Hundert Jahre Einsamkeit

von Gabriel García Márquez 
4,0 Sterne bei508 Bewertungen
Hundert Jahre Einsamkeit
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (375):
Andreas_H__Dreschers avatar

Nie wieder hat mich ein Buch so glücklich gemacht.

Kritisch (47):
Scholus avatar

Nicht verstanden, abgebrochen (Literatur-Nobelpreis-Bücher sind nicht mein Ding ...^^)

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Inhaltsangabe zu "Hundert Jahre Einsamkeit"

Das Jahrhundertbuch in einer meisterhaften Neuübersetzung
Mit seinem Roman »Hundert Jahre Einsamkeit«, der sich weltweit mehr als 30 Millionen Mal verkaufte, gelang Gabriel García Márquez 1967 der Durchbruch als Schriftsteller. Die Familiensaga um das kolumbianische Dorf Macondo gehört inzwischen zu den modernen Klassikern der Weltliteratur. Zum Jubiläum erscheint der Roman jetzt in einer kongenialen Neuübersetzung von Dagmar Plotz.

»Hundert Jahre Einsamkeit« erzählt die Geschichte vom Aufstieg und Niedergang der Familie Buendía und des von ihr gegründeten Dorfes Macondo, das zunächst wie das Paradies erscheint. Abgeschnitten vom Rest der Welt durch Sümpfe, Urwald und eine undurchdringliche Sierra, ist es der Ort, an dem sich alle Träume, Alpträume und Entdeckungen des Menschen noch einmal zu wiederholen scheinen.

Stärker als die bisherige deutsche Fassung arbeitet die Neuübersetzung der vielfach ausgezeichneten Übersetzerin und García-Márquez-Spezialistin Dagmar Ploetz die unterschiedlichen stilistischen Ebenen des Romans heraus: pathetisch, witzig, lapidar, episch, poetisch. So gelingt ein Blick auf die Welt, der auch den Erfahrungen des 21. Jahrhunderts noch mühelos standhält. Ein Klassiker, den zu lesen sich lohnt: immer noch und immer wieder.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783462050219
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:528 Seiten
Verlag:Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum:08.06.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 08.06.2017 bei Hörbuch Hamburg erschienen.

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    HarIequins avatar
    HarIequinvor 2 Monaten
    Kurios und schwer zu greifen

    Bisher bin ich mit Gabriel García Márquez' Geschichten nicht warmgeworden und auch mit Hundert Jahre Einsamkeit hatte ich meine Probleme, auch wenn ich den "literarischen Wert" durchaus anerkennen kann. Die Familiensaga umfasst 100 Jahre und  beschreibt den Aufstieg und Niedergang der Familie Buendía im fiktiven kolumbianischen Dorf Macondo.

    Die Mischung aus phantastischen und realistischen Elementen, die mich einige Male verdutzt innehalten lassen hat, ist für mich die klare Stärke des Romans. Ganz Macondo steckt sich mit Schlaflosigkeit an, Geister gehen bei den Buendías ein und aus und atemberaubende Schönheiten entschweben beim Wäscheaufhängen ohne Vorwahrnung in den Himmel (inklusive Bettlaken). Die blumige Sprache unterstützt den märchenhaften Effekt.

    Die Handlung besteht aus einer Aneinanderreihung von Episoden mit wechselndem Fokus auf die Charaktere. Mal liest man nur von Jose Arcadio Buendías alchemistischen Versuchen, dann beleuchtet die Geschichte den Kampf seiner Töchter um den selben Mann und 20 Seiten später sind alle wieder vergessen, weil plötzlich ein Bürgerkrieg ausbricht. Dadurch entsteht kaum Spannung und es ist schwer, eine Bezugsperson zu finden, zumal die meisten Buendías nicht gerade Sympathieträger sind. Es hilft auch nicht, dass die meisten Charaktere gleich heißen (eine Variation aus Jose, Arcadio und Aureliano; Stammbaum online zu suchen ist ratsam). Erwähnsenswert sind für mich die Oberhäupter der Familie Jose Arcadio Buendía ("Wissenschaftler"; lebt jahrelang an einen Kastanienbaum gekettet) und Ursula (hat zumindest noch ein paar Tassen im Schrank), die einigermaßen angenehme Charaktere sind. 

    Die 100 Jahre mit den Buendías waren kurios und oft unterhaltsam, aber selten mitreißend. Der Mittelteil zieht sich und was anfangs noch erstaunlich ist, wird schnell zur Normalität. Ein kleiner Hinweis: das Buch sollte als Fiktion und nicht zu kritisch mit modernen Werten gelesen werden, ansonsten hat man mit der Darstellung (und Verharmlosung) von Prostitution, Kinderehe, Inzest etc keine Freude an der Geschichte. Wer das beiseite nehmen kann, magischen Realismus mag und keinen Page-Turner braucht, dem kann ich den Roman empfehlen. Ich weiß immer noch nicht endgültig, wie ich zu dem schwer greifbaren Roman stehe und vergebe vorläufig 3,5 Sterne.

    Kommentare: 1
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    Andreasbinders avatar
    Andreasbindervor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Wirklich interessantes und vielschichtiges Buch, aber teilweise auch etwas verworren...
    Gutes Buch, aber...

    Wirklich interessantes und vielschichtiges Buch, aber teilweise auch etwas verworren...

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    Susibelles avatar
    Susibellevor einem Jahr
    Hundert Jahre Einsamkeit...

    Mir persönlich hat "Die Liebe in den Zeiten der Cholera" von Gabriel García Márquez deutlich besser gefallen und beim ersten Versuch das Buch zu lesen habe ich nach ungefähr hundert Seiten sogar aufgegeben. Beim zweiten Mal hatte ich zum Glück die Zeit es in einem Rutsch durchgelesen. Trotzdem fand ich die vielen fast identischen Namen der Familienmitglieder sehr verwirrend. Der wunderschöne, grandiose Schreibstil entschädigt allerdings für alles. Vielleicht lag es auch an der aktuellen Neuübersetzung von Dagmar Ploetz, dass ich diesmal durchgehalten habe. Jedenfalls ist "Hundert Jahre Einsamkeit" ein Klassiker, den zu lesen sich lohnt. Realistische Darstellungen vermissen sich mit der Fantasie des Magischen Realismus. 

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    ChubbChubbs avatar
    ChubbChubbvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Mag bedeutende Weltliteratur sein, mein Ding war es nicht
    Die letzten Zeilen....

    haben mich etwas entschädigt. 
    In Marquez' "Hundert Jahre Einsamkeit" geht es um eine Familiengeschichte: Um deren Skandale, Vorfahren, Kinder, Enkel, Liebeleien, Schicksale und um Kriege und Katastrophen. 
    Ich persönliche konnte mich für die Handlung nicht wirklich erwärmen (es ist aber auch sehr wenig Handlung da, alles wird eher episodenhaft erzählt).  Teilweise fand ich die, gefühlt, tausend Familienmitglieder mit gleichen Namen und die ständigen Vor- und Rückbezüge der Handlung entnervend. 
    Die letzten Zeilen erklären allerdings, dass die komplette Geschichte absichtlich so niedergeschrieben wurde.  
    Mein Fall  ist es nicht und es hat hundert Jahre Lesen gebraucht bis ich es durchhatte. 

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    Quoc1981s avatar
    Quoc1981vor 3 Jahren
    Hundert Jahre Einsamkeit

    Macondo – ist ein weiter geisterhafter Ort, in dem Magie wohnt. Macondo – ist ein Städtchen, wo Menschen an schrecklichen Krankheiten, Schlaflosigkeit und Vergesslichkeit erkranken oder es kann da mehrere Jahre ohne Unterbrechung regnen. Macondo – ist ein Städtchen, wo die Kühe, von menschlichen Leidenschaften genährt, sich mit kosmischer Schnelligkeit vermehren. Das ist die Stadt, wo Geister wohnen. Stadt, die solche Schönheit beherbergt, dass sie keine Chance hat, auf dieser Erde zu bleiben. Das ist eine Stadt, wo Zigeuner den Fortschritt verkaufen und wo gleichzeitig Schicksale mit Spielkarten vorhergesagt werden.
    Jose Arcadio und Ursula Buendia sind die Gründer von Macondo, ihre Ureltern, wie Adam und Eva, für deren Sünden mehrere Generationen der Familie Buendia zahlen müssen. Buendia sind für ihre sündenhafte Beziehung verflucht und dem Untergang geweiht. Sie sind in der ewigen Einsamkeit gefangen. Für lange hundert Jahre…
    Die Geschichte der Familie Buendia ist das wiederholende Schicksal, Fluch der Einsamkeit, der von Generation zu Generation weitergegeben wird. Buendia ist eine Familie, die alle möglichen Sünden beherbergt – Hochmut, Geiz, Wollust… Die Menschen sind voll Zorn und Hass. Hass kann sogar zum Lebensinhalt werden und alles Schönes und Liebenswertes im Leben eines Menschen vergiften.
    Der Roman hat eigentlich gar keine Handlung. Es gibt nur die Familie Buendia, ihr Alltag, ihre verzwickte Beziehungen. Und es gibt Macondo mit ihren Wundern. Man fühlt sich in den Text hineingeworfen, man kann nur mitschwimmen und genießen, man kann Buendia lieben oder hassen. Oder einfach mit ihnen leben. Die Geschichte an sich ist nicht so wichtig, sie verläuft nur am Rande.
    Es gibt auch keine Haupthelden, alle sind wichtig, alle kommen zu seiner Zeit zur Geltung. Noch eine Besonderheit – die Romanhelden von Marquez sind alterslos. Sie haben mit solchen primitiven Tatsachen wie Alter und Zeit nichts zu tun. Man hat das Gefühl, dass mehrere Generationen der Familie auf einer Stufe sitzen, die Grenzen zwischen den Zeiten zerfließen. 

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    Aliras avatar
    Aliravor 3 Jahren
    Kurzmeinung: 115 Seiten Quälerei
    115 Seiten Quälerei

    Ich habe mich bis auf Seite 115 durchgequält. Gescheitert bin ich nicht nur an den schwer lesbaren, elendslangen Namen, die ich mir nicht merken konnte und von denen immer wieder neue dazukommen.

    Die Schreibweise ist mir zu langatmig und einfach nicht meine Wellenlänge.

    Ich stimme jedoch mit den enthusiastischen Kritiken überein, dass Garcia Marquez' Schilderungen großartig sind. Für meinen persönlichen Geschmack hat die Handlung aber zu wenig “hergegeben”, dass ich bis zum Schluss durchgehalten hätte.

    Kommentare: 4
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    Kerstin_Westerbecks avatar
    Kerstin_Westerbeckvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Immer wieder mitreißend!
    Extrem ... bemerkenswert.

    Der Urwald, die Extreme von Mensch und Natur und die dicht beschriebene Handlung bleiben einem dauerhaft im Gedächtnis. So war es zumindest bei mir. ich habe dieses Buch vor langer Zeit gelesen und es wäre natürlich interessant es erneut zu lesen ...

    Kommentare: 4
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    Faidits avatar
    Faiditvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Das älteste Weinen der Menschheitsgeschichte in einer Parabel...
    "... das älteste Weinen der Menschhheitsgeschichte"

    Natürlich geht es um die Liebe unter den Menschen, um alle Formen der Liebe, die ja das einzige ist, was wir suchen und erstreben – ob zu uns selbst oder zu anderen. Die Wege, die die Menschen dafür einschlagen, sind oft wirr und führen eher zum Gegenteil, weil der Egoismus dies diktiert.

    Der Roman hat etwas von einer Parabel und seine zeitliche Ansiedlung ist kaum feststellbar. Sicherlich Absicht des Autors, der im Blick auf die Darstellung der Gesellschaft anhand dieser Familiengeschichte und Dorfgemeinschaft von Macondo einen Spiegel vorhalten will. Dennoch beschreibt der Autor seine Protagonisten sowie ihre Verhaltensweisen ohne jede Beurteilung und stellt selbst Bösewichte oder traurige und brutale Begebenheiten völlig emotionslos dar, weshalb es dem Leser selbst überlassen bleibt, wie er diese empfindet – vielleicht weil wir als Außenstehende auch nicht über andere urteilen sollen…

    Die Abgründe in der fiktiven Familie Buendía, die eigentlich die Abgründe und die Exaltiertheit in jeder Gesellschaft versinnbildlichen, halten die Neugierde des Lesers von Anfang bis Ende aufrecht. Wenn dann noch durch die bildhaften Beschreibungen dieses kolumbianischen Autors Südamerika beim Lesen im Fantasiestofflichen um den Leser herum wabert, bekommt das Buch auch noch eine träumerische Note.

    Es ist ein modernes Märchen, eine Erzählung in wunderschöner Sprache, die das Thema der Einsamkeit von verschiedenen Warten aus beleuchtet: Die Einsamkeit des Todes, die Einsamkeit des Ruhms und der Macht, die Einsamkeit der nach Liebe Suchenden, die Einsamkeit die aus dem Nicht-Allein-Sein-Können resultiert, die Einsamkeit in einer falsch gelebten Liebesbeziehung, die Einsamkeit, die aus mangelnder Selbstliebe resultiert ...

    Viel Geschichte Südamerikas und unterschwellige Kritik ist in dieser Parabel ebenfalls versteckt.

    Der Liebesschmerz und die Melancholie der südamerikanischen Mentalität quillt aus jeder Seite des Buches. Vielleicht ist es auch eine Karikatur auf die Geschichte des Landes, wobei den Zeilen immer ein gewisses Phlegma der Einsamkeit innewohnt...

    Mit der Betonung im Schlusssatz des Romans auf das Fehlen einer zweiten Chance auf Erden, mahnt der Autor den Leser, seine eigenen Chancen für eine hoffnungsfrohere, liebevollere Lebenseinstellung und Lebensweise nicht verstreichen zu lassen.  

    Während des Lesens habe ich festgestellt, dass dieses Buch nach der alten Rechtschreibregelung geschrieben wurde. Gefällt mir. Schön, mal wieder ein "daß" mit dem typisch deutschen scharfen S zu lesen.

    Dieser Roman ist weder spannend noch emotionsgeladen, trotzdem legt man ihn nicht so einfach aus der Hand, wenn man einmal zu lesen angefangen hat – dies verbunden mit einer tadellos gewählten Sprache, darin liegt die Kunst des Schreibens.

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    Sokratess avatar
    Sokratesvor 7 Jahren
    Rezension zu "Hundert Jahre Einsamkeit" von Gabriel García Márquez

    Mein nunmehr dritter Versuch, dieses Buch wenigstens bis zu mehr als 10 Seiten zu schaffen. Doch ich gebe auf: auch diesmal fielen mir Sprache und Dramatik schwer, es war emotional beim Lesen alles „quer“, unsympathisch, quälend. Ein solches Buch passt einfach nicht zum Leser und man sollte es lassen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Hundert Jahre Einsamkeit" von Gabriel García Márquez

    Trotz Leseauftrag aus der GemeinsamLesen-Gruppe hab ich bei Seite 100 aufgegeben :( Mal abgesehen von den tausend gleich klingenden Namen, hatte ich das Gefühl, dass mir das Buch nicht wirklich etwas zu erzählen hat. Schade :(

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    L
    "100 Jahre Einsamkeit" von Gabriel Garcia Marquez ist eins meiner Lieblingsbuecher - die Schoenheit der Sprache, die Thematik, der Schreibstil. Jetzt suche ich einen aehnlichen Autor bzw. einen aehnlichen Roman. Wer hat Vorschlaege?
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