Gabriela Jaskulla Die Geliebte des Trompeters

(6)

Lovelybooks Bewertung

  • 7 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 4 Rezensionen
(1)
(5)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Geliebte des Trompeters“ von Gabriela Jaskulla

Berlin, 1947. Ein junger amerikanischer Soldat kommt in die zerstörte Stadt und verliebt sich in ein Mädchen, das er zufällig am Straßenrand sieht. Er: ein hübscher, naiver Junge aus Kalifornien, der das Segeln, schnelle Autos und seine Trompete liebt. Sie: das deutsche Mädchen, das aus Nazi-Zeit und Krieg vor allem eines mitgebracht hat: den wilden Drang, endlich zu leben. Dafür ist Riccarda, die der Junge Ricky nennt, bereit, sehr weit zu gehen. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein, und dennoch verbindet sie mehr, als sie ahnen: eine tiefe Sehnsucht,der Hunger nach Anerkennung, die frühe Erfahrung von Gewalt, der Zorn über Eltern, die nicht ansprechbar sind. Zusammen erkunden die beiden die zerstörte Hauptstadt. Die Ruinen, die U-Bahnschächte und Jazz-Keller, der Wannsee und die billigen Tanzlokale bilden die Kulisse ihrer entstehenden Liebe. Der GI und sein "deutsches Frollein" - eine deutsche Nachkriegsgeschichte, aber auch mehr, denn: Der amerikanische Soldat wird später ein weltberühmter Musiker werden. Chet Baker ist für den Jazz, was James Dean für den Film war: eine Legende. Mit der Sanftheit seiner Musik identifizierten sich Millionen. Am Anfang aber stand: eine kleine Liebe in Berlin.

Ein interessantes, kurzweiliges Buch über die Nachkriegszeit in Berlin.

— veri1986
veri1986

Spannendes und vielschichtiges Buch über die Nachkriegszeit, die amerikanische Besatzung und den Jazztrompeter Chet Baker

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Stöbern in Romane

Besuch von oben

ein sehr schönes Buch

Sutaho

Das Glück meines Bruders

Eine anspruchsvolle Geschichte über zwei Brüder, die versuchen, die Vergangenheit zu bewältigen.

Simonai

Ein Haus voller Träume

Familientreffen im spanischen Traumhaus: Mit unterschiedlichen Weltanschauungen, kleinen Reibereien und ganz viel Herz

Walli_Gabs

Das Ministerium des äußersten Glücks

Nach dem ersten Drittel hat es mich nicht mehr losgelassen. Eine absolut einmalige Leseerfahrung, die ich nicht hätte missen wollen!

Miamou

Töte mich

Ein typischer Nothomb mit spannender Handlung und dynamischen Dialogen.

Anne42

Die Zeit der Ruhelosen

Spannende Erlebnisse, menschliche Tragödien: Die Protagonistinnen und Protagonisten scheitern alle.

Tatzentier

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Berlin in der Nachkriegszeit

    Die Geliebte des Trompeters
    Sabine17

    Sabine17

    Chet Baker kommt 1947 als junger amerikanischer Soldat nach Berlin. Dort lernt er die 3 Jahre ältere Riccarda Krampitz kennen und lieben. Berlin ist geprägt von Hunger und Zerstörung. Neben der sehr eigenartigen Beziehung zwischen Chet und Ricky, wie er sie nennt, steht das Leben in Berlin nach Kriegsende im Focus des Romans. Für mich als Kind der Nachkriegsgeneration war es sehr interessant zu lesen, wie die Menschen unter diesen Bedingungen ihr Leben gemeistert oder sich aufgegeben haben. Meine Mutter hat mir sehr viel aus dieser Zeit erzählt und ich konnte es mit den Schilderungen in diesem Buch vergleichen. Wenn man das liest, ist man froh, dass man diese Zeit nicht miterleben musste. Ich habe mich häufig gefragt, ob ich genauso gehandelt hätte wie Ricky und die anderen Frauen. Die Musik ist leider etwas zu kurz gekommen, aber das Buch spielt auch in der Zeit bevor Chet Baker berühmt wurde und noch als “normaler” Trompeter in einer amerikanischen Armi-Band seine ersten musikalischen Erfahrungen sammelt. Ich kann das Buch denen sehr empfehlen, die sich für diese Phase der deutschen Geschichte interessieren. Die 220 Seiten hat man schnell durchgelesen.  

    Mehr
    • 2
    schokoloko29

    schokoloko29

    04. March 2014 um 12:01
  • Rezension zu "Die Geliebte des Trompeters" von Gabriela Jaskulla

    Die Geliebte des Trompeters
    DasZufallsBuch

    DasZufallsBuch

    26. January 2011 um 23:11

    Als der junge Chet Baker sich freiwillig zur Armee meldet, da ist der Zweite Weltkrieg gerade vorbei. Der sensible Junge will dem autoritären Vater und der überfürsorglichen Mutter entfliehen und gerät ins zerbombte Nachkriegsdeutschland. Hier begegnet er Ricarda, einem deutschen 'Fräulein' und es entspinnt sich eine luftige Romanze, voller Gier nach Leben, aber auch voller Unsicherheit. Chet Baker war mir vorher kein Begriff und ich glaube nicht, dass man durch dieses Buch irgendetwas über ihn lernt. Dennoch würde ich dieses Buch jedem uneingeschränkt empfehlen, der auf der Suche nach Strandlektüre oder etwas kurzem für zwischendurch ist. Meiner Meinung nach ist es gut geschrieben und das Thema (Nachkriegsdeutschland) ist angemessen behandelt, aber nicht zu deprimierend dargestellt. Die Handlung plätschert zwar ein wenig vor sich hin, wird aber trotzdem nie langweilig. Ein wirklich nettes kleines Büchlein, das nicht schwer im Magen liegt.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Geliebte des Trompeters" von Gabriela Jaskulla

    Die Geliebte des Trompeters
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. December 2008 um 00:06

    Ein wirklich gelungener Nachkriegsroman, der sich um den legendären Jazz-Trompeter Chet Baker rankt. Ricky, eigentlich Ricarda, sein deutsches "Fraulein", ist allerdings die eigentliche Hauptperson. Der Roman erzählt von Kriegsende und Nachkriegszeit in Deutschland, vom Kampf der Deutschen ums Überleben, vom "Fraternisieren" und von den "Frauleins", den deutschen Geliebten amerikanischer Besatzungssoldaten. Ricky und ihre Schwester Renate werden bei Kriegsende von der eigenen Mutter den Russen "geopfert", um sich selbst und Marie, ihre Freundin, vor Vergewaltigung zu schützen. Die Familie rund um Irmgard, die Mutter, und den heimkehrenden Vater zerbricht fast daran. Die beiden Mädchen schaffen sich amerikanische Beschützer an und Ricky wird schließlich die Geliebte von Chet Baker, der damals 17jährigen späteren Jazzlegende.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Geliebte des Trompeters" von Gabriela Jaskulla

    Die Geliebte des Trompeters
    Sannya

    Sannya

    06. September 2008 um 08:37

    „Die Geliebte des Trompeters“ zieht den Leser mit der ersten Seite fort, in eine vergangene und doch nicht allzu lang zurückliegende Zeit. Der Kalender zeigt das Jahr 1946, der Krieg ist vorbei und Deutschland besetzt von den vier Allierten. Es ist Winter, als der junge amerikanische Soldat Chet Baker im besetzten Berlin ankommt, und er ist nicht der Einzige. Mit ihm setzen eintausendachthundert US-Soldaten den Fuß auf deutsches Gebiet. Bereits kurz darauf ist er erschüttert - von der Stadt und den Menschen. Denn Berlin gleicht eher einer Ruine, nicht nur die Häuser; auch die Menschen, die überlebten sind nur noch ein Schatten ihres Selbst. Riccarda ist neunzehn und auf der Suche nach dem nächsten Gönner. Es ist Vernunft, die sie leitet, denn die Soldaten sind großzügig zu den deutschen Mädchen - vermutlich aus schlechtem Gewissen. An Liebe ist dabei nicht zu denken, sie müssen das Beste aus allem machen - überleben. Dass bei dem jungenhaften Chet nichts zu holen ist, ist Ricky schnell klar und doch ist sie - entgegen ihrer sorgsam antrainierten Vernunft - fasziniert von ihm. „Die Geliebte des Trompeters“ ist ein temperamentvoller Roman, mit einer ungeheuren Erzähldichte. Hier wird von Menschen der Nachkriegszeit erzählt, von verwundeten Seelen, süchtig nach Vergnügen und Ablenkung. Mittendrin der siebzehnjährige Trompeter Chesney Henry Baker, ein Autodidakt mit einer tiefen Liebe zur Musik. Er vermag es sein Publikum mitzureißen und zu begeistern, denn jeder der Chets Trompetenspiel gehört hat, fühlt sich auf eine eigentümliche Art tief berührt - von der Musik und dem Jungen. Gabriela Jaskulla hat viel Leidenschaft in ihren Roman gelegt. Sie erzählt mit einer eigentümlichen Sicherheit vom zerrütteten Berlin als wäre sie selbst dort gewesen und schafft es, dass sich auch der Leser selbst in der zerbombten Hauptstadt glaubt. Alles ist greifbar nah, eine fast erschreckende Einsicht. Und das schafft die Autorin ohne viele erklärende und detailreiche Beschreibungen, dafür in einem rasanten Erzählstil, der kaum Luft zum Atmen lässt. Der Leser ist dabei den Figuren ganz nah und erlebt ihre Entbehrungen und Nöte ebenso mit wie die wenigen glücklichen Momente. Fazit: Ein Roman mit starken Figuren und einem temperamentvollen Erzählstil.

    Mehr