.02.2012
Cover des Buches Die Audienz (ISBN:9783869060200)

Die Audienz

 (0)
Erschienen am 21.04.2009

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Neue Rezensionen zu Gabor Laczko

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J

Rezension zu "Der Berg, der nie bestiegen wurde" von Gabor Laczko

Der Berg der nie bestiegen wurde
Jusvor einem Monat

Béla muss bereits als Kind viel durchmachen und die Unbeständigkeit und Ruhelosigkeit, die er zu dieser Zeit erlebt, begleitet ihn durch sein Leben als Erwachsener. Allzu oft scheint er weltfremd, aber er versucht immer das Richtige zu tun, denn sobald er nicht mehr hinter seiner Überzeugung steht, trifft er eine Entscheidung die alles verändert. Mir persönlich war die Lektüre zweitweise etwas zu düster...

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Rezension zu "Der Berg, der nie bestiegen wurde" von Gabor Laczko

Starker Anfang in Ungarn, dann beginnt es zu schwächeln
Buecherspiegelvor 7 Monaten

„Der Berg, der nie bestiegen wurde“ von Gabor Laczko besticht in seinem ersten Teil durch seine sehr eng an die Figur des Béla angelegte Geschichte. Ungarn, das Furchtbares durchlitten hatte in seiner umerziehenden Propaganda und Gewalt anwendenden Willkürherrschaft, das ist das Klima, in das Béla hineingeboren wird. Der Autor bleibt dicht an den Gefühlen und Erleben des kleinen Mannes, der seiner Mutter den gut gemeinten Rat gibt, sich des jüngeren Bruders zu entledigen, denn damit kämen sie doch viel besser zurecht. Der Vater, das unbekannte Wesen, dass immer mal wieder während Fronturlauben vorbeischaut, wird erst viel später als solcher verstanden, als es schon zu spät ist, eine echte Bindung aufzubauen. Dieser flüchtet als Erster der Familie ins Nachbarland Österreich, Kontakt aufgenommen kann nur über Umwege. Die Mutter, aller Privilegien beraubt, denn jetzt herrscht das Proletariat mit aller Gewalt, Neid, Missgunst und Spionen, kann sich und ihre kleine Familie mit ach und krach über die Runden bringen. Man merkt, hier schreibt der Autor seine Biografie auf. Die Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg, die Gräuel im Konzentrationslager betrachtet zu haben, ist sich der junge Béla erst wirklich bewusst, als er nach Jahren erklärt bekommt, was er da wirklich gesehen hat.
Als ein Nachbar sich auf den Weg macht, das Land zu verlassen, ringt die Mutter kurz mit sich, um dann mit ihren zwei Söhnen die Nachbarsfamilie zu begleiten. Wie knapp es ist, diesen Weg zu gehen, ist sich die junge Familie erst später bewusst. Wir begleiten nun den kleinen Trupp, wie diese die Grenzen überqueren können, wie Béla nun als Flüchtling die Welt begreifen muss. Der Autor beschreibt den Jungen zunächst als Schüler, der gut zurecht kommt, aufgrund seiner Abstammung es ihm aber in Ungarn verwehrt wäre zu studieren oder mehr als das Übliche zu erreichen. Nach der Flucht nun muss er neue Sprachen lernen, um die höheren Klassen zu besuchen, was ihm leicht gelingt, wie so vieles mehr. Ab jetzt wird die Geschichte oberflächlicher, so nah, wie der Autor beim jungen Béla war, so verlässt er ihn Schritt für Schritt. Es liest sich, als ob eine Kamera immer höher steigt, sich immer weiter von ihm entfernt, obwohl wir noch vieles von ihm erfahren. Wie er sich dem Vater annähert, nach der Flucht letztendlich in der Schweiz landet, er immer mehr perfektionistisch an Dinge herangeht, vor allem an seinen Glauben. Wie er einige Studien angeht, wie Mathematik, Kybernetik, Theologie, Philosophie. Er will Priester werden, bricht aber mit seinem Glauben noch in jungen Jahren. Abstrus erscheint der Abschnitt über einen Freund aus dem Priesterseminar, dessen Geliebte er heiratet und doch nicht wirklich der Ehemann sein kann. Es folgen Scheidung und Aufbruch zu neuem Leben. Und immer höher schwebt die Kamera.
Von dem Berg, von dem im Titel die Rede ist, wird nur einmal tiefer gehend berichtet, als Béla als Kind einen Älteren begleiten darf und dieser ihm davon berichtet. Der Berg, der, sobald er den Gipfel erreicht hat, er all die Wahrheiten erkennen kann. Später kommt dies nur noch am Rande bemerkt vor, und das ist mir zu wenig. Das Büchlein hätte ein großes werden können, wäre weiter so nah an der Figur des Béla geschrieben worden, so aber bricht es nach der Flucht regelrecht ab. Schade darum. Vom Autor sind bereits erschienen: „Die Audienz“ und „Des Pudels Kern“. Mehr dazu unter http://gaborlaczko.com/

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Rezension zu "Der Berg, der nie bestiegen wurde" von Gabor Laczko

Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens
Yvicutievor 8 Monaten

„Der Berg, der nie bestiegen wurde“ erzählt die Geschichte von Bela, welcher Zeit seines Lebens auf der Suche nach dem Sinn des Lebens ist. Als kleiner Junge erlebt er den 2. Weltkrieg und die politischen Unruhen in Ungarn mit. Schließlich flüchtet seine Familie in die Schweiz und baut sich ein neues Leben auf. Belas Leben ist jedoch gekennzeichnet durch Rückschläge, er sucht Zuflucht im Glauben und tritt in den Jesuiten Orden ein. Doch auch hier findet er keine Erfüllung und so tritt er einige Jahre später wieder aus. Er gerät an einen verräterischen Freund, der ihm erneut viel Leid zufügt und resümiert auf dem Sterbebett sein Leben, welches von vielen Wendungen und Unruhen geprägt war.

Zunächst hat mich das Cover des Buches mit seinen wunderschönen Pastelltönen in seinen Bann gezogen. Es zeigt Belas einsamen Blick in die Ferne auf der Suche nach dem lichtgefluteten Berg, dem Sinn des Lebens.

Der Anfang des Buches gefällt mir sehr gut. Die lebendigen Erzählungen des Autors haben mich gefesselt, der realitätsnahe Einblick in die Nachkriegszeit und das traurige Schicksal des jungen Bela haben mich sehr berührt. Die historischen Hintergrundinformationen empfand ich als gut in die Geschichte eingebunden und eine hilfreiche Unterstützung, wenn man nicht so gut über die geschichtliche Entwicklung Ungarns informiert ist. Besonders bei der riskanten Flucht nach Österreich konnte ich spüren, wie der Autor in dieser fiktiven Geschichte von Bela seine eigene Biografie verarbeitet. Der Autor gestattet dem Leser einen intimen Einblick in diese schwere Zeit.  Mich hat die Flucht emotional sehr mitgenommen, doch bin ich zugleich dankbar, eine so realistische Darstellung der Ereignisse geboten bekommen zu haben. Mir ist ebenfalls positiv aufgefallen, dass es viele vorgezogene Rückblicke gibt, so dass Bela in einigen Situationen die er gerade durchlebt Rückblicke aufzeigt, in denen sein zukünftiges Ich erfährt was zwischenzeitlich woanders passiert ist. Nach der gelungenen Flucht in die Schweiz und seinem Schulabschluss tritt Bela in den Jesuitenorden ein. Bela erweist sich als eifriger Lehrling, doch nach anfänglicher Freude am Studium entwickeln sich zunehmend Zweifel am Glauben. Sein Wunsch, den Sinn des Lebens zu finden bleibt unerfüllt, doch es ergeben sich interessante Textpassagen die zum  Nachdenken anregen. Bela tritt aus dem Kloster aus und findet nach einem weiteren schweren Schicksalsschlag seine Frau, welche ihm eine ungetrübt glückliche Zeit beschert und auch am Sterbebett zur Seite steht. Doch ohne zu viel verraten zu wollen, bin ich von dem abrupten Ende überrumpelt worden und sehr enttäuscht. Zum einen haben mich die zuvor ausführlichen Beschreibungen und Einblicke in Belas Leben fasziniert, welche am Ende des Buches nur sehr kurz dargestellt werden. Zum anderen sind die unruhigen Gedankengänge von Bela für mich nur mühsam greifbar, so dass die Pointe schwer zu verstehen ist. Insgesamt konnte mich „Der Berg, der nie bestiegen wurde“ jedoch überzeugen, da der Schreibstil große Freude bereitet hat und die geschichtlichen, sowie religiösen Einblicke durchaus lesenswert sind.

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Gespräche aus der Community

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G
Liebe Lovelybooksleserinnen und -leser,

gemeinsam mit euch möchte ich meinen neuen Roman "Der Berg, der nie bestiegen wurde" lesen und freue mich auf einen regen Austausch. Dafür verlose ich 15 Printexemplare und bin gespannt auf eure Eindrücke!

Worum geht es?
In eindringlicher und atmosphärischer Weise erzählt Gabor Laczko realitätsnah die Geschichte des jungen Béla, der in das von politischen und gesellschaftlichen Unruhen gebeutelte Ungarn des 20. Jahrhunderts hineingeboren wird. Die Welt im Chaos des Krieges erlebend, setzt der Junge allen Rückschlägen zum Trotz seine Suche nach jenem versprochenen Berg fort, der ihn den Sinn dieser Welt erkennen lässt. Als die Lage zu gefährlich wird, begibt sich die Familie auf eine traumatische Flucht, wo der Junge ein neues Leben beginnen wird. 

Als Bewerbung möchten ich gerne von euch wissen, was euch an dem Buch am meisten interessiert.

Viel Erfolg, 
Gabor Laczko
130 BeiträgeVerlosung beendet
J
Letzter Beitrag von  Jusvor einem Monat

Meine Rezension


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Landet so auch auf weiteren Seiten, falls dazu nähere Infos gewünscht sind, dann bitte eine private Nachricht schreiben.

Danke noch ein Mal, dass ich mitmachen durfte!

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