Gabriel García Márquez

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Lebenslauf von Gabriel García Márquez

Gabriel García Márquez wurde in Aracataca in Kolumbien am 6. März 1927 geboren. Einige Quellen geben auch das Jahr 1928 an, er selbst gibt aber 1927 in seiner Atuobiografie an. Mit 12 erhielt er ein Stipendium für den Besuch des Jusitenkollegs in Zipaquirá. 1946 begann er, dem Wunsch seiner Eltern entsprechend, ein Jurastudium an der Universidad Nacional de Colombia in Bogotá. Zu dieser Zeit lernte er auch Mercedes Barcha Pardo, seine Frau, kennen. Daduch das er von Jurastudium gelangweilt war, welches er 1950 auch endgültig aufgab, begann er sich mit Poesie und Literatur zu beschäftigen. Er Beschäftigte sich besonders mit den Werken von Ernest Hemingway, James Joyce, Virginia Woolf und William Faulkner. 1954 arbeitet er für die Zeitung El Espectador, wo er zuerst kleinere Geschichten und Filmrezesionen verfasst. Seine Arbeit als Journalist führte ihn in den folgenden Jahren nach Rom, Genf, Polen, Ungarn, Paris, Barcelona, Mexiko, Caracas und New York, wo 1959 sein erster Sohn Rodrigo geboren wurde. m selben Jahr wurde er von Fidel Castro gebeten, ein Buch über dessen siegreiche Revolution zu schreiben und wurde ein guter Freund Castros. Márquez hielt sich auch später oft in Kuba auf. Gabriel García Márquez schrieb Drehbücher, Kolumnen, Reportagen, Kurzgeschichten, Erzählungen, Romane und Memoiren. Mit dem Roman Hundert Jahre Einsamkeit (Cien años de soledad), der sich mehr als 30 Millionen mal verkaufte, gelang ihm 1967 der Durchbruch als Schriftsteller. 1972 bekam er den Neustadt International Prize for Literature verliehen. 1982 wurde er für dieses Werk mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt. Das Preisgeld des Nobelpreises investierte er in die Gründung einer neuen kolumbianischen Tageszeitung El Otro. Seit 1998 ist er einer der Besitzer der kolumbianischen Zeitschrift Cambio. Er wohnt hauptsächlich in Mexiko-Stadt. Politisch ist García Márquez sehr aktiv, was in seinen Büchern deutlich wird: Das Abenteuer des Miguel Littín beschreibt die Repressionen, die die Menschen unter der Diktatur von Augusto Pinochet in Chile erleiden mussten. Nachricht von einer Entführung handelt von der Entführung von Zivilisten durch die kolumbianische Drogenmafia. Auch direkt engagiert sich García Márquez stark in der Gestaltung des politischen Lebens mit öffentlichen Reden, wie z.B. am 6. August 1986 auf der Conferencia de Ixtapa in Mexiko zum Jahrestag des ersten Atombombenabwurfes über der japanischen Stadt Hiroshima. Die Freundschaft mit Fidel Castro ist auch der Grund für den Bruch seiner langjährigen schriftstellerischen Freundschaft mit dem peruanischen Schriftsteller Mario Vargas Llosa, der ihn in einer Rede während des PEN-Kongress 1986 als Höfling Castros („cortesano de Castro") bezeichnet hatte. Im selben Jahr wurden mehrere tausend Exemplare des Buches Das Abenteuer des Miguel Littín in Valparaíso, Chile, aus politischen Gründen verbrannt.

Alle Bücher von Gabriel García Márquez

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Hundert Jahre Einsamkeit

Hundert Jahre Einsamkeit

 (512)
Erschienen am 08.06.2017
Die Liebe in den Zeiten der Cholera

Die Liebe in den Zeiten der Cholera

 (440)
Erschienen am 01.02.2004
Chronik eines angekündigten Todes

Chronik eines angekündigten Todes

 (195)
Erschienen am 19.02.2015
Erinnerung an meine traurigen Huren

Erinnerung an meine traurigen Huren

 (107)
Erschienen am 01.12.2006
Von der Liebe und anderen Dämonen

Von der Liebe und anderen Dämonen

 (95)
Erschienen am 13.11.2006
Leben, um davon zu erzählen

Leben, um davon zu erzählen

 (58)
Erschienen am 19.02.2015
Der General in seinem Labyrinth

Der General in seinem Labyrinth

 (31)
Erschienen am 01.02.2004
Bericht eines Schiffbrüchigen

Bericht eines Schiffbrüchigen

 (27)
Erschienen am 01.04.2004

Neue Rezensionen zu Gabriel García Márquez

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HarIequins avatar

Rezension zu "Hundert Jahre Einsamkeit" von Gabriel García Márquez

Kurios und schwer zu greifen
HarIequinvor 4 Monaten

Bisher bin ich mit Gabriel García Márquez' Geschichten nicht warmgeworden und auch mit Hundert Jahre Einsamkeit hatte ich meine Probleme, auch wenn ich den "literarischen Wert" durchaus anerkennen kann. Die Familiensaga umfasst 100 Jahre und  beschreibt den Aufstieg und Niedergang der Familie Buendía im fiktiven kolumbianischen Dorf Macondo.

Die Mischung aus phantastischen und realistischen Elementen, die mich einige Male verdutzt innehalten lassen hat, ist für mich die klare Stärke des Romans. Ganz Macondo steckt sich mit Schlaflosigkeit an, Geister gehen bei den Buendías ein und aus und atemberaubende Schönheiten entschweben beim Wäscheaufhängen ohne Vorwahrnung in den Himmel (inklusive Bettlaken). Die blumige Sprache unterstützt den märchenhaften Effekt.

Die Handlung besteht aus einer Aneinanderreihung von Episoden mit wechselndem Fokus auf die Charaktere. Mal liest man nur von Jose Arcadio Buendías alchemistischen Versuchen, dann beleuchtet die Geschichte den Kampf seiner Töchter um den selben Mann und 20 Seiten später sind alle wieder vergessen, weil plötzlich ein Bürgerkrieg ausbricht. Dadurch entsteht kaum Spannung und es ist schwer, eine Bezugsperson zu finden, zumal die meisten Buendías nicht gerade Sympathieträger sind. Es hilft auch nicht, dass die meisten Charaktere gleich heißen (eine Variation aus Jose, Arcadio und Aureliano; Stammbaum online zu suchen ist ratsam). Erwähnsenswert sind für mich die Oberhäupter der Familie Jose Arcadio Buendía ("Wissenschaftler"; lebt jahrelang an einen Kastanienbaum gekettet) und Ursula (hat zumindest noch ein paar Tassen im Schrank), die einigermaßen angenehme Charaktere sind. 

Die 100 Jahre mit den Buendías waren kurios und oft unterhaltsam, aber selten mitreißend. Der Mittelteil zieht sich und was anfangs noch erstaunlich ist, wird schnell zur Normalität. Ein kleiner Hinweis: das Buch sollte als Fiktion und nicht zu kritisch mit modernen Werten gelesen werden, ansonsten hat man mit der Darstellung (und Verharmlosung) von Prostitution, Kinderehe, Inzest etc keine Freude an der Geschichte. Wer das beiseite nehmen kann, magischen Realismus mag und keinen Page-Turner braucht, dem kann ich den Roman empfehlen. Ich weiß immer noch nicht endgültig, wie ich zu dem schwer greifbaren Roman stehe und vergebe vorläufig 3,5 Sterne.

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D

Rezension zu "Chronik eines angekündigten Todes" von Gabriel García Márquez

Wer ist hier eigentlich der Schuldige? Und warum hat niemand etwas unternommen?
dommelchenvor 4 Monaten

Ein verschlafenes Dorf - ein großes Hochzeitsfest - ein Mord!

Das Buch ist in mehrere Teile aufgeteilt. Leider haben mich nur der erste und der letzte Teil wirklich gefangen genommen.
Der erste, weil ein sehr schöner und trockener Humor an den Tag gebracht wird - der letzte Teil, weil man endlich erfährt wie denn nun der Mord abgelaufen ist.
Der Zwischenteil war leider ein wenig zäh. Besonders wegen der vielen Dorfbewohner, die alle namentlich genannt werden, was zumindest bei mir zum Teil Verwirrung hervorgebracht hat (zu viele Namen).
Es ist ein Buch zum Nachdenken. Wurde der Mord nun „rechtmäßig“ begangen? Wer ist eigentlich der Schuldige?

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Kristall86s avatar

Rezension zu "Die Liebe in den Zeiten der Cholera" von Gabriel García Márquez

Die Liebe ist ein seltsames Spiel
Kristall86vor 4 Monaten

Die Liebe ist ein seltsames Spiel, hieß es mal in einem Lied. Und genau das können auch Doctore Juvenal Urbino und seine Frau Fermina Daza bestätigen. Die beiden sind seit über 50 Jahren ein verheiratetes Paar und sie erfahren Tag für Tag was es heißt für ihre Liebe zu kämpfen. Und dann ist dann auch noch Florentino...Florentino Arza ist seit genau 51 Jahren, 9 Monaten und 4 Tagen in Fermina verliebt. So verliebt, das es keine Andere für ihn gibt. Er wirbt um sie, er vergöttert sie, er umschwebt sie wie eine Motte das Licht in der Nacht. Nur ist Florentino genau das Gegenteil von Ferminas Mann Juvenal. Er ist arm und ihr Ehemann ist gut betucht, sowie in der Gesellschaft sehr anerkannt und Fermina genießt diesen Status. Als Fermina mann verstirbt, traut sich Florentino erneut und erklärt Fermina erneut seine große Liebe. Der kolumbianische Autor Gabriel Garciá Márquez weiß einfach wie er sein Publikum fesseln kann. Ich habe das Buch und den Film schon vor vielen jahren gelesen/gesehen und war, und bin es immer noch, restlos begeistert. Und nun muss ich endlich dazu eine Rezension verfassen. Márquez Schreibstil ist etwas ganz Besonderes. Er schreibt feinfühlig, emotional und sehr bildhaft...aber auch anders. Der Einstieg ins Buch viel mir nicht leicht, aber wenn man an der Story dran bleibt, was einem nicht schwer fällt durch die Protagonisten, wird man reichlich beschenkt. Das Bild was er immer wieder auf seine Darsteller lenkt, lässt sie fast lebendig erscheinen. Seine blumige Schreibweise lassen einen abtauchen und über das Thema Liebe und vor allem die Ehrlichkeit zu sich selbst erkennen. Ein absoluter Klassiker, der in keinem Bücherregal fehlen darf! Das ist Weltliteratur!

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L
"100 Jahre Einsamkeit" von Gabriel Garcia Marquez ist eins meiner Lieblingsbuecher - die Schoenheit der Sprache, die Thematik, der Schreibstil. Jetzt suche ich einen aehnlichen Autor bzw. einen aehnlichen Roman. Wer hat Vorschlaege?
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Zusätzliche Informationen

Gabriel García Márquez wurde am 06. Februar 1927 in Aracataca, Magdalena (Kolumbien) geboren.

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