Gabriel Rolón Der Psychologe

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Inhaltsangabe zu „Der Psychologe“ von Gabriel Rolón

Pablo Rouviot ist Psychologe, ein Mann der Sprache, der weiß, dass jedes Wort noch etwas anderes bedeuten kann, als es den Anschein hat. Als eines Tages die junge Paula Vanussi in seiner Praxis in Buenos Aires auftaucht und ihn um ein psychologisches Gutachten bittet, ahnt er zunächst nicht, in welche Machenschaften ihn dieser Auftrag verwickeln wird. Er soll bescheinigen dass Paulas Bruder Javier, der seit frühester Kindheit an schweren Persönlichkeitsstörungen leidet, schuldunfähig ist. Ein Fall von besonderer Brisanz, denn angeblich soll Javier seinen eigenen Vater, einen einflussreichen Geschäftsmann, ermordet haben. Der Psychologe ahnt, dass sich hinter alldem ein dunkles Drama verbirgt, zu dessen Auflösung er sein ganzes psychoanalytisches Können aufbieten muss.

Interessante Protagonisten, allerdings zu wenig Spannung

— BookfantasyXY
BookfantasyXY

Sehr lehrreiche Herangehensweise, um einen Krimi zu erzählen. Leider fehlt es ein wenig an Spannung und endet dann zu versöhnlich.

— Ro_Ke
Ro_Ke

Der Psychologe ist ein anspruchsvoller Kriminalroman, der durch zahlreiche Querverbindungen der Figuren meisterlich besticht.

— Nisnis
Nisnis

Grandioser Kriminalroman mit viel Dramatik, interessanten Protagonisten und Dialogen und kurweiligem Psychologiewissen inklusive.

— antonmaria
antonmaria

[3,5 Sterne] Ein geniales Ende. Leider war die erste Hälfte etwas trocken.

— annasbuecherkiste
annasbuecherkiste

Wow! Mein Jahreshighlight 2017, einzig das Wort "Krimi" ist etwas falsch gewählt. Mord, Psychologie & eine schreckliche Enthüllung!

— Janna_KeJasBlog
Janna_KeJasBlog

Ein spannender Kriminalroman, in dem ein Psychologe ermittelt

— Curin
Curin

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  • Familienzusammenbruch

    Der Psychologe
    BookfantasyXY

    BookfantasyXY

    18. August 2017 um 13:49

    In der argentinischen Metropole Buenos Aires lebt die Familie Vanussi. Eines Tages findet man den Familienvater Roberto Vanussi tot auf. In Mordverdacht gerät sein Sohn Javier. Aufgrund des Mordverdachts möchte Javiers Schwester Paula, dass ein psychologisches Gutachten über ihn erstellt wird. Somit sucht Paula die Praxis des renommierten Psychoanalytikers Pablo Rouviot auf. Bevor Pablo Rouviot ein Gutachten erstellen möchte, versucht er zunächst, Erkundigungen über die Familie Vanussi einzuholen. Dabei stößt Pablo nicht nur auf eine seelisch zerbrochene Familie, sondern auch auf tiefe Abgründe des Vaters Roberto. Dunkle Geschäfte und Einflüsse in die hohen Gesellschaftsschichten bestimmten den Alltag von Roberto. Pablo versucht, die Wahrheit herauszufinden, ob der Sohn der Familie tatsächlich den Vater ermordet hat. Der Autor Gabriel Rolón teilte seinen Kriminalroman in vier Teile ein, deren Kapitelbenennung erahnen lässt worüber die weitere Geschichte handelt. Gabriel Rolón ist eher ein weniger bekannter Autor von Kriminalromanen. Seine Berufung ist die Psychologieanalytik, mit der er in Argentinien sehr bekannt ist. Aufgrund seiner Erfahrungen und Erkenntnisse baut er Hintergründe seines Fachgebietes in seinen Krimi ein. Somit gewinnt die Leserschaft ebenso neue Erkenntnisse über die Psychologie. Eher selten werden Kriminalromane aus der Perspektive eines Psychologen erzählt, der gleichzeitig eine kriminalistische Tat lösen soll. Pablo, der Hauptprotagonist in diesem Roman, stellt der Autor von seiner beruflichen und privaten Seite dar. An seiner Seite sind der geschätzte Kollege und Freund José sowie seine ehemalige Studienkollegin Helena, die seine Praxis managt. Er wirkt sympathisch, souverän und liebenswürdig, und ist dem anderen Geschlecht als Liebhaber nicht abgeneigt. Gerade ist er noch von seiner ehemaligen Freundin Alenjandra getrennt, hat er auch schon eine neue Geliebte an seiner Seite. Im Mittelpunkt des Romans und im Umkreis von Pablo spielen ein Polizist, der den Mord behandelt sowie der behandelnde Arzt von Javier eine Rolle. Die Familie Vanussi stellt den Aufklärungspart dar. Allerdings zeigt der Roman kleinere Schwächen auf, die sich auf Vorhersehen von Motiven und Handlungen beziehen. Spannung taucht nur in dem Moment auf, als man noch spekuliert, wer Roberto Vanussi umgebracht haben könnte. Da dieser Krimi des Autors mein Erstling war, gefiel mir die Figur Pablo gut aufgrund seines Berufes, dessen berufliche Vorgehensweise hier im Mittelpunkt stand. Argentinischer Flair kam nicht auf, denn die südamerikanische Atmosphäre fehlte. Man hätte den Krimi auch in Berlin oder Madrid vermuten können, was an der Fokussierung auf die Figuren und deren Handlungen meines Erachtens liegt.

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    • 2
  • Leserunde zu "Der Psychologe" von Gabriel Rolón

    Der Psychologe
    Insider2199

    Insider2199

    Wir haben beschlossen in der INSIDER-Voting-Challenge zusammen "Der Psychologe" von Gabriel Rolón zu lesen. Wir beginnen am  01.08.2017 und lassen uns bis zum Ende des Monats Zeit, um es zu beenden. Rezensieren ist keine Pflicht, aber bei der Challenge erhält man ein Los dafür.  Jeder liest mit seinem eigenen Leseexemplar, es gibt kein Buch zu gewinnen!  Es kann natürlich jeder mitmachen, der Lust dazu hat, auch wenn er nicht bei der Challenge angemeldet ist.    Vielleicht könnt ihr ne kurze Info geben, wann ihr mit Lesen anfangen wollt. Danke. Viel Spaß uns allen :)

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    • 52
  • Für alle Leute die Psyche interessiert!

    Der Psychologe
    Annalena2703

    Annalena2703

    28. June 2017 um 18:01

    Allgemeines Titel: "Der Psychologe", ISBN: 9783442744565, Autor: Gabriel Rolón, Seitenanzahl: 384, Verlag: btb, Erscheinungsdatum: 12.12.2016 Ein Psychologe - ein Verbrechen - der Wille, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Pablo ist ein angesehener Psychologe und gibt immer sein Bestes. Doch schafft er es, ein unlösbares Verbrechen aufzuklären?   Meinung  Insgesamt bin ich leider nicht vollkommen überzeugt von dem Buch. Das Buch ist in vier Teile aufgeteilt, in denen ich es auch gelesen habe. Der Anfang hat mich eigentlich wirklich fesseln können und ich kam gut in die Geschichte rein. Der Schreibstil ist, meiner Meinung nach, etwas Besonderes - lässt sich aber dennoch gut lesen. Nach dem wirklich guten Start kam bei mir dann aber leider ein "Absturz der Leselust". Mir fehlte die Spannung - es schien nur so dahinzuplätschern. Das Ende wiederum hat dann wieder Fahrt aufgenommen und konnte mich überzeugen. Die Handlung an sich fand ich sehr gut strukturiert, nicht zuletzt die Aufteilung des Buches hat auch sehr gut dazu gepasst. Zum Ende - ich war nicht wirklich überrascht, denn es gab viele Hinweise - trotzdem war es sehr gut. Zudem fand ich es sehr gut, dass wenn man aufmerksam gelesen hat, man im Nachhinein nachvollziehen konnte, wie alles passiert ist. Wie gesagt, dafür muss man allerdings mit einer gewissen Aufmerksamkeit an das Buh herangehen. Was mich auf der anderen Seite überzeugen konnte waren die Einblicke in das Handeln und Denken eines Psychologen. Besonders gut beschrieben waren ebenfalls die Abgründe, die sich in uns auftun können - bewusst oder unbewusst.    Fazit Alles in allem bekommt das Buch nur 3 von 5 Sternen von mir. Die Idee an sich war richtig gut, dennoch konnte mich die Umsetzung nicht ganz überzeugen. Es hat mir an manchen Elementen einfach gefehlt - Spannug durch das ganze Buch hinweg. Ich würde dieses Buch allen empfehlen, die sich für Psychologie und vor allem die menschlichen Abgründe interessieren - diese werden sehr gut dargestellt und konnten mich packen.  

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  • Qualvolle Schreie verstummt – Ein Meisterwerk an Querverbindungen

    Der Psychologe
    Nisnis

    Nisnis

    29. March 2017 um 20:06

    Buenos Aires: Paula Vanussi bittet den Psychologen Pablo Rouviot um Hilfe. Paulas Bruder Javier, der seit seiner Kindheit unter einer schweren Persönlichkeitsstörung leidet, soll für den Mord an seinem Vater, einem erfolgreichen Geschäftsmann, verantwortlich sein. Paula bittet Pablo, die Schuldunfähigkeit auf Grund der frühkindlichen psychischen Störungen in einem Gutachten festzustellen und zu bescheinigen. Pablo will sich einen Überblick verschaffen, bevor er Paulas Auftrag annimmt, doch schon bald entdeckt er Hinweise, die auf dunkle und verworrene Machenschaften deuten, während Javier in der Psychiatrie wehrlos und zunächst nicht ansprechbar vor sich hindämmert.Nur durch seine besonders kompetente Psychoanalyse und der besonderen Fähigkeit Worten zu lauschen, gelingt es Pablo Querverbindungen aufzudecken, doch er ahnt nicht, in welch brenzlige Situationen er sich hineinbegibt.Der Autor:Gabriel Rolón, geboren 1961 in Buenos Aires, studierte Psychologie und avancierte in kürzester Zeit zum bekanntesten Analytiker Argentiniens. Seine Bücher »Auf der Couch« und »Trauer, Panik, Leidenschaft«, Erzählungen über wahre Fälle aus der Praxis, waren in Argentinien Bestseller.Reflektionen:Das der Autor Gabriel Rolón ein praktizierender Psychologe ist, der die Psychoanalyse nicht nur beherrscht, sondern auch absolut durchschaut hat, spürt man als Leser auf dankbare Weise bei jedem einzelnen Satz. Gabriel Rolón hat eine Handlung gezeichnet der zahlreiche Querverbindungen entspringen. Die Ausgangslage der Geschichte dreht sich zunächst um die mögliche Schuldunfähigkeit Javiers, dem der Mord an dem Vater angelastet wird. Die Hauptfigur, Pablo Rouviot, tastet sich zunächst langsam und umsichtig an Javiers familiäres Umfeld heran, bevor er den Auftrag Paulas annimmt. Pablo stellt schnell fest, dass die verworrenen Familienverhältnisse mit Mysteriösem und Verschwiegenem aufwarten, das er entschlüsseln muss, bevor er Javier helfen könnte. Pablo wendet die psychologische Fallanalyse an und er lauscht auf jedes gesprochene Wort bei seinen Recherchen, denn er weiß, dass mit jedem Wort eine Bedeutung und Deutung einhergeht, die im Kontext zu bewerten ist. Von da an verschwimmen die Übergänge der fachlichen Kompetenzen zwischen Autor und Hauptfigur. Gabriel Rolón ist ein angesehener Psychologe in Argentinien und er gewährt dem Leser einen sehr tiefen Einblick in die Anwendung der psychologischen Patientenanalyse und er unterstreicht damit die Authentizität der Geschichte, ohne sie mit fachlichen Ausdrücken zu überschwemmen.Entsprechend der fachlichen Kompetenz Gabriel Rolóns sind die Charaktere der Figuren äußerst fein, intensiv und lebendig gezeichnet. Diese Zeichnungen wecken beim Leser den Wunsch, zügig in der Geschichte voranzukommen, denn schon früh offenbaren sich zahlreiche, spannende Querverbindungen der Figuren, die es zu entschlüsseln gilt, die jedoch auch eine gewisse Konzentration erfordern. Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen und angenehmerweise verzichtet Gabriel Rolón auf erschlagende medizinische Fachausdrücke. Genüsslich kann man sich den Wendungen und Überraschungen hingeben und das Zusammenspiel der Figuren genießen, in dessen bedrückendes Seelenleben man tief hineinblickt und das so die Spannungskurve regelmäßig hochschnellen lässt und dennoch hat mir etwas gefehlt, dass ich nicht richtig definieren kann. Ob es der andauernde analytische Blick Pablos war oder ob einfach noch ein frischer Wind in der Geschichte fehlte? Ich war zwar definitiv sehr spannend und äußerst interessant unterhalten, aber ich war auch froh, als die letzte Seite gelesen war.Fazit und Bewertung:Der Psychologe ist ein anspruchsvoller Kriminalroman, der durch zahlreiche Querverbindungen der Figuren meisterlich besticht. Da Autor und Hauptfigur Psychologen sind, ist der Einblick in die angewandte Psychoanalyse eine glaubwürdige, spannende und bereichernde Essenz für den Leser, die unglaublich fesselt. 

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  • Auf der Suche nach der Wahrheit

    Der Psychologe
    Janna_KeJasBlog

    Janna_KeJasBlog

    29. January 2017 um 15:22

    Wow! Januar & ich kann sagen, ich habe bereits mein Jahreshighlight gelesen! Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist das benannte Genre „Kriminalroman“. Vielmehr das Wort ‚Krimi‘ welches sich darin  verbirgt ~ es könnte bei vielen LeserInnen falsche Erwartungen wecken! Es handelt sich in diesem Buch nicht um eine klassische (polizeiliche) Ermittlung, sondern um die Gespräche mit den betroffenen Personen. Statt einer actiongeladenen Jagd, werden die nicht gesagten Worten analysiert:„Die Kunst offenbart schonungslos, was wir im normalen Leben ständig zu kaschieren versuchen […]“ (S. 327)Der Schreibstil hat mich sofort überzeugt! Dieser ist tiefgründig und doch so leicht umgesetzt, das ich einfach fasziniert war! Auf S. 7 hat sich der Autor für ein Zitat aus dem Dialog Marco Polos und Kublai Kahn (Italo Calvino, Die unsichtbaren Städte) entschieden und ich wusste: „Ein Buch ganz nach meinem Geschmack!“Poetisch, Psychologisch & wunderbar geschrieben! Bereits die ersten Sätze haben mich fasziniert und eingenommen:„Nichts kommt dem Tod so nah wie das Schweigen […] Das Letzte, was dann noch vor dem Wahnsinn schützt, ist ein stummer, stechender Schmerz.“ (S. 13)Im Fokus der Geschichte steht der Psychiater Dr. Rouviot, jedoch versteht sich der Autor hervorragend darin, die Lebensumstände und Gedanken der anderen Protagonisten dem Leser nahe zu bringen. Ohne die Leser zu überfordern, werden selbst die eher unbedeutenden Personen skizziert. Dies jedoch so harmonisch und fließend innerhalb der Hauptgeschichte, dass ich regelrecht eintauchte. Auch wenn einige Charaktere nur eine minimale Rolle spielen oder in kurzen Auszügen auftauchen, sind sie einem nahe und somit wird ein einnehmendes Gesamtbild geschaffen.Die Geschichte führt uns nach Buenos Aires. Pablo Rouviot ist Psychoanalytiker und zu Beginn werden die Lebensumstände Pablos skizziert, seine ehemalige Beziehung und Kindheit. Nur so viel um dem Leser seinen Charakter nahe zu bringen. Auch die weiteren Charaktere werden mit kleinen Rückblicken vorgestellt, dies so gut eingearbeitet, das ich nicht ein Mal im gesamten Buch das Gefühl gehabt hatte, dadurch aus der Geschichte gerissen zu werden. Neben den Hauptfiguren tauchen auch, wie schon erwähnt, verschiedene Nebencharaktere auf. Würde ich diese aufzählen könnte man glauben, mit den Protagonisten überrannt zu werden! Aber eben nur glauben, denn beim Lesen merkte ich kaum, wie vielen Leben, Gedanken und Gefühlen ich begegnete. Der Autor lässt dies ganz unauffällig mit einfließen und doch so gezielt passend, das es einfach in sich stimmig ist!Pablos neue Patienten Paula kommt wegen ihres Bruders Javier zu ihm. Er soll den Vater ermordet haben und Paula bittet um ein Gutachten bezüglich der Unzurechnungsfähigkeit. Bedingt durch Paulas Erzählungen und den Andeutungen von José Heredia, Paulas eigentlicher Psychoanalytiker und ebenfalls sein Freund, ist Pablos Neugierde geweckt. Javier leidet an psychischen Störungen, die bereits zum versuchten Selbstmord und der selbst-Auspeitschung führten und doch zweifelt Pablo schnell an dessen Schuld. Schon fasst Versessen auf die Wahrheit begibt er sich auf die Suche nach Antworten, doch nicht jeder ist erfreut von seinem Vorhaben. Auf der Suche nach den wahren Hintergründen stößt Pablo auf immer mehr Fragen und ist sich bald nicht mehr sicher wer Freund und wer Feind ist. Denn was die einen ersehnen, das versuchen die anderen um jeden Preis zu vertuschen. „Die Wahrheit – kaum etwas ersehnen und fürchten wir gleichzeitig so sehr“ (S. 253)Das Buch ist in vier Teile gegliedert und die Besonderheit ist jeweils das letzte Kapitel dieser Abschnitte. In kursiver Schrift werden die Tätergedanken beschrieben. Bis zur Aufklärung jedoch ist es fast unmöglich den Mörder daraus zu identifizieren, da der Autor auf die Personalpronomen der dritten Person (er, sie) verzichtet.Die Geschichte hat mich von Beginn an gefesselt und begeistert, aber ich kann mir vorstellen, das dieses Buch nicht jeden ansprechen wird. Gsell und Freud sind mit ihren Theorien und Praktiken ein begleitender Teil des Buches. Die psychologischen Begrifflichkeiten werden gut erklärt und sind auch für einen Laien auf diesem Gebiet nachvollziehbar. Da aber Pablo im Mittelpunkt steht, ist Psychologie ein immer wiederkehrendes Thema. Auch Begrifflichkeiten wie ‚Stress‘ werden eingehender betrachtet:„[…] die körperliche und seelische Anspannung, an die man bei dem Begriff >>Stress<< denkt, kann auch die notwendige Voraussetzung für ein schnelles und erfolgreiches Reagieren in schwierigen Situationen sein.“ (S. 89)Dies ist nur ein kleiner Auszug aus dem Kontext und auch dem gesamten Buch. Psychologie und Analyse sind nicht auf jeder Seite einnehmend, aber ein wichtiges Merkmal. Mich persönlich haben eben genau diese psychologischen Fakten und Analysen sehr angesprochen! Wer nicht so interessiert an Psychologie ist, sollte sich dennoch nicht davon abschrecken lassen. Das Buch ist anspruchsvoll und doch leicht geschrieben. Über psychiatrische Kliniken bis hin zu den weitgreifenden Machenschaften in Buenos Aires und einem wunderbarer Schlagabtausch zwischen Psychoanalytiker und Polizeihauptmeister! Ich kann nur sagen, das ich ein weiteres Buch des Autoren definitiv kaufen werde!Dieses Buch erzählt eine Geschichte, dessen Verlauf schreckliches enthüllt und endet mit Antworten, ohne alles zu beantworten!www.KeJas-BlogBuch.de

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    • 3
  • Ein Psychologe ermittelt

    Der Psychologe
    Curin

    Curin

    19. January 2017 um 11:27

    Die junge Paula Vanussi kommt mit einem ganz besonderen Anliegen in die Praxis des Psychologen Pablo Rouviot. Er soll in einem Gutachten bescheinigen, dass ihr psychisch kranker Bruder Javier, der den Mord an ihrem Vater gestanden hat, schuldunfähig ist. Sehr skeptisch beginnt Pablo, sich ein Bild von der gesamten Situation zu machen und zweifelt schnell an der Täterschaft von Javier. So erweist sich sein Auftrag als brisanter als er gedacht hat und selbst als ihm klar wird, dass er den Fall besser zu den Akten legen sollte, will er unbedingt die Wahrheit herausfinden... . Gabriel Rolón hat hier einen äußerst spannenden Kriminalroman geschrieben, der mich bis zur letzten Seite gefesselt und immer wieder überrascht hat. Der Protagonist Pablo Rouviot ist ein Meister der Analyse von Menschen. Er versteht es, jede Bewegung und jedes Wort zu deuten und nach und nach in einen größeren Kontext einzuordnen. Für mich als Leserin war es sehr interessant mitzuerleben, wie er seine Mitmenschen und seine Umgebung wahrnimmt und wie er Stück für Stück die Wahrheit immer weiter aufdeckt. Ähnlich wie er kommt man ab einem gewissen Punkt zu dem Schluss, dass die Wahrheit alles andere als positiv für alle Beteiligten ist, aber dennoch will man wissen, was es letztendlich wirklich mit dem Mord an dem Geschäftsmann Roberto Vanussi auf sich hatte. Beim Lesen merkt man deutlich, dass der Autor Gabriel Rolón selbst praktizierender Psychologe ist und daher glaubhaft vermittelt, wie man mit Hilfe von bestimmten Analysemethoden herausfinden kann, was wirklich hinter des Fassade von Menschen steckt. Gepaart mit seinem flüssigen Schreibstil und ständig neuen eingefügten Wendungen, macht er seinen Kriminalroman zu einem besonderen Leseerlebnis. Gestört hat mich nur, dass manche der gezogenen Schlussfolgerungen für mich nicht ganz nachvollziehbar und logisch waren. Besonders gefallen hat mir auch, dass Buenos Aires, wo der ganze Fall sich abspielt, auch sehr schön und anschaulich beschrieben wird. Insgesamt überzeugt ,,Der Psychologe" mit einem ganz untypischen Ermittler, der aus jedem Detail etwas herleiten kann und durch eine spannende Handlung, die kaum vorhersehbar ist. Daher empfehle ich das Buch gerne weiter.

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    • 2
  • Der Psychologe

    Der Psychologe
    Angel10

    Angel10

    29. December 2016 um 09:04

    - Psychoanalytiker, Buenos Aires,
    - Geschwister, Psychiatrie

  • Die Wahrheit

    Der Psychologe
    walli007

    walli007

    18. December 2016 um 09:56

    Der reiche Roberto Vanussi ist ermordet aufgefunden worden, anscheinend war er schon eine Weile tot. Sein psychisch kranker Sohn Javier gesteht die Tat und wird in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Die Ermittlungen in dem Fall werden daraufhin eingestellt. Dennoch taucht bald darauf die Schwester des Beschuldigten bei dem bekannten Psychologen Pablo Rouviot auf. Sie bittet Rouviot darum, ein Gutachten über den Geisteszustand ihres Bruders zum Tatzeitpunkt zu erstellen, denn sie zweifelt an dessen Schuldfähigkeit. Pablo Rouviot setzt daraufhin all sein Können ein, allerdings nicht nur, um seinen Auftrag zu erfüllen, nein, er will auch die ganze Wahrheit finden. Will man die Wahrheit immer erfahren? Was, wenn eine Wahrheit ans Licht kommt, die besser im Verborgenen geblieben wäre? Wer hat Interesse an der Wahrheit oder eben daran, dass sie nicht gefunden wird? Und wer hat die Fäden in der Hand? In Unwissenheit all dieser Gedanken, begibt sich Pablo Rouviot daran, mehr über Javier und seine Familie zu erfahren. Schnell jedoch merkt er, dass es mit einer bloßen Sichtung der Akten, sofern er überhaupt Zugang dazu erhält, nicht getan ist. Fast schon detektivisch beginnt er, die Menschen aus Javiers Umgebung zu befragen. Wie waren Javiers Lebensumstände? Kann er wirklich zu einem Tötungsdelikt fähig sein? Sollte er Rouviot ein Gutachten erstellen, darf es keinen Zweifel geben. Mit seinem Debütroman ist Gabriel Rolón ein ausgesprochen fesselndes Kriminalstück gelungen. Sein Hauptdarsteller, der Psychologe Pablo Rouviot erforscht die Wahrheit mit großer Akribie. Unabhängiger als die Polizei, die manchmal Anweisungen auszuführen hat, gräbt Roviot nach jedem Hinweis. Je weiter er allerdings sucht, desto Anzeichen treten zutage, dass er vielleicht in ein Wespennest gegriffen hat. Mit den Erkenntnissen Pablos wächst sein Unbehagen über den Hintergrund der Tat. Und wie Pablo ergeht es auch dem Leser. Die Zweifel an der Notwendigkeit des Hervorbringens der absoluten Wahrheit wachsen. Die Analyse der Tat und des offensichtlichen Täters ergibt keine Lösung im üblichen Sinne. Wer, was womit zu tun hat bleibt ungewiss. Die letzte Wahrheit wird nicht offenbart. Und dennoch wird genug enthüllt, um den Leser auf jeder Seite zu fesseln. Zum Ende des Romans könnte man zu dem Gedanken verführt werden, Pablo Rouviot solle noch weitere Fälle lösen, doch der Internetauftritt des Autors lässt dazu keine weiteren Rückschlüsse zu. Allerdings gibt es einen Hinweis auf die Verfilmung des Roman, auf die man dann vielleicht auch hier gespannt sein darf. So bleibt eine leicht unvollendete Story, die einem allerdings einen packenden mitunter verstörenden Ausflug in die Tiefen der menschlichen Seele erlaubt. Lesenswert. 4,5 Sterne

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