Gabriel Tallent

 4 Sterne bei 43 Bewertungen
Autor von Mein Ein und Alles, Mein Ein und Alles und weiteren Büchern.
Gabriel Tallent

Lebenslauf von Gabriel Tallent

Vom Hippiesohn zum Pfadfinder und Autor: Der US-amerikanische Autor Gabriel Tallent wurde in New Mexico geboren. Seine Eltern trennten sich, als er fünf Jahre alt war. Danach begab sich seine Mutter Elisabeth, ebenfalls Schriftstellerin und daneben feministische Aktivistin, in eine Lebenspartnerschaft mit einer Frau. Nach Selbstaussage des Autors war sein Heranwachsen geprägt von den Attributen der Post-Hippie-Ära: Naturverbundenheit, rebellisches Aufbegehren gegen Unrecht und Hoffnung auf eine bessere Welt. Im Jahre 2010, nach seinem Bachelor-Studium an der Willamette University in Salem, Oregon, arbeitete Tallent bereits an Texten, die das Fundament seines 2018 veröffentlichten Debütromans „My Absolute Darling“ legten. In Deutschland erschien das Buch unter dem Titel „Mein Ein und Alles“. Das Werk sorgte dies- und jenseits des Atlantiks für große Euphorie unter den Kritikern. Die mit großer Sprachkunst erzählte „Coming-of-Age“-Geschichte über die 14-jährige Teenagerin „Turtle“, die sexuellen Missbrauch durch ihren alleinerziehenden Vater erleidet, wurde als schonungsloses, intensives Meisterwerk gefeiert und gleichzeitig kontrovers diskutiert. Der Autor selbst bekennt sich offen zu der Tatsache, dass sein Erstlingswerk durchaus autobiografische Spuren enthält. Dazu gehört der Kenntnisreichtum seiner Protagonistin, was die Flora und Fauna ihrer Umgebung betrifft. Gabriel Tallent selbst war bereits als Jugendlicher ebenfalls ein leidenschaftlicher Fährtenleser und Outdoor-Backpacker.

Neue Bücher

Mein Ein und Alles

 (37)
Neu erschienen am 24.09.2018 als Hardcover bei Penguin.

Mein Ein und Alles

 (3)
Neu erschienen am 24.09.2018 als Hörbuch bei Random House Audio.

Alle Bücher von Gabriel Tallent

Mein Ein und Alles

Mein Ein und Alles

 (37)
Erschienen am 24.09.2018
Mein Ein und Alles

Mein Ein und Alles

 (3)
Erschienen am 24.09.2018
My Absolute Darling

My Absolute Darling

 (3)
Erschienen am 29.08.2017

Neue Rezensionen zu Gabriel Tallent

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Luilines avatar

Rezension zu "Mein Ein und Alles" von Gabriel Tallent

Meine Erwartungen wurden leider nicht erfüllt
Luilinevor 8 Tagen

Heute gibt es eine Rezension zu dem Roman 
"Mein Ein und Alles" von Gabriel Tallent.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Verlag: Penguin / Seitenzahl: 480 / Erscheinungsjahr: 2018 / Originalausgabe: My Absolute Darling / Übersetzung: Stephan Kleiner / ISBN: 978-3-328-60028-2 / Preis: 24€ (Hardcover)

Inhalt: 

Turtle Alveston wächst weltabgeschieden in den nordkalifornischen Wäldern auf, wo sie jede Pflanze und jede Kreatur kennt. Auf tagelangen Streifzügen in der Natur sucht sie Zuflucht vor der besitzergreifenden Liebe ihres charismatischen und schwer gestörten Vaters. Erst als sie ihren Mitschüler Jacob näher kennenlernt und wahre Freundschaft erfährt, beginnt die Befreiung aus seinen Klauen.

Meine Meinung:

Der Klappentext und die vielen begeisterten Stimmen haben mich sehr neugierig auf das Buch gemacht und ich war mir sicher, dass mir das Buch ebenfalls gefallen wird. Ich kann vorweg sagen, dass ich nicht zu denen gehöre, die das Buch in den Himmel loben.

Der Schreibstil ist recht anspruchsvoll und das Buch lässt sich dadurch nicht so flüssig lesen. Darüber kann ich aber noch hinwegsehen. Die Dialoge der Charaktere haben mir aber überhaupt nicht gefallen und es wurden zu viele Schimpfwörter verwendet. Die derbe Sprache an sich hat mich nicht gestört, da sie zu den Charakteren gehört, aber die Schimpfwörter haben irgendwann Überhand genommen. 
Die Hauptfigur Turtle war mir nicht sympathisch und ich konnte keine Bindung zu ihr aufbauen. Viele ihrer Entscheidungen konnte ich nicht nachvollziehen. Dies liegt wahrscheinlich an der distanzierten Erzählperspektive der ditten Person. Erst zum Ende der Geschichte konnte sie mich ein wenig mehr überzeugen. 

Leider gibt es viele belanglose Szenen, die die Geschichte nicht voranbringen und ich habe mich gefragt, was der Autor damit sagen möchte. Generell ist die Geschichte sehr langsam erzählt. Es gibt viele Beschreibungen von Waffen und der Flora. Diese haben sich aber so oft wiederholt, dass sie für mich keinen Mehrwert für die Handlung dargestellt haben.

Die Darstellung von Turtles Vater ist dem Autor sehr gut gelungen. Andere Charaktere bleiben dagegen blass. Fast alle Charaktere haben sich absolut falsch verhalten, aber wenn es anders gewesen wäre, dann hätte das Buch auch ein schnelles Ende gefunden. 

Der Schluss der Geschichte hat mir gefallen und ist meiner Meinung nach ein gelungenes Ende. Das kann den Rest der Geschichte aber nicht aufwerten.

Fazit:

Entweder man liebt diese Buch oder nicht. Es gibt nur sehr gegensätzliche Meinungen dazu. Generell finde ich es toll, dass sich ein Autor an so eine krasse Thematik herangetraut hat. Die Umsetzung hat mir aber leider nicht gefallen, auch wenn ich es mir so gewünscht habe. 

Daher gibt es von mir 2 Sterne!

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relEVAnt_bookss avatar

Rezension zu "Mein Ein und Alles" von Gabriel Tallent

Es ist absolut verstörend und faszinierend zugleich
relEVAnt_booksvor 9 Tagen

Es ist KEIN Liebesroman.

Ich kann es nicht bewerten ohne etwas zu erzählen, wer es also selbst lesen will, darf gleich nicht weiter lesen! 
Anna Thalbach liest dieses Werk einfach atemberaubend und es muss anstrengend gewesen sein. Ich hätte das Buch sicher nicht ohne weiteres lesen können, weil es manchmal so abstoßend und dann wieder so faszinierend ist um im selben Moment völlig krank zu werden und du sitzt nur da und denkst 'oh mein Gott' 
Wer sich nun fragt, warum denn bloß, darf weiter lesen. Wer denkt.... Ah verrat bitte bloß nix! Der guckt jetzt weg. Nur so viel. Ich habe selten einem Protagonisten so sehr den Tod gewünscht, wie in diesem Buch. 
Julia lebt mit Daddy und Opa ziemlich einsam in den Redwood Wäldern in den USA. Sie wird Turtle genannt, und sie ist auch sehr abgeschottet. Daddy möchte das so. Daddy ist ein Waffennarr und daher kann auch Turtle eher eine 9mm zerlegen und reinigen als englisch Vokabeln. Sie ist 14 und Gott weiß, seit wann Daddy sie in sein Bett holt. Da es die einzige Art der Liebe ist, die Martin ihr zukommen lässt, wehrt sie sich nicht. Sie ist sein ein und alles. Das lässt er sie auch spüren, als sie einen Jungen kennen lernt. Opa sieht die Spuren davon und möchte einschreiten nur die Zeit bleibt ihm nicht mehr. 
Martin verschwindet daraufhin und du atmest auf. Turtle schlägt sich alleine durch und trifft den Jungen wieder bis... bis Martin wieder kommt... mit einem Mädchen. Jetzt schlägt es auf Turtle ein... nicht nur, dass ihr bewusst wird, dass Martin ihr Unrecht tut und sie durch seine Vergewaltigungen schwanger werden könnte!  Ihr wird auch klar, dass der Kleinen das gleiche Schicksal blühen könnte. Das will und kann sie nicht zulassen. Sie sucht Hilfe und keiner glaubt ihr. Sie hat Angst um den Jungen und bleibt... bis zu Tag X 
Und dann oh es gibt einen fiesen und großen Showdown. Vater gegen Tochter. 
Das Buch ist toll geschrieben, du lernst auch viel über die Natur,  da es sehr detailverliebt ist. Aber du musst dir bewusst sein, dass schwere Kost ist.

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Kristall86s avatar

Rezension zu "Mein Ein und Alles" von Gabriel Tallent

Turtle und ihr Schutzschild
Kristall86vor 10 Tagen

Julia Alveston, von allen nur „Turtle“ genannt (außer von ihrem Daddy der sie „liebevoll“ „Krümel“ nennt), 14 Jahre alt, lebt mir ihrem alleinerziehenden Vater Martin gänzlich abgeschieden in den Wäldern im Norden Kaliforniens. Turtle kennt die Wälder in ihrer Umgebung herum wie keine andere. Sie hat ihren eigenen Kompass in ihrer Seele und sie kennt hier nunmal jeden Grashalm und jeden Käfer ganz genau. Nur eines ist an Turtle anders - sie trägt immer eine Waffe bei sich. In der Schule fällt sie nur wegen ihrer schlechten Leistungen auf, sonst ist sie die Außenseiterin und schottet sich ab. Aber es gibt Menschen um sie herum die ahnen das etwas in ihrer Familie nicht stimmt. Turtles Leben verändert sich, als sie durch Zufall ihren Mitschüler Jacob näher kennen lernt. Eine wahre Freundschaft entsteht und sie merkt das sie sich aus den Klauen und Zwängen ihres Vaters befreien muss! Gabriel Tallent hat mit „Mein Ein und Alles“ sein Debüt geschrieben. Seine Geschichte strotz und quillt förmlich über vor Erschrecken, Derbheit und Gewalt. Das was er hier geschrieben hat lässt einen als Leser oft den Atem anhalten, regt zum nachdenken an und wirkt mehr als berührend - aber komplett im negativen Sinne. Schuld an dem Ganzen ist nicht die Story selbst sondern sein Sprachstil. Schonungslos, vulgär, fluchend und abstoßend wählt er seine Wortwahl und bringt dadurch auch seine Protagonisten in ein sehr besonderes Licht. Natürlich ist das so von ihm gewollt aber es ist hier einfach zu viel von allem. Gepaart mit zu vielen botanischen Details, die bisher so extrem ausufernd, geschwollen und schwadronierend sind, vergeht einem als Leser oft die Lust an der Handlung. Auch das mag alles gewollt sein, hat mich aber durch dieses Buch wirklich gequält zurück gelassen. Mir wurde durch solche Parts gänzlich die Lust am weiter lesen genommen. Irgendwann habe ich nur noch quer gelesen. Am meisten gestört hat mich der ständigen Umgang mit Flüchen und das ständige Thema Waffen und die immer währende nervige Schreibweise „er sagt..., sie sagt...“. Dieses Buch lässt die USA in so einem schlechten, bösen und „Waffen-liebend“ Land erleuchten, das es nervt. Alles wirkt zu pauschalisierend, zu einfach, zu dumm. Und das ist die USA weiß Gott nicht. Auch wenn momentan politisch ein mehr als fragwürdiger und suspekter Wind durch das Land weht. Auch wenn die amerikanische Waffenloby ihr eigenes Süppchen kocht, aber das machen andere Länder auch. Turtle wuchs mir als Leser nicht ans Herz, obwohl ich hier und da mit ihr Mitleid hatte. Ihr Vater nimmt das Wort „liebevoll“ leider zu genau und zeigt Turtle seine Liebe oft mit Begegnung im eigenen Bett die detailliert beschrieben werden. Sie ist sein Ein und Alles. Zwanghaft, Krankhaft... . Und sie wehrt sich nicht dagegen. Sie meint, sie braucht Härte im Leben. Auch wenn ihr eigener Vater ihr (körperlich und seelisch) weh tut. Das finde ich sehr verrückt! Und solche Situationen konnte ich nicht nachvollziehen. Sie haben mich abgestoßen. Ihre Auffassung ihrer Umgebung (abgesehen von der Natur) war mir einfach zu negativ und zu kühl. Die Auswahl des Namen „Turtle“ passt wiederum extrem gut zu ihr. Sie hat ihren ganz eigenen und persönlichen Panzer um sich herum wie eben eine Schildkröte - ihre Waffen, ihr Schutzschild. Sie sind ihre Abwehr und auch das macht die Erziehung von „Daddy“ Martin deutlich. Ohne Waffen geht nichts. Und auch das sie ihren Vater liebevoll „Daddy“ nennt ist ein gewisser Schutz. Ein negativer Schutz. Erst Jacob macht sie auf alles aufmerksam und durchbricht ihren Panzer. Er „knackt“ sie in ihrer harten Schale. Gabriel Tallent soll in den USA die Leserschaft „überwältigt“ und „gespalten“ haben. Kann ich gut verstehen. Wer liest schon gern über sich selbst das er seine Waffen mehr liebt als die eigene Familie bzw. werden hier viele mit der armen Turtle, aus Verständnis, mitgelitten haben - das arme Mädchen, denn hinter vorgehaltener Hand wird es solche Geschichten in der Realität mehr als genug geben. Aber, und das ist ein wichtiger Punkt, Turtle wird immer wieder Hilfe angeboten und sie lehnt sie, bis zu einem gewissen Punkt, immer wieder ab... bis Jacob kommt, der Retter in der Not. Warum also für ihre Situation Verständnis haben? Was will uns der Autor damit sagen? Tallent hat ein gewisses Talent zum schreiben, keine Frage. Aber umgehauen hat es mich nicht. Es war absolut nicht mein Buch, obwohl die Leseprobe mich total überzeugt hat und ich mich sehr auf dieses Buch gefreut habe. Aber es war leider eine ganz herbe Enttäuschung. Dieses Buch passt zur aktuellen politischen Lage der USA perfekt - keine Frage. Aber wenn man immer nur negatives über das Land der unbegrenzten Möglichkeiten hört, verliert man irgendwann das Interesse und ändert vielleicht die Sichtweise. Irgendwann ist man müde bezüglich solcher Storys... Schade, aber hierfür gibt es keine Leseempfehlung von mir.

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Gespräche aus der Community

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PenguinVerlags avatar

Der Penguin Verlag verlost 15 Exemplare von Gabriel Tallents Roman Mein Ein und alles!

Dieser Roman über ein junges Mädchen hat Amerikas Leserschaft überwältigt und gespalten. Denn Turtle Alveston, so verletzlich wie stark, ist eine der unvergesslichsten Heldinnen der zeitgenössischen Literatur. Sie wächst weltabgeschieden in den nordkalifornischen Wäldern auf, wo sie jede Pflanze und jede Kreatur kennt. Auf tagelangen Streifzügen in der Natur sucht sie Zuflucht vor der besitzergreifenden Liebe ihres charismatischen und schwer gestörten Vaters. Erst als sie ihren Mitschüler Jacob kennenlernt und wahre Freundschaft erfährt, beginnt die Befreiung aus seinen Klauen...

Um an der Verlosung teilzunehmen, beantworte folgende Frage: Nach welchem deutschsprachigen Lyriker ist eine Mitschülerin von Turtle benannt?


Sagt uns auch gerne, wo Ihr Eure Rezensionen veröffentlicht. Viel Erfolg bei der Teilnahme!
Zur Buchverlosung

Zusätzliche Informationen

Gabriel Tallent im Netz:

Community-Statistik

in 96 Bibliotheken

auf 27 Wunschlisten

von 9 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

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