Chronik eines angekündigten Todes

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Inhaltsangabe zu „Chronik eines angekündigten Todes“ von Gabriel García Márquez

Ironisch, komisch, zärtlich und grausam. Eine ›klassische‹ Erzählung von weltliterarischem Format.Ein ganzes Dorf feiert Hochzeit. Es ist ein rauschendes Fest. Doch noch in der Nacht schickt der Bräutigam die Braut zurück ins Elternhaus. Sie war nicht mehr unberührt. Um die befleckte Ehre ihrer Schwester wieder herzustellen, ziehen die Brüder der Braut noch in derselben Nacht los, mit geschliffenen Messern. Der mutmaßliche »Täter« Santiago Nasar muss sterben. Die Apathie eines ganzen Dorfes und eine Reihe unglücklicher Zufälle weben das Netz der Fatalität, aus dem es für das Opfer kein Entrinnen mehr gibt.

Menschen, gefangen im Netz der Traditionen. Eindringliches Werk des großen Kolumbianers.

— juergenalbers
juergenalbers

Kurz und ganz nett aber irgendwie fehlt das gewisse Etwas...

— maggiterrine
maggiterrine

Mittelmaß - in der Mitte zäh wie Kaugummi und furchtbar dröge.

— Kartoffelschaf
Kartoffelschaf

Ein großer Klassiker...und immer noch aktuell... Schnelle Lektüre...lesenswert

— Der.schmetterling
Der.schmetterling

Ein Toter, ein Motiv ein Täter - und das alles gleich zu Beginn

— Bellis-Perennis
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  • Nach wie vor ein Meisterwerk

    Chronik eines angekündigten Todes
    Lilli33

    Lilli33

    17. November 2015 um 14:25

    Taschenbuch: 144 Seiten Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (19. Februar 2015) Sprache: Deutsch ISBN-13: 978-3596520589 Originaltitel: Crónica de una muerta anunciada Preis: 10,00 € Nach wie vor ein Meisterwerk Inhalt: Ein Dorf feiert Hochzeit. Es ist ein rauschendes und berauschendes Fest. Doch schon in der Hochzeitsnacht bringt der Bräutigam die Braut zu ihren Eltern zurück. Sie war keine Jungfrau mehr. Eine unglaubliche Demütigung für den Bräutigam und Entehrung der Familie der Braut. Ein klarer Fall, der nach Rache schreit. Der Schuldige muss sterben. Angelas Zwillingsbrüder Pablo und Pedro machen sich auf, um Santiago Nassar zu töten. Er soll ihre Schwester entjungfert haben. Es ist nicht so, dass sie ihn töten wollen, aber sie meinen, es der Ehre zuliebe tun zu müssen. Unterwegs erzählen sie jedem von ihrer Absicht, in der Hoffnung, dass jemand sie davon abhalten würde, was aber nicht passiert. So weiß schließlich jeder, selbst der Pfarrer, dass Santiago Nassar in wenigen Stunden sterben wird, nur dieser selbst hat noch keine Ahnung. Meine Meinung: Ich kannte dieses Werk, das erstmals 1981 erschien, bisher nur als Film, wo es mich schon sehr beeindruckt hat. Nun habe ich endlich auch das Buch gelesen. Es ist 2015 im Fischer-Verlag in der Reihe Fischer TaschenBibliothek neu erschienen. Mit einem Maß von nur ca. 14 cm x 9 cm x 2 cm passen diese Bücher fast sogar in die Hosentasche. Für unterwegs also eine klasse Sache! Viele Jahre nach der Tat rekonstruiert der Ich-Erzähler die wenigen Stunden, die zwischen Ankündigung und Ausführung des Mordes liegen. Er befragt die Bewohner des Dorfes, von denen jeder ein Bruchstück der Ereignisse zu erzählen weiß und fügt sie zu einem minutiösen Gesamtbild zusammen. Ich fand diese Art und Weise des Berichts sehr gelungen, erfährt man doch einiges über die Hintergründe. Erschreckend, wie teilnahmslos die Bewohner des Dorfes sich verhalten! Gefangen in den Fängen eines überholten Ehrenkodex und von verschiedenen Zufällen begünstigt, lässt sich die Tat nicht verhindern, obwohl keiner sie will. Der Schreibstil Gabriel García Márquez’ hat mir dabei ausgesprochen gut gefallen. Jedes Wort ist wohl überlegt, keines ist zu viel. Man wird unweigerlich in dem Sog der Ereignisse gefangengenommen. Obwohl ich wusste, wie die Geschichte ausgeht, habe ich bis zum Schluss um Santiago Nasar gebangt. ★★★★★

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  • Santiago Nasar wird ermordet.

    Chronik eines angekündigten Todes
    maggiterrine

    maggiterrine

    30. September 2015 um 14:45

    Gabriel García Márquez erzählt in diesem kleinen Büchlein den genauen Ablauf der Ermordung des Santiago Nasars und nimmt dabei immer wieder neue Perspektiven ein. Das Buch ist dabei nicht mehr oder weniger als der Titel verspricht: Eine Chronik. Eine bloße Aneinanderreihung von Tatsachen und Zufällen, die letztendlich zum Tod eines Mannes führten. Das einzig spannende an dem Buch, bleibt die Frage, ob die Gründe der beiden Mörder gerechtfertigt waren bzw. überhaupt auf wahren Tatsachen beruhten. Diese Frage hat mich dann doch bis zum Ende des Buches beschäftigt...

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  • Mittelmäßig

    Chronik eines angekündigten Todes
    Kartoffelschaf

    Kartoffelschaf

    18. July 2015 um 20:14

    Anfangs noch recht spannend, flachte das Ganze leider unsagbar schnell ab. Etwa ab dem 2. Drittel zog sich die Geschichte wie Kaugummi und ich musste mich zwingen, überhaupt weiter zu lesen. Gemessen daran, dass es sich um ein kleines dünnes Büchlein mit nur etwas über 100 Seiten handelt, habe ich mehr als eine Woche daran gehangen... Vorab: es geht um Thema Ehrenmord. Erzählt wir die Story aus Sicht eines seltsam unbeteiligten Vetters der "verstoßenen" Braut. Selbige war in der Hochzeitsnacht keine Jungfrau mehr - so nimmt das Drama seinen Lauf. Thema: Vergewaltigung - der Täter muss sterben. Dafür sorgen die beiden Brüder der Braut.  Dies verkünden sie auch schon gefühlte Tage vorher. Das ganze Dorf weiß Bescheid. Jedem wird erzählt, man ist gerade auf dem Weg, Santiago Nasar zu töten... Der Titel des Buches ist also durchaus Programm. Es ging noch recht vielversprechend los, der Schreibstil ist recht angenehm, die Beschreibungen von Orten und Personen bildhaft. Allerdings habe ich erst ab der Hälfte des Buches wirklich sagen können, aus wessen Sicht überhaupt erzählt wird. Das es der Vetter der Braut ist, der die Geschichte später zu rekonstruieren versucht, ist nicht von Anfang an klar. Und solch ein unbekannter Ich-Erzähler ist schon arg gewöhnungsbedürftig. Von mir gibt es keine Leseempfehlung, dafür ist das Buch leider zu zäh. 

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  • Viele offene Fragen

    Chronik eines angekündigten Todes
    R_Manthey

    R_Manthey

    25. June 2015 um 16:21

    Eine Ehe wird ausgehandelt. Die Braut wird nicht gefragt. In der Hochzeitsnacht findet ihr Ehemann heraus, dass sie keineswegs jungfräulich ist. Er gibt sie ihrer Familie zurück. Nun muss deren Ehre wieder hergestellt werden. Die beiden Brüder der verstoßenen Braut beschließen, den vermeintlichen Übeltäter zu erstechen. Viele im Dorf, auch die Ordnungshüter, erfahren davon rechtzeitig. Doch niemand ist bereit die beiden Rächer aufzuhalten oder wenigstens das spätere Opfer zu warnen. Und so nehmen die Dinge ihren Lauf nach den Regeln der Tradition. Marquez erzählt diese Geschichte eigenartig wertfrei aus der Sicht des Vetters der befleckten Braut, der nach vielen Jahren das kolumbianische Dorf besucht und den Tag des Mordes für sich rekonstruiert. Wir kennen Ehrenmorde inzwischen auch in Deutschland. Wir finden sie abscheulich und verstehen nicht, wie man so etwas tun kann. Marquez hätte uns das Innere der Mörder und ihrer passiven Unterstützer begreiflicher machen können. Aber er verweigert sich. Wir lesen den Bericht und nehmen ihn zur Kenntnis. Doch wir verstehen ihn nicht wirklich. Und irgendwie berührt er auch nicht. Jedenfalls ist es mir so gegangen. Dabei boten sich dem preisgekrönten Schriftsteller hier so viele Chancen. Er hätte die Geschichte ausbauen und uns erklären können, wieso Menschen sich in solche Automatismen treiben lassen. Der Ermordete war der Sohn eines arabischen Einwanderers. Er war reich und ein Weiberheld. War er deshalb das Opfer? Warum schritt niemand ein? Was bewegt Menschen zu solcher Apathie? Ist so etwas nur in gewissen Kulturkreisen möglich oder beruht dieses Verhalten auf menschlichen Wesenszügen, die wir überall finden? Wenn man einmal davon absieht, dass Marquez viele Preise bekam und in den schriftstellerischen Olymp aufgenommen wurde, und nur dieses Werk betrachtet, dann bleibt wenigstens bei mir Enttäuschung übrig. Was wäre wohl aus diesem Büchlein geworden, wenn es ein anderer geschrieben hätte? Fazit. Dieses Buch ist weder spannend, noch wirklich erhellend. Dem Leser wird emotionslos das Geschehen eines Ehrenmordes erzählt. Es lässt uns leider mit vielen offenen Fragen allein.

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  • Klassiker der Weltliteratur und immer noch aktuell

    Chronik eines angekündigten Todes
    Der.schmetterling

    Der.schmetterling

    27. April 2015 um 22:32

    Der Roman von Gabriel García Marquez ist ein großer Klassiker der Weltliteratur. Er ist zwar schon viele Jahre alt, jedoch immer noch so aktuell wie zu seinem ersten Erscheinungsjahr 1981. Der Roman spielt in einem kleinen spanischen Dorf und entführt den Leser heute in eine andere Welt die noch keinesfalls so hoch technologisiert ist wie heute. Das Dorf feiert die große Hochzeit von Angela Vicario und Bayardo San Roman. Es ist ein berauschendes Fest, welches sich der Bräutigam auch einiges Kosten lässt. Er gilt als großspurig und viele Dorfbewohner schauen zu ihm auf. Er liest seiner Braut jeden Wunsch von den Augen ab und kauft ihr sogar mit viel Überedungskunst das schönste Haus im Dorf. Was die Gäste und der Bräutigam zu dieser Zeit jedoch noch nicht wissen ist, dass Angela keine Jungfrau mehr ist, sondern ihre Unschuld bereits an einen anderen verloren hat. Dieses Geheimnis wird erst in der Hochzeitsnacht gelüftet und die Ehe bereits in dieser wieder annulliert. Die Jagd auf den Schuldigen beginnt und endet blutrünstig. Ein Roman der nichts an seiner Aktualität verloren hat, denn die sogenannten Ehrenmorde gibt es ja leider in der heutigen Zeit immer noch. Fazit zum Buch: Das Buch umfasst nur 120 Seiten, daher ist es eher eine sehr schnelle Literatur. Der Schreibstil ist sehr kurzweilig und präzise sowie auf das wesentliche, ohne große Ausschmückungen gegrenzt. Der Lesefluss wird leider meines Erachtens ein wenig durch die vielen spanischen Namen gehemmt und ich habe es mir im weiteren erleichtert allen Darstellern Kurznamen zu verpassen und habe sie mir somit auch besser merken können. Der Autor schreibt insgesamt sehr bildlich, sodass ich mir als Lese die Szenen sehr gut vorstellen konnte. Insgesamt erhält das Buch von mir 4 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    Chronik eines angekündigten Todes
    Bellis-Perennis

    Bellis-Perennis

    12. April 2015 um 10:46

    Entgegen aller herkömmlichen Krimis sind in diesem Buch sowohl, Täter, Opfer als auch das Motiv von Beginn an klar. Manchmal kann man den Eindruck gewinnen, dass der Mord (oder vielmehr die Vergeltung) doch nicht passieren sollte. Der Autor verarbeitet in diesem Roman ein traumatisches Jugenderlebnis. Er wurde Zeuge des Mordes an seinem Freund. Die Erzählung ist in der „Ich-Form“ geschrieben. Daher ist der Leser hautnah am Geschehen. Ich kann nach wie vor der Art, wie die meisten südamerikanischen Autoren schreiben (mit Ausnahme Isabel Allende), nichts abgewinnen. Trotzdem habe ich mich auf dieses Werk eingelassen. Richtig spannend war es für mich nicht.

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  • Gerede wie für tausend Tote

    Chronik eines angekündigten Todes
    Bibliomania

    Bibliomania

    16. September 2014 um 13:09

    Nach dem gähnend langweiligen "Hundert Jahre Einsamkeit" und dem deutlich besseren "Die Liebe in den Zeiten der Cholera" wollte ich es noch ein drittes Mal mit Gabriel García Márquez probieren. Leider war ich nicht sehr überzeugt. In der Hochzeitsnacht wird Angela Vicario von ihrem Mann verstoßen – sie war keine Jungfrau mehr. Als sie den Namen ihres mutmaßlichen Täters ausspricht, schwören ihre Brüder, diesen zu töten, um die Ehre der Schwester und der Familie wieder herzustellen. Aus Sicht eines Außenstehenden, der alles gar nicht wirklich mitbekommen, sondern nur aus Fetzen anderer mehr oder weniger Beteiligter rekonstruiert hat. Zu viele Personen, die mit der Sache nichts zu tun hatten und zu wenig Information über den vermeintlichen Täter. Konnte mich nicht fesseln.

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  • Kollektive Schuld

    Chronik eines angekündigten Todes
    Herbstrose

    Herbstrose

    Die Hochzeit war ein rauschendes Fest, zu dem das ganze Dorf geladen war. Die Kosten dafür auszurechnen war das letzte, das Santiago Nasar in seinem kurzen Leben zu tun blieb. Bereits in der Hochzeitsnacht brachte der Bräutigam seine Braut, Angela Vicario, ins Elternhaus zurück, als er feststellte, dass sie keine Jungfrau mehr war. Der vermeintlich Verantwortliche für diesen Eklat ist Santiago Nasar. Um die Ehre der Familie wieder herzustellen bleibt Angelas Brüdern, den Zwillingen Pedro und Pablo, keine andere Wahl als Santiago Nasar zu töten. Keine leichte Aufgabe, denn schließlich ist er ihr Freund und man hat vergangene Nacht noch zusammen gefeiert … Bereits von Anfang an ist klar, dass Santiago Nasar getötet wird. Ebenso klar ist auch wer die Täter sind, sie haben es schließlich jedem im Dorf, ob er es hören wollte oder nicht, erzählt. Alle wissen Bescheid – nur einer nicht, das Opfer. Dadurch bezieht die Geschichte ihre Spannung. Es stellt sich unweigerlich die Frage, warum niemand diesen Mord zu verhindern sucht oder zumindest Santiago Nasar warnt. Nichts geschieht heimlich, nein, auf der Suche nach Santiago Nasar zeigen die Brüder Vicario offen ihre Schlachtermesser. Keiner nimmt ihnen diese ab, keiner versucht sie aufzuhalten. Es scheint für die Bewohner des kleinen Nestes irgendwo an der Karibikküste eine Selbstverständlichkeit zu sein, dass die Ehre der Familie Vicario nur durch einen Mord wieder hergestellt werden kann.  „Chronik eines angekündigten Todes“ ist der Versuch einer nachträglichen Aufarbeitung des Falles. Gabriel García Márquez lässt die Geschichte fünfundzwanzig Jahre später von einem ehemaligen Dorfbewohner, der den Fall damals als kleiner Junge nur am Rande mitbekommen hat, rekonstruieren. Er befragt alte Dorfbewohner, Zeugen und Beteiligte - so entsteht einem Puzzle gleich nach und nach ein Bild der Tat, die nicht nur die Tat der beiden Brüder, sondern durch Toleranz und Ignoranz ein kollektives Verbrechen ist. Wie Santiago Nasar letztendlich zu Tode gekommen ist, erfährt der Leser erst ganz zum Schluss – und ob er tatsächlich Angela Vicario entehrt hat bleibt offen. Fazit:  Ein Kabinettstück der Erzählkunst, ein Feuerwerk südamerikanischen Lebens, ein Kleinod für den Bücherschrank. Man kann dieses Büchlein getrost mehrmals lesen, man wird immer wieder neue und bisher unbemerkte Facetten entdecken.

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    • 5
    Floh

    Floh

    21. July 2014 um 05:39
  • Ein Dorf hält zusammen

    Chronik eines angekündigten Todes
    SarahCatherine

    SarahCatherine

    14. August 2013 um 20:09

    Das ganze Dorf feiert gemeinsam die Hochzeit von Angela Vicario, doch schon in der Nacht verändert sich alles. Angela ist nicht als Jungfrau in die Ehe gegangen - und die Tradition will es, dass der vermeintliche Übeltäter getötet wird. Der Plot dieser "Chronik eines angekündigten Todes" lässt sich kurz und knapp zusammenfassen. Marquez gelingt es auf nur 119 Seiten, einen in dieser wirklich treffend als Chronik bezeichneten Dramaturgie, gänzlich in seinen Bann zu ziehen. Unter Chronik verstehe ich immer eine eher nüchterne Textform, das trifft hier gewissermaßen zu, aber auch wiederum nicht, denn trotz dieser Form wird man gepackt.

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  • Rezension zu "Chronik eines angekündigten Todes" von Gabriel García Márquez

    Chronik eines angekündigten Todes
    Marcus_Krug

    Marcus_Krug

    30. June 2012 um 13:25

    In diesem recht kurzen Roman Garcia Marquez' geht es um den Tod Santiago Nasars. Es geht aber auch um die Mitschuld eines Ganzen Dorfes an diesem Tod, weil dieser Tod ein angekündigter war. Kurz zum Inhalt: Eines Tages kommt ein Fremder namens Bayardo San Román ins Dorf. Keiner kennt ihn und seinen Hintergrund. Während seines Aufenthaltes sticht ihm Angela Vicario ins Auge, die er von da an umgarnt und heiraten will. Jedoch ist Angela Vicario keine Jungfrau mehr. Obgleich sie und ihre Freundinnen einen Plan aushecken, den Bräutigam diesbezüglich hinters Licht zu führen, fällt diesem die fehlende Jungfräulichkeit seiner Braut in der Hochzeitsnacht auf. Daher bringt Bayardo Angela wieder zu ihrer Familie zurück und „reklamiert“ den Umstand. Angelas Brüder Pablo und Pedro sehen die Ehre ihrer Familie beschmutzt und wollen Rache nehmen. Auf Drängen der Brüder und der Mutter gibt Angela etwas zögerlich den Namen des „Beschmutzers“ heraus. Santiago Nasar. Nun machen sich die Brüder auf den Weg Nasar zu töten. Jedem dem sie begegnen erzählen sie von ihrem Vorhaben, in der Hoffnung, dass man sie doch davon abhalten möge, da sie mehr aus Pflichtbewusstsein als aus Überzeugung handeln. Schließlich stellen sie Santiago Nasar vor seiner eigenen aber kurz vorher von seiner Mutter verschlossen Tür und bringen ihre Tat mit frisch geschliffenen Metzgermessern zu Ende. Die Geschichte wird anhand von Zeugenaussagen zu einer Chronik der Ereignisse rekonstruiert. Der Autor des Buches befragt die Bewohner des Dorfes zu den Geschehnissen und so trägt jeder zu dem kompletten Bild des angekündigten Todes bei. Zwar ist die Geschichte an sich sehr interessant und auch verspricht die gewählte Form der Rekonstruktion durch die Aussagen der Bewohner spannend zu sein – allerdings bleibt die Geschichte bzw. die Intention eher im Trüben, da die beiden Hauptcharaktere so gut wie gar nicht (Angela Vicario) und zu farblos (Santiago Nasar) charakterisiert werden. Es ist offensichtlich, dass Santiago nichts mit der fehlenden Jungfräulichkeit Angelas zu tun hat, da sie vom Untersuchungsrichter gefragt, wer denn der verstorbene Santiago Nasar sei, gleichmütig antwortet „Er war mein Täter.“ (S. 124). Mit diesem Wissen und den unzureichend gezeichneten „Protagonisten“ geht der Geschichte einiges verloren. Denn mehr als Willkür kann man Angela bei der Wahl ihres Täters nicht unterstellen. Und das lässt die an sich gut geschriebene Geschichte einfach hohl wirken.

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  • Rezension zu "Chronik eines angekündigten Todes" von Gabriel García Márquez

    Chronik eines angekündigten Todes
    Zuckerwattenbaum

    Zuckerwattenbaum

    14. August 2011 um 13:58

    Mir hat das buch nicht gefallen. Aus irgendeinem Grund konnte ich damit einfach gar nichts anfangen.

  • Rezension zu "Chronik eines angekündigten Todes" von Gabriel García Márquez

    Chronik eines angekündigten Todes
    Walkuerenritt

    Walkuerenritt

    30. May 2011 um 18:04

    Die Gesellschaft des kleinen kolumbianischen Dorfes in Márquez "Chronik eines angekündigten Todes" ist noch halb betrunken oder zumindest stark verkartert von der vortätigen Hochzeitsfeier der Bewohnerin Ángela Vicario mit dem eigens zu Heiratszwecken in das Dorf gekommen Bayardo San Román (wobei es stets für den Leser sowie für das Dorf ein Rätsel bleibt warum dieser ebenso schöne wie reiche Mann in dieses kleine Örtchen kommt, in dem die Zeit still zu stehen scheint, um sich eine Frau zu suchen und dabei die eher unscheinbare Ángela wählt) als sich die Brüder der Braut mit ihren Messern auf den Weg machen um Santiago Nasar zu töten. Während der Hochzeitsnacht stellte sich heraus, dass die Braut nicht mehr jungfräulich war. Sie behauptet er sei ihr Verführer gewesen, seine Hinrichtung scheint für die Brüder der einzige Weg die Ehre der Familie wieder herzustellen. Sie marschieren durch das ganze Dorf, teilen jedem Fragenden mit wohin ihr Weg sie führt, werden nicht aufgehalten und erstechen schließlich Santiago vor seiner Haustür. Die wenigen Personen die sie daran hindern, bzw. Satiago vorwarnen wollen schaffen es nicht. Doch warum versuchte dies keiner der Zeugen? Wie können die Beiden frühmorgens sturzbetrunken mit selbstgemachten Messern in einer Metzgerei stehen und ihre Tat ankündigen ohne aufgehalten, scheinbar noch nicht einmal ernst genommen werden? Schildert der Ich-Erzähler hier in seiner Chronik nur den einzelnen Fall als solchen oder aber will er damit auf das Problem aufmerksam machen, dass eine Situation die sich vor einem abspielt, wenn sie gefährlich erscheint gerne als ungefährlich deklariert wird um sich der Handlung und dem Gegenhandeln zu entziehen? Dieser an Aktualität nicht verlierende Roman zeigt die Schweigebereitschaft einer kleineren Menschengruppe, hier eines Dorfes, mit dem Ziel in dieser nicht aufzufallen. Fand ich mich zunächst auf Grund der vielen verschiedenen und - da kolumbiansicher - Namen nicht ganz in das Geschehen ein, so packte es mich doch nach und nach und entwickelte sich zu einer erschütternden sozialkritischen Kriminalgeschichte, die meiner Meinung nach absolut empfehlenswert ist.

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  • Rezension zu "Chronik eines angekündigten Todes" von Gabriel García Márquez

    Chronik eines angekündigten Todes
    Nele

    Nele

    26. August 2010 um 18:05

    Ein fremder Mann kommt in die Stadt und heiratet ein einheimisches Mädchen. In der Hochzeitsnacht stellt sich heraus, dass dieses keine Jungfrau mehr war - das schreit nach Rache! Nachdem der Name des Sünders herausgefunden wurde, machen sich die Brüder des Mädchens auf die Suche nach dem Schänder - um ihn zu töten. Ein jeder Stadtbewohner bekommt es mit - keiner kümmert sich darum, geschweige denn versucht das vermeindliche Opfer zu warnen oder zu retten. ... Ein erschreckend trocken geschriebenes Buch über einen kaltblütig geplanten Mord, der ohne Eingreifen der Bewohner oder der Justiz ausgeführt wird. Nachher wird weder Rache noch Trauer beschrieben. In einer Kleinstadt in der jeder jeden kennt, aber keiner dem anderen helfen will oder kann - schockierend. Dennoch wird es nicht eins meiner Lieblingsbücher, dafür fand ich die Materie doch ein wenig zu trocken und die Geschichte an sich zu undramatisch geschildert. Aber gelesen haben kann man dieses Buch ohne schlechtes Gewissen oder verschwendete Zeit.

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  • Rezension zu "Chronik eines angekündigten Todes" von Gabriel García Márquez

    Chronik eines angekündigten Todes
    Beagle

    Beagle

    10. November 2009 um 07:34

    Marquez schildert in diesem Buch die Geschichte eines jungen Mannes, der angeblich die zukünftige Ehefrau eines reichen Zugewanderten entjungfert haben soll. Dies muss er mit dem Leben bezahlen, die beiden Zwillingsbrüder der Braut, die von ihrem Ehemann noch in der Hochzeitsnacht zurück nach Hause gebracht worden ist, wollen ihre Ehre wieder herstellen. Diese Chronik liest sich leicht und wirkt alles in allem sehr gut recherchiert. Ob sie nun wahr oder erfunden ist, man weiß es nicht, kann es nicht herauslesen. Minutiös wird alles bis ins kleinste Detail beschrieben, die Tat, deren Planung und die Hintergedanken der Mörder. Zweifelsohne ein Buch, das seinem Autor gerecht wird, es ist großartige Literatur, jedoch gibt es auch weitaus bessere Romane von Marquez.

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