Mein Ein und Alles

von Gabriel Tallent 
3,0 Sterne bei2 Bewertungen
Mein Ein und Alles
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Warum!? Abbruch nach etwas über der Hälfte. Hat mich gleichermaßen nur noch geekelt und gelangweilt. Absolut nicht meins!

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Inhaltsangabe zu "Mein Ein und Alles"

„Der Begriff ‚Meisterwerk’ wird zu häufig benutzt, doch Mein Ein und Alles ist ohne jeden Zweifel eines.” Stephen King

Dieser Roman über ein junges Mädchen hat Amerika überwältigt und gespalten. Denn Turtle Alveston, so verletzlich wie stark, ist eine der unvergesslichsten Heldinnen der zeitgenössischen Literatur. Sie wächst weltabgeschieden in den nordkalifornischen Wäldern auf, wo sie jede Pflanze und jede Kreatur kennt. Sucht auf tagelangen Streifzügen in der Natur Zuflucht vor der obsessiven Liebe ihres charismatischen und schwer gestörten Vaters. Erst als sie Jacob kennenlernt und wahre Freundschaft erfährt, beginnt die Befreiung aus den Fängen des Vaters. Tallents Debüt ist von eindringlicher Wucht und zugleich verstörender Zartheit — eine neue Stimme, die niemanden kalt lässt.
Anna Thalbach findet für Tallents gewaltiges Debüt genau den richtigen Ton zwischen zerbrechlich und unfassbar stark.
(2 mp3-CDs, Laufzeit: ca. 13h 6)

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783837143645
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Sonstiges Audio-Format
Umfang:0 Seiten
Verlag:Random House Audio
Erscheinungsdatum:24.09.2018
Das aktuelle Buch ist am 24.09.2018 bei Penguin erschienen.

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    WinfriedStanzickvor 9 Tagen
    Ein beeindruckendes Hörbuch, eine beeindruckende Stimme


     

    „Mein Ein und Alles“ ist ein Romandebüt, das in den USA eine gespaltene Rezeption erfahren hat, denn in einem solchen Ton wurde so vorher dort noch nie über Gewalt und Kindesmissbrauch geschrieben.

     

    Es ist ein Roman voller wunderbarer und sprachlich in einer solchen Form noch nie gelesenen Beschreibungen der nordkalifornischen Natur, die der Autor jahrelang als Guide durchstreift und kennengelernt hat.

     

    Der wirklich unter die Haut gehenden Roman erzählt die Befreiungsgeschichte der 14-jährigen Julia Alveston, genannt Turtle, die  seit dem frühen Tod ihrer Mutter allein mit ihrem waffennarrigen Vater Martin zusammenlebt. Sie wächst in einem heruntergekommenen Männerhaushalt auf und teilt die Vorstellung ihres Vaters, dass man mit der Waffe in der Hand jeden Tag um sein Überleben kämpfen muss. Der Vater übt schon von früh auf mit Turtle den Umgang mit Waffen und sie ist auch eine hervorragende Schützin.

     

    Doch so sehr sie ihren Vater liebt, so sehr fürchtet sie seine sexuellen Übergriffe und die fast täglichen Vergewaltigungen. In stundenlangen Märschen durch die Natur, wo sie jede Pflanze und jedes Lebewesen genau mit Namen kennt, sucht sie vor diesen Übergriffen Zuflucht.

     

    Die Beschreibungen dieses permanenten physischen und psychischen Missbrauchs und wie sie Turtle in eine Hölle sich widersprechender Gefühle stürzen, sind schwer zu ertragen weil sie ähnlich genau und differenziert formuliert sind wie Tallents außergewöhnliche Naturbeschreibungen. Ich nehme an, es waren diese Szenen und die Kritik an dem Waffenfetischismus des Vaters, die das Buch in den USA so umstritten machten.

     

    Turtles Schicksal scheint aussichtslos. Auch der in der Nähe wohnende Großvater, der seinen Sohn genau kennt und offenbar ahnt, was sich in dessen Haus abspielt, kann dem Mädchen nicht helfen.

     

    Als Turtle in der Schule einen Jungen namens Jacob kennenlernt und in einer langsamen Annäherung erfährt, wodurch sich wahre Freundschaft auszeichnet, findet sie schrittweise den Mut, sich gegen den Vater aufzulehnen. Ihre zuvor enge Welt öffnet sich und viele neue, aber angsterregende Möglichkeiten liegen offen vor ihr.

     

    Martin spürt sehr schnell, das seine Tochter sich von ihm absetzt: Mit brutaler Gewalt versucht er Turtle wieder in die Zucht zu nehmen. Er kann und will seine Tochter nicht loslassen. Als er eines Tages ein jüngeres Mädchen mitbringt, die er genauso missbraucht, da fallen Turtle alle Schuppen von den Augen und es beginnt ein langer Kampf um Leben und Tod.

     

    Das Buch schildert, mit Wucht und Zartheit gleichermaßen, den Befreiungskampf eines zuvor in der Hölle der väterlichen Macht und Begierde gefangenen Mädchens. Gabriel Tallent tut das als Romandebütant in einer so vorher noch nie gelesenen Sprache, einer Sprache, die einen nicht loslässt, regelrecht überwältigend und trotz aller furchtbaren Gewalt, die beschrieben wird, mit einer zärtlich-poetischen Schönheit. Sie aus dem Amerikanischen zu übersetzen war sicher nicht leicht ist aber Stephan Kleiner hervorragend gelungen.

     

    Wer solch einen Erstling vorlegt, dem traut man viel zu. Doch nach einem solchen „Meisterwerk“ (Stephen King) einen Nachfolger zu präsentieren, wird nicht leicht werden. Ich jedenfalls warte gespannt darauf.

     

    Die hier bei Random House Audio vorliegende ungekürzte Hörbuchfassung wurde von der Schauspielerin Anna Thalbach eingelesen. Für Tallents gewaltiges Debüt findet sie mit ihrer unverwechselbaren Stimme genau den richtigen Ton zwischen Zerbrechlichkeit und großer Stärke und Kraft. Sie selbst sagt zu dem Werk:

    „Er schafft sehr starke und sehr dreidimensionale Bilder und hat sehr klare Figuren.“

     

    Ein beeindruckendes Hörbuch, eine beeindruckende Stimme.

     

     

     

     

     

     

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    Ro_Kes avatar
    Ro_Kevor 22 Tagen
    Kurzmeinung: Warum!? Abbruch nach etwas über der Hälfte. Hat mich gleichermaßen nur noch geekelt und gelangweilt. Absolut nicht meins!
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